Lamawanderung am Wattenberg

Die Anreise auf den Wattenberg – ein Erlebnis für sich

Gemeinsam mit einer israelischen Urlauberfamilie und meinen Kindern, besuchten wir vergangenen Samstag Hans Geisler und seine Lamas am Wattenberg. Schon von weit unten konnte man die lustigen Vierbeiner ausmachen, als sie über den Zaun ins Tal hinab blickten.

Herzlich begrüßte uns Hans auf seinem Hof. Neben den vier männlichen Lamas namens Shayen, Winny, Berlingo und Balu hat er noch fünf Lamastuten. Nicht nur Lamas, sondern auch einige Hühner sowie Milchkühe, welche den Sommer auf seiner Alm im Wattental verbringen, befinden sich am Oberfelderhof am Wattenberg.

Auf der dortigen Sennerei im Almdorf Melang wird übrigens der köstliche Wattener Almkäse hergestellt, den wir später noch verkosten durften.

Wir holen die Lamas

Gemeinsam mit den vier begeisterten Kindern holt Hans die Lamas aus ihrem Freilauf und richtet sie für unsere Wanderung her. Shayen und Berlingo bekommen einen Packsattel, Balu eine Art Sattel, auf welche wir unsere Rucksäcke hängen beziehungsweise einpacken dürfen. Hans erklärt uns ausführlich, weshalb Lamas zum einen gut für die Berge geeignet sind, und zum anderen auch hervorragende Lastenträger sind.

Lamas stammen ursprünglich aus dem Hochland der Anden. Sie wurden und werden dort noch heute als Tragtiere eingesetzt, da andere Packtiere und Fortbewegungsmittel in den Bergen Südamerikas undenkbar sind. Mit Leichtigkeit und Trittsicherheit bewegen sie sich in schwierigem Gelände, denn die Unterseite ihrer Füße besteht aus zwei lederartigen Kissen (Schwielensohlen). Es braucht keine Hufe oder Schuhe, um diese erstaunlich widerstandsfähigen Füße zu schützen. Lamas haben einen geringen Proteinbedarf und kommen deshalb auf extensiv bewirtschafteten Böden sehr gut zurecht. Es ist also ein Tier, das mit dem an Ort und Stelle gewachsenen Futter auskommt.

Die Wanderung geht los

In der großen Packtasche von Shayen verstaut Hans seine persönlichen Sachen. Danach starten wir unsere Tour. Die Kinder sind begeistert, denn sie können jetzt ganz allein diese gutmütigen und intelligenten Tiere führen und somit eine große Verantwortung übernehmen.

Der Kampf mit den fressenden Lamas

Zuerst geht es der Straße entlang Richtung Wald. Anfangs ist das Rudel (Kinder und Lamas) noch wenig harmonisch, was vor allem daran liegt, dass die Tiere ständig vom saftigen Grün am Wegesrand verführt werden. Hans erklärt uns, dass sie nicht regelmäßig frisches Gras zu fressen bekommen, da sie ansonsten zu dick werden würden. Immer wieder helfen wir den Kindern, um die lustigen Lamas zum Weitergehen zu animieren. An einem kleinen Brunnen erfrischen wir uns alle, bevor es weiter aufwärts geht.

Traumhafte Ausblicke

Unsere Gäste sind ganz begeistert vom Ausblick und der atemberaubenden Landschaft. Obwohl ich selbst schon oft am Wattenberg und Umgebung war, kann ich dies nur bestätigen. Der Blick auf das gegenüberliegende Karwendelgebirge und ins Inntal laden zum Innehalten ein. Es hat fast den Anschein, als würden selbst die Lamas die Stille und Aussicht genießen.

Die wohlverdiente Jause

An einer Lichtung im Wald legen wir eine Pause ein. Hans holt aus den Packtaschen eine wunderbare regionale Jause hervor: selbstgemachtes Brot und Käse sowie Hollundersirup, hauseigene Tomaten, Gurken und Eier, Wurst  – all dies liebevoll garniert mit essbaren Blüten.

Während der kurzen Rast taucht unweigerlich die Frage auf, ob Lamas denn spucken. Hans bejaht dies, und erklärt, dass das Spucken eine Ausdrucksform der Rangordnung innerhalb der Herde ist. Menschen spucken Lamas äußerst selten an. Dies tun sie nur dann, wenn sie extrem gereizt werden oder sich von Menschen bedroht fühlen.

Auf dem Rückweg durch den Wald

Nach der Stärkung wandern wir auf einem Forstweg weiter. Zum Ende hin geht dieser steil hinab und Hans bittet uns, den Kindern beim Führen zu helfen. Obwohl Lamas sehr rücksichtsvoll sind und gut auf die Kinder aufpassen, sind sie auf dem Rückweg doch sehr zügig unterwegs. Immer wieder treffen wir unterwegs auf Wanderer oder Radfahrer, die von unserer lustigen Gruppe begeistert sind.

Zum Abschluss eine Runde auf dem Lama

Bald sind wir wieder in der Nähe des Hofes angekommen. Die Kinder dürfen auf Balu noch eine kurze Runde reiten. Das macht allen unglaublich viel Spaß!

Danach verabschieden wir uns von Hans und seinen Lamas. Es war ein herrlicher Tag in der Natur, welcher dank dieser einzigartigen Tiere unvergesslich bleiben wird.

Wollt ihr mehr über Hans, seine Lamas und Touren erfahren, dann schaut auf seine Homepage unter Tyrollama.

Der Zauber von Indien …

… zu Gast in den Swarovski Kristallwelten in Wattens.

Vom 1. Juli bis zum 31. August 2017 verzaubert das Sommerfestival “Indien zu Gast im Riesen” Gäste der Swarovki Kristallwelten. Das Ansprechen aller Sinne ermöglicht Besuchern das Eintauchen in die farbenfrohe und exotische Welt von Indien. 15 zusätzliche Kunstinstallationen von indischen Künstlern wie zum Beispiel dem Designer Manish Arora, indische Musik, traditionelle Tanzaufführungen und indisches Essen erschaffen einen Platz zum Träumen.

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Bereits im Foyer erhalten Gäste neben Besucherinformationsmappen und einem Rätsel, welche durch die 15 Kunstinstallationen führt, zur Begrüßung ein “Bindi” (Roter Punkt – rituelles Zeichen auf der Stirn).

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Neben den bunten Fahnen und einer indischen Begrüßung fällt gleich im Eingangsbereich ein nahezu lebensgroßer Elefant auf.

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Nicht weit vom Elefanten, der in Indien aufgrund des Elefantengottes Ganesha heilig ist, entfernt ertönen indische Klänge. Gespannt folgen wir den Klängen und gelangen zu einer am Boden gekennzeichnteten Bühne.

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Indische Musik kombiniert mit rhythmischen Bewegungen und farbenprächtigen Gewändern verzaubert Besucher bei einer Bollywood Tanzaufführungen in Sekunden. Am großen Platz vor dem Riesen begeistert eine indische Tänzergruppe mit traditionellen Tänzen. Bollywoodfans kommen hier voll auf ihre Kosten!

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Während des Sommerfestivals findet täglich um 10:00 Uhr, 11:30 Uhr, 13:00 Uhr, 14:30 Uhr, 16:00 Uhr, 17:30 Uhr und 19:00 Uhr eine Bollywood Tanzperformance im Foyer oder im Gartenbereich der Swarovski Kristallwelten statt.

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Für das kulinarische Indienerlebnis sorgt der Food Truck “Khana Peena” im Gartenbereich der Kristallwelten. Mit Aussicht auf die Kristallwolke und den darunter schwimmenden Lotusblüten genießt man indische Köstlichkeiten in einer farbenfrohen und exotischen Umgebung.

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Nicht nur im Food Truck sondern auch im Restaurant “Daniels” als auch beim Hotdog Stand erhält man indische Gerichte, welche den indischen Kurzurlaub abrunden.

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„Life is Beautiful“ ist das Motto des indischen Modedesigners Manish Arora.

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Ein mit Blüten geschmückter Pavilion (Mandap – seitlich offener Tempel, meist für Hochzeiten) vor der Kristallwolke bietet Besuchern einen Platz für ein indisches Erinnerungsfoto.

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Auch in den Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten findet man das ein oder andere bereits bestehende Kunstobjekt, welches im Rahmen des Sommerfestivals besonders in Szene gesetzt wurde. Die Farbe Pink spielt hierbei eine wichtige Rolle.

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Eine der meist besuchtesten Sehenswürdikeiten in Indien ist der Taj Mahal.

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Indische Roben, die pinke Kristallwand und die Geschichte vom Hengst Chetak mit seinem funkelnden Zaumzeug verleihen der blauen Wunderkammern einen indischen Flair.

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TIPP: Während des indischen Sommerfestivals bieten die Kristallwelten ab 18 Uhr spezielle Eintrittstarife für Erwachsene von nur 15 Euro inklusive Indian Drink! Kinder bis 14 Jahre sind kostenfrei!

Sommeröffnungszeiten im Juli und August:
Täglich von 8:30 Uhr bis 22:00 Uhr, warme Küche bis 21:30 Uhr

Ein Kurzurlaub in Indien – die Swarovski Kristallwelten machen es möglich!

Kraftplätze Tirol – Das Steinlabyrinth bei St. Martin in Gnadenwald

Manche Plätze haben eine besondere Anziehungskraft auf Menschen, meist seit langen Zeiten. Einer der bekanntesten Beispiele ist Stonehenge in England. Aber auch in Tirol findet man solche Ort, die über Jahrhunderte weg von Menschen besucht wurden und werden. An einem solchen Platz verspürt man oft ein Gefühl der Beruhigung, Stärkung oder auch Bewusstseinserweiterung. Auch Wallfahrtsorte sind zum Beispiel Kraftplätze. In dieser Serie stellen wir die schönsten Kraftplätze in der Region Hall-Wattens vor.5.0.2

 


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Kraftplatz: Das Steinlabyrinth bei St. Martin in Gnadenwald

Labyrinthe finden sich in vielen Kulturen schon seit mehr als 5000 Jahren, Geformt aus dem Bedürfnis nach innerer Ruhe und Heimat. Beim Steinlabyrinth in St. Martin, nahe des Klosters St. Martin, handelt es sicht um ein kretisches oder klassisches Labyrinth.

Labyrinthe gelten als Symbol für den menschlichen Lebensweg: das Finden der eigenen Mitte und der Weg zurück zu den Wurzeln bis zum Ende und Neubeginn des Lebens.
Das Keramik-Beton-Objekt im Zentrum weist auf die Lebensgrundsätze des Teilens (Liebe) und der Achtung vor der Natur (Einheit) hin: die beiden Heiligen des Klosters- Martin und Franziskus stehen symbolisch dafür.

Die Keramik-Halbkugeln im Labyrinth deuten die individuellen Variationen des Weges an.

Besinnungsweg von Absam nach Gnadenwald

Der Tiroler Jakobsweg führt am Steinlabyrinth und Kloster St.Martin vorbei. Das Steinlabyrinth ist gleichzeitig auch der Endpunkt des beliebten Besinnungswegs von Absam nach Gnadenwald.

Der Besinnungsweg bietet eine Möglichkeit, abseits von Hektik und Lärm, im bewussten Gehen und Schauen, im bewussten Hören, Riechen und Fühlen, zu sich selbst zu finden.

Die neun Stationen entlang des Weges sind so konzipiert, dass sie den Blick auf das Unscheinbare und Selbstverständliche richten, an dem im Trott des Alltages meist vorbei geeilt wird. Die Stationen regen dazu an, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten, auf  Hoffnungen und Ängste, das kleine Glück und Enttäuschungen, auf Fragen und Zweifel.

Am Ende des Weges liegt das Steinlabyrinth beim Kloster St. Martin in Gnadenwald, Schlusspunkt des Weges und ein Ort der besonderen Ruhe.

Route:
Nördlich vom Gasthof Walderbrücke in Absam führt ein Gehweg Richtung Gnadenwald.

TIPP: Yoga am Kraftplatz
Jeden Montag bis 31.09.2015 findet beim Steinlabyrinth St. Martin für alle Gäste der Region Hall-Wattens eine kostenlose Yoga-Stunde statt. Die Anmeldung muss spätestens bis 12 Uhr an dem jeweiligen Montag erfolgen. Alle Informationen gibt es hier.
➜ Dauer: ca. 1,5 Stunden
➜ Treffpunkt: Parkplatz Mautstelle Hinterhornalm, Gnadenwald
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Die Top Ten der schönsten Wanderungen im Herzen Tirol

Endlich ist das Wetter frühsommerlich und pünktlich zum Start der neuen Wandersaison haben wir uns Gedanken gemacht, wo man denn bei uns am besten wandern kann… und wir präsentieren: Die Top Ten der schönsten Wanderungen in der Region Hall-Wattens…

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