Wenn das Tal ruft! Der Almabtrieb der Kühe

Es ist so weit. Der Almsommer neigt sich dem Ende. So schön es die Tiere den Sommer über auf den Tiroler Almen auch haben, so erfreulich ist deren gesunde Heimkehr auf den heimischen Höfen im Tal.


Im Alpenraum werden Nutztiere schon seit Jahrhunderten im Sommer gealpt. Auch heutzutage ist die Almwirtschaft nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Tiroler Landwirtschaft. Der Großteil der gehaltenen Nutztiere (Kühe, Schafe, Ziegen, Pferde und auch Schweine) verbringt den Sommer auf der Alm. Etwa vier Monate leben die Tiere auf den Almen in Freiheit. Der Almabtrieb am Ende der Saison ist dabei ein Brauch der Dankbarkeit. Hirten, Bauern und Senner feiern bei traditionellen Hoffesten die gesunde Rückkehr ihrer Tiere von der Alm. Der geschmückte Einmarsch ist dabei das Highlight für Gäste und auch Einheimische.

Auf den Almen trägt das Vieh im Sommer einen wertvollen Teil zur Pflege und Instandhaltung des Alpenraumes bei. Gealpte Tiere sind aufgrund ihres Aufenthalts in den Bergen deutlich robuster und gesünder, als nicht gealpte Tiere. Ein erfreulicher und zugleich sehr schmackhafter Nebeneffekt der Almwirtschaft sind Almprodukte. Egal ob Käse, Milch oder Fleisch – Almprodukte überzeugen mit einem ausgezeichneten Geschmack und hervorragender Qualität.

Ursprünglich wurden Almabtriebe nur gefeiert, sofern der Almsommer unfallfrei verlief und es keine Verluste in der Familie und im Viehbestand zu beklagen gab. Dies wird nach wie vor auf vielen Bauernhöfen der Region so gehandhabt.

Der Almabtrieb am Friedrichshof in Absam

Herausgeputzt mit Glocken und Kopfschmuck traten die Kühe vom Friedrichshof in Absam am vergangenem Samstag den Heimweg an. Über den Linger Kreisverkehr wanderten die Tiere in Richtung Dorf. Von dort aus führte der Weg über die Stainerstraße zum Friedrichshof.

Am Friedrichshof gab es neben kulinarischen Schmankerln auch Live Musik. Ganz besonders zu empfehlen war das Melchermuas. Dieses bäuerliche Gericht besteht aus Butter, Mehl, Milch und Zucker und wurde direkt am Hof in einer Pfanne zubereitet. Es hat richtig gut geschmeckt.

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