Der Naturpark Karwendel stellt sich vor

Der größte Naturpark Österreichs

Der Naturpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und ist mit einer Fläche von 727 km² der größte Naturpark Österreichs. Als selbständiger Gebirgsstock wird das Karwendel im Süden durch das Inntal zwischen Zirl und Jenbach begrenzt. Im Westen bildet das Seefelder Plateau, im Norden die Isar und im Osten der Achensee die naturräumliche Begrenzung des Karwendels. Eine große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren findet sich im Karwendel wieder. Aufgrund der klimatischen und topografischen Gegebenheiten verfügt das Karwendel über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen wie Urwäldern sowie Wildflüssen und beherbergt eine sehr hohe Artenvielfalt. 1305 Pflanzenarten und 3300 Tierarten wurden bisher nachgewiesen und jedes Jahr kommen neue hinzu.

AlmenREICH

Neben den schroffen Gebirgsstöcken und Wildflüssen zählen die 101 Almen zu den landschaftsprägenden Elementen im Naturpark Karwendel. Darunter ist auch die Walderalm bei Gnadenwald. Im gesamten Gebiet verbringen rund 7000 Rinder ihren Sommer auf einer Alm im Karwendel. Um die traditionelle Almwirtschaft zu erhalten, unterstützt der Naturpark die Bewirtschafter beim Erhalt von traditionellen und typischen Almgebäuden, beim Rücksichtnehmen auf Moore, Feuchtflächen und spezielle Wiesentypen.

WaldREICH

Ca. 50% des Karwendels sind bewaldet. Trotz der Präsenz des Menschen und seiner Nutzungen konnte sich das Karwendel bis heute eine Fülle von naturkundlich interessanten Waldgesellschaften bewahren. Die Palette reicht von den sehr trockenheitsliebenden Wäldern entlang der Martinswand, über klassische Fichten- Tannen- Buchenwäldern im Halltal, Eibenbestände im Vomperloch bis hin zu Spirkenvorkommen  im Hinterautal. Der Naturpark hat eine reiche Spechtfauna von europäischer Bedeutung. Gemeinsam mit den Waldbesitzern bemüht sich der Naturpark Karwendel, die Ansprüche dieser Vogelarten im Waldbau zu berücksichtigen. Darüber hinaus wurden bisher 11 Naturwaldreservate mit ca. 512 ha eingerichtet, wo auf jegliche forstliche Nutzung verzichtet wird.

WasserREICH

Das Karwendel ist reich an Quellen und Wasser: über 350 Quellen speisen das Wasserreich. Aufgrund des geringen Verkarstungsgrades und der langen Verweildauer im Berg von 8 bis 15 Jahren besitzt das Karwendelwasser eine ausgezeichnete Qualität. 10% der Quellen dienen der Trinkwasserversorgung der Karwendelregion. Der Wasserstollen im Halltal versorgt die umliegenden Gemeinden mit frischen Wasser jeden Tag, Zwischen 250 und 450 Liter bestes Trinkwasser fließen pro Sekunden aus dem Stollen aus. Zuvor ist es rund zehn Jahr durch den Fels gesickert und gereinigt worden.

TIPP: Das WasserREICH hautnah erleben mit einer Wanderung zum Fallbach

Für all’ jene, die nach der Arbeit oder einem anstrengenden Tag der Hektik des Alltags entfliehen wollen, bietet sich die Wanderung zum Wasserfall “Fallbach” in Gnadenwald an. Am Parkplatz zum Eingang des Halltals stellt man das Auto ab. Dem Besinnungsweg nach Gnadenwald wandert man gemütlich entlang, bis man auf Höhe der Bogner Aste sich links halten muss. Zwischen den Bäumen geht es leicht bergauf – die kleine Anstrengung wird mit einem mystischen Platz und dem Wasserfall belohnt.

Das Halltal – ein Tal mit Geschichte

Das Karwendel besitzt zudem eine 130-jährige alpintouristische Geschichte. Jährlich besuchen rund 1,1 Mio. Menschen den Naturpark. Alm- und Forstwirtschaft sowie die Jagd prägen das Gebiet seit Jahrhunderten und sind ein wichtiger Bestandteil des Naturparks Karwendel. Schon Kaiser Maximilian I. kam zur Jagd ins Halltal. Bei thematischen Führungen wird “Die Jagd zur Zeit Maximilian I – Weidmanns Heil” sowie der Solewanderweg Interessierten die Geschichte von damals näher gebracht.

Wandertouren im Halltal

Im Naturpark Karwendel gibt es unzählige Wanderungen und Bergtouren. Egal ob Spaziergänger, Wanderer, Familien, Bergsteiger, Kletterer, Klettersteiggeher oder Gipfelstürmer, der Alpenpark ist ein wahres Paradies. Die Natur und Landschaft spielen zu jeder Jahreszeit alle Facetten. Sei es im Frühling, wenn die Natur Tag für Tag wieder zu Leben erwacht oder im Herbst, wenn sich die Wälder bunteinfärben und sich die Tierwelt auf einen langen Winter einstellt.

Der Tourismusverband der Region Hall-Wattens bietet im Sommer sowie im Winter jeden Freitag eine geführte, naturkundliche Wanderung ins Halltal an.

TIPP: Das Team Karwendel ist immer auf der Suche nach Menschen, die gerne einen aktiven Beitrag zum Naturschutz leisten wollen. Zahlreiche Gelegenheiten werden geboten, um bei den unterschiedlichsten Projekten mitzuarbeiten.

Neugierig geworden? Der Naturpark Karwendel freut sich auf euren Besuch.

rundumTHAUR: Neue Ausstellung im Romediwirt

Im Romediwirt in Thaur kann man nicht nur ausgezeichnet essen und trinken – seit kurzem ergänzt eine interessante neue Ausstellung die Vorzüge des Ausflugsgasthofes: “rundumTHAUR”.

Im Obergeschoss des neu erbauten Gebäudes wandert man in abwechslungsreich gestalteten Räumlichkeiten durch 6000(!) Jahre Siedlungsgeschichte in Thaur, zur Thaurer Burg und dem Dorfpatron von Thaur, dem Heiligen Romedius. Außerdem erfährt man mehr über die geheimnisvollen Eulen, die das Gebiet “rundumTHAUR” besiedeln.

6000 Jahre Menschen in Thaur

Schon in der Jungsteinzeit war Thaur ein beliebter Siedlungsraum. Besonders interessant, aber auch berührend ist zu sehen, dass die Menschen schon in frühen Zeiten Freude an Dingen wie Schmuck, Zierbeschlägen oder schön verzierten Ofenkacheln hatten.

Auch weniger friedliche Gegenstände sind ausgestellt, wie zum Beispiel das Panzerhemd eines Ritters aus dem Mittelalter.

500 Jahre altes Panzerhemd

Besonders interessant sind auch die Mauerreste einer vermutlich ottonischen Burganlage am Kiechlberg, die über 1000 Jahre alt ist. Es dürfte sich hier überhaupt um die erste Burganlage im gesamten Tiroler Raum handeln.

Einer, der auf  Bären reitet

Der Heilige Romedius ist der Sage nach auf einem Bären nach Trient geritten.

Der Heilige Romedius ist in Thaur allgegenwärtig. Nicht nur als Dorfpatron, der der Legende nach auf einem wilden Bären zum Bischof von Trient gereist ist, sondern auch als Namensgeber für die zahlreichen “Romeds” des Dorfes. Der für viele speziell klingende Vorname wird in dieser Häufigkeit nur in diesem Ort gegeben – aber dafür seit Generationen! In der Ausstellung wird kurzweilig erklärt, was es mit dem Heiligen Romedius auf sich hat und vor allem, wieso er trotz intensiver Recherchen stets ein Mysterium bleiben wird.

Bereits im 17. Jahrhundert wurde ausführlich über den Dorfheiligen berichtet.

Es “uhut” im Karwendel

Der Naturpark Karwendel hat die Gestaltung des Schwerpunktes “Eulen” übernommen, von denen es rund um den Gasthof und im gesamten Gebiet des Naturparks sehr viele gibt. Dabei gibt es auch erfreuliche Nachrichten: Wusstet ihr, dass sich der Bestand von der größten heimischen Eule, dem Uhu, wieder erholt hat? Er gilt zurzeit nicht mehr als gefährdet. Dies ist umfangreichen Schutzbemühungen zu verdanken.

Der grimmige Blick täuscht: Die Population des Uhus in Österreich hat sich zum Glück wieder erholt.

Interaktiver Outdoor-Rundgang

Die Entdeckungsreise kann im Freien fortgesetzt werden: Hier geht man mithilfe einer kostenlosen “rundumTHAUR” – Smartphone-App auf eine vertiefende Entdeckungsreise zu den Themen, die im Schauraum präsentiert werden. Kindern erklärt der lustige “Knappe Kunibert”, was auf der Burg damals alles passiert ist.

Info zur Ausstellung “rundumTHAUR” im Obergeschoss des Romediwirts

Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Barrierefreier Eingang auf der Hinterseite des Hauses

Eintritt kostenlos

 

Unterwegs am Karwendel Höhenweg – Bergwandern im größten Naturpark Österreichs

Der Karwendel Höhenweg besteht aus insgesamt sechs Etappen. Diese können in beiden Richtungen bewandert werden und lassen sich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Der Karwendel Höhenweg verläuft zwar auf gut markierten Wegen und Steigen, doch führt er auch durch hochalpines Gelände. Alpine Erfahrung, gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie festes Schuhwerk und eine entsprechende Ausrüstung sind erforderlich.

Jede Etappe des Karwendel Höhenwegs endet an einer bewirtschafteten Schutzhütte des Alpenvereins. Die meisten Hütten haben zwischen Mitte Juni und Mitte Oktober geöffnet. In der Hauptsaison von Anfang Juli bis Anfang September ist es absolut notwendig, immer einen Schlafplatz zu reservieren, auch in der restlichen Zeit ist dies sehr zu empfehlen.

Die Versorgung alpiner Schutzhütten mit Lebensmitteln und Material und die Entsorgung von Abwasser und Abfällen sind aufgrund der Höhenlage,  der oft langen Zustiege aufwendig und schwierig. Daher sind die Hütten in ihrer Bewirtschaftung und Ausstattung auf einfache Bedürfnisse abgestimmt und nicht mit einem Hotel im Tal vergleichbar.

Ich möchte euch heute gerne einen Teil der dritten und vierten Etappe vorstellen – vom Hafelekar bis nach St. Magdalena im Halltal! Obwohl das Wetter nicht auf unserer Seite war, nahmen wir am zweiten Tag die Stempeljochspitze mit!

Auffahrt mit der Nordkettenbahn bis zum Hafelekar– leider bei schlechtem Wetter – es gab aber trotzdem immer wieder einmal die Gelegenheit einen Blick ins Inntal zu erhaschen!

Letzte Stärkung in der Hafelekarstube und Routenplanung mit der Wanderkarte.

Los geht’s! Am Goetheweg zur Mandelscharte und weiter zur Pfeishütte.

Artenreiche Alpenflora – Wundklee am Karwendel Höhenweg

Kurzer Blick ins Tal

Regennasse „Weiße Silberwurz“ – ein Rosengewächs

Nach zweieinhalb Stunden Gehzeit,  Ankunft auf der Pfeishütte! Beste Verpflegung!! Aufgrund der Wettersituation konnten wir unsere Tour erst am nächsten Tag fortsetzen.  Schlafplätze waren reserviert und somit stand einem gemütlichen Hüttenabend nichts mehr im Wege.

In der Früh ein Blick aus der Hütte: Almrosen, Margeriten, Wundklee, Teufelskrallen, Brillenschötchen, Enzian und noch so vieles mehr  – aber wieder keine Sonne!

Erste kleine Belohnung für‘s Durchhalten – Gämsen am Weg zum Stempeljoch!

Richtung Stempeljoch konnten wir drei Steinböcke beobachten, allerdings weit weg von uns.

Die große Belohnung, ein Steinbock, direkt am Stempeljoch beim Einstieg zum „Wilde Bande Steig“. Ein prachtvolles Kerlchen!

Vom Stempeljoch aus noch einen Abstecher auf die Stempeljochspitze. Berg Heil!

Abstieg vom Gipfel, zuerst über Fels dann über grasiges Gelände.

Alpen – Leinkraut! Unglaublich, dass auf Schotter etwas so Buntes wachsen kann!

Abstieg über das Stempeljoch.

Wohlverdiente, gemütliche Einkehr in St. Magdalena.

Lust auf mehr?? Alle Informationen zum Karwendel Höhenweg auf einen Blick: www.karwendel-hoehenweg.at

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf Entdeckungsreise mit Kindern im Halltal

Kinder lieben die Natur und sind am liebsten draußen unterwegs. Für sie ist es der ideale Entwicklungsraum. Deshalb haben wir am Sonntag mit unseren Zwillingen das Halltal im Naturpark Karwendel erkundet. Zugegeben nicht das gesamte Tal, denn es gab bereits im unteren Abschnitt so viel zu entdecken und erleben, dass wir für die gesamte Halltallänge vermutlich eine gesamte Woche gebraucht hätten. Und so beschränkte sich unsere Tour vom Halltal – Eingang bis zur Bergerkapelle, von dort nahmen wir rechts den kurzen, etwas steilen Weg hinunter zum Halltalbach, überquerten diesen und folgten dem Wanderweg bis hinunter zum Besinnungsweg. Von dort aus ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt. Aber alles der Reihe nach:

Spielplatz am Halltal-Eingang

Am großen Parkplatz angekommen und aus dem Auto gesprungen, haben Mathilda und Adele natürlich sofort den Spielplatz entdeckt und in Beschlag genommen.

Brücke

Und so hieß es zuerst einmal verweilen und den Blick auf die imposante Bergkette des Bettelwurfmassivs bzw. auf der gegenüberliegenden Südseite die Tuxer Alpen zu genießen. Der Spielplatz ist im Vergleich zu anderen bewusst minimalistisch gehalten. Wasser und Holz sind die Hauptelemente, die ihn ausmachen und dadurch das Naturjuwel Halltal widerspiegeln soll. Schließlich waren es in der Vergangenheit Wasser und Holz, die den Salzbergbau im Halltal massiv mitbestimmt haben. Zahlreiche Schautafeln informieren den interessierten Besucher über Geschichte, Natur, Berghütten etc.

Information am Eingang

Information am Eingang

Links unterhalb der Brücke gibt es ein tolles Wasserspiel mit verschiedenen Bahnen, Wasserrädern sowie einen Bereich zum Sandspielen.

Wasserspiel 1

Das tolle Wasserpiel lädt zum Plantschen ein.

Im oberen Teil des Spielplatzes lädt vor allem das Kneippbecken zum Plantschen ein – hier können auch Erwachsene ihre müden Wanderfüße in das kühle Nass tauchen.

Kneippbecken 1

Wie gemacht für müde Elternfüße….

In der Sprungbahn der Olympiasieger können sich größere Kinder im Weitsprung üben.

Sprungbahn 2

Adele hat es für ihr Sandspiel „zweckentfremdet“ 🙂

Ein Holzzug mit Glocke, unterschiedliche Klettermöglichkeiten und Balancierbalken aus Holz sowie ein von Kindern gestaltetes Insektenhotel runden das Angebot noch zusätzlich ab.

Jausenstation für Minis

Obwohl erst knapp eine Stunde vergangen ist, haben die Kleinen bereits Hunger – aber klar: entdecken macht hungrig. Obwohl es genügend Sitzgelegenheiten gibt, haben sich unsere Kinder für das kleine Holzhäuschen entschieden, und wollen dort ihre Jause verzehren.

Jausenstation für Minis

Jausenstation für Minis

Nachdem wir wieder gestärkt sind, geht es mit der eigentlichen Entdeckungsreise los. Wuchernde Sträucher, hohe Bäume, Tannenzapfen, raschelndes Unterholz, Blumen und vor allem der Halltalbach mit seinem kristallklaren Wasser lässt die Kinder in ihre Welt – die der Natur – eintauchen. Auch wenn Spielplätze toll und unverzichtbar sind, so ist es doch die Natur selbst, die den perfekten Spielort für Kinder ausmacht.

im Wald

Der kurze Steig führt zum Bach.

Entlang des asphaltierten Weges bis zur Bergerkapelle folgen wir einmal einem kurzen Steig, der uns zum Bach hinunter bringt. Unten angekommen, entledigen sich Mathilda und Adele natürlich sofort ihrer Schuhe und Socken und wollen das Wasser erkunden.

Füße Adele

Ui, ist das kalt!

Eiskalter Wasserspaß

Doch sie merken schnell, daß trotz der fast sommerlichen Temperaturen an diesem wunderschönen Maitag, das Wasser bitterkalt ist. Aber dies tut der Freude keinen Abbruch. Nur unser Hund freut sich über die erfrischende Abkühlung und will das Bachbett nicht mehr verlassen.

Sonnenhut u Bach

Den Badespaß heben wir uns für den Hochsommer auf.

Nach diesem Zwischenstopp „klettern“ wir wieder hinauf Richtung Straße und gehen weiter bis zur Kapelle. Dort zweigen wir rechts in den Weg ab, der uns auf die östliche Bachseite bringt. Von dort geht es hinab zum Besinnungsweg und zurück zum Ausgangspunkt.

Unsere müden Mäuse freuen sich nun auf eine Kugel Eis und schlafen heute Nacht bestimmt sehr gut. 🙂

Brunnen Halltal

Eine willkommene Erfrischung am Brunnen

Woche der Artenvielfalt – Raus in die Natur!

Während der Woche der Artenvielfalt vom 14. bis zum 22. Mai 2018 finden zahlreiche Aktionen im größten Naturpark Österreichs statt.
Der Tag der Artenvielfalt ist ein wichtiger Tag zum Nachdenken, Aufrütteln und Mitmachen: Schließlich geht Naturschutz uns alle etwas an – und die unglaubliche Vielfalt von Tiere und Pflanzen zu erhalten, sollte uns am Herzen liegen.
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Woche der Artenvielfalt
Das Team des Naturpark Karwendel hat ein tolles, abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt – die Woche der Artenvielfalt.NPK_WALD_Sperlingskauz_W.Kühn_NPK_preview

Angefangen vom traditionellen Saisonauftakt am Haller Stadtplatz über interessante Vorträge bis zu kostenlosen geführten Naturexkursionen rund ums Karwendel.

Freitag, 18. Mai 2018: Den Naturpark auf dem Teller

Ein kulinarischer und naturkundlicher Gaumenschmaus bildet den Auftakt zur Woche der Artenvielfalt

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Am 18. Mai  ab 19 Uhr wartet im Gourmet-Hotel Karwendel in Pertisau eine kulinarische Reise durch die verschiedenen Höhenstufen des Naturparks auf Euch, vom Fluss unten im Tal bis in die Felsregion, aufgelockert durch naturkundliche „Zwischengänge“ serviert durch Hermann Sonntag, GF und Biologe des Naturparks. Ein wahrer Augen- und Gaumenschmaus!Das Menü gibt es hier.
Eine Reservierung unter 05243 5284 ist erforderlich.

Samstag, 19. Mai 2018: Saisonauftakt im Naturpark Karwendel

Der Naturpark startet wieder in die Saison – traditionell mit der Veranstaltung „Der Naturpark zu Gast in Hall“.

Am 19. Mai 2018 ist der Naturpark Karwendel von 9 bis 13 Uhr mit einem kunterbunten Angebot für die ganze Familie im Bachlechnerpark in Hall vertreten. Ebenso abwechslungsreich sind die zahlreichen Partner, die auch dieses Jahr wieder mit dabei sind: die anderen vier Tiroler Naturparks, das Tiroler Steinöl, der Schindelmacher Astner, die Bergwacht und das Waldmobil der Bundesforste uvm. Um das leibliche Wohl sorgen sich die Engalm-Bauern mit ihrem ausgezeichneten Käse vom Großen Ahornboden, BIO vom BERG und die Pfeishütte mit regionalen Köstlichkeiten sowie unser Partner AlpPine Spirits mit ihrem Latschenlikör – der ersten Naturparkspezialität aus der Region! Neu dabei ist Swaroski Optik mit ihrem brandneuen Erlebnis-Truck.

Tipp: Die Veranstaltung soll möglichst ressourcenschonend durchgeführt werden. Ach du  kannst einen wesentlichen Beitrag zu diesem nachhaltigen Event leisten. Beispielsweise durch Anreise per Bus/Bahn oder mit dem Fahrrad. Alle Informationen dazu findest du unter www.karwendel.org/anreise.

Donnerstag, 17. Mai 2018:  Vortrag “Bäume”

Vortrag mit Dr. Erwin Thoma um 19:30 Uhr im Naturparkhaus Hinterriß

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Wussten Sie, dass die Inhaltsstoffe des Holzes von jedem persönlich als Schutz gegen Zivilisationskrankheiten eingesetzt werden können und ausgerechnet die Baukunst der Ameisen das Modell für Passivhäuser ohne Dämmstoff und Haustechnik liefert? Erleben Sie Dr. Erwin Thoma bei diesem besonderen Vortrag und erfahren Sie Spannendes aus der Welt der Bäume und des Massivholz-Bauens.

Anmeldung erforderlich; Eintritt 10 €

 erwin-thoma

Freitag, 25. Mai 2018: Schmuckkästchen Karwendel

Vortrag mit Hermann Sonntag und Franz Straubinger um 19:30 Uhr im Romediwirt Thaur

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Vom Jagdgebiet Kaiser Maximilians zum größten Naturpark Österreichs – eine bildhafte Zeitreise, präsentiert von Hermann Sonntag und Franz Straubinger.

Blick ins Naturschutzgebiet Karwendel

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Ab Sonntag, 20. Mai 2018: Geführte Wanderungen

Ab dem 20. Mai finden täglich geführte Wanderungen für interessierte Einheimische und Gäste statt, die kostenlos angeboten werden. Ziel ist es, die Naturschätze vor der Haustür rund ums Karwendel auf den Wanderungen erlebbar zu machen. Die Angebotspalette reicht dabei von Nature Watch entlang der Karwendelschlucht über eine Alpenkräuterwanderung auf die Grasbergalm bis hin zur Steinadlerbeobachtung am Achensee.

Alle Termine der geführten Wanderungen findet ihr hier.

Zum Tag der Artenvielfalt:

Der Tag erinnert an den 22. Mai 1992, an dem in Nairobi Einigkeit über den Text des UN-Übereinkommens über Biologische Vielfalt erzielt wurde. Dieses Übereinkommen wurde im Rahmen des „Erdgipfels“ im Juni 1992 in Rio de Janeiro zur Unterzeichnung vorgelegt. Heute ist es mit über 190 Vertragsstaaten eines der erfolgreichsten Übereinkommen der Vereinten Nationen. Der Internationale Tag der Artenvielfalt steht am Ende der Woche der Artenvielfalt, in der es über 250 Veranstaltungen zum Naturerleben in Österreich gibt.

Es blüht so grün, wenn…

Galerie

Diese Galerie enthält 12 Fotos.

… wenn der Schnee im Frühling schmilzt! Dann nämlich wagen sich einige wunderschöne Frühlingsblumen heraus -und wir können sie im Gebirge bewundern, besonders gut zum Beispiel im Naturpark Karwendel.

Tag des Denkmals in Absam

Österreichweit öffnen 230 denkmalgeschützte Objekte unter dem Motto „Feuer & Flamme“ bei freiem Eintritt ihre Tore, bieten spezielle Themenführungen und zeigen historische Kulturtechniken wie Salzsieden, Kalkbrennen, Feuervergolden und Schmieden.

Der Tag des Denkmals findet am 27.September 2015 von 10 bis 17 Uhr bei jeder Witterung in St. Magdalena im Halltal statt.Absam_St.Magdalena1_AntonHeufelder_Alpenpark Karwendel

Rund um das prähistorische Salzsieden bei St. Magdalena im Halltal werden am Tag des Denkmals vielfältige Einblicke in die Geschichte des Halltals geboten: Archäologische Grabungen von 2004 bis 2010 konnten Spuren des Salzsiedens im Umfeld von St. Magdalena bis ins 7. – 5. Jahrhundert v. Chr. nachweisen – in einem Versuch am Tag des Denkmals durch die Stadtarchäologie Hall in Tirol, Dr. Alexander Zanesco, sollen diese prähistorischen Methoden der Salzgewinnung erprobt werden.

Ein historischer Streifzug durch den Salzbergbau und das Leben im Halltal – vorbereitet durch Ortschronist Peter Steindl und Museumsleiter Mathias Breit – steht ebenso auf dem Programm der Spezialführungen wie Informationen zu den kunsthistorischen Schätzen und Besonderheiten des Areals. 2013 übernahm die Gemeinde Absam die spätgotische Filialkirche St. Magdalena mit dem ehemaligen Augustinerinnenkloster, dem heutigen Gasthaus, von den österreichischen Bundesforsten und führt seitdem notwendige Infrastrukturverbesserungen und Restaurierungsarbeiten durch.Absam_St.Magdalena2a_GabrieleNeumann_BDA

Nebenbei kann man auch naturkundliche Aspekte des Halltales unter Anleitung von MitarbeiterInnen des Alpenparks Karwendel entdecken.

Anfahrt St. Magdalena: Zu Fuss in ca. 1 – 1,5 h ab dem Parkplatz am Eingang zum Halltal (unbedingt den Historischen Solewanderweg gehen!) bzw. mit dem stündlich von 9 bis 19 Uhr verkehrenden kostenlosen Besuchershuttle

Weitere Informationen unter:

www.tagdesdenkmals.at

Der Tag des Denkmals findet jedes Jahr am letzten Sonntag im September in ganz Österreich statt. Er wird seit 1998 vom Bundesdenkmalamt (BDA) organisiert und ist Österreichs Beitrag zu den European Heritage Days. Zu seinen Zielen zählt, der breiten Öffentlichkeit die Bedeutung unseres kulturellen Erbes zu vermitteln, dieses erlebbar zu machen und Interesse für den Denkmalschutz und die Denkmalpflege zu wecken.

 

Mit den Öffis zum Wandergenuss im Karwendel

Der Naturpark Karwendel hat zusammen mit der Sektion Oberland des DAV und zahlreichen Tourismusverbänden und Verkehrsbetrieben eine 98seitige Broschüre herausgebracht, die Ein- und Mehrtagestouren mit öffentlicher Anreise von München und/oder Innsbruck vorstellt.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung kofinanziert. Begleitet und unterstützt wurde von der Euregio Zugspitze-Wetterstein-Karwendel.

Umweltfreundlich unterwegs

Der Naturpark Karwendel macht es sich zur Aufgabe, für die BesucherInnen und die Natur meinen Mehrwert zu schaffen und aufzuzeigen, wie man ausgewählte Ein- und Mehrtagestouren ohne PKW bewältigen kann. Dabei ist die öffentliche Anreise nicht nur bequemer und umweltfreundlicher, sie ermöglicht auch Touren mit unterschiedlichem Start- und Endpunkt, wie z.B. Überschreitungen und Durchquerungen.Wandern (c)hall-wattens.at (1)

Breite Plattform für die öffentliche Anreise 

Dass es ein wachsendes Interesse für solche Projekte gibt, beweist die gezielte Nachfrage zahlreicher Karwendelfreunde und –Innen nach der vor wenigen Tagen publizierten Broschüre. Dass als Partner des EUREGIO-Projekts alle angrenzenden Tourismusverbände in Tirol und Bayern ebenso wie alle relevanten öffentlichen Verkehrsbetriebe gewonnen werden konnten, freut Autor Franz Straubinger: „Damit haben wir die besten Voraussetzungen, um viele Gäste zu erreichen und zu einer grünen Anreise zu motivieren.“Wandern (c)hall-wattens.at (15)

Der Inhalt: Wanderungen, Fahrpläne und vieles mehr

Die erste Ausgabe von Wandern mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Karwendel umfasst 18 verschiedene Wandertouren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und beinhaltet zudem sowohl Verhaltenstipps im Gebirge sowie Empfehlungen für die Sicherheit. Auch sanfte Touren für SeniorInnen und Familien werden angeboten. Für einige Touren gibt es von IVB und Postbus Gratis-Rückfahrtickets, die bis 31.10.2015 eingelöst werden können.
Die Broschüre ist kostenlos in vielen Kundencentern der öffentlichen Verkehrsbetriebe und den angrenzenden Tourismusverbänden, z.b. dem TVB Büro Hall in Tirol und Absam sowie dem DAV Oberland und der Sektion Innsbruck erhältlich. Unter www.karwendel.org/anreise steht die Broschüre zum Download bereit.

Fakten zum größten Naturpark Österreichs

Der Naturpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und ist mit einer Fläche von 727 km² das größte und älteste Tiroler Schutzgebiet und der größte Natur-park Österreichs. Aufgrund seiner Topographie verfügt das Karwendel über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen wie Urwäldern und Wildflüssen und beherbergt eine hohe Anzahl europaweit bedeutender Tier- und Pflanzenarten wie beispielsweise Steinadler, Weißrückenspecht und Frauenschuh. Seit Jahrhunderten prägen Alm-, Forst und Jagdwirtschaft als klassische alpine Nutzungsformen das Gebiet. Die alpintouristische Erschließung begann in der zweiten Hälfte des 19. Jhds. und bietet in ihrer heutigen Ausprägung mit mehr als 50 bewirtschafteten Hütten und Almen zahlreiche Möglichkeiten für unterschiedliche Formen des Alpinismus.

Weitere Information unter www.karwendel.org