Musik im Riesen 2019

Kammermusikfestival “Musik im Riesen”

Das Kammermusikfestival “Musik im Riesen” bildet seit mehr als 15 Jahren einen Fixpunkt im kulturellen Veranstaltungskalender von Tirol. Dieses Jahr steht das Klavier im Mittelpunkt der Konzertreihe.

(c)Swarovski Kristallwelten

Vom 22. bis 26. Mai 2019 prägt das Piano das Programm des Kammermusikfestivals “Musik im Riesen”: Das Klavier im Konzert mit Orchester und als Soloinstrument, Musik an der Schnittstelle zwischen regionalem Schaffen und internationaler Ausstrahlung und sakrale Chormusik. Die Konzerte finden in Wattens und in Innsbruck statt.

Ein Hoch auf das Klavier

„Das Klavier scheint alle Instrumente im Orchester nachmachen zu können“ Yuja Wang, Starpianistin
.
Höhepunkt des Festivals ist der Auftritt zweier junger Weltstars am 25. Mai 2019: Pianistin Yuja Wang und Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla kommen mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra nach Innsbruck.

Superstar Yuja Wang (c)Norbert Kniat

Klavier mit Orchester

Die unbändige Spielfreude von Yuja Wang wird auch zu hören sein, wenn die gebürtige Chinesin und Wahl-New-Yorkerin als Solistin in Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll op. 4 mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) bei „Musik im Riesen“ auftritt. Am Dirigentenpult steht dann ein anderer junger weiblicher Superstar: die Litauerin Mirga Gražinytė-Tyla, seit 2016 Musikdirektorin des CBSO und damit eine der jüngsten Dirigentinnen eines führenden Orchesters.

City of Birmingham Symphony Orchestra (c) Upstream Photography

Für das Festival der Swarovski Kristallwelten Wattens, dessen Hauptaugenmerk auf Kammermusik liegt, ist ein Orchesterkonzert dieser Größenordnung zwar ungewöhnlich, aber durchaus schlüssig: Man knüpft damit an frühere Konzerte für Kammerorchester an.

Als zweite Aufführung in großer Besetzung ist die Missa Omnium Sanctorum a-Moll für Soli, Chor und Orchester von Jan Dismas Zelenka geplant. Der Barockkomponist gilt heute als musikalischer Vorreiter, der schon bei Zeitgenossen wie Johann Sebastian Bach höchstes Ansehen genoss. Auf der Bühne erhielt er aber erst in den letzten Jahrzehnten die gebührende Aufmerksamkeit.

Musik für Klavier solo

Für eine Mitwirkung am Masterclass-Programm „Impuls“ konnten 2019 die Pianisten Paul Lewis und Aaron Pilsan gewonnen werden, die beim Festival jeweils ein Solokonzert geben. Zuerst eröffnet Paul Lewis „Musik im Riesen“ unter anderem mit Beethovens letzter Komposition für Klavier solo, den berühmten „Diabelli-Variationen“, und einem Spätwerk von Johannes Brahms. Dann spannt Aaron Pilsan mit Solowerken von Joseph Haydn bis Karol Szymanowski einen Bogen von der Klassik hin zum Impressionismus.

Paul Lewis (c)Jan Liebeck

Abschiede, Übergänge, (Neu-)Anfänge

Ein Thema, das alle Konzerte des Festivals berührt, ist jenes der Abschiede, Übergänge und (Neu-)Anfänge. Es findet sich in Antonín Dvořáks letztem vollendeten Streichquartett, das er in den USA begann und in Prag abschloss. Ebenfalls eindrucksvoll von Abschieden erzählt zwei Streichquartette von Dmitri Schostakowitsch. Das eine ist seiner verstorbenen Frau Nina gewidmet, das andere von ihm im Stillen als Nachruf auf sich selbst komponiert. Aufgeführt werden diese letztgenannten Werke vom Pavel Haas Quartet, dass sich durch seine klangschönen, farbenreichen Interpretationen auszeichnet.

Pavel Haas Quartet (c)Marco Borggreve

Den wohl wichtigsten Beitrag zum Thema Neuanfang leistet Knoedel, ein Ensemble, dass sich nach 17 Jahren wieder zusammengefunden hat. Die acht Musiker haben seit Auflösung von DIE KNÖDEL im Jahr 2000 jeweils eigene Wege beschritten. Sie pflegen aber nach wie vor einen frischen Zugang zu Klassik, Jazz und Volksmusik. Dies demonstrieren sie im Konzert und auf einer neuen CD, die sie im Rahmen des Festivals präsentieren.

Das wiedervereinte Oktett Knoedel (c)Ines Kapferer-Seebacher

Programmübersicht Musik im Riesen 2019

Mi., 22. Mai 2019, 20 Uhr: Paul Lewis (Klavier)

Do., 23. Mai 2019, 20 Uhr: Knoedel

Fr., 24. Mai 2019, 20 Uhr: Pavel Haas Quartet

Sa., 25. Mai 2019, 20 Uhr: CBSO, Mirga Gražinytė-Tyla, (Dirigentin), Yuja Wang (Klavier)

So., 26. Mai 2019, 11 Uhr: Aaron Pilsan (Klavier)

So., 26. Mai 2019, 20 Uhr: Choropax Kammerchor Wattens, Marini Consort Innsbruck, Ewald Brandstätter (Dirigent), Maria Erlacher (Sopran), Markus Forster (Altus), Willi Rogl (Tenor), Jakob Peböck (Bass)

Haller Kirchen erzählen ihre Geschichten: Pfarrkirche St. Nikolaus

Die Altstadt von Hall ist voll von historischen Gemäuern, Prachtbauten und Verborgenem. Vor allem aber erzählen die Gebäude der Stadt viele Geschichten – so auch die mächtige Pfarrkirche St. Nikolaus.

Die Haller Pfarrkirche wurde 1281 erstmals urkundlich erwähnt. Nach der Errichtung einer ersten, spätgotischen Hallenkirche im Jahr 1320 wurde das Gotteshaus ein Jahrhundert später unter Stadtbaumeister Hans Sewer (1420 – 1440) erweitert und ausgebaut. Die Gewerkenfamilie Fieger ließ 1490 eine Privatkapelle an die Fassade mit Zinnengiebel, welcher mit der Figur des Patrons Nikolaus gekrönt ist, anbauen.

Ansicht von Westen mit dem markanten Staffelgiebel und der Statue des Hl. Nikolaus, dem Patron der Haller Pfarrkirche

Den barocken Turm wiederum erhielt die Pfarrkirche nach dem Erdbeben von 1670. Das Innere der Kirche überrascht den Besucher durch den barocken Prunk. Aber – wieso ist der Altarbereich verschoben? Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Für den Erweiterungsbau von 1420 war der Chorraum der Vorgängerkirche weiter verwendet worden. Da die Geländestufe, auf der die Kirche gebaut ist, nach Süden hin steil abfällt, verschob Baumeister Sewer die dreischiffige Halle nordwärts.

Blick durch das Mittelschiff des Langhauses zum Chor. Deutlich ist der Knick in der Raumachse zwischen Langhaus und Chor zu erkennen.

Klerikale Kostbarkeiten in der Pfarrkirche St. Nikolaus

Der Großteil der Innenausstattung entstand nach 1752. Zu der Zeit schuf Josef Adam Mölk mit vielen Gehilfen die Deckenfresken. Sie stellen Szenen der Nikolauslegende und einiger anderer Heiliger dar. Auch die Kanzel, die Altäre und die Orgel wurden zu der Zeit neu gestaltet.

Blick durch das Mittelschiff zur Orgelempore. Die sichtbaren Eisenstangen im Gewölbe wurden nach dem Erdbeben 1670 eingezogen.

Das Altarblatt des prachtvollen, schwarzgoldenen Hochaltar schuf Jan Erasmus Quellinus aus Antwerpen (1657). Dem Haller Künstler Franz Xaver Fuchs ist es zu verdanken, dass das barocke Innere der Kirche nach mehreren Regotisierungsvorhaben am Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten geblieben ist.

Wunderschöner Palmeselchristus aus dem 1. Viertel des 15. Jahrhunderts. Der Palmesel wird jedes Jahr am Palmsonntag schön geschmückt bei der Prozession mitgeführt. Der Innenraum des Esels ist hohl, früher füllte man ihn mit Broten, welche während der Prozession auf den Boden fielen und von der erfreuten Bevölkerung eingesammelt wurden.

Zu den wenigen gotischen Stücken die noch in der heutigen Kirche vorhanden sind, zählen der Palmesel und ein Passionsbild sowie die beiden Steinbecken für Tauf- und Weihwasser und die bekannte Marienstatue im Barockaltar der Waldaufkapelle  im nördlichen Seitenschiff.

Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert mit Spätrenaissance –Aufsatz

In dieser Kapelle ist neben dem Stifter und dessen Familie Kooperator Josef Lambichler (1883 – 1956) begraben. Er kümmerte sich besonders während der beiden Weltkriege aufopfernd um die Haller Jugend.

Waldaufkapelle. Ritter Florian Waldauf stiftete die Kapelle zusammen mit einem bedeutenden Reliquienschatz. Das aufwändig und prachtvoll gestaltete spätgotische Gitter der Kapelle zeigt Wappen des Stifters und seiner Frau Barbara Mitterhofer. Am Altar ist auch die gotische Muttergottes im Strahlenkranz zu sehen, eine der noch wenigen erhaltenen gotischen Figuren in der Kirche.

Aufwändige Renovierung

Aufgrund eines Brandes im Dachstuhl 1880 sowie der Abdeckung des Dachs in Kriegszeiten und des damit verbundenen Wassereintritts wurde eine Restaurierung  der Deckenmalereien notwendig. Es gab insgesamt vier Bauphasen und es wurden auch Projekte wie die Gestaltung des Altarraums, die Erneuerung der Elektrik und der Beleuchtung angegangen. Außerdem reinigte man die Altäre, Zunftstangen und Skulpturen professionell. Ein Riesen-Projekt! Die feierliche Wieder-Eröffnung der Pfarrkirche St. Nikolaus erfolgt dann am 29.10.2017.

Tipp: Wer die Kirche in den nächsten Tagen besucht. kann ein wunderbares, von Speckbacher Schützen bewachtes Ostergrab bewundern. Es ist mit Sicherheit eines der schönsten Ostergräber in Tirol!

Frühlingsausflug zum Romedikirchl in Thaur

Irgendwie ließ der Frühling heuer etwas auf sich warten, findet ihr nicht? Und ist er dann endlich für ein paar Tage eingetroffen. Ob das schöne Wetter anhält? So sicher kann man sich das im März nicht sein! Aus diesem Grund nutzen wir gerade jede sonnige Minute im Freien und haben uns am vergangenen Samstag zu einem Ausflug nach Thaur aufgemacht. Genauer gesagt: Hinauf zum idyllischen Romedikirchl. Reist man mit dem Auto an, kann man wahlweise am Parkplatz Thaurer Alm (vom Gasthof Stangl links hinauf) oder beim Wasserstollen in Thaur parken. Bei Letzterem führt ein kurzer Kreuzweg durch den Wald hinauf zum Kirchl.

Spannender Weg zur Burgruine

Wir haben diesmal allerdings die andere Variante gewählt und sind gemütlich vom Parkplatz Thaurer Alm losmarschiert. Die kurze Gehzeit ist eigentlich nicht der Rede wert, ist man jedoch mit zwei Dreijährigen unterwegs, so kann sogar ein solch kurzer Weg zu einem endlosen Erlebnis werden 🙂

Vor allem, wenn es dort so spannende Dinge zu entdecken gibt wie ein Bienenhaus, niedliche Ponys und natürlich die geheimnisvolle Schlossruine Thaur. In den alten Gemäuern auf Entdeckungsreise zu gehen, ist für Kinder ein echtes Highlight!

Im Jahr 1232 wurde die Burg Thaur erstmals erwähnt und war damals die größte Burg im Inntal. 2003 wurde die heutige Burgruine dann restauriert und wissenschaftlich untersucht. Seit 2001 werden im Rahmen der Thaurer Schlossspiele immer wieder tolle Theaterstücke aufgeführt, u.a. Goethes „Faust“ 2005 oder „Die Geierwally“ im Jahr 2017.

Der Heilige Romedius von Thaur

Unterhalb der Ruine liegen das Romedikirchl und die Gaststätte Romediwirt. Die Burg und das Kirchlein sind eng mit dem Heiligen Romedius verbunden. Er wurde am Schloss Thaur als Sohn des „Grafen von Thaur“ geboren. Er war sehr fromm und gottesfürchtig und ließ die Kapelle zu Ehren des Apostels Petrus erbauen. Nach dem Tod seiner Eltern verschenkte er seinen gesamten Besitz und gründete eine Einsiedelei im Nonstal in Trient. Heute führt der Romedius- Pilgerweg von Thaur nach San Romedio im Nonstal. Die detaillierte Geschichte und Legende rund um den Heiligen Romedius könnt ihr hier nachlesen.

Das Romedikirchl ist auch eines der neuen “Kraftorte” der Region Hall-Wattens. Die besondere Magie des Ortes spürt man sofort, da waren wir uns einig.

Nach unserer spannenden „Wanderung“ sind wir hungrig beim Romediwirt eingekehrt. Dieser wurde vor einem Jahr neu eröffnet. Die Bauweise ist modern, trendig und trotzdem traditionell. Die Sonnenterrasse bietet einen wunderbaren Ausblick auf das Inntal und die gegenüberliegende Bergwelt. Das Essen war hervorragend und es wurde uns versichert, dass frische und saisonale Produkte aus der Region bzw. aus Österreich sowie Nachhaltigkeit für die Betreiber des Romediwirts an erster Stelle stehen. Während wir Eltern die Frühlingssonne genießen konnten, haben sich unsere Kinder am kleinen angrenzenden Spielplatz ausgetobt.

Obwohl die Ruine, das Kirchlein und der Platz an sich schon Attraktion genug sind, bietet der Ort noch etwas ganz Besonderes: nämlich das Besucherzentrum „rundumthaur“ im ersten Stock des Gasthofs mit einem Museum zur 6.000-jährigen (!) Thaurer Siedlungsgeschichte sowie einer Eulenausstellung des Alpenpark Karwendel. Unseren Kindern haben die ausgestellten Eulenarten – vom Uhu bis zum Raufußkauz – besonders gut gefallen. Für Schulkinder bietet der geschichtliche Aspekt eine tolle Ergänzung zum Schulunterricht.

Weil wir das Wetter ausnutzen wollten und es unseren Kindern so gut gefallen hat, genossen wir dann auch noch einen wunderbaren selbstgemachten Kuchen mit Kaffee und waren schließlich eine der letzten Gäste, die diesen tollen Platz verließen.

Saitenspiele 2018: Gitarrenklänge in der Burg Hasegg

Konzerterlebnisse im stilvollen Ambiente der Burg Hasegg

Das Musikfestival “Saitenspiele” feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Es ist klein, fein, und stets auf das Kernthema reduziert: Die “Geheimnisse der Gitarre”.

Diese Geheimnisse sind vielfältig, man erleben akustische Gitarrenmusik in ihrem breiten Spektrum unterschiedlichster Stile und Besetzungen. In den Räumlichkeiten der Burg Hasegg finden sich dafür optimale akustische Verhältnisse sowie ein stilvoller Rahmen. Zwischen September und November finden drei unterschiedlich gestaltete Konzertabende statt. Jeder Abend bietet ein eigenständiges Programm und eine neue Besetzung.

Durch die unterschiedlichen Herkünfte und Traditionen der eingeladenen Künstler ist es gelungen ein sehr abwechslungsreiches Programm zu erstellen, das unerhörte Hörerlebnisse bietet.

Das Programm der Saitenspiele im Überblick

Konzert 1: SFERRAINA
Alte Musik mit modernem Horizont

Freitag, 9.November 2018, 20 Uhr
David Bergmüller – Laute, Barockgitarre, Theorbe
Tobias Steinberger – Rahmentrommeln

​Gegründet 2012, hat sich das Ensemble sferraina ganz dem Ziel verschrieben, alte Musik zeitgenössisch aufzuführen und mit einem modernen Horizont zu kontrastieren. Das Repertoire reicht dabei von den Instrumentalisten Giovanni Girolamo Kapsperger und Alessandro Piccinini bin hin zu den den frühbarocken Singer-Songwritern Benedetto Ferrari, Stefano Landi, Tarquinio Merula &c.

Sferraina

Die beiden Musiker Tobias Steinberger (Percussion) und David Bergmüller (Chitarrone) treten abwechselnd gemeinsam oder im Trio mit der Sängerin Tehila Nini Goldstein auf, die zu der dargebotenen Musik die textliche Ebene einfließen lässt. sferraina eröffnet in seiner Performance einen entrückenden Klangraum zwischen vergangenen Epochen und Gegenwart. Das Spannungsfeld der Darbietung Alter Musik in einem modernen Rahmen wird mit jedem Stück neu aufgespannt, die Frage nach Echtheit immer wieder neu gestellt: Was bedeutet es, Alte Musik zu spielen? Kann diese originalgetreu dargebracht werden, und was heißt das überhaupt? Macht es Sinn, von „richtigen“ und „falschen“ Interpretationen zu sprechen? sferraina stellt sich diesen Fragen, und wird versuchen, sie zu beantworten –  mit außergewöhnlich feinsinniger, irritierender und berauschender Musik.

Konzert 2: STRINGTANGO
argentinische Musik raffiniert gewürzt
Freitag, 16.November 2018, 20 Uhr

Florian Wilscher – Violine
Martin Wesely – Gitarre

Una Zamba in Ottakring, ein Heuriger in Misiones – das andere Argentinien. Unfug? – Travesuras! Gubitsch, Ramirez, Areco – das sind die Hauptzutaten. Eine Prise Jazz, ein Löfferl Kreisler (der Fritz!), ein Hauch Nostalgie und ein Zipferl Gitarrenrock.

Stringtango

In eigenen, raffiniert gewürzten Arrangements kreieren Florian Wilscher (Violine) und Martin Wesely (Gitarre) eine Klangwelt. Diese lassen trotz stilistischer Unterschiede und musikalischer Eigenständigkeit der einzelnen Werke ein homogenes und dennoch vielgestaltiges Ganzes entstehen. Konzerte führen sie um den ganzen Globus, u.a. ins Teatro Colon de Buenos Aires, ins Radiokulturhaus Wien, ins Porgy & Bess, ins Austrian Cultural Forum New York sowie zu diversen Festivals. Außerdem dokumentieren CD-Produktionen und Rundfunkauftritte ihren musikalischen Weg.

Konzert 3:  “SÖNKE MEINEN”

Fingerstyle up to date
Mittwoch, 21.November 2018, 20 Uhr

Sönke Meinen hat sich mit seiner Musik bereits in jungen Jahren in der nationalen und internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Er verbindet virtuosen Fingerstyle mit Einflüssen aus klassischer Konzertmusik, Jazz und Weltmusik.

Sönke Meinen

Seit er auf der Bühne steht, war er Preisträger diverser Wettbewerbe, im Jahre 2016 gleich bei zwei der renommiertesten weltweit: als Gewinner des „Guitar Masters“-Wettbewerbs und Sponsoring-Preisträger des „European Guitar Awards“. Gitarrenlegende Tommy Emmanuel nennt ihn „einen der kreativsten Gitarristen der aktuellen Gitarrenszene“. Sönke Meinen wurde 1991 in Aurich/Ostfriesland geboren. Nachdem er in seiner Jugend Unterricht bei dem Gitarristen Emile Joseph erhielt, studierte er bei den renommierten Musikern Thomas Fellow, Stephan Bormann und Reentko Dirks an der Hochschule für Musik in Dresden. Heute spielt Meinen Konzerte auf der ganzen Welt; weiters führten und führen ihn Tourneen u. a. nach Australien und China.
Neben seinen Solokonzerten steht Meinen regelmäßig mit Jazzgitarrist Philipp Wiechert, dem dänischen Violinenvirtuosen Bjarke Falgren oder Jazzsängerin Anna-Lucia Rupp auf der Bühne.

Mehr Informationen unter www.saitenspiele.com

Mehr Konzerte und Veranstaltungen in der Region gibt es hier

Blick ins neue Museum Wattens

Wattens ist ein Ort, an dem Menschen von jeher großartige Ideen umsetzen konnten. Seien es die Pioniere von Wattenspapier, die seit Mitte des 16. Jahrhunderts hier ihre  Papier-Spezialprodukte, vor allem Zigarettenpapier und Teebeutel herstellen, oder Daniel Swarovski, der im späten 19. Jahrhundert perfekte Voraussetzungen für die Produktion seiner Kristalle fand.

Anfang Oktober hat jetzt ein Museum eröffnet, dass die Geschichte der Marktgemeinde und der Region, seiner Menschen und der Entwicklung der Industriebetriebe erlebbar macht – und weiter Geschichte schreibt: Das Museum Wattens.

(c)Lukas Schmied

Streifzug durch Wattener Lebenswelten

Ein Museum, das gar nicht so viel mit dem klassischen Museumsbegriff zu tun haben will: Mehr ein “Kulturkraftwerk” soll es werden, ein Ort, in dem sich Menschen begegnen, Kultur erleben, aber auch von sich erzählen und so selbst Neues schaffen. Eine gute Voraussetzung dafür bildet der Standort des Museums: Direkt im Dorfzentrum gelegen, öffnet es sich bewusst auch für Vorbeigehende. Den kommunikativen Aspekt unterstreicht der Infopoint des Tourismusverbands der Region Hall-Wattens – hier können sich UrlauberInnen und Reisende Information abholen.

“Wunderkammer” Wattens

Der Wunderkammerbegriff, der in Wattens durch die Swarovski Kristallwelten wesentlich geprägt wurde, findet auch im Museum Wattens Verwendung. Hier ist die Wunderkammer das Herzstück des Museums, der gläserne Faden, der sich von unten bis oben durch die Räumlichkeiten zieht und diese verbindet.

Kostbare Exponate finden ihren Platz in der gläsernen “Wunderkammer”.

Wattens erleben auf drei Stockwerken

Im Erdgeschoss prägt der Begriff “Heimat” in vielen Ausprägungen das Museum. Der Begriff, oft recht widersprüchlich besetzt, ist einer, der für den Ort Wattens eine große Rolle spielt. So nannten sschon die Siedelnden in der Eisenzeit die Felder und Böden in Wattens ihre “Heimat”, heute sind es Menschen aus aller Welt, die diesen Begriff für sich neu definieren wollen und müssen.

WattenerInnen sprechen über den Begriff “Heimat”.

Im ersten Obergeschoss wird in neun Episoden vom Ort Wattens erzählt – aus verschiedenen Zeitaltern und verschiedenen Perspektiven, mit Exponaten, die einen schmunzeln, staunen und nachdenken lassen.

Habt ihr etwa schon einmal eine Sockenstrickmaschine gesehen?

Sockenstrickmaschine

Dabei kommen WattenerInnen auch aus längst vergangenen Tagen zu Wort – eine spannende Zeitreise. Berührend ist der Fokus auf Einzelschicksale, wie dem Mädchen Berta, dass mit seiner Familie aus Böhmen nach Wattens kam und hier eine neue Heimat fand.

Auch das Thema “Tourismus” wird beleuchtet, früher noch Fremdenverkehr genannt. Was heute viele nicht mehr wissen: Wattens war im 19. und 20. Jahrhundert ein äußerst beliebter Ort für die klassische Sommerfrische – und ein Wattener Mitbegründer der ersten Landes-Tourismusorganisation Tirols vor fast 130 Jahren!

Übliche Ausstattung eines Fremdenzimmers

Das zweite Obergeschoss schließlich ist experimentell angelegt: Das “Laboratorium” kann für Veranstaltungen angemietet werden, außerdem finden hier das Archivregal und der oberste Teil der gläsernen Wunderkammer Platz. Hier gibt es bewusst Platz für neue Ideen, für offenen Austausch und Kreativität, die in der Geschichte wurzelt.

Das “Laboratorium” ist bewusst reduziert gestaltet. (c)Museum Wattens

Fazit: Das neue Museum Wattens bietet einen unglaublich vielfältigen Querschnitt der Geschichte von Wattens – vor allem aber wird ein Besuch interessant, wenn man sich auf die spannend erzählten Geschichten der Menschen, die dort zu Wort kommen, einlässt.

Info Museum Wattens

Öffnungszeiten:

Dienstag–Sonntag: 10–17 Uhr
Montag geschlossen

An folgenden Tagen gelten geänderte Öffnungszeiten oder ist das Museum Wattens geschlossen: 1. November, 24./25./26. Dezember, 1. Jänner

Eintrittspreise: Erwachsene € 6.-, mit der Gästekarte “Schatzkarte” € 4,50.-, Kombiticket Museum Wattens und Swarovski Kristallwelten € 21.-, Kinder bis 18 Jahre und Freizeitticket Tirol-Inhabende kostenlos.

Kontakt:

Museum Wattens
Innsbrucker Straße 2
6112 Wattens
www.museum-wattens.com
hallo@museum-wattens.com

rundumTHAUR: Neue Ausstellung im Romediwirt

Im Romediwirt in Thaur kann man nicht nur ausgezeichnet essen und trinken – seit kurzem ergänzt eine interessante neue Ausstellung die Vorzüge des Ausflugsgasthofes: “rundumTHAUR”.

Im Obergeschoss des neu erbauten Gebäudes wandert man in abwechslungsreich gestalteten Räumlichkeiten durch 6000(!) Jahre Siedlungsgeschichte in Thaur, zur Thaurer Burg und dem Dorfpatron von Thaur, dem Heiligen Romedius. Außerdem erfährt man mehr über die geheimnisvollen Eulen, die das Gebiet “rundumTHAUR” besiedeln.

6000 Jahre Menschen in Thaur

Schon in der Jungsteinzeit war Thaur ein beliebter Siedlungsraum. Besonders interessant, aber auch berührend ist zu sehen, dass die Menschen schon in frühen Zeiten Freude an Dingen wie Schmuck, Zierbeschlägen oder schön verzierten Ofenkacheln hatten.

Auch weniger friedliche Gegenstände sind ausgestellt, wie zum Beispiel das Panzerhemd eines Ritters aus dem Mittelalter.

500 Jahre altes Panzerhemd

Besonders interessant sind auch die Mauerreste einer vermutlich ottonischen Burganlage am Kiechlberg, die über 1000 Jahre alt ist. Es dürfte sich hier überhaupt um die erste Burganlage im gesamten Tiroler Raum handeln.

Einer, der auf  Bären reitet

Der Heilige Romedius ist der Sage nach auf einem Bären nach Trient geritten.

Der Heilige Romedius ist in Thaur allgegenwärtig. Nicht nur als Dorfpatron, der der Legende nach auf einem wilden Bären zum Bischof von Trient gereist ist, sondern auch als Namensgeber für die zahlreichen “Romeds” des Dorfes. Der für viele speziell klingende Vorname wird in dieser Häufigkeit nur in diesem Ort gegeben – aber dafür seit Generationen! In der Ausstellung wird kurzweilig erklärt, was es mit dem Heiligen Romedius auf sich hat und vor allem, wieso er trotz intensiver Recherchen stets ein Mysterium bleiben wird.

Bereits im 17. Jahrhundert wurde ausführlich über den Dorfheiligen berichtet.

Es “uhut” im Karwendel

Der Naturpark Karwendel hat die Gestaltung des Schwerpunktes “Eulen” übernommen, von denen es rund um den Gasthof und im gesamten Gebiet des Naturparks sehr viele gibt. Dabei gibt es auch erfreuliche Nachrichten: Wusstet ihr, dass sich der Bestand von der größten heimischen Eule, dem Uhu, wieder erholt hat? Er gilt zurzeit nicht mehr als gefährdet. Dies ist umfangreichen Schutzbemühungen zu verdanken.

Der grimmige Blick täuscht: Die Population des Uhus in Österreich hat sich zum Glück wieder erholt.

Interaktiver Outdoor-Rundgang

Die Entdeckungsreise kann im Freien fortgesetzt werden: Hier geht man mithilfe einer kostenlosen “rundumTHAUR” – Smartphone-App auf eine vertiefende Entdeckungsreise zu den Themen, die im Schauraum präsentiert werden. Kindern erklärt der lustige “Knappe Kunibert”, was auf der Burg damals alles passiert ist.

Info zur Ausstellung “rundumTHAUR” im Obergeschoss des Romediwirts

Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Barrierefreier Eingang auf der Hinterseite des Hauses

Eintritt kostenlos

 

Haller Rathaus – Luft schnuppern

Wie schaut das Haller Rathaus von innen aus? Wo arbeitet die Bürgermeisterin? Und wer ist Sigmund der Münzreiche? Diese Fragen werden am Samstag, den 17. März 2018 beim Tag der Offenen Rathaustür in Hall in Tirol beantwortet.

Haller Rathaus

Haller Rathaus

Rathaus mit lebendiger Geschichte

Das historische Rathaus der Stadt Hall blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Das betrifft sowohl die baulichen Einflüsse der verschiedenen Epochen, als auch die Funktionen des Gebäudes. Und besonders die Menschen, die dieses Rathaus geprägt haben. Einer alten Tradition der Gastfreundschaft folgend, lädt Bürgermeisterin Dr. Eva Maria Posch am Samstag, 17. März 2018, herzlich zur Besichtigung des Rathauses ein. Die historischen Räumlichkeiten sind an diesem Tag frei oder mit Führung zugänglich.

Sigmund mit dem vielen Geld

Christof Habringer alias Sigmund freigestellt

Erzherzog Sigmund (geb. 1427, gest. 1496), auch „der Münzreiche“ genannt, war mit der Stadt Hall auf besondere Weise verbunden. Seine Saline (=Salzstätte) lag nahe der Stadt, Hall war militärisches Bollwerk und politsches Zentrum, es wurden hier Silbermünzen mit Silber aus Schwaz geprägt und auch seine bedeutende Münzreform ist untrennbar mit Hall in Tirol verbunden.

Außerdem sorgte Sigmund mit seinem Schaffen für eine Blütezeit der Stadt: In kaum einer nachfolgenden Epoche erlebte sie einen Bauboom wie in den Jahrzehnten seiner Regentschaft. Wohl in keiner nachfolgenden Epoche hat die Stadt auch mehr in ihre Infrastruktur investiert. Es wurden zum Beispiel die Gassen gepflastert, die Wasserversorgung ausgebaut und auch die Stadt umfassend befestigt.

Zu dieser Zeit erhielt auch das Rathaus seine heutige Gestalt. Hier feierte der Landesfürst nicht nur manches Fest, auch wird zu solchen Anlässen manch weitreichende Entscheidung gefallen sein.

Vortrag über Sigmund und das Rathaus

Mehr über Sigmund den Münzreichen und die wechselvolle Historie des Haller Rathauses erfährt man am Samstag, 17. März. Weiter informieren bei den Führungen Stadthistoriker Mag. Dr. Alexander Zanesco und Mag.a Sonja Fabian vom Stadtmuseum Hall.

Wer das Rathaus lieber auf eigene Faust erkunden will, dem stehen Schautafeln mit allerlei Wissenswertem als Hilfestellung zur Verfügung. Außerdem kann man selbst eine Münze auf einer historischen Prägevorrichtung (Hammerprägung) eigenhändig prägen.

Offene Rathaustür am Samstag, den 17. März 2018 von 9 bis 14 Uhr
Die historischen Räumlichkeiten des Rathauses sind frei und mit Führung zugänglich.

Kostenlose Führungen: 10 / 11 / 12 / 13 Uhr (Treffpunkt im Innenhof des Rathauses)

 

Vor Ort: Die neuen Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten

Die Swarovski Kristallwelten haben den permanenten Anspruch an sich selbst, sich stetig zu erneuern und zu verändern. So ist es auch jetzt, “nur” zweieinhalb Jahre nach der großen Erweiterung, für sie an der Zeit gewesen, vier der sogenannten “Wunderkammern” neu zu gestalten.

Für diesen Job mit ins Boot geholt haben sie namhafte Künstler aus der ganzen Welt. Wir haben uns vor Ort für euch die neuen Wunderkammern angesehen.

Manish Arora – Stardesigner aus Indien

Das das Funkeln und Glitzern der Kristalle Manish Arora immer wieder inspiriert, hat er in zahlreichen Kooperationen mit Swarovski immer wieder bewiesen.Manish Arora1

Die Zusammenarbeit mit ihm funktioniert seit jeher sehr gut. Nun wurde er eingeladen, eine der neuen Wunderkammern zu gestalten.

Seine Werke sind schrill, leuchtend, farbenprächtig, aber eines ganz sicher nie: langweilig. Außerdem konzentriert er sich auf ein Thema, das auf der ganzen Welt Bedeutung hat: Liebe.

Manish Arora 2

In seiner Wunderkammer funkeln zahllose Liebesbotschaften auf der Fassade eines indischen Tempels, dazu läuft fröhliche indische Musik.

André Heller: Ein Visionär für den Frieden

André Heller ist bekannt dafür, sich kritisch mit Themen des Zeitgeistes auseinanderzusetzen. In seiner neuen Wunderkammer erwartet den Besucher ein Wow-Effekt: zahlreiche weltberühmte Friedensstifter treten als lebensechtes Hologramm auf die virtuelle Bühne und sprechen zum Thema Frieden.

 Sie lädt Besucher ein, für einen Moment innezuhalten, über das Leben nachzudenken und darüber, wie jeder einzelne einen Beitrag zum Frieden leisten kann.

Andre Heller 1

Innovative Projektionstechniken machen es möglich, dass Besucher lebensgroße Hologramme von Menschen treffen, die den Friedensnobelpreis erhielten oder ihr Leben dem wichtigen Thema Frieden gewidmet haben. Dazu gehören Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Albert Einstein und Rigoberta Menchú. Außerdem sind Bertha von Suttner, Pablo Picasso, Nelson Mandela, John Lennon und Yoko Ono dabei.

Arik Levy: EmotionalFormation

Arik Levy hat bereits vor einigen Jahren die Wunderkammer mit dem Namen “Transparente Opazität” bespielt. Nun hat er sie ergänzt. Er schafft mit “EmotionalFormation” ein Labyrinth, in dem man laufend neue Perspektiven und Strukturen entdeckt. Danach tritt man in das strahlende Weiß der Transparenten Opazität.

 Erik Levy 2

Fernando Romero: Die Faszination der Sonne

Außerdem schuf der mexikanische Stararchitekt Fernando Romero eine Wunderkammer rund um sein Kunstwerk El Sol. Hier dreht sich alles um die Beziehung des Menschen zur Sonne. 2.880 maßgefertigte Swarovski Kristalle formen eine Kugel, die exakt eine Milliarde Mal kleiner ist als der zentrale Himmelskörper. Weiters leuchtet aus der Kugel heraus  eine weitere, aus LED’s bestehende Kugel.

Romero_sun

Inspirieren ließ sich Fernando Romero von der bedeutsamen Geometrie der Azteken- und Maya-Pyramiden und schuf so eine Hommage auf das kulturelle Erbe seines Heimatlandes Mexiko. Gleichzeitig setzte er auf moderne Technologien als Grundlage für El Sol. So dauerten Design und Entwicklung drei Monate, bevor Techniker die Entwürfe in mehr als 350 Arbeitsstunden umsetzten.

Tipp: Winterpavillon von Tord BoontjeTord Boontje 3

Die neuen Wunderkammern haben mir sehr gut gefallen. Aber richtig in Vorweihnachtsstimmung bin ich im Winterpavillon von Tord Boontje gekommen.

Tord Boontje 2

Der Pavillon steht auf dem Freigelände der Kristallwelten.

Tord Boontje 1

Alle Infos zu den Swarovski Kristallwelten findet ihr hier.

Wiesenrock geht in die 10. Runde

(Gastbeitrag)- Angefangen hat alles 2007. Damals wollten vier junge Wattener mit einer angemessenen Feier Abschied nehmen von der geliebten Volksschulwiese. Ein Ort, den auch heute noch viele Menschen mit schönen Erinnerungen verbinden. Es wurde in Wattens ein nettes, kleines Fest auf die Beine gestellt. Die vier jungen Leute nennten das das ganze Wiesenrock. freitagswiese_(c)_thomas_schrott

Aus einmaligem Anlass als einmalige Veranstaltung geplant, gab es 2008 kein Festival. Schnell war jedoch klar, dass es mit diesem Projekt weitergehen muss. Darum wurde der Kulturverein Grammophon gegründet.

Heute – 10 Jahre später – ist Wiesenrock immer noch klein und fein. Ein Festival, das den Ortskern mit frischen Rhythmen und detailverliebtem Charme beseelt. Aus einer einmalig geplanten Abschiedsfeier wurde jedoch ein gemeinnütziges und nachhaltiges Musik-, Kunst- und Kulturfestival mit stetig zunehmender Strahlkraft, an dem über 100 junge Menschen mitwirken.

Wenn heute Wiesenrock passiert, geht es mittlerweile um mehr als gute Laune und gute Musik. Das Festival wurde zunehmend zum Ausdrucksmittel von jungen Menschen, die Initiative ergreifen, um ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten, sich einzubringen und den eigenen Aktionsradius für gesellschaftliche Mitbestimmung zu nutzen. Es ist ihr Knotenpunkt, der sie mit ihrer Heimatgemeinde verbindet.

linde_(c)_david_innerhofer

Wiesenrock schaffte somit Raum für spannende regionale KünstlerInnen und gestaltete ein Kulturprogramm, das berührt und Spuren hinterlässt.

Zur heurigen Feier des Zehnjahresjubiläums, am 11. und 12. August 2017, möchten die WiesenrockerInnen all das hochleben lassen. Es wird bestimmt wieder ein unvergessliches Erlebnis. Wir freuen uns jetzt schon auf erneute schwingende Hüften, fröhliche Stunden und strahlende Gesichter.

stroh_(c)_miriam_raneburger

Das Wiesenrock Lineup 2017:

Freitag 11.8.2017

Voodoo Jürgens

Voodoo Jürgens hat sich einen Fahrschein für jene Bim gekauft, die in die erste Liga österreichischen Pops fährt, ohne dabei Fendrich, Gabalier oder „tiafen Schmäh“-Pop im Sinn zu haben.voodoo_01
Mother’s Cake

„Psychedelisch, progressiv, düster und absolut tanzbar und funky“ (Eclipsed Magazin)

mothers_cake_03
Scheibsta & die Buben

Die Salzburger Band rund um den charismatischen Frontmann Scheibsta bildet eine willkommene und erfrischende Abwechslung in der heimischen Musiklandschaft.

scheibsta
Vormärz

Untermalt von Indie-Pop, Synthie-Klängen und Post-Punk-Facetten, wird hier goldenes Glitter verstreut, während man mit einem Schiff die Donau entlang segelt und Tiefkühlpizza isst. Im Neoprenanzug.

vormaerz

Samstag 12.8.2017
Garish

Man fühlt sich erwischt, erkannt, angesprochen. Der täglich
steigenden Ungewissheit, was die Zukunft alles mit sich bringen wird, lässt sich trotz düsterer Prognosen, Vorzeichen und Symbole nur mit Schritten nach vorn begegnen. In diesem Sinne: Komm, schwarzer Kater.

garish_01_c_andreas_jakwerth
Lilla
lilla: das ist verträumter, befreiend-melancholischer Pop. Das sind schwebende Gitarren, Drums und elektronische Sounds.lilla_c_daniela_gugler

Lola Marsh

Irgendwo zwischen Fleet Foxes und Ennio Morricone legte das Duo einen sensationellen Start auf internationalen Bühnen hin.

lola_marsh_01
Mainfelt

Folk Rock aus dem schönen Meraner Umland, von einer der erfolgreichsten Bands Südtirols.

mainfelt_01_c_joe_hoelzl-1
Yalta Club

Zwischen„Melancholia“ (Lars von Trier) und „La Route“ (Cormac de McCarthy), malt Yalta Club das Testament- Album einer abgestumpften menschlichen Gesellschaft, die auf einem Altar der Maßlosigkeit geopfert wurde – Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

yalta_club_c_chemsedine_herriche
Lilla

lilla: das ist verträumter, befreiend-melancholischer Pop. Das sind schwebende Gitarren, Drums und elektronische Sounds.

lilla_c_daniela_gugler

Fasnachtsumzug in Absam

Am Sonntag beim großen Fasnachtsumzug in Absam war ich als bekennender Faschingsfan natürlich dabei -und habe ein paar Bilder mitgebracht:

Danach haben wir Hunger und Durst ….. auf zum Patschenball ! Juchuhui !! 🙂