Saitenspiele 2018: Gitarrenklänge in der Burg Hasegg

Konzerterlebnisse im stilvollen Ambiente der Burg Hasegg

Das Musikfestival „Saitenspiele“ feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Es ist klein, fein, und stets auf das Kernthema reduziert: Die „Geheimnisse der Gitarre“.

Diese Geheimnisse sind vielfältig, man erleben akustische Gitarrenmusik in ihrem breiten Spektrum unterschiedlichster Stile und Besetzungen. In den Räumlichkeiten der Burg Hasegg finden sich dafür optimale akustische Verhältnisse sowie ein stilvoller Rahmen. Zwischen September und November finden drei unterschiedlich gestaltete Konzertabende statt. Jeder Abend bietet ein eigenständiges Programm und eine neue Besetzung.

Durch die unterschiedlichen Herkünfte und Traditionen der eingeladenen Künstler ist es gelungen ein sehr abwechslungsreiches Programm zu erstellen, das unerhörte Hörerlebnisse bietet.

Das Programm der Saitenspiele im Überblick

Konzert 1: SFERRAINA
Alte Musik mit modernem Horizont

Freitag, 9.November 2018, 20 Uhr
David Bergmüller – Laute, Barockgitarre, Theorbe
Tobias Steinberger – Rahmentrommeln

​Gegründet 2012, hat sich das Ensemble sferraina ganz dem Ziel verschrieben, alte Musik zeitgenössisch aufzuführen und mit einem modernen Horizont zu kontrastieren. Das Repertoire reicht dabei von den Instrumentalisten Giovanni Girolamo Kapsperger und Alessandro Piccinini bin hin zu den den frühbarocken Singer-Songwritern Benedetto Ferrari, Stefano Landi, Tarquinio Merula &c.

Sferraina

Die beiden Musiker Tobias Steinberger (Percussion) und David Bergmüller (Chitarrone) treten abwechselnd gemeinsam oder im Trio mit der Sängerin Tehila Nini Goldstein auf, die zu der dargebotenen Musik die textliche Ebene einfließen lässt. sferraina eröffnet in seiner Performance einen entrückenden Klangraum zwischen vergangenen Epochen und Gegenwart. Das Spannungsfeld der Darbietung Alter Musik in einem modernen Rahmen wird mit jedem Stück neu aufgespannt, die Frage nach Echtheit immer wieder neu gestellt: Was bedeutet es, Alte Musik zu spielen? Kann diese originalgetreu dargebracht werden, und was heißt das überhaupt? Macht es Sinn, von „richtigen“ und „falschen“ Interpretationen zu sprechen? sferraina stellt sich diesen Fragen, und wird versuchen, sie zu beantworten –  mit außergewöhnlich feinsinniger, irritierender und berauschender Musik.

Konzert 2: STRINGTANGO
argentinische Musik raffiniert gewürzt
Freitag, 16.November 2018, 20 Uhr

Florian Wilscher – Violine
Martin Wesely – Gitarre

Una Zamba in Ottakring, ein Heuriger in Misiones – das andere Argentinien. Unfug? – Travesuras! Gubitsch, Ramirez, Areco – das sind die Hauptzutaten. Eine Prise Jazz, ein Löfferl Kreisler (der Fritz!), ein Hauch Nostalgie und ein Zipferl Gitarrenrock.

Stringtango

In eigenen, raffiniert gewürzten Arrangements kreieren Florian Wilscher (Violine) und Martin Wesely (Gitarre) eine Klangwelt. Diese lassen trotz stilistischer Unterschiede und musikalischer Eigenständigkeit der einzelnen Werke ein homogenes und dennoch vielgestaltiges Ganzes entstehen. Konzerte führen sie um den ganzen Globus, u.a. ins Teatro Colon de Buenos Aires, ins Radiokulturhaus Wien, ins Porgy & Bess, ins Austrian Cultural Forum New York sowie zu diversen Festivals. Außerdem dokumentieren CD-Produktionen und Rundfunkauftritte ihren musikalischen Weg.

Konzert 3:  „SÖNKE MEINEN“

Fingerstyle up to date
Mittwoch, 21.November 2018, 20 Uhr

Sönke Meinen hat sich mit seiner Musik bereits in jungen Jahren in der nationalen und internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Er verbindet virtuosen Fingerstyle mit Einflüssen aus klassischer Konzertmusik, Jazz und Weltmusik.

Sönke Meinen

Seit er auf der Bühne steht, war er Preisträger diverser Wettbewerbe, im Jahre 2016 gleich bei zwei der renommiertesten weltweit: als Gewinner des „Guitar Masters“-Wettbewerbs und Sponsoring-Preisträger des „European Guitar Awards“. Gitarrenlegende Tommy Emmanuel nennt ihn „einen der kreativsten Gitarristen der aktuellen Gitarrenszene“. Sönke Meinen wurde 1991 in Aurich/Ostfriesland geboren. Nachdem er in seiner Jugend Unterricht bei dem Gitarristen Emile Joseph erhielt, studierte er bei den renommierten Musikern Thomas Fellow, Stephan Bormann und Reentko Dirks an der Hochschule für Musik in Dresden. Heute spielt Meinen Konzerte auf der ganzen Welt; weiters führten und führen ihn Tourneen u. a. nach Australien und China.
Neben seinen Solokonzerten steht Meinen regelmäßig mit Jazzgitarrist Philipp Wiechert, dem dänischen Violinenvirtuosen Bjarke Falgren oder Jazzsängerin Anna-Lucia Rupp auf der Bühne.

Mehr Informationen unter www.saitenspiele.com

Mehr Konzerte und Veranstaltungen in der Region gibt es hier

Blick ins neue Museum Wattens

Wattens ist ein Ort, an dem Menschen von jeher großartige Ideen umsetzen konnten. Seien es die Pioniere von Wattenspapier, die seit Mitte des 16. Jahrhunderts hier ihre  Papier-Spezialprodukte, vor allem Zigarettenpapier und Teebeutel herstellen, oder Daniel Swarovski, der im späten 19. Jahrhundert perfekte Voraussetzungen für die Produktion seiner Kristalle fand.

Anfang Oktober hat jetzt ein Museum eröffnet, dass die Geschichte der Marktgemeinde und der Region, seiner Menschen und der Entwicklung der Industriebetriebe erlebbar macht – und weiter Geschichte schreibt: Das Museum Wattens.

(c)Lukas Schmied

Streifzug durch Wattener Lebenswelten

Ein Museum, das gar nicht so viel mit dem klassischen Museumsbegriff zu tun haben will: Mehr ein „Kulturkraftwerk“ soll es werden, ein Ort, in dem sich Menschen begegnen, Kultur erleben, aber auch von sich erzählen und so selbst Neues schaffen. Eine gute Voraussetzung dafür bildet der Standort des Museums: Direkt im Dorfzentrum gelegen, öffnet es sich bewusst auch für Vorbeigehende. Den kommunikativen Aspekt unterstreicht der Infopoint des Tourismusverbands der Region Hall-Wattens – hier können sich UrlauberInnen und Reisende Information abholen.

„Wunderkammer“ Wattens

Der Wunderkammerbegriff, der in Wattens durch die Swarovski Kristallwelten wesentlich geprägt wurde, findet auch im Museum Wattens Verwendung. Hier ist die Wunderkammer das Herzstück des Museums, der gläserne Faden, der sich von unten bis oben durch die Räumlichkeiten zieht und diese verbindet.

Kostbare Exponate finden ihren Platz in der gläsernen „Wunderkammer“.

Wattens erleben auf drei Stockwerken

Im Erdgeschoss prägt der Begriff „Heimat“ in vielen Ausprägungen das Museum. Der Begriff, oft recht widersprüchlich besetzt, ist einer, der für den Ort Wattens eine große Rolle spielt. So nannten sschon die Siedelnden in der Eisenzeit die Felder und Böden in Wattens ihre „Heimat“, heute sind es Menschen aus aller Welt, die diesen Begriff für sich neu definieren wollen und müssen.

WattenerInnen sprechen über den Begriff „Heimat“.

Im ersten Obergeschoss wird in neun Episoden vom Ort Wattens erzählt – aus verschiedenen Zeitaltern und verschiedenen Perspektiven, mit Exponaten, die einen schmunzeln, staunen und nachdenken lassen.

Habt ihr etwa schon einmal eine Sockenstrickmaschine gesehen?

Sockenstrickmaschine

Dabei kommen WattenerInnen auch aus längst vergangenen Tagen zu Wort – eine spannende Zeitreise. Berührend ist der Fokus auf Einzelschicksale, wie dem Mädchen Berta, dass mit seiner Familie aus Böhmen nach Wattens kam und hier eine neue Heimat fand.

Auch das Thema „Tourismus“ wird beleuchtet, früher noch Fremdenverkehr genannt. Was heute viele nicht mehr wissen: Wattens war im 19. und 20. Jahrhundert ein äußerst beliebter Ort für die klassische Sommerfrische – und ein Wattener Mitbegründer der ersten Landes-Tourismusorganisation Tirols vor fast 130 Jahren!

Übliche Ausstattung eines Fremdenzimmers

Das zweite Obergeschoss schließlich ist experimentell angelegt: Das „Laboratorium“ kann für Veranstaltungen angemietet werden, außerdem finden hier das Archivregal und der oberste Teil der gläsernen Wunderkammer Platz. Hier gibt es bewusst Platz für neue Ideen, für offenen Austausch und Kreativität, die in der Geschichte wurzelt.

Das „Laboratorium“ ist bewusst reduziert gestaltet. (c)Museum Wattens

Fazit: Das neue Museum Wattens bietet einen unglaublich vielfältigen Querschnitt der Geschichte von Wattens – vor allem aber wird ein Besuch interessant, wenn man sich auf die spannend erzählten Geschichten der Menschen, die dort zu Wort kommen, einlässt.

Info Museum Wattens

Öffnungszeiten:

Dienstag–Sonntag: 10–17 Uhr
Montag geschlossen

An folgenden Tagen gelten geänderte Öffnungszeiten oder ist das Museum Wattens geschlossen: 1. November, 24./25./26. Dezember, 1. Jänner

Eintrittspreise: Erwachsene € 6.-, mit der Gästekarte „Schatzkarte“ € 4,50.-, Kombiticket Museum Wattens und Swarovski Kristallwelten € 21.-, Kinder bis 18 Jahre und Freizeitticket Tirol-Inhabende kostenlos.

Kontakt:

Museum Wattens
Innsbrucker Straße 2
6112 Wattens
www.museum-wattens.com
hallo@museum-wattens.com

rundumTHAUR: Neue Ausstellung im Romediwirt

Im Romediwirt in Thaur kann man nicht nur ausgezeichnet essen und trinken – seit kurzem ergänzt eine interessante neue Ausstellung die Vorzüge des Ausflugsgasthofes: „rundumTHAUR“.

Im Obergeschoss des neu erbauten Gebäudes wandert man in abwechslungsreich gestalteten Räumlichkeiten durch 6000(!) Jahre Siedlungsgeschichte in Thaur, zur Thaurer Burg und dem Dorfpatron von Thaur, dem Heiligen Romedius. Außerdem erfährt man mehr über die geheimnisvollen Eulen, die das Gebiet „rundumTHAUR“ besiedeln.

6000 Jahre Menschen in Thaur

Schon in der Jungsteinzeit war Thaur ein beliebter Siedlungsraum. Besonders interessant, aber auch berührend ist zu sehen, dass die Menschen schon in frühen Zeiten Freude an Dingen wie Schmuck, Zierbeschlägen oder schön verzierten Ofenkacheln hatten.

Auch weniger friedliche Gegenstände sind ausgestellt, wie zum Beispiel das Panzerhemd eines Ritters aus dem Mittelalter.

500 Jahre altes Panzerhemd

Besonders interessant sind auch die Mauerreste einer vermutlich ottonischen Burganlage am Kiechlberg, die über 1000 Jahre alt ist. Es dürfte sich hier überhaupt um die erste Burganlage im gesamten Tiroler Raum handeln.

Einer, der auf  Bären reitet

Der Heilige Romedius ist der Sage nach auf einem Bären nach Trient geritten.

Der Heilige Romedius ist in Thaur allgegenwärtig. Nicht nur als Dorfpatron, der der Legende nach auf einem wilden Bären zum Bischof von Trient gereist ist, sondern auch als Namensgeber für die zahlreichen „Romeds“ des Dorfes. Der für viele speziell klingende Vorname wird in dieser Häufigkeit nur in diesem Ort gegeben – aber dafür seit Generationen! In der Ausstellung wird kurzweilig erklärt, was es mit dem Heiligen Romedius auf sich hat und vor allem, wieso er trotz intensiver Recherchen stets ein Mysterium bleiben wird.

Bereits im 17. Jahrhundert wurde ausführlich über den Dorfheiligen berichtet.

Es „uhut“ im Karwendel

Der Naturpark Karwendel hat die Gestaltung des Schwerpunktes „Eulen“ übernommen, von denen es rund um den Gasthof und im gesamten Gebiet des Naturparks sehr viele gibt. Dabei gibt es auch erfreuliche Nachrichten: Wusstet ihr, dass sich der Bestand von der größten heimischen Eule, dem Uhu, wieder erholt hat? Er gilt zurzeit nicht mehr als gefährdet. Dies ist umfangreichen Schutzbemühungen zu verdanken.

Der grimmige Blick täuscht: Die Population des Uhus in Österreich hat sich zum Glück wieder erholt.

Interaktiver Outdoor-Rundgang

Die Entdeckungsreise kann im Freien fortgesetzt werden: Hier geht man mithilfe einer kostenlosen „rundumTHAUR“ – Smartphone-App auf eine vertiefende Entdeckungsreise zu den Themen, die im Schauraum präsentiert werden. Kindern erklärt der lustige „Knappe Kunibert“, was auf der Burg damals alles passiert ist.

Info zur Ausstellung „rundumTHAUR“ im Obergeschoss des Romediwirts

Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Barrierefreier Eingang auf der Hinterseite des Hauses

Eintritt kostenlos

 

Haller Rathaus – Luft schnuppern

Wie schaut das Haller Rathaus von innen aus? Wo arbeitet die Bürgermeisterin? Und wer ist Sigmund der Münzreiche? Diese Fragen werden am Samstag, den 17. März 2018 beim Tag der Offenen Rathaustür in Hall in Tirol beantwortet.

Haller Rathaus

Haller Rathaus

Rathaus mit lebendiger Geschichte

Das historische Rathaus der Stadt Hall blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Das betrifft sowohl die baulichen Einflüsse der verschiedenen Epochen, als auch die Funktionen des Gebäudes. Und besonders die Menschen, die dieses Rathaus geprägt haben. Einer alten Tradition der Gastfreundschaft folgend, lädt Bürgermeisterin Dr. Eva Maria Posch am Samstag, 17. März 2018, herzlich zur Besichtigung des Rathauses ein. Die historischen Räumlichkeiten sind an diesem Tag frei oder mit Führung zugänglich.

Sigmund mit dem vielen Geld

Christof Habringer alias Sigmund freigestellt

Erzherzog Sigmund (geb. 1427, gest. 1496), auch „der Münzreiche“ genannt, war mit der Stadt Hall auf besondere Weise verbunden. Seine Saline (=Salzstätte) lag nahe der Stadt, Hall war militärisches Bollwerk und politsches Zentrum, es wurden hier Silbermünzen mit Silber aus Schwaz geprägt und auch seine bedeutende Münzreform ist untrennbar mit Hall in Tirol verbunden.

Außerdem sorgte Sigmund mit seinem Schaffen für eine Blütezeit der Stadt: In kaum einer nachfolgenden Epoche erlebte sie einen Bauboom wie in den Jahrzehnten seiner Regentschaft. Wohl in keiner nachfolgenden Epoche hat die Stadt auch mehr in ihre Infrastruktur investiert. Es wurden zum Beispiel die Gassen gepflastert, die Wasserversorgung ausgebaut und auch die Stadt umfassend befestigt.

Zu dieser Zeit erhielt auch das Rathaus seine heutige Gestalt. Hier feierte der Landesfürst nicht nur manches Fest, auch wird zu solchen Anlässen manch weitreichende Entscheidung gefallen sein.

Vortrag über Sigmund und das Rathaus

Mehr über Sigmund den Münzreichen und die wechselvolle Historie des Haller Rathauses erfährt man am Samstag, 17. März. Weiter informieren bei den Führungen Stadthistoriker Mag. Dr. Alexander Zanesco und Mag.a Sonja Fabian vom Stadtmuseum Hall.

Wer das Rathaus lieber auf eigene Faust erkunden will, dem stehen Schautafeln mit allerlei Wissenswertem als Hilfestellung zur Verfügung. Außerdem kann man selbst eine Münze auf einer historischen Prägevorrichtung (Hammerprägung) eigenhändig prägen.

Offene Rathaustür am Samstag, den 17. März 2018 von 9 bis 14 Uhr
Die historischen Räumlichkeiten des Rathauses sind frei und mit Führung zugänglich.

Kostenlose Führungen: 10 / 11 / 12 / 13 Uhr (Treffpunkt im Innenhof des Rathauses)

 

Vor Ort: Die neuen Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten

Die Swarovski Kristallwelten haben den permanenten Anspruch an sich selbst, sich stetig zu erneuern und zu verändern. So ist es auch jetzt, „nur“ zweieinhalb Jahre nach der großen Erweiterung, für sie an der Zeit gewesen, vier der sogenannten „Wunderkammern“ neu zu gestalten.

Für diesen Job mit ins Boot geholt haben sie namhafte Künstler aus der ganzen Welt. Wir haben uns vor Ort für euch die neuen Wunderkammern angesehen.

Manish Arora – Stardesigner aus Indien

Das das Funkeln und Glitzern der Kristalle Manish Arora immer wieder inspiriert, hat er in zahlreichen Kooperationen mit Swarovski immer wieder bewiesen.Manish Arora1

Die Zusammenarbeit mit ihm funktioniert seit jeher sehr gut. Nun wurde er eingeladen, eine der neuen Wunderkammern zu gestalten.

Seine Werke sind schrill, leuchtend, farbenprächtig, aber eines ganz sicher nie: langweilig. Außerdem konzentriert er sich auf ein Thema, das auf der ganzen Welt Bedeutung hat: Liebe.

Manish Arora 2

In seiner Wunderkammer funkeln zahllose Liebesbotschaften auf der Fassade eines indischen Tempels, dazu läuft fröhliche indische Musik.

André Heller: Ein Visionär für den Frieden

André Heller ist bekannt dafür, sich kritisch mit Themen des Zeitgeistes auseinanderzusetzen. In seiner neuen Wunderkammer erwartet den Besucher ein Wow-Effekt: zahlreiche weltberühmte Friedensstifter treten als lebensechtes Hologramm auf die virtuelle Bühne und sprechen zum Thema Frieden.

 Sie lädt Besucher ein, für einen Moment innezuhalten, über das Leben nachzudenken und darüber, wie jeder einzelne einen Beitrag zum Frieden leisten kann.

Andre Heller 1

Innovative Projektionstechniken machen es möglich, dass Besucher lebensgroße Hologramme von Menschen treffen, die den Friedensnobelpreis erhielten oder ihr Leben dem wichtigen Thema Frieden gewidmet haben. Dazu gehören Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Albert Einstein und Rigoberta Menchú. Außerdem sind Bertha von Suttner, Pablo Picasso, Nelson Mandela, John Lennon und Yoko Ono dabei.

Arik Levy: EmotionalFormation

Arik Levy hat bereits vor einigen Jahren die Wunderkammer mit dem Namen „Transparente Opazität“ bespielt. Nun hat er sie ergänzt. Er schafft mit „EmotionalFormation“ ein Labyrinth, in dem man laufend neue Perspektiven und Strukturen entdeckt. Danach tritt man in das strahlende Weiß der Transparenten Opazität.

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Fernando Romero: Die Faszination der Sonne

Außerdem schuf der mexikanische Stararchitekt Fernando Romero eine Wunderkammer rund um sein Kunstwerk El Sol. Hier dreht sich alles um die Beziehung des Menschen zur Sonne. 2.880 maßgefertigte Swarovski Kristalle formen eine Kugel, die exakt eine Milliarde Mal kleiner ist als der zentrale Himmelskörper. Weiters leuchtet aus der Kugel heraus  eine weitere, aus LED’s bestehende Kugel.

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Inspirieren ließ sich Fernando Romero von der bedeutsamen Geometrie der Azteken- und Maya-Pyramiden und schuf so eine Hommage auf das kulturelle Erbe seines Heimatlandes Mexiko. Gleichzeitig setzte er auf moderne Technologien als Grundlage für El Sol. So dauerten Design und Entwicklung drei Monate, bevor Techniker die Entwürfe in mehr als 350 Arbeitsstunden umsetzten.

Tipp: Winterpavillon von Tord BoontjeTord Boontje 3

Die neuen Wunderkammern haben mir sehr gut gefallen. Aber richtig in Vorweihnachtsstimmung bin ich im Winterpavillon von Tord Boontje gekommen.

Tord Boontje 2

Der Pavillon steht auf dem Freigelände der Kristallwelten.

Tord Boontje 1

Alle Infos zu den Swarovski Kristallwelten findet ihr hier.

Wiesenrock geht in die 10. Runde

(Gastbeitrag)- Angefangen hat alles 2007. Damals wollten vier junge Wattener mit einer angemessenen Feier Abschied nehmen von der geliebten Volksschulwiese. Ein Ort, den auch heute noch viele Menschen mit schönen Erinnerungen verbinden. Es wurde in Wattens ein nettes, kleines Fest auf die Beine gestellt. Die vier jungen Leute nennten das das ganze Wiesenrock. freitagswiese_(c)_thomas_schrott

Aus einmaligem Anlass als einmalige Veranstaltung geplant, gab es 2008 kein Festival. Schnell war jedoch klar, dass es mit diesem Projekt weitergehen muss. Darum wurde der Kulturverein Grammophon gegründet.

Heute – 10 Jahre später – ist Wiesenrock immer noch klein und fein. Ein Festival, das den Ortskern mit frischen Rhythmen und detailverliebtem Charme beseelt. Aus einer einmalig geplanten Abschiedsfeier wurde jedoch ein gemeinnütziges und nachhaltiges Musik-, Kunst- und Kulturfestival mit stetig zunehmender Strahlkraft, an dem über 100 junge Menschen mitwirken.

Wenn heute Wiesenrock passiert, geht es mittlerweile um mehr als gute Laune und gute Musik. Das Festival wurde zunehmend zum Ausdrucksmittel von jungen Menschen, die Initiative ergreifen, um ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten, sich einzubringen und den eigenen Aktionsradius für gesellschaftliche Mitbestimmung zu nutzen. Es ist ihr Knotenpunkt, der sie mit ihrer Heimatgemeinde verbindet.

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Wiesenrock schaffte somit Raum für spannende regionale KünstlerInnen und gestaltete ein Kulturprogramm, das berührt und Spuren hinterlässt.

Zur heurigen Feier des Zehnjahresjubiläums, am 11. und 12. August 2017, möchten die WiesenrockerInnen all das hochleben lassen. Es wird bestimmt wieder ein unvergessliches Erlebnis. Wir freuen uns jetzt schon auf erneute schwingende Hüften, fröhliche Stunden und strahlende Gesichter.

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Das Wiesenrock Lineup 2017:

Freitag 11.8.2017

Voodoo Jürgens

Voodoo Jürgens hat sich einen Fahrschein für jene Bim gekauft, die in die erste Liga österreichischen Pops fährt, ohne dabei Fendrich, Gabalier oder „tiafen Schmäh“-Pop im Sinn zu haben.voodoo_01
Mother’s Cake

„Psychedelisch, progressiv, düster und absolut tanzbar und funky“ (Eclipsed Magazin)

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Scheibsta & die Buben

Die Salzburger Band rund um den charismatischen Frontmann Scheibsta bildet eine willkommene und erfrischende Abwechslung in der heimischen Musiklandschaft.

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Vormärz

Untermalt von Indie-Pop, Synthie-Klängen und Post-Punk-Facetten, wird hier goldenes Glitter verstreut, während man mit einem Schiff die Donau entlang segelt und Tiefkühlpizza isst. Im Neoprenanzug.

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Samstag 12.8.2017
Garish

Man fühlt sich erwischt, erkannt, angesprochen. Der täglich
steigenden Ungewissheit, was die Zukunft alles mit sich bringen wird, lässt sich trotz düsterer Prognosen, Vorzeichen und Symbole nur mit Schritten nach vorn begegnen. In diesem Sinne: Komm, schwarzer Kater.

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Lilla
lilla: das ist verträumter, befreiend-melancholischer Pop. Das sind schwebende Gitarren, Drums und elektronische Sounds.lilla_c_daniela_gugler

Lola Marsh

Irgendwo zwischen Fleet Foxes und Ennio Morricone legte das Duo einen sensationellen Start auf internationalen Bühnen hin.

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Mainfelt

Folk Rock aus dem schönen Meraner Umland, von einer der erfolgreichsten Bands Südtirols.

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Yalta Club

Zwischen„Melancholia“ (Lars von Trier) und „La Route“ (Cormac de McCarthy), malt Yalta Club das Testament- Album einer abgestumpften menschlichen Gesellschaft, die auf einem Altar der Maßlosigkeit geopfert wurde – Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

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Lilla

lilla: das ist verträumter, befreiend-melancholischer Pop. Das sind schwebende Gitarren, Drums und elektronische Sounds.

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Fasnachtsumzug in Absam

Am Sonntag beim großen Fasnachtsumzug in Absam war ich als bekennender Faschingsfan natürlich dabei -und habe ein paar Bilder mitgebracht:

Danach haben wir Hunger und Durst ….. auf zum Patschenball ! Juchuhui !! 🙂

Ein zauberhaftes Märchen in einer kristallinen Wunderwelt

gesicht-kleiner-prinzFast jeder hat das berühmte Buch schon einmal gelesen oder kennt ein Zitat daraus: Der kleine Prinz von Antoine Saint-Exupéry ist ein Klassiker wie kaum ein anderes Buch. Nachdem seit 2015 auch Theateradaptionen aufgeführt werden dürfen, hat sich die Kolpingbühne Wattens an den Stoff gewagt und ein mitreißendes Kinder- und Jugendtheaterstück daraus gemacht, dass alle Altersgruppen ansprechen soll. Besonders ist der Aufführungsort: Die Swarovski Kristallwelten.

Die Kolpingbühne Wattens, die für die Umsetzung verantwortlich zeichnet, wählt hierbei einen ganz einfachen Ansatz: Kinder selbst bestimmen, wie das Stück gespielt wird. Rund dreißig Kinder arbeiteten im Vorfeld der Aufführung in Theaterworkshops und Proben an einer neuen Interpretation des Stücks. Das Ergebnis ist ein buntes, frisch präsentiertes Gesamtkunstwerk, das durch seinen modernen Märchencharakter wie geschaffen ist für den Aufführungsort in den Swarovski Kristallwelten – selbst eine moderne Märchenwelt.

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Markus Plattner, pädagogischer und künstlerischer Leiter sowie Regisseur von „Der kleine Prinz“ sagt: „In den Swarovski Kristallwelten zu inszenieren war immer schon ein großer Wunsch von mir. Die Zusammenarbeit der Spielfeste mit der Kolpingbühne Wattens ist eine nicht nur im künstlerischen Sinne fruchtbringende Bereicherung. Ziel ist es, Menschen in allen Bereichen der darstellenden Kunst die Möglichkeit zu geben, sich unter professioneller Leitung künstlerisch zu erfahren und auszudrücken.“

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Regisseur Markus Plattner

Im Gegensatz zum „herkömmlichen Theater“ verzichten die Spielfeste zur Gänze auf ein „hierarchisches“ Besetzungssystem wie Hauptrollen oder Nebenrollen, Castings oder die klassische 3-Akt Dramaturgie eines Stückes. Jedes Kind hat die Wahl, welche Tätigkeit oder welche Rolle er spielen oder ausfüllen will. Deshalb erinnern die Aufführungen der Spielfeste an eine künstlerische Performance mit Themen, die den Bedürfnissen und Ideen der TeilnehmerInnen entsprechen.

Hochzeitsportraits Angelika & Christian

Drei kleine „Prinzessinnen“

Die Premiere des Theaterstücks findet am Freitag, den 28. Oktober 2016  um 19:30 Uhr statt.

Weitere Termine:
29. Oktober sowie 04., 05., 06., 09., 11., 12. und 13 November 2016 jeweils ab 19:30 Uhr

Tickets:
Homepage:      www.kolpingbuehne-wattens.at
Vorverkauf:     Ideal Tours, Dr. Karl-Stainer-Straße 4, 6112-Wattens

Preise:
Kinder bis 3 Jahre:      frei
4 bis 17 Jahre:             €  8,-
ab 18 Jahre:                 € 15,-

Beeindruckende Herbstwanderung auf’s Issjöchl

Am Samstag um acht Uhr morgens starten wir, noch bei leichtem Nebel im Tal unsere Tour auf’s Issjöchl. Taleinwärts im Wald, anfangs parallel der ehemaligen Mautstraße, dann neben dem erfrischenden Gebirgsbach  wandern wir über den Knappensteig bis nach St. Magdalena.

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Das malerisch gelegene St. Magdalena

Wir halten immer wieder Ausschau mit unseren Ferngläsern nach Gämsen, aber noch will sich keine zeigen. Gut gestärkt mit Jause und Getränken geht es ca. eineinhalb Stunden weiter über einen wildromantischen Bergweg  bis zum Issanger. Jeder ist beeindruckt von der atemberaubenden Schönheit dieser Hochebene. Ein wahres Naturschauspiel und eine, wegen dem perfekten Herbstwetter fast schon kitschige Kulisse.

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Wir bewundern Wiesen voller Herbstzeitlosen, Disteln, Bergflockenblumen, Schwalbenwurzenzian, verschiedene Beeren und vieles mehr, auch Gämsen zeigen sich uns immer wieder.

Nach unserer zweiten kurzen Rast am Issjöchl geht es fast nur mehr bergab, vorbei am König Max – Stollen bei den Herrenhäusern. Wir kehren auch kurz in die Obleitner – Kapelle ein, benannt nach ihrem Gestalter, dem bekannten Haller Bildhauer Karl Obleitner. Hier wacht die Heilige Barbara aber schon viel länger als Schutzpatronin aller Bergleute über das Salzbergwerk und die dort Beschäftigten.

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Die Obleitner-Kapelle beim König-Max-Stollen im Halltal

Danach geht es zurück nach St. Magdalena und über den Knappensteig retour zum Ausgangspunkt.

Um 14 Uhr sind alle glücklich und zufrieden wieder im Tal, beeindruckt von der wunderbaren Tiroler Bergwelt!

Die Route im interaktiven Ortsplan