Der Kaspressknödel-König


Hermann Krismer ist der Mann fürs Grobe. Zumindest, wenn es um seine Kaspressknödel geht. Die sollen nicht perfekt sein, sondern frisch und bissfest. Darum kocht und knetet der Wirt der Walderalm in Gnadenwald selbst – hier isst man buchstäblich ausgezeichnete Schmankerl.

Eine Maschine kommt Hermann Krismer nicht ins Haus. „Die arbeitet viel zu genau“, lacht der Wirt der Walderalm. Seine Kaspressknödel sind einzigartig: stückig, bissfest, grob. Ein bisschen wie Hermann selbst. Er ist heuer im neunten Jahr Pächter und lebt auf rund 1.500 Metern seinen Traum. „Man braucht nur vor die Tür gehen und sieht, warum ich den Almwirtsberuf liebe.“ Hier, auf der Walderalm, eingebettet in einem atemberaubenden Hochplateau im Karwendelgebirge, liegt einem die Welt zu Füßen.

Schmankerl mit Auszeichnung

Hoch oben, in der Abgeschiedenheit der Natur, findet man sie: Die besten Kaspressknödel in ganz Tirol. Mit Auszeichnung! Im Sommer 2016 gewann Hermann Krismer eine Publikumsumfrage der ‚Tiroler Tageszeitung‘, der größten Tageszeitung des Landes. Darauf ist er sehr stolz. Die 200 Gramm schweren Schmankerl sind alle handgemacht. Jedes ein Unikat! Das ist Hermann Krismer wichtig.

„Unsere Rezeptur ist recht gewöhnlich: Käse, Ei, Milch, Knödelbrot, Salz und Peffer. Doch was uns so besonders macht, ist die Frische der Produkte. Jeder Knödel wird geknetet, geformt und erst auf Bestellung frisch in der Pfanne gebraten. Das ist ausschlaggebend für die Qualität. Außen ist der Knödel richtig knusprig.“ Dafür zergehen die fünf verschiedenen Käsesorten im Knödel auf der Zunge.

Was den perfekten Kaspressknödel ausmacht?

„Der Knödel muß bissfest und knusprig sein. Und die richtige Menge an Käse ist wichtig.”

Hermann verwendet hauptsächlich Graukäse und eine geheime Mischung aus Bergkäse, Spätzlekäse und weiteren Sorten. Das genaue Rezept verrät der Wirt nicht. „Es kommt von der Mama meiner Lebensgefährtin. Ich habe verschiedenes ausprobiert und die Rezeptur leicht abgeändert.“

10 000 Kaspressknödel für hungrige Gäste

An starken Sommertagen muss der Wirt kräftig vorarbeiten. Dann produziert er mindestens 200 Rohlinge, die aber erst auf Bestellung frisch gebraten werden. Drei von fünf Gästen essen auf der Walderalm einen Kaspressknödel – weil der einfach immer schmeckt. Den Knödel gibt es in der Suppe, mit Salat oder Kraut. Die Portionen sind üppig und die 5,90 Euro pro Kaspressknödelsuppe vollkommen angemessen.

In den vergangenen sechs Jahren ist einiges zusammengekommen: „Letztes Jahr ging der zehntausendste Kaspressknödel über die Theke“, erinnert sich der Wirt. Professionell gelernt hat Hermann Krismer das Kochen übrigens nie – erst die viele Übung machte den Meister. Er ist Wirt aus Leidenschaft – mit viel Herzblut und gesundem Appetit. Nur zuhause, da kocht die Frau…

Die Walderalm ist wieder ab 11. Jänner 2019 geöffnet.

Rezept für den Tiroler Kaspressknödel

Wer den Kaspressknödel zu Hause nachkochen möchte, kann es nach diesem Tiroler Rezept probieren.

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