Tiroler Salz – das weiße Gold der Alpen

Brot und Salz, Gott erhalt’s!

Salz – eines der ältesten Lebensmittel der Menschheit – war für Mensch und Vieh seit jeher überlebenswichtig. Bereits vor 2.600 Jahren siedeten die Bewohner des Halltals aus der Quellsole aus dem Karwendelgebirge ihr Salz. Das Halltal war damals neben Hallstatt und dem Dürnberg ein bedeutender Ort der Salzproduktion!

Seit dem Frühjahr 2020 wird nach 50 Jahren Pause in Hall wieder Salz gesiedet. In einer kleinen Familien-Manufaktur mit dem Namen „Essenz der Alpen“ in der Haller Au erhitzt Johanna Jenewein schonend alpine Salzsole, bis das Salz langsam durch Verdampfung auskristallisiert.

Ein Wunder der Natur

Das Alpensalz verbindet die Reinheit des Urmeeres und die Kraft der Alpen. Es stammt aus einer Zeit vor rund 250 Millionen Jahren, als an der Stelle der heutigen Alpen noch ein Ozean lag. Mit dem Auffalten der Alpen wurde das weiße Gold im Berg eingeschlossen und ist daher bis heute naturbelassen und frei von Umwelteinflüssen oder Mikroplastik. Die Gattung Mensch entstand erst vor 2,5 Millionen Jahren.

Traditionelle Methoden auf den heutigen Stand gebracht

Bei „Essenz der Alpen“ wird traditionell wie vor hunderten Jahren schon in großen Pfannen gesotten und das Salz händisch abgeschöpft. Je nach Temperatur, Geschwindigkeit der Erhitzung und Luftbewegung formen sich unterschiedlich große und geformte Salzkristalle, die als alpine Salzspezialitäten verpackt und verkauft werden. Es braucht Geduld und Feingefühl, um der intensiven Salzsole das gewünschte Ergebnis zu entlocken. Die verwendeten Materialien für das Salzsieden müssen sehr sorgsam ausgewählt werden.

Höchste Ansprüche setzt das Team der kleinen Pfannensaline in Hall an all ihre Produkte, an die Zutaten und Verpackungsmaterialien. Alle Bestandteile stammen möglichst aus der Region, die nachhaltigen Verpackungen gänzlich aus Europa, auf Plastik wird soweit möglich verzichtet. Momentan werden 3 Salzspezialitäten produziert und in wiederverwendbaren Tontöpfchen händisch abgepackt: feines Alpensalz, Alpen Fleur de Sel sowie Zirbensalz. Alle Produkte sind naturbelassen, unjodiert und ohne Zusatzstoffe oder Rieselhilfen.

Das gewisse Etwas

„Ein wirklich besonderes Salz ist unser Alpen Fleur de Sel – zarte Salzblüten, die sich wie Eisblumen an der Oberfläche der Salzsole bilden und die wir händisch abschöpfen und anschließend trocknen“, schildert Johanna Jenewein. Das milde Alpen Fleur de Sel glitzert wie Schneekristalle in der Sonne und eignet sich besonders als Tischsalz: Es wird einfach zwischen den Fingern zerrieben und über die Gerichte gestreut. Am besten kommt es zur Geltung, wo wenige hochwertige Zutaten den besonderen Reiz einer Speise ausmachen. Es passt daher ideal zu gegrilltem oder gebratenem Fleisch, Fisch und Gemüse, zu Carpaccio und Tartar, zu Eiergerichten, aufs Butter-, Kresse- oder Radieschen-Brot.

Das Salz in der Suppe

Salz spielt in der Küche und auch bei den meisten Tiroler Gerichten eine zentrale Rolle. Beim Sauerkraut, einer beliebten und so gesunden Beilage der Tiroler Küche – egal ob zum Schweinsbraten, Kasspressknödeln oder Erdäpfelblattln – darf das Salz sogar neben dem Kraut die Hauptrolle spielen.

Mehr Informationen zu den Haller Salzspezialitäten und einen Onlineshop findest du unter www.essenzderalpen.at.

REZEPTTIPP: Lisa vom Blog Koch mit Herz hat ein Rezept für „Sauerkraut mit Alpensalz selber machen“ für uns kreiert!

Zutaten: 1 kg Weißkraut / Kohl, 20 g Alpensalz (handgemacht in Tirol) und 1 EL Kümmel.

Zubereitung:

  • Entferne die äußeren Blätter und den Stil des Weißkohls. Schneide den Rest in dünne Streifen.
  • Gib die Kohlstreifen in eine große Schüssel und bestreue diese mit Alpensalz (Salzmenge entspricht 2% des Gewichts vom Kohl) sowie etwas Kümmel. Knete mit den Händen so lange durch, bis Flüssigkeit austritt. Hinweis: Damit das Fermentieren perfekt gelingt, kann man je nach Geschmack grobes oder feines Salz verwenden – wichtig ist, dass es eine gute Qualität und hohe Reinheit hat!
  • Fülle das Kraut nun in sterile Gläser und drücke diese mit deiner Faust nach unten, sodass sich Flüssigkeit auf der Oberfläche sammelt. Der Kohl sollte auf jeden Fall mit Flüssigkeit bedeckt sein. Verschließe die Gläser und lasse sie für 3 Tage bei Zimmertemperatur in deiner Küche stehen.
  • Anschließend die Gläser an einem kühlen, dunklen Ort (zb. Keller) für 3-4 Wochen gären lassen. Danach kannst du das Sauerkraut genießen. Sobald es einmal geöffnet wurde, solltest du es im Kühlschrank lagern.

Stöbere auch gerne durch Lisas Blog “Koch mit Herz” für viele weitere gesunde Rezepte mit unserem Alpensalz. Die Kochbuch Autorin kreiert sowohl pikante als auch süße Rezepte, die alle zuckerfrei, glutenfrei und clean sind. Regionalität und Saisonalität spielen in Lisas Küche eine große Rolle.

Guten Appetit mit unserem selbstgemachten Alpensalz-Sauerkraut!

Bilder vom Salzberg

Offizielle Ausstellungseröffnung am Freitag, den 11.01.2013 um 20:00 Uhr im Gemeindemuseum Absam

Frau Marianne Mair aus Absam ( 1926 – 2011 ) hat ein umfangreiches
Bildarchiv mit über 5.000 Farbdias hinterlassen. In ihren Diakästen sind
neben Naturaufnahmen, Blumenmotiven und Landschaftsaufnahmen auch zahlreiche
Aufnahmen aus dem Halltal rund um den Salzbergbau zu finden. Bereits Anfang
der 1960er Jahre hat sie das Leben und die Arbeit im Absamer Halltal – über
Tag und unter Tag – ausführlich dokumentiert, wobei sie nicht Bilder » geknipst «,
sondern viele ihrer Motive bewusst gewählt und fotografiert hat. In den letzten
Jahren vor der Schließung des Salzbergbaus und der Saline 1967 sind so fast 700
Dias entstanden: Ein Laugwerk von innen mit technischen Details, der legendäre
Unimog, die Schmiede im Halltal, Ausflüge der Salzberger mit Ehefrauen, die Verwüstungen im Herrenhaus Anfang der 1970er Jahre, die Thermokompression in
der Saline Hall, Lawinen- und Murenabgänge, Faschingsfeiern, Umzüge … Aus
diesem Fundus hat das Gemeindemuseum Absam ca. 200 Bilder ausgewählt, die
ab 11. Jänner im Dachboden auf zwei Leinwänden gezeigt werden. Mit den Kommentaren,
Erinnerungen, Anmerkungen und Auskünften der Besucherinnen und
Besucher zu diesen Fotos soll nach der Ausstellung ein kleiner Fotoband entstehen.

Eintritt frei

ÖffnungsZeiten
Freitag ……..18 bis 21 Uhr
Samstag ……14 bis 18 Uhr
Sonntag ……14 bis 18 Uhr