Vom Garten in die Flasche

Zu dem großen Ensemble des Bauernhofes zählen außerdem ein stattliches Wirtschaftsgebäude und eine Edelbrennerei mit dazugehörendem Hofladen. Auch die Eventlocation Bogner Aste mit der 20.000 m² Märchenwiese am Gnadenwalder Plateau wird sehr erfolgreich von den Beiden geführt, wobei hier Verena Strasser nicht nur als Gastgeberin, sondern auch als Event- und Hochzeitsplanerin agiert.

Woher kam die Idee Edelbrände zu kreieren?

Zum Erbhof gehören etwa an die 7.000 Zwetschgenbäume, das bedeutet, dass man jährlich etwa 10 – 40 Tonnen Zwetschgen ernten kann. Da das Obst schnell verarbeitet werden muss, kam der Gedanke/entstand die Idee eine Brennerei aufzubauen, und diesen Traum hat sich die vierköpfige Familie vor etwa 10 Jahren verwirklicht. Als zertifizierter Edelbrandsommelier hat sich Hubert Strasser mittlerweile auf internationaler Ebene einen Namen gemacht. Im großen Sortiment gibt es nicht nur schmackhafte Obstbrände aus hauseigenen Obstsorten wie Zwetschge oder Vogelbeere, sondern es wird auch Whisky und Tschin gebrannt. Zahlreiche Auszeichnungen (2011-2018) für den Signum, ein im Fass gereiften Brand, zeugen von der hervorragenden Qualität der Produkte. Ende dieses Jahres wird der 2019er-Jahrgang durch den Verein der Tiroler Edelbrandsommeliers prämiert. Zeit zum Ausruhen bleibt keine, denn man bereitet sich bereits für das nächste Jahr vor.

Woher kommt die Hingabe zu dem Kulturgut Schnaps?

Das Schnapsbrennen hat im Gasthaus Bogner lange Tradition. Diese Liebe und Hingabe wurde sozusagen über Jahrhunderte hinweg vererbt, und Hubert durfte bereits als Kind seinem Großvater und Vater beim Brennen über die Schulter schauen. Auch Hubert, Tirols größter Zwetschgenbauer, hat diese Leidenschaft seinen beiden Söhnen Severin und Cajetan weitergegeben. Wir dürfen gespannt sein, was die junge Generation in Zukunft noch kreieren wird.

Was hat es mit den Hochlandrindern der Familie Bogner auf sich?

Aus den ursprünglich zwei Hochlandrindern, die der Wirt und Gastronom Hubert vor etwa 15 Jahren geschenkt bekommen hat, ist eine mittlerweile 40-köpfige Herde herangewachsen. Die Tiere genießen ihr Dasein auf der Höttingeralm und kehren im Spätherbst wieder in den Bauernhof nach Absam zurück. In der Eventlocation Bogner Aste wird man mit diversen Spezialitäten des Hochlandrindes verköstigt/verwöhnt und als krönenden Abschluss serviert Verena Strasser, die Chefin des Hauses, einen dazu passenden Zwetschen-, Zirben-, Quitten-, Marillen-, Erdbeer-, Himbeer- oder Vogelbeerbrand.

Wie funktioniert das Brennen?

Die sonnengereiften Früchte werden sofort nach der Ernte zerkleinert und landen dann im Maischefass.

Nach dem Einstellen des PH-Wert, werden der Maische Hefebakterien hinzugesetzt, die den Zucker in Alkohol umwandeln. Nach etwa 10 – 14 Tagen wird mit dem Brennen begonnen. Die Schnäpse werden im klassischen Rauh- und Feinbrennverfahren destilliert und in Edelstahltanks, Glasballons oder Holzfässern bis zur vollen Entfaltung des Aromas gelagert. Die Lagerung kann je nach Produkt bis zu acht Jahren dauern. Selbstverständlich sind alle Produkte im eigenen Hofladen oder über den Onlineshop erhältlich.

Neuigkeiten vom Hofe der Familie Bogner:

Ein besonderes Erlebnis auf Hochzeits- und Geburtstagsfeiern oder am Polterabend ist das gemeinsame Brennen eines Edelbrandes, Whiskys oder „Tschins“. Das fertige Produkt darf man entweder in der Flasche oder in einem originellen 6-Liter-Holz-Edelstahl-Fass mit nach Hause nehmen.

Wer neugierig geworden ist und mehr über die Geheimnisse der Schnapsbrennerei erfahren möchte, kann sich jederzeit beim Tourismusverband der Region Hall-Wattens per E-Mail (info@hall-wattens.at) oder telefonisch unter 05223/455440 für eine eineinhalbstündigen Führung in der Brennerei Bogner im Rahmen der Tiroler Schnapsroute anmelden. Im erstklassigen Hofladen erwartet Sie ein ausgezeichnetes Sortiment an verschiedenen Edelbränden, Whiskys und „Tschins“ und exklusiven Geschenksideen. Außerdem erhältlich ist die passende Lektüre zu dem Thema, die Tiroler Schnapsroute – Eine Reise zu den besten Brennereien.

Beste Qualität direkt am Bauernmarkt

Aufgewachsen mit Gemüse vom großelterlichen Gärtnereibetrieb, Fleisch vom elterlichen Nebenerwerbshof und Eiern von den eigenen Hühnern lernte ich schon in jungen Jahren regionale Produkte zu schätzen. Nicht nur mir persönlich, sondern auch immer mehr Konsumenten sind Herkunft und Produktionsbedingungen der Lebensmittel von großer Bedeutung! Beim bewussten Einkauf entscheiden neben Genuss und Preis auch Faktoren wie Regionalität und Saisonalität der jeweiligen Produkte. Was wäre da naheliegender als beim Bauernmarkt um die Ecke einzukaufen?

Maria und Paula vom Bauernmarkt Thaur

Maria und Paula vom Bauernmarkt Thaur

Frisch, vielfältig, regional – die Produktpalette der Bauern ist groß.

Von saisonalem Gemüse und Obst bis hin zu Fleisch- und Milchprodukten bieten hiesige Landwirte das ganze Jahr über eine große Auswahl auf dem hauseigenen Bauernmarkt. Die Region Hall-Wattens verfügt über viele kleinstrukturierte, landwirtschaftliche Familienbetriebe, welche mit großer Leidenschaft und Tradition ihre Höfe bewirtschaften. Sie verfügen über ein über Generationen weitergegebenes Wissen. Außerdem sind ein sorgfältiger und guter Umgang mit der Natur, der Bezug zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln  ausschlaggebende Faktoren für die hervorragenden Produkte der Bauern.

-> Hier findet ihr alle Hofläden und Bauernmärkte der Region

Ob am Bauernmarkt, auf der Almkäserei oder im Hofladen: Der direkte Kauf von Lebensmitteln beim Erzeuger gibt uns als Konsument die Chance, den Produzenten persönlich kennenzulernen. Fragen zur Tierhaltung, der Zubereitung oder dem Produkt selbst können direkt vom Bauern vor Ort beantwortet werden. Die Frische der Produkte, der kurze Transportweg sowie ein fairer Preis sind weitere Vorteile beim Kauf von regionalen Waren in einem Hofladen.

Bauernbrot vom Biohof Sturmhof

Für alle Gäste der Region die auf der Suche nach Souvenirs und Mitbringsel sind habe ich noch folgenden Tipp. Tiroler Schmankerln wie Speck, Grammelschmalz, Tiroler Käse, oder Schnaps direkt vom Bauern wären doch ein kulinarisches Andenken oder Geschenk für daheim? Überzeugt euch selbst von den heimischen Produkten Tiroler Landwirte und besucht den einen Bauernladen in der Region Hall-Wattens.

Bio Freilandeier

Zudem spielen frische Produkte in den heimischen Gast- und Wirtshäusern eine wichtige Rolle und sorgen für eine abwechslungsreiche Speisekarte.

Weberhof Mils

Weberhof Mils

Tiroler Schnapsroute in der Region Hall-Wattens

Am Samstag, den 04. Jänner 2014 ist es soweit: Die erste Führung in der Region Hall-Wattens im  Rahmen der Tiroler Schnapsroute findet statt. Was hat es mit diesem Projekt auf sich?

(c)Tirol Werbung_Phil Somer

Tiroler Brände liegen in ihrer Klarheit, Fruchtigkeit und Reinheit unangefochten im internationalen Spitzenfeld. Das Ergebnis jahrelanger konsequenter Aufbauarbeit findet sich in diesen Destillaten wieder. Investitionen in Aus- und Weiterbildung sind die Eckpfeiler für diesen Erfolg. Aromareiches Obst, exakte Gärführung und die passende Brennerei mit blankem Kupfer sind die wichtigsten Meilensteine zur absoluten Spitzenqualität. Viele bäuerliche Tiroler Schnapsbrenner erzeugen Jahr für Jahr diese hervorragenden Schnäpse. Charakteristisch für die bäuerlichen Brenner Tirols sind die handwerklich ausgereiften kleinen Chargen. Das ist ihr Markenzeichen, das zeichnet sie aus und macht sie auch einzigartig. Eine weitere Besonderheit zeichnet viele edle Tropfen aus Tirol aus: die Tiroler Schnapsflasche. Sie ist der einheitliche „Maßanzug“ für höchsten Genuss.

(c)Tirol Werbung_Robert Gruber

“Alle Betriebe, die bei der Tiroler Schnapsroute mit dabei sind, erfüllen hohe Qualitätsstandards“, erklärt Ulrich Zeni, zuständig für Obstverarbeitung an der Landwirtschaftskammer Tirol. Zentrale Punkte sind dabei, dass die Besucher sowohl Herkunft, Veredelung als auch Verkostung erleben können. „Der Weg der Frucht aus dem Obstgarten bis hin zu fertigen Destillat – jeder Schritt wird erklärt und anschließend eine Auswahl von Destillaten verkostet“, sagt Zeni. Alle teilnehmenden Betriebe erfüllen mit ihren Destillaten die hohen Qualitätsanforderungen und nehmen laufend an Weiterbildungsveranstaltungen teil. Gerade diese regelmäßigen Schulungsangebote garantieren, dass die Besucher die Schritte der Veredelung und die Faszination des Schnapsbrennens fachlich kompetent und leicht verständlich erklärt bekommen.

Neben Führungen und Verkostungen auf Anfrage führt der Tourismusverband Region Hall-Wattens alle Gäste im Rahmen des Wochenprogramms auf die Tiroler Schnapsroute. Alle Termine unter http://www.hall-wattens.at/de/tiroler-schnapsroute.html