Yoga zwischen Schwalben und alten Burggemäuern

Im Sommerwochenprogramm (Mai-Oktober) findet jeden Dienstag um 08.00 Uhr die Yoga Aktivstunde im Hofratsgarten hinter der Burg Hasegg statt. Heute stellen wir euch eine unserer Yogalehrerinnen vor, nämlich Claudia Walgenbach. Neben diversen Yoga- und Fitnesskursen arbeitet Claudia als Buchhalterin. Bei all den Zahlen in ihrem Kopf, ist für sie ihr zweites Standbein der richtige Ausgleich. Während der Corona-Krise hat sie aus der Not heraus einen Youtube-Kanal begonnen. Dort bietet sie interessante Videos zum Thema Yoga, Pilates, Entspannung und Ernährung an. Ihr Leben teilt sie mit ihrem Ehemann und zwei Hunden.

Claudia, kannst du uns Yoga kurz beschreiben?

Gerade Männer glauben ja, dass Yoga ein reiner Frauensport ist. Obwohl, wenn ich es recht überlege, sind bei unseren Aktivstunden immer nur weibliche Teilnehmer 😊. Ein guter Grund, dies zu ändern.

Eigentlich kann jeder Weg zur Selbsterkenntnis als Yoga bezeichnet werden. Ursprünglich war Yoga ein rein spiritueller Weg. Es ist eine aus Indien stammende philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen bzw. Praktiken beinhaltet.

Insgesamt gibt es vier große Yogaarten bzw. Yoga-Wege, nämlich:

  • Jnana Yoga: Yoga des Wissens, die Schriften und Veden studieren
  • Raja-Yoga: Yoga der Geisteskontrolle (Meditation)
  • Bhakti-Yoga: Yoga der Hingabe, der Öffnung des Herzens
  • Karma-Yoga: Yoga der uneigennützigen Tat und selbstlosen Dienens/Handelns ohne Erwartungen

Vielen ist vor allem das Hatha und das Kundalini Yoga ein Begriff. Dies sind jedoch Yogastile und beinhalten vor allem Asanas, um den Geist für die Meditation wieder ruhig werden zu lassen. Asanas entstanden erst im Laufe der Zeit. Ihr vorrangiges Ziel ist, den Körper so zu kräftigen und zu mobilisieren, dass er möglichst beschwerdefrei über einen längeren Zeitraum im Meditationssitz (Lotossitz) verweilen kann. Mit der Zeit erkannte man immer mehr die positive Wirkung der körperlichen Übungen auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen. Die Asanas wurden weiterentwickelt, und die körperliche Betätigung im Yoga bekommt in unserer Zeit einen immer höheren Stellenwert. Yoga kann also durchaus für Leistungssportler die ideale Kombination zu ihrem Training sein. Um auch im hohen Alter gelenkig und gesund zu sein, betrifft Frauen gleichermaßen wie Männer. Yoga ist also ein Sport für alle. Man muss einfach eine Yogarichtung finden, die zu einem passt.

Die im deutschsprachigen Raum verbreitetsten Yoga Stile sind: Sivananda, Kundalini, Iyengar, Ashtanga, Power-Yoga, Anusara, Bikram, Vinyasa, Sivamukti, Yin-Yoga, Yoga Nidra, Hormonyoga, Lachyoga

Ich praktiziere: Anusara und Power-Yoga, Yin Yoga, Hormonyoga sowie Lachyoga.

War Yoga schon immer Teil deines Lebens oder wie bist du dazu gekommen?

Ich bin zutiefst davon überzeugt, das Yoga findet dich! So war es auch bei mir: Yoga gibt dir eine andere Sicht auf die Dinge und das Leben! In unserer westlichen Kultur herrscht ein sehr oberflächlicher Lebensstil. Wir definieren uns über Statussymbole bzw. Leistung in Beruf, Schule etc. Yoga hingegen gibt dir eine Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele. Es ermöglicht dir eine völlig neue Sichtweise. Durch die richtige Ernährung sowie Bewegung, kann man Dinge richtig vernetzen. Der Geist (Spirit) wird durch Meditation und Lesen der Schriften genährt. Du erinnerst (besinnst) dich wieder, dass es etwas Höheres auf dieser Welt gibt. Egal, wie man es bezeichnen mag – als Wesen, Universum oder als Gott – diese Macht ist bei uns.

Ich wollte aus dem Alltagstrott ausbrechen, wusste aber nicht, wie mir das gelingen konnte. Da habe ich Yoga für mich entdeckt und ausprobiert. Mein Leben hat sich um 180° gedreht! Ich kann mein Leben viel aktiver gestalten, wahrnehmen und spüren. Meine Handlungen sind bewusster, die Augen werden dir geöffnet und die Sichtweise auf viele Dinge verändert sich zum positiven.

Praktizierst du Yoga auch viel in der Natur? Wenn ja, gibt es besondere Plätze in der Region Hall-Wattens, wo du gerne deine Matte ausrollst.

Ich befinde mich in der glücklichen Lage und kann Yoga an den verschiedensten Kraftplätzen in Tirol praktizieren. Am liebsten übe ich Yoga am Glungezer Zirbenweg. Gleich in der Früh, noch bevor die ersten Wanderer mit der Gondel heraufkommen, bin ich bereits eingetaucht, in die Intensität meiner Yogapraktiken. Der Duft der Zirbe und der Ausblick ins Inntal machen daraus ein noch intensiveres Erlebnis. Und wenn ich zufällig im Frühjahr dort unterwegs bin, geben mir die rosaroten Teppiche an blühenden Almrosen noch mehr Aufschwung.

Hingegen bin ich auf der anderen Talseite ganz fasziniert vom kleinen Dörfchen Gnadenwald. Neben der Walderalm finden sich dort immer wieder besondere Plätze, an denen ich einfach im Vorbeigehen Yoga praktiziere. Ganz spontan und ohne Matte. Ich spüre, dass die Energie passt und der Platz seine Harmonie mit mir teilt.

Ein Highlight ist das Yoga im Rahmen des Wochenprogramms jeden Dienstag im Haller Hofratsgarten. Fernab des Stadtgeschehens und doch direkt am Puls der Zeit, spürt man auf der Wiese zwischen den alten Gemäuern eine besondere Aura. Wenn dann noch pünktlich zum Start des Sommerprogramms die Schwalben ihren Einzug halten, dann weiß ich: es ist Zeit, gemeinsam mit den Gästen und Einheimischen der Region Hall-Wattens die Matte auszurollen.

Unser Sommerwochenprogramm findet noch bis Ende Oktober statt. Nach einem Monat Pause im November starten wir am 1. Dezember 2020 mit unserem Winterwochenprogramm.

Was macht eine Skischule im Sommer?

Ohne unsere Partner könnten wir unseren Gästen kein interessantes Sommer- oder Winterwochenprogramm anbieten. Wer steckt nun aber dahinter? Diese Frage werden wir euch im Laufe der nächsten Zeit immer wieder beantworten. Start macht die SKISCHULE TOTAL in Tulfes.

Felix Plaikner stellt sich vor

Mein Name ist Felix Plaikner. Ich komme aus Innsbruck, bin aber alles andere als ein Stadtkind. Schon früh zog es mich mit Skifahren und Golfen aufs Land und in die Berge. Dadurch bin ich dann auch in Rinn gelandet. Im Sommer arbeitete ich neben der Schule am Golfplatz, im Winter in der Skischule Total im Kinderland Rinn.

2017 übernahm ich von Urs den Skiverleih und bin seither als sein Stellvertreter mit Skischule, Skiverleih, Skiservice und Bootfitting im Winter zu 100% ausgelastet. Mit dem Skiservice und Bootfitting habe ich in den technischen und materiellen Elementen des Skifahrens meine Leidenschaft gefunden. Nicht nur, dass mir das „Basteln“ Spaß macht, es macht mir auch Freude, Menschen, denen der Schuh drückt, zu helfen und ihnen mit individuellen Bottfitting-und Skiservice die Gaudi am Skifahren zu vermitteln.

Skischule im Winter – Bikeverleih und Guides im Sommer

Damit wir aber als Team das ganze Jahr über professionell arbeiten können, mussten wir eine Möglichkeit schaffen, um das Team auch das ganze Jahr über halten können. Mit dem E-Bike Verleih und Bikeservice kann ich einerseits meiner Leidenschaft nachgehen, andererseits aber wird die Professionalität des Teams aufrechterhalten, da jeder genau seine Aufgaben kennt und schon Erfahrungen mitbringt. Auch ist es leider sehr schwierig Menschen, die eine Begeisterung für Skiservice, Bootfitting und Bikeservice und auch schon Erfahrung mitbringen, zu finden. Deshalb stehen bei uns die MitarbeiterInnen immer an erster Stelle und wir versuchen ein angenehmes und freundschaftliches Arbeitsklima aufrechtzuhalten.

Wie es zum E-Bike Verleih kam

Immer wieder beobachtete ich ältere Menschen auf niedergelegenen Almen und war fasziniert, dass diese trotz ihres Alters die Natur weiter oben genießen können. Gleichzeitig beschäftigte es mich, als ich darüber nachdachte, wie viele andere ältere oder unfitte Menschen, ganz egal aus welchen Gründen, die Augenblicke von schönen Sonnenaufgängen beziehungsweise -untergängen und unberührte Naturjuwele nicht erleben können.

Als ich dann zufällig ein E-Bike testete und sofort begeistert war, überall hinzukommen, ohne sich großartig anstrengen zu müssen, kam mir sofort der Gedanke, einen E-Bike Verleih zu eröffnen. Wer mich kennt, weiß, dass ich auch technisch sehr forciert bin und das „Basteln“ liebe. Daher ist das Bikeservice auch eine meiner Leidenschaften und mit dem E-Bikeverleih die perfekte Kombination. Die Skischule Total gibt es ja nun seit 30 Jahren deshalb passt etwas Neues immer gut 🙂 …

Tipps von Felix fürs Biken

Es gibt schon einige Punkte auf die man beim E-Biken achten sollte. Das Bremsen vermehrt mit der Vorderbremse, aufgrund des höheren Gewichts der E-Bikes, ist für viele Neuland. Auch ist das Anfahren im Steilen oder bei Weidegittern beim ersten Mal nicht immer einfach. Auf unserer Homepage findet ihr aber einige Tipps und Tricks rund ums E-Biken!

Immer im Rucksack dabei sein sollte:

  • etwas zu trinken
  • einen Ersatzschlauch
  • Werkzeug
  • Luftkartusche oder Minipumpe
  • Handy für Notrufe
  • Panzertape
  • Kabelbinder
  • ein Erste Hilfe Set

Mit diesen Hilfsmitteln ist es immer möglich zurück ins Tal zu kommen und im Notfall ist man richtig ausgerüstet.

Sein Geheimtipp, seine Kraftorte

Mein Geheimtipp ist immer das Voldertal. Umgeben von wunderschönen Wäldern,  hört man neben den Rauschen des Baches nur seinen eigenen Atem und die Reifen auf der Schotterstraße. Umso weiter man hinauf kommt umso weniger Menschentrubel findet man dort. Kombiniert man das E-Biken mit einer Wanderung kann man die schönsten Orte und Ausblicke abseits vom ganzen Trubel genießen und einfach mal abschalten. Viele Naturjuwele und Gipfel werden euch begeistern.

Meine Kraftorte in der Region sind unberührte Plätze in der Natur am Glungezer. Beim Schwammerlsuchen finde auch ich meinen Chill-Mode, bin ich ja sonst eher der angespannte Typ 🙂 … Am liebsten fahre ich so weit wie möglich mit dem E-Bike und wandere dann ganz entspannt abseits der Menschenmengen in der schönen Bergkulisse der Region. Im Frühjahr gibt es nichts tolleres als ein „Bike-Hike-Ski“ Abenteuer.

Mit dem e-Drahtesel durch die Tiroler Bergwelt

Als Bike-Guides bieten Matze und ich geführte E-Bike Touren an. Für Firmen, die einen Ausflug  mit ihren Mitarbeitern planen, übernehmen wir gerne die Tourenplanung, bringen die E-Bikes an den gewünschten Ort und unterstützen sie mit Tipps und Tricks auf ihrer Tour. Natürlich übernehmen wir auch für private Gäste gerne die Tourenplanung und zeigen ihnen die schönsten Orte in der Tourismusregion Hall-Wattens.

TIPP: Im aktuellen Sommerwochenprogramm der Region Hall-Wattens könnt ihr mit uns jeden Samstag um 15 Uhr durch die Tiroler Bergwelt radlen. Mehr Informationen gibt es beim Tourismusverband der Region Hall-Wattens – um Anmeldung wird gebeten!

Kulinarische Höhepunkte: Die Marille

Über 86 Familienbetriebe bewirtschaften rund 200 ha Obstfläche im Haupt- oder Nebenerwerb. Das Obst wird unterschiedlich verwertet. Einige Bauern machen daraus köstliche Marmeladen und Säfte, andere wiederum verwenden das Obst um Schnäpse, Edelbrände und Liköre herzustellen. Eine gute Adresse, um frisches Obst in der Region Hall-Wattens zu kaufen sind die Bauernmärkte oder direkt beim Bauern wie beim Surerhof in Thaur. In der Region Hall-Wattens gibt es insgesamt vier Schnapsbrennereien.

Die Marille

Bereits Alexander der Große brachte die Marille von China nach Europa. Sie zählt wie ihre botanischen Verwandten Pfirsich und Mandel zu den Rosengewächsen. Marillen sind nur kurze Zeit aus heimischem Anbau erhältlich. Mit ihrer kräftigen orangen Farbe sind sie eines der sommerlichen Obsthighlights. Auch wenn Marillen teilweise sehr süß schmecken: ihr Zuckergehalt ist eher gering. Dafür ist der Anteil an Carotinoiden sowie Vitaminen und Mineralstoffen sehr hoch. Marillen reifen nicht nach, daher sollte man sie unbedingt reif ernten.

Heute legen wir den Fokus auf die Marille und schauen uns an, welche großartigen Gerichte man mit diesem süßen Früchtchen zaubern kann.

Marillenkuchen

Natürlich gibt es unzählige Möglichkeiten und Varianten, um einen Marillenkuchen zu backen. Im folgenden Rezept stellen wir euch einen einfachen Blechkuchen vor, der in wenigen Minuten zubereitet ist:

ZUTATEN UND ZUBEREITUNG

  • 5 Eier
  • 300 g Weizenmehl
  • 300 g Zucker (je nach Süße der Marillen gerne auch weniger!)
  • 1 TL Backpulver
  • Vanillezucker
  • geriebene Schale von einer halben Bio-Zitrone
  • 1/8 l Wasser
  • 1/8 l Bio Sonnenblumenöl
  • 1,5 -2 kg Marillen

Die Eier mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Wasser und Öl dazu mischen. Mehl mit Backpulver mischen und dazu geben. Alternativ kann man das Korn direkt vorher mahlen. Zitronenschalen hinzugeben. Die Masse auf einem Backblech verteilen und mit den entkernten Marillen belegen. Danach bei 160 Grad Heißluft ca. 40 Minuten backen.

Marillenmarmelade

ZUTATEN UND ZUBEREITUNG

  • 1,5 kg Marillen
  • 500 g Bio-Gelierzucker (2:1)

Die Marillen waschen und entkernen. Ein Drittel der Marillen mit dem Gelierzucker pürieren. (Alternativ: will man die Marmelade sehr fein haben, muss man alle Marillen im Vorfeld pürieren und durch ein Sieb passieren.) Die restlichen Marillen zugeben und unter rühren aufkochen lassen. Danach ca. 4 Minuten kochen lassen. Die heiße Marmelade sofort randvoll in sterile Gläser füllen und gut verschließen.

TIPP: Wenn man die Gläser nach der Abfüllung auf den Deckel stellt, ist die Marmelade länger haltbar.

Beide Rezepte gibts auch zum Nachkochen als Video: Viel Freude und gutes Gelingen 🙂

Buchtipp für den Sommer: Eskapaden in Tirol

Ab nach draußen!

Mit Abstand die besten Ausflugstipps für Tirol: Das Eskapaden Buch beinhaltet echte Klassiker gemischt mit versteckten und noch eher unbekannten Orten. Die neue Buchserie des DuMont Verlags liefert jede Menge Inspiration, um das eigene Land zu entdecken. Genau richtig für den Sommer 2020, indem die meisten von uns vermutlich weniger weit reisen werden. Das heißt aber nicht, dass man deswegen weniger sehen muss!  

Eskapaden Tirol- Reiseführer

Ein halbes Jahr hatte ich Zeit für die Recherche zu den Ausflügen, zum Glück konnte ich bereits auf ein breites Archiv zurückgreifen, um eine gute Auswahl zu treffen. Machbar sollen alle Touren für jeden mit zwei gesunden Füssen sein! Hin und wieder kommt man dabei zwar sicherlich ins Schwitzen, wenn es mal wieder bergauf geht, dafür hat man sich den Radler (oder die Kaspressknödelsuppe!) am Ende umso mehr verdient.

Die Tipps sind für ganz Tirol und aufs ganze Jahr verteilt, der Schwerpunkt liegt aber sicherlich im Sommer. Die meisten Touren sind kostenlos machbar, hie und da braucht man ein Fahrrad oder ist gut beraten mit einem Seilbahnticket die Anreise zu verkürzen. Fast alle sind öffentlich gut erreichbar, so dass man auch ohne Auto tief in die Berge vordringen kann.

Eine Eskapade mit dem e-Bike in den Tuxer Alpen

Von den 52 Eskapaden liegen fünf unmittelbar in der Nähe von Hall in Tirol, eine der Touren darf ich mit freundlicher Genehmigung des DuMont Verlags exklusiv hier vorstellen. Die Tour führt mit dem eMountainbike aus Tulfes nach Steinkasern… kommt ihr mit? Gut, dann geht’s jetzt los!

Mountainbike-Tour Steinkasern im Voldertal/Tirol

Es ist schon einige Jahre her, dass ich zum ersten Mal an einem kalten Novemberabend bei den urigen Almhütten angekommen bin. Damals konnten wir vom Wandersommer nicht genug bekommen und haben die lauen Herbsttage bis spät nach Ende des Tageslichtes ausgenutzt. Seitdem ist Steinkasern eins meiner Lieblingsziele in der Region, wobei ich mittlerweile sagen kann: mit dem eBike macht es fast noch mehr Spaß! Der Weg hinauf ins Tal ist dank gut befestigter Forststraße ein wahrer Genuss und auch für Anfänger ein gutes Terrain. Ohne Motor haben hingegen wohl nur geübte Mountainbiker eine Chance …

Steinkasern Moutainbike-Tour
Steinkasern Almen im Voldertal

Mein persönlicher Lieblingsplatz auf der Tour ist der Klausboden – ein ebener Talboden durch den der Volderwildbach fließt. Am Anfang der Ebene steht ein großer Stein auf dem einige Bäume sich dem Himmel emporstrecken. Hier fühle ich mich jedes Mal als würde ich die erste Seite eines Märchenbuches betreten.

Mountainbike-Tour zu Steinkasern im Voldertal/Tirol

Das Ziel der Tour ist natürlich nicht minder schön: Die alten Almhütten stehen nah beieinander und im großen Brunnen gibt es gegen einige Münzen kühle Getränke. Diese erfreuen sicherlich auch die München-Venedig-Wanderer, die hier vorbeigehen auf ihrem langen Weg in den Süden.

Eskapaden Tirol-Reiseführer Sommer

#Buylocal in Hall in Tirol

Auf den Geschmack gekommen? Dann holt euch das Buch am besten beim regionalen Buchhändler eures Vertrauens oder direkt in Hall in Tirol in der Buchhandlung Riepenhausen am Langen Graben 2. Dort könnt ihr übrigens auch ab 20€ versandkostenfrei online bestellen.

Mehr von und über Lea findet ihr auf ihrem Outdoor- & Reiseblog www.escape-town.com.

Lamawanderung am Wattenberg

Die Anreise auf den Wattenberg – ein Erlebnis für sich

Gemeinsam mit einer israelischen Urlauberfamilie und meinen Kindern, besuchten wir vergangenen Samstag Hans Geisler und seine Lamas am Wattenberg. Schon von weit unten konnte man die lustigen Vierbeiner ausmachen, als sie über den Zaun ins Tal hinab blickten.

Herzlich begrüßte uns Hans auf seinem Hof. Neben den vier männlichen Lamas namens Shayen, Winny, Berlingo und Balu hat er noch fünf Lamastuten. Nicht nur Lamas, sondern auch einige Hühner sowie Milchkühe, welche den Sommer auf seiner Alm im Wattental verbringen, befinden sich am Oberfelderhof am Wattenberg.

Auf der dortigen Sennerei im Almdorf Melang wird übrigens der köstliche Wattener Almkäse hergestellt, den wir später noch verkosten durften.

Wir holen die Lamas

Gemeinsam mit den vier begeisterten Kindern holt Hans die Lamas aus ihrem Freilauf und richtet sie für unsere Wanderung her. Shayen und Berlingo bekommen einen Packsattel, Balu eine Art Sattel, auf welche wir unsere Rucksäcke hängen beziehungsweise einpacken dürfen. Hans erklärt uns ausführlich, weshalb Lamas zum einen gut für die Berge geeignet sind, und zum anderen auch hervorragende Lastenträger sind.

Lamas stammen ursprünglich aus dem Hochland der Anden. Sie wurden und werden dort noch heute als Tragtiere eingesetzt, da andere Packtiere und Fortbewegungsmittel in den Bergen Südamerikas undenkbar sind. Mit Leichtigkeit und Trittsicherheit bewegen sie sich in schwierigem Gelände, denn die Unterseite ihrer Füße besteht aus zwei lederartigen Kissen (Schwielensohlen). Es braucht keine Hufe oder Schuhe, um diese erstaunlich widerstandsfähigen Füße zu schützen. Lamas haben einen geringen Proteinbedarf und kommen deshalb auf extensiv bewirtschafteten Böden sehr gut zurecht. Es ist also ein Tier, das mit dem an Ort und Stelle gewachsenen Futter auskommt.

Die Wanderung geht los

In der großen Packtasche von Shayen verstaut Hans seine persönlichen Sachen. Danach starten wir unsere Tour. Die Kinder sind begeistert, denn sie können jetzt ganz allein diese gutmütigen und intelligenten Tiere führen und somit eine große Verantwortung übernehmen.

Der Kampf mit den fressenden Lamas

Zuerst geht es der Straße entlang Richtung Wald. Anfangs ist das Rudel (Kinder und Lamas) noch wenig harmonisch, was vor allem daran liegt, dass die Tiere ständig vom saftigen Grün am Wegesrand verführt werden. Hans erklärt uns, dass sie nicht regelmäßig frisches Gras zu fressen bekommen, da sie ansonsten zu dick werden würden. Immer wieder helfen wir den Kindern, um die lustigen Lamas zum Weitergehen zu animieren. An einem kleinen Brunnen erfrischen wir uns alle, bevor es weiter aufwärts geht.

Traumhafte Ausblicke

Unsere Gäste sind ganz begeistert vom Ausblick und der atemberaubenden Landschaft. Obwohl ich selbst schon oft am Wattenberg und Umgebung war, kann ich dies nur bestätigen. Der Blick auf das gegenüberliegende Karwendelgebirge und ins Inntal laden zum Innehalten ein. Es hat fast den Anschein, als würden selbst die Lamas die Stille und Aussicht genießen.

Die wohlverdiente Jause

An einer Lichtung im Wald legen wir eine Pause ein. Hans holt aus den Packtaschen eine wunderbare regionale Jause hervor: selbstgemachtes Brot und Käse sowie Hollundersirup, hauseigene Tomaten, Gurken und Eier, Wurst  – all dies liebevoll garniert mit essbaren Blüten.

Während der kurzen Rast taucht unweigerlich die Frage auf, ob Lamas denn spucken. Hans bejaht dies, und erklärt, dass das Spucken eine Ausdrucksform der Rangordnung innerhalb der Herde ist. Menschen spucken Lamas äußerst selten an. Dies tun sie nur dann, wenn sie extrem gereizt werden oder sich von Menschen bedroht fühlen.

Auf dem Rückweg durch den Wald

Nach der Stärkung wandern wir auf einem Forstweg weiter. Zum Ende hin geht dieser steil hinab und Hans bittet uns, den Kindern beim Führen zu helfen. Obwohl Lamas sehr rücksichtsvoll sind und gut auf die Kinder aufpassen, sind sie auf dem Rückweg doch sehr zügig unterwegs. Immer wieder treffen wir unterwegs auf Wanderer oder Radfahrer, die von unserer lustigen Gruppe begeistert sind.

Zum Abschluss eine Runde auf dem Lama

Bald sind wir wieder in der Nähe des Hofes angekommen. Die Kinder dürfen auf Balu noch eine kurze Runde reiten. Das macht allen unglaublich viel Spaß!

Danach verabschieden wir uns von Hans und seinen Lamas. Es war ein herrlicher Tag in der Natur, welcher dank dieser einzigartigen Tiere unvergesslich bleiben wird.

Wollt ihr mehr über Hans, seine Lamas und Touren erfahren, dann schaut auf seine Homepage unter Tyrollama.

Der Zauber von Indien …

… zu Gast in den Swarovski Kristallwelten in Wattens.

Vom 1. Juli bis zum 31. August 2017 verzaubert das Sommerfestival “Indien zu Gast im Riesen” Gäste der Swarovki Kristallwelten. Das Ansprechen aller Sinne ermöglicht Besuchern das Eintauchen in die farbenfrohe und exotische Welt von Indien. 15 zusätzliche Kunstinstallationen von indischen Künstlern wie zum Beispiel dem Designer Manish Arora, indische Musik, traditionelle Tanzaufführungen und indisches Essen erschaffen einen Platz zum Träumen.

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Bereits im Foyer erhalten Gäste neben Besucherinformationsmappen und einem Rätsel, welche durch die 15 Kunstinstallationen führt, zur Begrüßung ein “Bindi” (Roter Punkt – rituelles Zeichen auf der Stirn).

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Neben den bunten Fahnen und einer indischen Begrüßung fällt gleich im Eingangsbereich ein nahezu lebensgroßer Elefant auf.

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Nicht weit vom Elefanten, der in Indien aufgrund des Elefantengottes Ganesha heilig ist, entfernt ertönen indische Klänge. Gespannt folgen wir den Klängen und gelangen zu einer am Boden gekennzeichnteten Bühne.

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Indische Musik kombiniert mit rhythmischen Bewegungen und farbenprächtigen Gewändern verzaubert Besucher bei einer Bollywood Tanzaufführungen in Sekunden. Am großen Platz vor dem Riesen begeistert eine indische Tänzergruppe mit traditionellen Tänzen. Bollywoodfans kommen hier voll auf ihre Kosten!

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Während des Sommerfestivals findet täglich um 10:00 Uhr, 11:30 Uhr, 13:00 Uhr, 14:30 Uhr, 16:00 Uhr, 17:30 Uhr und 19:00 Uhr eine Bollywood Tanzperformance im Foyer oder im Gartenbereich der Swarovski Kristallwelten statt.

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Für das kulinarische Indienerlebnis sorgt der Food Truck “Khana Peena” im Gartenbereich der Kristallwelten. Mit Aussicht auf die Kristallwolke und den darunter schwimmenden Lotusblüten genießt man indische Köstlichkeiten in einer farbenfrohen und exotischen Umgebung.

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Nicht nur im Food Truck sondern auch im Restaurant “Daniels” als auch beim Hotdog Stand erhält man indische Gerichte, welche den indischen Kurzurlaub abrunden.

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„Life is Beautiful“ ist das Motto des indischen Modedesigners Manish Arora.

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Ein mit Blüten geschmückter Pavilion (Mandap – seitlich offener Tempel, meist für Hochzeiten) vor der Kristallwolke bietet Besuchern einen Platz für ein indisches Erinnerungsfoto.

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Auch in den Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten findet man das ein oder andere bereits bestehende Kunstobjekt, welches im Rahmen des Sommerfestivals besonders in Szene gesetzt wurde. Die Farbe Pink spielt hierbei eine wichtige Rolle.

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Eine der meist besuchtesten Sehenswürdikeiten in Indien ist der Taj Mahal.

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Indische Roben, die pinke Kristallwand und die Geschichte vom Hengst Chetak mit seinem funkelnden Zaumzeug verleihen der blauen Wunderkammern einen indischen Flair.

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TIPP: Während des indischen Sommerfestivals bieten die Kristallwelten ab 18 Uhr spezielle Eintrittstarife für Erwachsene von nur 15 Euro inklusive Indian Drink! Kinder bis 14 Jahre sind kostenfrei!

Sommeröffnungszeiten im Juli und August:
Täglich von 8:30 Uhr bis 22:00 Uhr, warme Küche bis 21:30 Uhr

Ein Kurzurlaub in Indien – die Swarovski Kristallwelten machen es möglich!

Kraftplätze Tirol – Das Steinlabyrinth bei St. Martin in Gnadenwald

Manche Plätze haben eine besondere Anziehungskraft auf Menschen, meist seit langen Zeiten. Einer der bekanntesten Beispiele ist Stonehenge in England. Aber auch in Tirol findet man solche Ort, die über Jahrhunderte weg von Menschen besucht wurden und werden. An einem solchen Platz verspürt man oft ein Gefühl der Beruhigung, Stärkung oder auch Bewusstseinserweiterung. Auch Wallfahrtsorte sind zum Beispiel Kraftplätze. In dieser Serie stellen wir die schönsten Kraftplätze in der Region Hall-Wattens vor.5.0.2

 


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Kraftplatz: Das Steinlabyrinth bei St. Martin in Gnadenwald

Labyrinthe finden sich in vielen Kulturen schon seit mehr als 5000 Jahren, Geformt aus dem Bedürfnis nach innerer Ruhe und Heimat. Beim Steinlabyrinth in St. Martin, nahe des Klosters St. Martin, handelt es sicht um ein kretisches oder klassisches Labyrinth.

Labyrinthe gelten als Symbol für den menschlichen Lebensweg: das Finden der eigenen Mitte und der Weg zurück zu den Wurzeln bis zum Ende und Neubeginn des Lebens.
Das Keramik-Beton-Objekt im Zentrum weist auf die Lebensgrundsätze des Teilens (Liebe) und der Achtung vor der Natur (Einheit) hin: die beiden Heiligen des Klosters- Martin und Franziskus stehen symbolisch dafür.

Die Keramik-Halbkugeln im Labyrinth deuten die individuellen Variationen des Weges an.

Besinnungsweg von Absam nach Gnadenwald

Der Tiroler Jakobsweg führt am Steinlabyrinth und Kloster St.Martin vorbei. Das Steinlabyrinth ist gleichzeitig auch der Endpunkt des beliebten Besinnungswegs von Absam nach Gnadenwald.

Der Besinnungsweg bietet eine Möglichkeit, abseits von Hektik und Lärm, im bewussten Gehen und Schauen, im bewussten Hören, Riechen und Fühlen, zu sich selbst zu finden.

Die neun Stationen entlang des Weges sind so konzipiert, dass sie den Blick auf das Unscheinbare und Selbstverständliche richten, an dem im Trott des Alltages meist vorbei geeilt wird. Die Stationen regen dazu an, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten, auf  Hoffnungen und Ängste, das kleine Glück und Enttäuschungen, auf Fragen und Zweifel.

Am Ende des Weges liegt das Steinlabyrinth beim Kloster St. Martin in Gnadenwald, Schlusspunkt des Weges und ein Ort der besonderen Ruhe.

Route:
Nördlich vom Gasthof Walderbrücke in Absam führt ein Gehweg Richtung Gnadenwald.

TIPP: Yoga am Kraftplatz
Jeden Montag bis 31.09.2015 findet beim Steinlabyrinth St. Martin für alle Gäste der Region Hall-Wattens eine kostenlose Yoga-Stunde statt. Die Anmeldung muss spätestens bis 12 Uhr an dem jeweiligen Montag erfolgen. Alle Informationen gibt es hier.
➜ Dauer: ca. 1,5 Stunden
➜ Treffpunkt: Parkplatz Mautstelle Hinterhornalm, Gnadenwald
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Die Top Ten der schönsten Wanderungen im Herzen Tirol

Endlich ist das Wetter frühsommerlich und pünktlich zum Start der neuen Wandersaison haben wir uns Gedanken gemacht, wo man denn bei uns am besten wandern kann… und wir präsentieren: Die Top Ten der schönsten Wanderungen in der Region Hall-Wattens…

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