Neujahrs-Entschuldigungskarte 2021: Sinn- und kunstvoll schenken!

Seit dem Jahr 1986 lebt eine über zweihundert Jahre alte Tradition in Hall und nach und nach auch in anderen Orten und Städten wieder auf: die Neujahrsentschuldigungskarte!


Die Neujahrs-Entschuldigungskarte 2021

Die Neujahrsentschuldigungskarte als Tradition zu Neujahr verbreitete sich in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und in Bayern seit 1814. Sie sollte damals von der lästigen Verpflichtung entbinden, zum Neujahr persönlich gratulieren zu müssen. Jährlich gestalten sie regionale Künstlerinnen und Künstler. Sie wird dann zum festgelegten Preis von EUR 100.- einem guten Zweck zugeführt. Die in Hall lebende Künstlerin Barbara Fuchs hat die Haller Neujahrs-Entschuldigungskarte 2021 gestaltet. Die Auflage ist wie jedes Jahr mit 200 Stück streng limitiert.

Technische Details zur Karte:

Es handelt sich um einen zweifärbigen Holz-Linolschnitt auf Bütte Rosaspina 220 gr von Fabriano, Blattgröße: 25 x 35 cm mit einseitigem Büttenrand und Wasserzeichen, Auflage 200, nummeriert und signiert.

Der Holzschnitt ist in grau gehalten, darüber wurde in schwarz der Linolschnitt mit der eigentlichen Zeichnung gedruckt.

Thema der diesjährigen Neujahrs-Entschuldigungskarte

Das Thema der Karte greift dem großen Jubiläum im kommenden Jahr 2021 vor: Dann nämlich feiert die Salinenmusikkapelle Hall ihr 200jähriges Bestandsjubiläum. Die ehemalige Salinenstadt Hall (bis 1967) steht in enger Verbindung zu einer der meistverehrten Bergheiligen, der Hl. Barbara von Nikomedien. Sie ist daher auch die Schutzpatronin der Salinenmusik.

Die 29 Knöpfe der Hl. Barbara

Die Legende erzählt, dass Barbara aufgrund ihres christlichen Glaubens vom eigenen Vater in einen Turm gesperrt wurde. Wie durch ein Wunder hätten sich drei Fenster aufgetan und die junge Frau konnte fliehen und sich voerst in eine Berghöhle retten. Dann aber verrät ein Hirte, der alles beobachtet, die junge Christin. Daraufhin wird Barbara dem Vater ausgeliefert, gefoltert und schließlich enthauptet. Turm, Schwert und Kelch sind die Attribute der Heiligen, die ihren Märtyrertod im Alter von nur 29 Jahren (!) erlitt. Der Festtag der Heiligen Barbara ist der 4. Dezember. Bis heute werden Barbarazweige (Kirschzweige) am selben Tag geschnitten und verschenkt. Meist erblühen die Zweige am Heiligen Abend und gelten als Glücksbringer für das Neue Jahr.

Die Uniform der Haller Salinenmusik ist mit 29 Knöpfen versehen und entspricht demnach den 29 Lebensjahren der Heiligen Barbara. In Hall erinnert uns noch heute einiges an diese für die Region wichtige und beliebte Bergheilige. Die Barbarasäule am Eingang des Salinenparks ist ein Denkmal, das an 700 Jahre Bergbau erinnert: Knappen vom Silbernen Hansl im Karwendelgebirge stifteten sie als Geschenk an ihre Kollegen, die Knappen im Halltal. Würfel bzw. Kapitell und Sockel der Säule sind noch original aus dem Jahre 1486 erhalten, und die einst eingestürzte Säule wurde anlässlich der 600-Jahr-Feier der Stadt Hall 1903 erneuert.

Ein soziales Geschenk

Der Reinerlös dient wie jedes Jahr einem guten Zweck. Es werden heuer Frizzey Light in Nepal unterstützt, außerdem die Vinzenz-Vereine in Hall, Absam, Mils sowie Thaur .