Auf der Spur der Biene: Wildkräuterspaziergang

Welche Bedeutung hat die Biene für Fauna und Flora? Und welche Rolle spielen Wildkräuter dabei?

Bienen spielen eine größere Rolle für uns Menschen, als die meisten wissen.

Diese Fragen werden auf dem kurzweiligen Kräuterspaziergang, der jeden Dienstag in den Urlaubsaktivitäten der Region Hall-Wattens angeboten wird, beantwortet. Dazu gibt es für euch zwei leckere Rezepte mit Honig.

Dieses Jahr liegt das Augenmerk beim Kräuterspaziergang auf einem der wichtigsten Tiere für Flora, Fauna und den Menschen: Der Honigbiene. So entdeckt man unter fachkundiger Anleitung Wildbienen-Behausungen, lernt diese zu identifizieren und zu beobachten. Nebenbei werden im Gehen Kräuter, die für Mensch und Biene schmackhaft sind, gesammelt, unter anderem auch Spitzwegerich. Aus diesem wird dann beim Endpunkt des Spaziergangs aromatischer Spitzwegerichhonig zubereitet.

Biene auf Löwenzahn

„Die meisten Menschen sind sich gar nicht bewusst, wie essentiell das Fortbestehen der Bienen auch für uns Menschen ist.“, betont Claudia Pyka, zertifizierte Kräuterpädagogin und leidenschaftliche Imkerin. „Aber, und das ist überaus positiv einzuschätzen, viele beginnen sich vermehrt für die Honigbiene zu interessieren und wollen zum Beispiel wissen, wie man der Bienenpopulation helfen kann, sich zu behaupten.“

Claudia bei der Arbeit

Die Antwort darauf hat Bienenliebhaberin Claudia auch gleich parat: „Hier gilt die Devise: Zurück zum Ursprung! Eine Naturblumenwiese anlegen statt englischem Rasen, Wildbäume, Wildsträucher pflanzen – all das hilft, um zur Bienengesundheit beizutragen.“ Und hübsch anzusehen ist‘s obendrein.

Ein bunter Kräutergarten ist der ideale Lebensraum für Bienen.

Tipp: der Spur der Bienen: Unterwegs am Tulfer Kräuterweg

Jeden Dienstag um 10 Uhr (01.05. – 31.10.2019)

Dauer: ca. 2 Stunden

Treffpunkt: Tourismusbüro Tulfes, Schmalzgasse 27

Gästetarif: kostenlos

Normaltarif: EUR 5, – pro Person

Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen mit Gästekarte

Maximale Teilnehmerzahl: 10 Personen

Anmeldung: bis spätestens Montag 18.00 Uhr im Tourismusbüro Hall in Tirol

Da die Kräuterwanderungen sehr gefragt sind, ist eine Voranmeldung beim Tourismusverband Region Hall-Wattens unbedingt notwendig.

Rezept Spitzwegerich-Honig

Eine Handvoll junge Spitzwegerichblätter waschen und trocken tupfen. Mit einem Messer klein aufschneiden und mit einem Nudelholz zerdrücken, bis grüner Saft austritt. Saft und Blätter mit echtem Bienenhonig (500 g) vermischen, in kleine Gläser abfüllen und zwei Woche kühl lagern.

Tipp: Der Honig ist auch ideal als Hustensaft verwendbar, da er keinen Alkohol enthält, ist er auch gut für Kinder verwendbar. Der fertige Honig kann eingefroren werden und dann in der kalten Jahreszeit verwendet werden.

Rezept Honig-Eis

Zutaten Honig-Eis (für 4 Portionen)

75 g Blütenhonig

250 ml Schlagsahne

1 Ei

2 Eidotter

½ EL Kristallzucker oder Agavendicksaft

Zubereitung Honig-Eis

Eine Schüssel über ein Wasserbad hängen. Eidotter, Eiweiß, Zucker und 2 EL Honig in die Schüssel geben. Schaumig rühren.

Anschließend die Schüssel in eiskaltes Wasser setzen und schlagen, bis die Masse lauwarm ist. Den restlichen Honig unterschlagen. Schlagsahne steif schlagen und unter die abgekühlte Masse heben. Für ca. fünf Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen.

Statt Schlagsahne kann auch Jogurt verwendet werden, dann ist das Eis etwas leichter.

 

 

Musik im Riesen 2019

Kammermusikfestival “Musik im Riesen”

Das Kammermusikfestival “Musik im Riesen” bildet seit mehr als 15 Jahren einen Fixpunkt im kulturellen Veranstaltungskalender von Tirol. Dieses Jahr steht das Klavier im Mittelpunkt der Konzertreihe.

(c)Swarovski Kristallwelten

Vom 22. bis 26. Mai 2019 prägt das Piano das Programm des Kammermusikfestivals “Musik im Riesen”: Das Klavier im Konzert mit Orchester und als Soloinstrument, Musik an der Schnittstelle zwischen regionalem Schaffen und internationaler Ausstrahlung und sakrale Chormusik. Die Konzerte finden in Wattens und in Innsbruck statt.

Ein Hoch auf das Klavier

„Das Klavier scheint alle Instrumente im Orchester nachmachen zu können“ Yuja Wang, Starpianistin
.
Höhepunkt des Festivals ist der Auftritt zweier junger Weltstars am 25. Mai 2019: Pianistin Yuja Wang und Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla kommen mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra nach Innsbruck.

Superstar Yuja Wang (c)Norbert Kniat

Klavier mit Orchester

Die unbändige Spielfreude von Yuja Wang wird auch zu hören sein, wenn die gebürtige Chinesin und Wahl-New-Yorkerin als Solistin in Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll op. 4 mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) bei „Musik im Riesen“ auftritt. Am Dirigentenpult steht dann ein anderer junger weiblicher Superstar: die Litauerin Mirga Gražinytė-Tyla, seit 2016 Musikdirektorin des CBSO und damit eine der jüngsten Dirigentinnen eines führenden Orchesters.

City of Birmingham Symphony Orchestra (c) Upstream Photography

Für das Festival der Swarovski Kristallwelten Wattens, dessen Hauptaugenmerk auf Kammermusik liegt, ist ein Orchesterkonzert dieser Größenordnung zwar ungewöhnlich, aber durchaus schlüssig: Man knüpft damit an frühere Konzerte für Kammerorchester an.

Als zweite Aufführung in großer Besetzung ist die Missa Omnium Sanctorum a-Moll für Soli, Chor und Orchester von Jan Dismas Zelenka geplant. Der Barockkomponist gilt heute als musikalischer Vorreiter, der schon bei Zeitgenossen wie Johann Sebastian Bach höchstes Ansehen genoss. Auf der Bühne erhielt er aber erst in den letzten Jahrzehnten die gebührende Aufmerksamkeit.

Musik für Klavier solo

Für eine Mitwirkung am Masterclass-Programm „Impuls“ konnten 2019 die Pianisten Paul Lewis und Aaron Pilsan gewonnen werden, die beim Festival jeweils ein Solokonzert geben. Zuerst eröffnet Paul Lewis „Musik im Riesen“ unter anderem mit Beethovens letzter Komposition für Klavier solo, den berühmten „Diabelli-Variationen“, und einem Spätwerk von Johannes Brahms. Dann spannt Aaron Pilsan mit Solowerken von Joseph Haydn bis Karol Szymanowski einen Bogen von der Klassik hin zum Impressionismus.

Paul Lewis (c)Jan Liebeck

Abschiede, Übergänge, (Neu-)Anfänge

Ein Thema, das alle Konzerte des Festivals berührt, ist jenes der Abschiede, Übergänge und (Neu-)Anfänge. Es findet sich in Antonín Dvořáks letztem vollendeten Streichquartett, das er in den USA begann und in Prag abschloss. Ebenfalls eindrucksvoll von Abschieden erzählt zwei Streichquartette von Dmitri Schostakowitsch. Das eine ist seiner verstorbenen Frau Nina gewidmet, das andere von ihm im Stillen als Nachruf auf sich selbst komponiert. Aufgeführt werden diese letztgenannten Werke vom Pavel Haas Quartet, dass sich durch seine klangschönen, farbenreichen Interpretationen auszeichnet.

Pavel Haas Quartet (c)Marco Borggreve

Den wohl wichtigsten Beitrag zum Thema Neuanfang leistet Knoedel, ein Ensemble, dass sich nach 17 Jahren wieder zusammengefunden hat. Die acht Musiker haben seit Auflösung von DIE KNÖDEL im Jahr 2000 jeweils eigene Wege beschritten. Sie pflegen aber nach wie vor einen frischen Zugang zu Klassik, Jazz und Volksmusik. Dies demonstrieren sie im Konzert und auf einer neuen CD, die sie im Rahmen des Festivals präsentieren.

Das wiedervereinte Oktett Knoedel (c)Ines Kapferer-Seebacher

Programmübersicht Musik im Riesen 2019

Mi., 22. Mai 2019, 20 Uhr: Paul Lewis (Klavier)

Do., 23. Mai 2019, 20 Uhr: Knoedel

Fr., 24. Mai 2019, 20 Uhr: Pavel Haas Quartet

Sa., 25. Mai 2019, 20 Uhr: CBSO, Mirga Gražinytė-Tyla, (Dirigentin), Yuja Wang (Klavier)

So., 26. Mai 2019, 11 Uhr: Aaron Pilsan (Klavier)

So., 26. Mai 2019, 20 Uhr: Choropax Kammerchor Wattens, Marini Consort Innsbruck, Ewald Brandstätter (Dirigent), Maria Erlacher (Sopran), Markus Forster (Altus), Willi Rogl (Tenor), Jakob Peböck (Bass)

Haller Kirchen erzählen ihre Geschichten: Pfarrkirche St. Nikolaus

Die Altstadt von Hall ist voll von historischen Gemäuern, Prachtbauten und Verborgenem. Vor allem aber erzählen die Gebäude der Stadt viele Geschichten – so auch die mächtige Pfarrkirche St. Nikolaus.

Die Haller Pfarrkirche wurde 1281 erstmals urkundlich erwähnt. Nach der Errichtung einer ersten, spätgotischen Hallenkirche im Jahr 1320 wurde das Gotteshaus ein Jahrhundert später unter Stadtbaumeister Hans Sewer (1420 – 1440) erweitert und ausgebaut. Die Gewerkenfamilie Fieger ließ 1490 eine Privatkapelle an die Fassade mit Zinnengiebel, welcher mit der Figur des Patrons Nikolaus gekrönt ist, anbauen.

Ansicht von Westen mit dem markanten Staffelgiebel und der Statue des Hl. Nikolaus, dem Patron der Haller Pfarrkirche

Den barocken Turm wiederum erhielt die Pfarrkirche nach dem Erdbeben von 1670. Das Innere der Kirche überrascht den Besucher durch den barocken Prunk. Aber – wieso ist der Altarbereich verschoben? Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Für den Erweiterungsbau von 1420 war der Chorraum der Vorgängerkirche weiter verwendet worden. Da die Geländestufe, auf der die Kirche gebaut ist, nach Süden hin steil abfällt, verschob Baumeister Sewer die dreischiffige Halle nordwärts.

Blick durch das Mittelschiff des Langhauses zum Chor. Deutlich ist der Knick in der Raumachse zwischen Langhaus und Chor zu erkennen.

Klerikale Kostbarkeiten in der Pfarrkirche St. Nikolaus

Der Großteil der Innenausstattung entstand nach 1752. Zu der Zeit schuf Josef Adam Mölk mit vielen Gehilfen die Deckenfresken. Sie stellen Szenen der Nikolauslegende und einiger anderer Heiliger dar. Auch die Kanzel, die Altäre und die Orgel wurden zu der Zeit neu gestaltet.

Blick durch das Mittelschiff zur Orgelempore. Die sichtbaren Eisenstangen im Gewölbe wurden nach dem Erdbeben 1670 eingezogen.

Das Altarblatt des prachtvollen, schwarzgoldenen Hochaltar schuf Jan Erasmus Quellinus aus Antwerpen (1657). Dem Haller Künstler Franz Xaver Fuchs ist es zu verdanken, dass das barocke Innere der Kirche nach mehreren Regotisierungsvorhaben am Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten geblieben ist.

Wunderschöner Palmeselchristus aus dem 1. Viertel des 15. Jahrhunderts. Der Palmesel wird jedes Jahr am Palmsonntag schön geschmückt bei der Prozession mitgeführt. Der Innenraum des Esels ist hohl, früher füllte man ihn mit Broten, welche während der Prozession auf den Boden fielen und von der erfreuten Bevölkerung eingesammelt wurden.

Zu den wenigen gotischen Stücken die noch in der heutigen Kirche vorhanden sind, zählen der Palmesel und ein Passionsbild sowie die beiden Steinbecken für Tauf- und Weihwasser und die bekannte Marienstatue im Barockaltar der Waldaufkapelle  im nördlichen Seitenschiff.

Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert mit Spätrenaissance –Aufsatz

In dieser Kapelle ist neben dem Stifter und dessen Familie Kooperator Josef Lambichler (1883 – 1956) begraben. Er kümmerte sich besonders während der beiden Weltkriege aufopfernd um die Haller Jugend.

Waldaufkapelle. Ritter Florian Waldauf stiftete die Kapelle zusammen mit einem bedeutenden Reliquienschatz. Das aufwändig und prachtvoll gestaltete spätgotische Gitter der Kapelle zeigt Wappen des Stifters und seiner Frau Barbara Mitterhofer. Am Altar ist auch die gotische Muttergottes im Strahlenkranz zu sehen, eine der noch wenigen erhaltenen gotischen Figuren in der Kirche.

Aufwändige Renovierung

Aufgrund eines Brandes im Dachstuhl 1880 sowie der Abdeckung des Dachs in Kriegszeiten und des damit verbundenen Wassereintritts wurde eine Restaurierung  der Deckenmalereien notwendig. Es gab insgesamt vier Bauphasen und es wurden auch Projekte wie die Gestaltung des Altarraums, die Erneuerung der Elektrik und der Beleuchtung angegangen. Außerdem reinigte man die Altäre, Zunftstangen und Skulpturen professionell. Ein Riesen-Projekt! Die feierliche Wieder-Eröffnung der Pfarrkirche St. Nikolaus erfolgt dann am 29.10.2017.

Tipp: Wer die Kirche in den nächsten Tagen besucht. kann ein wunderbares, von Speckbacher Schützen bewachtes Ostergrab bewundern. Es ist mit Sicherheit eines der schönsten Ostergräber in Tirol!

Burgsommer Hall in Tirol: Programm 2019

Der Burgsommer Hall in Tirol gehört schon zum Sommer dazu – schließlich ist es bereits die 11. Ausgabe der beliebten Veranstaltungsreihe in einer der wohl stimmungsvollsten Kulissen, die Tirol zu bieten hat: Dem Burghof der historischen Burg Hasegg. Beim Burgsommer Hall wird ein abwechslungsreiches Programm geboten – von Musik, Schauspiel und Festen bis zu einem einmaligen Zirkusprojekt. Auf in den Sommer!

Hier findet ihr das Programm im Detail:

Ab Donnerstag, 23. Mai 2019, Hofratsgarten: CIRCO PANIKO

Im Rahmen des Projektes „#kon.serviert – 30 Jahre Stromboli“

Manege frei für den CIRCO PANIKO! Der zeitgenössische Zirkus aus Bologna tourt mit hochwertigen und gleichsam unterhaltenden Programmen, die Zirkusartistik, Live-Musik, Tanz und Akrobatik miteinander verbinden. Die ArtistInnen, SchaustellerInnen und MusikerInnen entführen das Publikum in eine Welt voller Magie, Phantasie und feinsinnigem Humor. Der Zirkus gastiert erstmals in Österreich!
Weitere Spieltermine 24./25./26./27./28./29./30./31. Mai und 01./02. Juni 2019

Kartenvorverkauf: www.stromboli.at

Mittwoch, 05. Juni 2019, Burghof: Konzert mit FLO’S JAZZ CASINO

15 Jahre Universitätsstadt Hall: Sommerfest für Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Freunde der UMIT mit Flo´s Jazz Casino und DJ in-style.

Donnerstag, 06. Juni 2019, Burghof: Konzert von HIGH SOUTH

Die Sensationsband aus den USA, die den Spirit der 70er-Jahre in die Zukunft führt. Reminiszenzen an The Eagles, The Byrds oder Crosby – legendäre Bands, die nie durch Modeerscheinungen zerrieben wurden. HIGH SOUTH knüpfen genau daran an und klingen nach Sonne, Freiheit und den Südstaaten.

Freitag, 07. Juni 2019, Burghof: Konzert von NO RISK NO FUNK

Die 11köpfige Funk-, Soul & Pop-Band NO RISK NO FUNK mit Bläsersatz, groovenden Rhythmen, mehrstimmigen Background-Vocals und einer stimmgewaltige Leadsängerin. Das Motto der Band: „The one thing that can solve most of our problems is dancing” (James Brown).

Samstag, 08. Juni 2019, Burghof: Sommerfest SALSA LIBRE mit LA BANDA DEL SOL

Karibische Vibes zum Salsa-Schwung – es soll getanzt werden beim Burgsommer Hall: Die Musiker von LA BANDA DEL SOL, deren Herkunftsorte von Hötting bis Havanna reichen, spielen authentischen Salsa von traditionell bis modern, in eigenen, jazzigen Arrangements, sowie Boleros und Chachachas.

Donnerstag, 13. Juni 2019, Burghof: TOUR DEL VINO 2019 & MAGNUMPARTY

Verschiedene Winzer präsentieren ihre Weine aus der Magnumflasche. Zu den ausgewählten Weinen werden besondere Köstlichkeiten serviert. Die Magnumparty in der Burg ist der Auftakt zur TOUR DEL VINO.

Weitere Informationen www.salzgast.at

Freitag, 14. Juni 2019, Burghof: Konzert von STRINGTANGO

Die reiche Vielfalt argentinischer Musik, mit einer Prise Jazz, einem Löfferl Kreisler, einem Hauch Nostalgie und ein wenig Gitarrenrock. Das sind die Zutaten von STRINGTANGO mit Florian Wilscher, Violine und Martin Wesely, Gitarre. Das Duo gibt Konzerte rund um den Globus, u.a. im Teatro Colon de Buenos Aires, im Radiokulturhaus in Wien und im Austrian Cultural Forum in New York.

Mittwoch, 19. Juni 2019, Burghof: Konzert von THE WESTERN COUNTRY BAND

Countrymusik – ein so vielseitiges Musikgenre: Die beliebte THE WESTERN COUNTRY BAND präsentiert Countrymusik, darunter Originale von Johnny Cash, Willie Nelson, John Denver oder Elvis Presley und zeigt was man aus diesen Klängen so alles rausholen kann. Ganz nach dem Motto: „Komm als Zuhörer und geh als Countryfan“!

Donnerstag, 20. Juni 2019, Burghof: Theater mit dem FEINRIPP ENSEMBLE:
R.I.P. – ei
nmal Hölle und zurück ermäßigt!

Die drei Schauspieler THOMAS GASSNER, BERNHARD WOLF und MARKUS OBERRAUCH reißen in Unterhosen die Tür ins Jenseits auf, um in der Unterwelt ihre Abenteuer zu bestehen. Nach vier Produktionen, in denen sie sich großen Büchern widmen wie der Bibel, den Märchen der Gebrüder Grimm und der Literatur Shakespeares, widmen sie sich nun einem ernsten Thema: dem Tod. Die Herangehensweise ist natürlich eine humoristisch-kabarettistische. Fein gerippt eben. Im Hades ist die Hölle los – so viel ist sicher!

Freitag, 21. Juni 2019, Burghof: Konzert von ZWEIKANALTON

Die Brüder Markus und Thomas bilden das Duo ZWEIKANALTON, das sich mit der neuen Single „Zukunfts-Ich“ einen musikalischen Brief schreibt. Mit „Ohne Dich kann das kein Sommer sein“ veröffentlichen sie ihren ersten Sommersong. Sie gehören zu den Puls4-Musiktipps und zählen zu den vielversprechenden, deutschen Nachwuchsstars.

Sonntag, 23. Juni 2019, Hofratsgarten: Konzert von CONCHITA

Klaren Geschlechterzuschreibungen hat sich CONCHITA schon immer neckisch entzogen und ist damit zu einer Ikone geworden. Die Liebe zur Verwandlung und zu großen Gefühlen bleiben und sind garantiert, wenn Conchita bekannte Pop-Balladen und hingebungsvolle Diven-Songs meisterlich interpretiert. Melodien, Bilder und Geschichten werden neu zusammengesetzt. Klassiker wie „Rise like a Phoenix“ dürfen natürlich nicht fehlen, auch „Have I ever been in Love“ oder „Heroes“. Mit im Gepäck sind einige frische, elektronische Sounds. Ein sympathischer Abend beim Burgsommer Hall mit fesselnder Live-Musik und pointiertes Entertainment.

Donnerstag, 27. Juni 2019, Museum Münze Hall: Ausstellung des Tiroler Künstlers GEORG LOEWIT

In „Solbad“ reflektiert Georg Loewit auch die touristische Entwicklung der Stadt Hall.

www.kunst-konzepte.at

Ab Freitag, 28. Juni 2019, Burghof: Theater Premiere HALLER GASSENSPIELE beim Burgsommer Hall

Diesen Sommer wird beim Burgsommer Hall das Stück „Bürger Schippel“ von Carl Sternheim aufgeführt: Dem Gesangsquartett der Besitzbürger Hicketier, Krey und Wolke ist der Tenor weggestorben. Einzig Paul Schippel, ein unehelich geborener, ungebildeter Proletarier, könnte mit seiner strahlend hellen Stimme die Lücke im Quartett füllen, für das zudem ein Gesangswettbewerb vor der Tür steht. So entschließen sich die wohlanständigen Bürger, Schippel in ihren Kreis aufzunehmen. Dieser macht seinerseits zur Bedingung, auch die Rolle des Verlobten der Witwe des Verstorbenen zu übernehmen…

Spieltermine: 30.06. / 4. / 5. / 7. / 11. / 12. / 14. / 18. / 19. / 21. / 24. / 25. / 26. / 27. Juli 2019

Vorverkauf bei Skribo-Moser in Hall ab Mai 2019

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Karten gibts bei allen ÖTicket-Vorverkaufsstellen und bei uns: TVB Region Hall-Wattens | Unterer Stadtplatz 19 | 6060 Hall in Tirol
Tel: +43 / 5223 / 45544-0

info@hall-wattens.at

Alle Infos zur Veranstaltung auch noch einmal hier: www.hall-wattens.at/burgsommer

Viele weitere Veranstaltungshöhepunkte findet ihr hier: www.hall-wattens.at/events

 

Haller Gassen erzählen ihre Geschichten

Die Stadt Hall in Tirol liegt östlich von Innsbruck und gehört flächenmäßig zu einer der  größten mittelalterlichen Städte Westösterreichs. Die Stadt liegt am Rande eines Schuttkegels, den der Bach aus dem Halltal aufgeschüttet hat. Dies erklärt auch die auffallend steile Geländestufe des historischen Zentrums. Die Stadtentstehung hängt eng mit dem mittelalterlichen Salzbau im Halltal zusammen. Der Name „Hall“ – vom althochdeutschen Wort „hal“ (Salz) weist auf die einstige Salzgewinnung hin und erinnert heute noch an den einst wichtigen Erwerbszweig für den Wohlstand der Stadt.

Die Straßen- und Gassennamen einer Stadt verraten viel über deren einstige Bedeutung.

So ist es auch in Hall: Wenn man durch die alten Gassen schlendert, kommen einem zum Teil recht sonderbare Namen unter. Sie erzählen so manche Geschichten.

1 SALVATORGASSE

Diese Gasse gehört zum ältesten Siedlungskern der Stadt und wurde erst vor ca. hundert Jahren umbenannt. Der ursprüngliche Name „Marktgasse“ war bis 1770 Hauptdurchzugsstraße. Viele Wirtshäuser reihten sich damals aneinander. Das Haus Nr. 14 war das Ballhaus, in dem die Warenballen der Händler eingelagert wurden, um dann Fuhrwerke neu zu beladen. Die nordseitigen Häuser der Gasse reichen bis an die Geländestufe, über Stiegen erreicht man den Pfarrplatz.

2 SCHMIEDGASSE

Diese Gasse ist nach der alten Zunft benannt. Ebenso wie die Salvatorgasse gehört auch die Schmiedgasse zum ältesten Siedlungsgebiet der Stadt. Hier lag eine Schmiede neben der anderen. Für den Durchzugsverkehr waren Hufe neu zu beschlagen oder zum Beispiel auch Räder zu reparieren. In der Schmiedgasse scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Zwischen Häusern mit Erkern, alten Türen und Toren ist immer noch ein bisschen „Mittelalter“ zu spüren.

3 WALDAUFSTRASSE

Der heutige Name Waldaufstrasse geht auf Ritter Florian Waldauf zurück. Er war ein enger Vertrauter und Berater Kaiser Maximilians I. Waldauf begründete die heute noch bekannte „Waldaufstiftung“.

4 AGRAMSGASSE

Hier wurden bäuerliche Produkte zum Kauf angeboten. Das lateinische Wort „agrumen“ bedeutet Feldfrüchte.

5 ARBESGASSE

Arbes ist die alte Bezeichnung für Erbsen. Der Name weist darauf hin, dass hier ebenso Feldfrüchte feilgeboten  wurden.

6 EUGENSTRASSE

Benannt nach Erzherzog Eugen, der als Landeskommandant in Tirol 1900 Hall besuchte. Der frühere Namen lautete wegen der Badeanstalt „Badgasse“.

7 GUARINONIGASSE

Der Name erinnert an den berühmten Stadtarzt und Universalgelehrten Hippolyt Guarinoni (1571 – 1654). Er war maßgeblich am Bau der Karlskirche in Volders beteiligt.

8 KRIPPGASSE

Der Name geht auf die Ratsherrenfamilie Kripp zurück.

9 MUSTERGASSE

In dieser Gasse fand die Musterung der Soldaten statt.

10 SCHERGENTORGASSE

Durch das Schergentor wurden die auf ihre Hinrichtung wartenden Verurteilten geführt. Eine schaurige Vorstellung, findet ihr nicht?

11 SCHLOSSERGASSE

Die Schlossergasse ist ebenso wie die Schmiedgasse nach der alten Zunft benannt.

12 WALLPACHGASSE

Ursprünglich Salz- bzw. Solegasse, das Solerohr aus dem Halltal passierte hier die Altstadt. Ab Ende des 16. Jahrhunderts wurde sie bereits nach einer der Familien, die hier ihre Stadthäuser hatten benannt: Der Familie Wallpach.

Wenn ihr jetzt durch die Altstadt von Hall mit ihren malerischen Gassen bummelt, dann seht ihr sicher das eine oder andere Detail, dass euch vorher verborgen gewesen ist! Ihr wollt noch mehr wissen? Die zahlreichen Themenführungen des Tourismusverbands kann man hier buchen.

 

Kartoffelblattln mit Sauerkraut: Winterliche Schmankerl zum Nachkochen

Mitten in der Haller Altstadt liegt in einer versteckten Ecke das Traditionsgasthaus Goldener Löwe. Hier kocht Markus Steinmayr in urigem Ambiente. Schon beim Betreten wird klar: Es gehen nicht nur heimische Schmankerl, sondern auch Tiroler Charme und Herzlichkeit über die Theke. Zu Besuch auf einen winterlichen Genussmoment…

Es knarzt. Der alte Holzboden des gemütlichen Traditionsgasthauses in der Altstadt behält nichts für sich. Wer einen Fuß hineinsetzt, steht in einer anderen Welt: Malerisches Gewölbe mit dunkler Holzverkleidung laden zum Staunen und Träumen ein – und versetzen gefühlt ein paar Jahrhunderte zurück. Im Restaurant Goldener Löwe kocht Markus Steinmayr seit 15 Jahren gutbürgerliche Speisen und deftige Leckerbissen.

Je nach Saison mal mit frischem, frühlingsleichtem Bärlauch oder jetzt, in der kalten Jahreszeit, mit herbst-winterlichem Kürbis oder Sauerkraut. Der 45-Jährige schätzt vor allem die Kreativität und den Genuss, den er als Koch ausleben kann. „Das Haus hat meinen Großeltern gehört, es ist Ewigkeiten leer gestanden, doch vor 14 Jahren haben wir es hergerichtet und ein Tiroler Traditionsgasthaus geschaffen.“ Mit gut 100 Plätzen finden im Goldenen Löwen viele Hungrige einen Platz. Wenn die an guten Tagen alle auf einmal verköstigt werden müssen, kommt Markus ins Schwitzen.

Doch für den ehemaligen Rennradprofi und aktiven Läufer ist das kein Problem. „Trotz aller Hektik: Ich bin mein eigener Chef, und das ist das Wichtigste für mich“, sagt er stolz. Die Speisekarte von Markus variiert saisonal. „Im Winter sind Gerichte mit Kürbis oder Sauerkraut beliebt. Aber auch deftigere Gerichte wie Schweinebraten, Zwiebelrostbraten oder Kalbsleber sind der Renner.“ Er selbst kocht gerne mit Thymian – „ weil der so gesund ist“.

Winterliches Traditionsrezept

Was Markus in den letzten Jahren vermehrt festgestellt hat, ist ein Wandel der Gesellschaft: Weg von der Massentierhaltung, hin zu vegetarischen Alternativen. Besonders beliebt sind im Winter zum Beispiel die Kartoffelblattln mit Sauerkraut, ein Tiroler Klassiker. Das Kohlgemüse ist eine richtige Vitamin-C-Bombe, die gerade im Winter auf jedem Speiseplan stehen sollte. „Wer es daheim nachkocht, muss sich aber auf eine Batzerei einstellen“, schmunzelt Markus. Denn die gekochten Kartoffeln werden durch die Presse gedrückt, mit Eidotter, Salz und Pfeffer, Muskat sowie griffigem Mehl vermengt und gut durchgeknetet. Anschließend wird der Teig ausgerollt. „Dann schneidet man die Blattln aus und backt die Leckerei in heißem Fett raus. Dazu wird Sauerkraut serviert.“

Eine Geheimzutat hat Markus nicht. Er arbeitet nach Gefühl und Erfahrung. Und mit ganz viel Leidenschaft im Kochen: „Man muss spüren, wie sich der Teig anfühlt.“

Rezept: Kartoffelblattln mit Sauerkraut

Die Kartoffelblattln mit Sauerkraut sind sehr einfach zu kochen. Markus verrät uns sein Rezept für 4 Personen:

  • 600 Gramm Kartoffeln
  • 170 Gramm griffiges Mehl
  • 4 Eidotter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss gerieben

Kartoffeln mit der Schale kochen, kurz auskühlen lassen, schälen und durchpassieren. Die restlichen Zutaten zu einem Teig verarbeiten und diesen mit einem Nudelholz ca. einen Zentimeter dick auswalzen. Den Teig in (8 cm x 6 cm) Rechtecke schneiden und diese in heißem Fett ausbacken. Serviert mit Sauerkraut ist das ein herrlicher Klassiker aus der Tiroler Küche. Guten Appetit!

Wer sich selbst einmal von Markus Kochkünsten überzeugen möchte, kann Dienstag bis Samstag von 11:00 bis 14:30 Uhr oder von 17:30 bis 24:00 Uhr im Goldenen Löwen in Hall in Tirol vorbeischauen. Sonntag und Montag gönnt sich das Restaurant eine Pause.

 

Richtig Langlaufen: Tipps vom Profi

Wer sich bewegt, hat schon gewonnen. Eine Devise, die es beim Langlaufen auf den Punkt trifft. Die Weltcup-Disziplin mag wie eine Kunst wirken – erlernen kann sie aber jeder. Profi Michael Bucher erklärt, wie Einsteiger ganz einfach in der Spur bleiben.

Michael Bucher vom Nordic Team Absam lehrt Anfängern und Fortgeschrittenen das Langlaufen.

In Gnadenwald weht ein ganz besonderer Wind: Nämlich eine steife Brise Erfolg! In der 800 -Einwohner-Gemeinde in der Region Hall-Wattens trainiert das Nordic Team Absam kleine Langlauf-Könner zu echten Profis. Der Verein fokussiert sich auf die Ausbildung von Kindern im Bereich Langlaufen und Biathlon sowie Skisprung. Hier laufen, springen und schießen also schon die Sieger von Morgen.

Auch wer dem Kindesalter schon entwachsen ist, kann noch (s)ein ganz persönlicher Langlauf-Champion werden. Vereins-Obmann Michael Bucher, 48, Familienvater, verrät Tipps und Tricks, wie Einsteiger in der Spur bleiben. Voraussetzung: „Ein guter Gleichgewichtssinn und ein bisschen Körperbeherrschung“, lacht Michael. „Langlaufen ist eine perfekte Kombination für Geist und Fitness. Man schult Koordination, Gleichgewicht und Ausdauer. Und das alles in der freien Natur!“ 

Die Sportart kann jeder erlernen, egal auf welchem Fitnesslevel. „Man kann Langlaufen als leichtes Ausdauertraining oder in Form von Sprinten ausüben.“ Vor allem für ältere Menschen wichtig: Langlaufen ist überaus gelenkschonend.

Klassisch oder Skaten?

Langlaufen gibt es in zwei Formen: Klassisch und Skaten. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Ausführung, sondern auch in der Ausrüstung: Beim Skaten reichen die Stöcke bis zur Nase, bei der klassischen Variante bis zur Schulter. Die Skilänge ist gewichtsabhängig und muss vom Fachverkäufer bestimmt werden. Die körperliche Belastung ist beim Skaten deutlich höher  als zum Beispiel beim Spazierengehen– das bedeutet auch, bei der Kleidung die richtige Wahl zu treffen. „Meistens sind EinsteigerInnen viel zu warm angezogen, Langlaufen ist ein schweißtreibender Ganzkörpersport.“ Michael empfiehlt eine Softshelljacke und Thermounterwäsche darunter. Dazu Handschuhe und ein Stirnband. „Ähnlich wie beim Joggen im Winter.“

Tipps für EinsteigerInnen

AnfängerInnen beginnen am einfachsten mit der klassischen Variante in der Spur. Die Skier werden im Wechsel nach vorne geführt, sodass ein Gefühl des Dahingleitens entsteht. Das fordert zwar eine gute Balance, ist aber weniger anstrengend. Je kräftiger man sich mit Armen und Beinen abstößt, desto schneller ist man. „Den Oberkörper leicht nach vorne, über den Ski, neigen“, rät Michael. „Bloß nicht zu stark nach hinten lehnen, sonst verliert man schnell die Balance und fällt hin.“

Anfänger beginnen am besten mit dem klassischen Stil.

Skaten: Langlauftechnik für Ambitionierte

Das Skaten ist schon etwas schwieriger – und vor allem anstrengender! Auch deshalb, weil der Ski nicht in der Spur geführt wird, sondern im Wechseln nach vorne außen. Die Skier nehmen eine V-Stellung ein, der Armschub ist kräftig. „Je steiler das Gelände, umso mehr V-Stellung! Und: Je weniger Schritte ich mache, desto weniger Energie ist nötig und umso weniger anstrengend ist es.“

Die Skatingtechnik ist anstregender und eher für Fortgeschrittene zu empfehlen.

Gebremst wird beim Langlaufen ähnlich wie beim Skifahren: Mittels der Schneepflugstellung. Ist man klassisch in der Spur unterwegs, wird ein Ski aus der Bahn genommen und in Schneepflugstellung außerhalb der Spur gestellt.

Langlaufen in der Region Hall-Wattens

In der Region Hall-Wattens finden Langläufer tolle Loipen, teils sogar beleuchtet.

In Gnadenwald, in der Region Hall-Wattens, wo das Nordic Team Absam trainiert, kann jeder kostenlos in die Loipe steigen. Die sonnenverwöhnte Strecke in Gnadenwald ist für klassische Läufer auf einer Länge von zehn Kilometern gespurt und für Skater auf acht Kilometern präpariert. Von Montag bis Donnerstag wird Langlaufen bei Nacht angeboten, die Loipe ist dann ab der Dämmerung bis 19:30 Uhr beleuchtet.

Alle Infos zum Langlaufen unter www.hall-wattens.at/langlaufen

 

Der Kaspressknödel-König

Hermann Krismer ist der Mann fürs Grobe. Zumindest, wenn es um seine Kaspressknödel geht. Die sollen nicht perfekt sein, sondern frisch und bissfest. Darum kocht und knetet der Wirt der Walderalm in Gnadenwald selbst – hier isst man buchstäblich ausgezeichnete Schmankerl.

Eine Maschine kommt Hermann Krismer nicht ins Haus. „Die arbeitet viel zu genau“, lacht der Wirt der Walderalm. Seine Kaspressknödel sind einzigartig: stückig, bissfest, grob. Ein bisschen wie Hermann selbst. Er ist heuer im neunten Jahr Pächter und lebt auf rund 1.500 Metern seinen Traum. „Man braucht nur vor die Tür gehen und sieht, warum ich den Almwirtsberuf liebe.“ Hier, auf der Walderalm, eingebettet in einem atemberaubenden Hochplateau im Karwendelgebirge, liegt einem die Welt zu Füßen.

Schmankerl mit Auszeichnung

Hoch oben, in der Abgeschiedenheit der Natur, findet man sie: Die besten Kaspressknödel in ganz Tirol. Mit Auszeichnung! Im Sommer 2016 gewann Hermann Krismer eine Publikumsumfrage der ‚Tiroler Tageszeitung‘, der größten Tageszeitung des Landes. Darauf ist er sehr stolz. Die 200 Gramm schweren Schmankerl sind alle handgemacht. Jedes ein Unikat! Das ist Hermann Krismer wichtig.

„Unsere Rezeptur ist recht gewöhnlich: Käse, Ei, Milch, Knödelbrot, Salz und Peffer. Doch was uns so besonders macht, ist die Frische der Produkte. Jeder Knödel wird geknetet, geformt und erst auf Bestellung frisch in der Pfanne gebraten. Das ist ausschlaggebend für die Qualität. Außen ist der Knödel richtig knusprig.“ Dafür zergehen die fünf verschiedenen Käsesorten im Knödel auf der Zunge.

Was den perfekten Kaspressknödel ausmacht?

„Der Knödel muß bissfest und knusprig sein. Und die richtige Menge an Käse ist wichtig.”

Hermann verwendet hauptsächlich Graukäse und eine geheime Mischung aus Bergkäse, Spätzlekäse und weiteren Sorten. Das genaue Rezept verrät der Wirt nicht. „Es kommt von der Mama meiner Lebensgefährtin. Ich habe verschiedenes ausprobiert und die Rezeptur leicht abgeändert.“

10 000 Kaspressknödel für hungrige Gäste

An starken Sommertagen muss der Wirt kräftig vorarbeiten. Dann produziert er mindestens 200 Rohlinge, die aber erst auf Bestellung frisch gebraten werden. Drei von fünf Gästen essen auf der Walderalm einen Kaspressknödel – weil der einfach immer schmeckt. Den Knödel gibt es in der Suppe, mit Salat oder Kraut. Die Portionen sind üppig und die 5,90 Euro pro Kaspressknödelsuppe vollkommen angemessen.

In den vergangenen sechs Jahren ist einiges zusammengekommen: „Letztes Jahr ging der zehntausendste Kaspressknödel über die Theke“, erinnert sich der Wirt. Professionell gelernt hat Hermann Krismer das Kochen übrigens nie – erst die viele Übung machte den Meister. Er ist Wirt aus Leidenschaft – mit viel Herzblut und gesundem Appetit. Nur zuhause, da kocht die Frau…

Die Walderalm ist wieder ab 11. Jänner 2019 geöffnet.

Rezept für den Tiroler Kaspressknödel

Wer den Kaspressknödel zu Hause nachkochen möchte, kann es nach diesem Tiroler Rezept probieren.

Der Rodelbauer von Absam

Heute gilt im Berufsleben oft: Je ausgefallener, desto besser. Stefan Prantner zieht da nicht mit. Der 25-Jährige hat einen „ausgestorbenen“ Beruf ergriffen: Er ist Rodelbauer. Und er hatte den richtigen Riecher: Handwerk ist heute beliebter als je zuvor.

Auch das Rodeln liegt im Trend: Die Winterdisziplin entwickelt sich mehr und mehr zum Breitensport für die ganze Familie. Da mutet es fast seltsam an, dass sich die echten Rodelbauer in Tirol beinahe an einer Hand abzählen lassen. Stefan Prantner ist einer von ihnen. Dem Absamer liegt das Rodel-Gen im Blut: Er führt den Familienbetrieb, der 1859 gegründet wurde, in fünfter Generation. „Rodelbauer kann man nicht mehr lernen. Der Beruf hat sich aus der Wagnerei entwickelt, aber den Wagner braucht man heutzutage nicht mehr. Darum habe ich zuerst Tischler gelernt und von meinem Vater dann das Rodelbauen.“ 

Beim Rodelbau Prantner in Absam hilft auch heute noch die ganze Familie zusammen: Sohn und Vater bauen die Rodel, die Mama lackiert und bespannt. Ein echtes Tiroler Handwerksunternehmen, das nur Unikate fertigt.

Echtes Tiroler Handwerk

Für die Prantner-Rodel müssen aus fünf Zentimeter starken Teilen einzelne Stücke für die Rodel herausgeschnitten werden. „Ich produziere jährlich ungefähr 200 Stück, täglich muss ich eine Rodel schaffen.“ Arbeit im Akkord? Keineswegs. „Wir produzieren keine Billigrodel in Form von Massenware, sondern Einzelstücke, die gut lenkbar und leicht zu bedienen sind“, so Stefan. Prantner Rodel aus Absam stellt klassische Kinder- Jugend- und Erwachsenenrodeln her, aber auch Sportrodeln und exklusive Sonderanfertigungen. Die Preise für ein solches handgefertigtes Stück beginnen bei 100 Euro; besondere Anfertigungen und High-Tech-Geräte können bis zu 400 Euro kosten. Zu kaufen gibt es die Rodeln ausschließlich direkt aus der Werkstatt in Absam oder über das Internet.

Rodel-Geheimtipp vom Experten

Rodelt ein Rodelbauer auch selber gerne? “Ja, aber sicher!”, sagt Stefan entschlossen. Am liebsten ist er auf der Strecke hinter seinem Haus, im Halltal, unterwegs. Bekannt für die wildromantische Landschaft führt die Naturbahn nördlich von Hall in Tirol entlang des Halltalbaches bis hinauf zum Gasthof Sankt Magdalena. Die gut 500 Höhenmeter ziehen sich über eine Strecke von 4,5 Kilometer. Etwa eineinhalb Stunden sollten zum Hinaufgehen eingeplant werden. Aber Achtung: Mit einem Gefälle von elf Prozent gehört die Rodelbahn im Halltal in der Region Hall-Wattens zu den flotteren Bahnen.

„Richtig schnell wird man durch eine flache, nach hinten geneigte Haltung“, verrät Stefan. „Durch Zug und Druck kann man die Rodel besonders gut lenken.“ Ist eine Kurve in Sicht, bremst man am besten kurz vorher ab und steuert mittels Gewichtsverlagerung sowie Zug und Druck auf die Kufen.

Rodelpflege: So hält die Rodel lange

„Eine Rodel hält bei guter Pflege über 40 Jahre. Wichtig ist, dass man die Kufen pflegt. Wir verbauen rostfreie Schienen, aber es empfiehlt sich, Stahl- oder Eisenschienen nach dem Benutzen zu trocknen und zu wachsen.“ Skiwachs, das mit einem Schwamm aufgetragen wird, eignet sich zum Beispiel sehr gut. Neben der Pflege gibt es eine weitere Regel, die jeder Rodler kennen sollte: Sicherheit! „Das fängt schon beim Aufstieg an: Nicht nebeneinander laufen und nicht an unübersichtlichen Stellen, wie zum Beispiel vor Kurven, stehen bleiben. Immer festes Schuhwerk tragen, eine Beleuchtung sowie Helm und Skibrille dabeihaben.“ So steht dem Rodelvergnügen nichts mehr im Wege.

http://rodlbauprantner.at

Tiroler Apfelbrot – Rezept

Riecht ihr es auch? Es duftet nach Weihnachten: Nach Tannen, frisch gebackenen Keksen und – leckerem Tiroler Apfelbrot!

Verzaubert eure Familien und Gäste damit. Ich backe mit euch heute Tiroler Apfelbrot – nach einem altüberlieferten Rezept, mit einfachen Zutaten, welches ganz sicher jedem von euch gelingen wird. Das Apfelbrot wird auch als eine schnelle und einfache Variante des “Zelten” bezeichnet, die jedoch mindestens ebenso gut schmeckt.

Tiroler Apfelbrot Zutaten

1,5 kg Äpfel

30 dag ganze Nüsse

30 dag Feigen

50 dag Zucker (ich mag es etwas weniger süß und nehme nur die Hälfte)

30 dag Rosinen

1/8 l Rum

3 EL Kakao

1 TL Nelkenpulver

1 TL Zimt

½ TL Lebkuchengewürz

1 Prise Salz

50 dag Roggenmehl

50 dag Weizenmehl

2 Pkg. Backpulver

Tiroler Apfelbrot Zubereitung:

Feigen halbieren und in eine große Schüssel geben.

Rosinen und Nüsse dazugeben.

Geriebene Äpfel dazugeben. Man kann die Äpfel auch mit der Schale verwenden, hab beides ausprobiert – macht keinen Unterschied und man spart sich Arbeit .

Zucker, Kakao, Nelkenpulver, Zimt, Lebkuchengewürz, Salz und Rum dazugeben, gut vermischen und mit einem Tuch bedeckt über Nacht stehen lassen.

Roggen- und Weizenmehl sowie das Backpulver untermengen und in der Schüssel gut vermengen.

Masse auf die Arbeitsfläche geben und gut durchkneten, bis man eine schöne Teigkugel hat. Damit es nicht klebt, Mehl verwenden.

Entweder zwei große oder vier kleine Laibchen formen, mit Wasser bestreichen und  auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Bei 150 Grad ca. 1 Stunde backen.

Tipp: Wenn ihr das Tiroler Apfelbrot schön verpackt, ist es auch eine wunderbare Geschenkidee, über die sich mit Sicherheit jeder freut!

Das fertig gebackene Apfelbrot gut auskühlen lassen. Wenn man es nicht sofort isst, lässt es sich auch sehr gut einfrieren.

In Scheiben schneiden und mit frischer Bauernbutter genießen.

Gutes Gelingen und lasst es euch schmecken!

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