Kraftort: St. Magdalena im Halltal

Das wildromantische Halltal

Der Kraftort St. Magdalena liegt im wildromantischen Halltal, im Naturpark Karwendel. Das Halltal ist geprägt von schroffen Felswänden und einer atemberaubenden Flora und Fauna. Vom Parkplatz (Halltal – Eingang) wandert man rund zwei Stunden bis nach St. Magdalena. Der Aufstieg lohnt sich. Das ehemalige Kloster wurde an einer weiten Waldlichtung erbaut. Beim Anblick spürt man, dass es sich um einen besonderen Ort handelt. Neben der Kapelle zur Heiligen Magdalena befindet sich ein zünftiges Berggasthaus. Für Körper, Geist und Seele ist somit bestens gesorgt!

Die Entstehungsgeschichte

Die Geschichte vom Kraftort St. Magdalena geht bis ins Jahr 1441 zurück. Zu Ehren des Heiligen Ruperts entstand in diesem Jahr ein Kloster sowie eine Kapelle. Die klösterliche Vereinigung mit dem Titel “Waldbrüder” hielt rund sieben Jahre Einzug. Im Jahr 1448 zogen zwei Waldschwestern in das Kloster ein und lebten nach den strengen Ordensregeln der Augustiner. Das Klima im Halltal war damals schon ein sehr hartes. Dennoch verhalfen die beiden Schwestern St. Magdalena zu einer Blütezeit gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Nach einem Neubau beherbergte das Kloster 24 Schwestern und einen Kaplan. Kaiser Maximilian I. stellte im Jahr 1495 einen besonderen Schutzbrief für das Kloster aus.

Der Klosterkomplex per se

Betrachtet man die Kirche von außen, stellt man fest, dass es weder eine Gliederung noch einen Turm gibt. Auch Chor und Schiff sind gleich breit. Betritt man das Gebäude, entdeckt man am Gewölbe Sternrippen mit runden Schlusssteinen auf achteckigen Wandkonsolen. Die Jahreszahl 1468 bei der Gewölbemalerei dürfte ein Hinweis für die Fertigstellung der Kirche sein. Auch über die Namensgebung gibt es einige Spekulationen. Manche beziehen sich auf die Verschiebung des Kirchweihtags auf den Tag der Heiligen Maria Magdalena. Der Grund für diese Änderung könnte mit der Tochter des damaligen Bürgermeisters zu tun haben. Sie trug den Namen Magdalena und trat um diese Zeit in das Kloster im Halltal ein. Andere wiederum vermuten, dass es mit den Bergheiligen zu tun hat. Neben dem Heiligen Rupert, dem Heiligen Nikolaus sowie der Heiligen Barbara, ist auch die Heilige Maria Magdalena für den Bergbau von Bedeutung.

Wissenswert: Der spätgotische Flügelaltar in der Haller Friedhofskapelle befand sich ursprünglich in der Klosterkirche St. Magdalena im Halltal. Im Jahr 1923 wurde er in die Magdalenenkapelle nach Hall übersiedelt.

Salzbergbau rund um St. Magdalena

St. Magdalena ist eng mit dem Salzbergbau verbunden. Viele Legenden rangen sich rund um das Salzvorkommen im Halltal. Eine davon geht auf das 13. Jahrhundert und den Ritter Nikolaus von Rohrbach zurück. Auf einem seiner Jadgausflüge ins Halltal berichteten ihm Jäger von Rotwild, welches sich ständig bei den schroffen Feldwänden aufhielt. Fast so, als ob sie dort Salzsteine ablecken. Der Ritter konnte es nicht glauben und ging dem nach. Er stellte fest, dass dem wirklich so war und das Gestein salzig schmeckte: Dies war die Geburtsstunde des Salzbergbaus im Halltal! 1272 wurde der erste Stollen in den Berg geschlagen. Im Laufe der Zeit entstanden gesamt acht Stollen. In den ersten Jahren wurde das Salz direkt am Berg versotten. Viel später erst hat man die Soleleitungen in die Salinenstadt Hall in Tirol gelegt. In großen Sudhäusern wurde die Sole am Salinenareal versotten.

TIPP: Bei Führungen im Bergbaumuseum Hall bekommt man einen Einblick in die Geschichte der Salzgewinnung. Direkt in der Haller Altstadt wurde ein Stollen aus dem Jahre 1967 nachgebaut!

Wandern wie anno dazumal

Das Halltal ist das Tor zum Naturpark Karwendel – ausgezeichnet als Naturpark des Jahres 2020. Unberührte Natur, schroffe Felswände und smaragdgrüne Bäche ziehen Besucher in einen magischen Bann. Kein Wunder, dass St. Magdalena zu einem der Kraftorte in der Region Hall-Wattens zählt. Hier kommt man zur Ruhe und sammelt neue Energien für die kleinen und großen Herausforderungen im Alltag. Der Weg ins Halltal zeigt einem so manche Grenze auf: Es lohnt sich aber jeder Schritt! Begibt man sich in das Tal hinein, begegnet man immer wieder historischen Stationen. Hierbei handelt es sich um den Solwanderweg der Region Hall-Wattens. Die Tafeln geben Auskunft über die damalige Zeit.

TIPP: Wer sich aber auf eine Wanderung wie damals begeben will, kann dies im Rahmen des Sommerwochenprogramms tun. Von Mai bis Oktober findet immer Sonntags um 09:00 Uhr die Wanderung “Wandern wie früher – Von St. Magdalena zum Issboden” statt.

Auf Wanderschaft mit Susi

Eine solide Vorbereitung ist die halbe Wanderschaft…

Eine Wanderschaft inmitten der Tiroler Bergwelt ist meine große Leidenschaft! Als Wanderführerin plane ich jeden Sommer über einige spannende Touren: Gruppengröße, Schwierigkeit der Tour, Ausrüstung, Wetter und Sicherheit spielen dabei eine wichtige Rolle.

Es macht einen großen Unterschied, ob man alleine oder in Gesellschaft wandert. Daher ist es bei einer Wandergruppe äußerst wichtig, im Vorfeld abzuklären, wie erfahren, trittsicher und konditionell stark die TeilnehmerInnen sind. Außerdem sollte man eine Alternativroute in petto haben. Ich finde aber, dass gemeinsam wandern viel mehr Spaß macht und in Notfällen kann man sich auch gegenseitig unterstützen. Sollte man die Bergwelt dennoch alleine erkunden, ist es eine gute Idee, Familie oder Freunde vorher zu informieren. Sicherheit geht vor!

Ein weiteres Gebot beim Wandern ist es, immer auf das schwächste Glied in der Runde Rücksicht zu nehmen. Darum ist es auch sinnvoll, wie bereits erwähnt, alternative, leichtere oder kürzere Routen im Kopf zu haben.

… und unerlässlich für den Gipfelsieg

Hat man sich einen Überblick über die Wandergruppe verschafft, passt man den Schwierigkeitsgrad einer Route an die Wanderer und den Verhältnissen entsprechend an. Tipp: An dem alpinen Wegenetz in Tirol kann man sich gut orientieren. Je nach Schwierigkeit der Wege wird zwischen Wanderwegen, roten und schwarzen Bergwegen und alpinen Routen unterschieden.

Das Wetter sollte man nicht nur bei der Planung, sondern auch während der Wanderschaft stets im Blick haben, da sich in den Bergen die Wettersituationen lokal sehr schnell verändern kann. Ein Blick nach oben lohnt sich also immer – auch der Aussicht wegen! Zudem gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Ein Sprichwort, das auch bei Wanderungen stimmt. Entsprechende Ausrüstung und ein vernünftig gepackter Rucksack mit genügend Proviant dürfen bei keiner Tour fehlen!

Die Zeit spielt beim Wandern auch eine wichtige Rolle, daher gilt: Frühzeitig losstarten, genügend Pausen einplanen und auch einmal eine kurze Rast einlegen, um die imposante Bergwelt oder einfach nur den Moment zu genießen!

Ich packe meinen Wanderrucksack

Eine zweckmäßige Ausrüstung ist das Um und Auf für eine angenehme Wandertour. Packt den Rucksack nicht zu voll, oft sind die Rucksäcke viel zu schwer und man verliert schon nach den ersten paar Schritten die Motivation. Meine Packliste habe ich euch anbei zusammengestellt:

  • Wetterschutz (Regenjacke, eventuell Überhose)
  • leichte Ersatzwäsche
  • Handschuhe und Mütze, Sonnenschutz (Brille, Hut, Creme, Lippenstift)
  • gefüllte Trinkflasche
  • Jause oder etwas Geld für die Einkehr auf der Alm
  • Stirnlampe oder Taschenlampe
  • Erste-Hilfe-Set
  • Biwaksack
  • Wanderkarte
  • Taschenmesser
  • Kenntnis der alpinen Notrufnummern: Euro-Notruf 112, Alpin-Notruf 140 sowie Rettung 144. Tipp: ins Handy speichern 🙂

WISSENSWERT: Wisst ihr noch wie das alpine Notsignal funktioniert? Eine kleine Auffrischung gibt es hier!

Bergsommer zwischen Karwendel und Tuxer Alpen

Egal ob ein einfacher Spaziergang, eine leichte Almenwanderung, eine Gipfeltour oder eine Mehrtagestour, gemütlich oder sehr sportlich, mit oder ohne Einkehr: Für jeden ist etwas dabei. Die kleinen Wanderzwerge kommen dabei auch nicht zu kurz, wie zum Beispiel am Piepmatzweg oder in der Bergerlebniswelt “Kugelwald am Glungezer”!

Wer geführte Touren vorzieht, kann sich eine spannende Wanderung aus dem vielfältigen Sommerwochenprogramm aussuchen. Von einem Kräuterspaziergang über eine Kapellenwanderung mit kulturellem Schwerpunkt bis hin zur Almwanderung im Karwendel, dem größten Naturpark Österreichs, oder einer Nature Watch- oder Gipfeltour: Für genügend Abwechslung ist gesorgt!

Das Schöne für mich an der Region Hall-Wattens ist, dass man sowohl in den Tuxer Alpen als auch im Karwendel unterwegs sein kann. Durch die verschiedenen Gesteinsarten wie Tuxer Urgestein, Wettersteinkalk und Dolomit ergeben sich zwei unterschiedliche Landschaftsbilder, einerseits das schroffe, felsige Karwendel andererseits die lieblicheren Tuxer Alpen. Auch Flora und Fauna unterscheiden sich aufgrund der unterschiedlichen geologischen Beschaffenheit!

Unterwegs im Naturpark Karwendel

Der Naturpark Karwendel ist zum Naturpark des Jahres 2020 gewählt worden. Im Rahmen des Wochenprogramms könnt ihr euch mit mir “Auf Schusters Rappen” begeben:

Almzeit im Naturpark Karwendel: Von Gnadenwald aus wandern wir durch den Wald bis zur Hochebene der Walder Alm. Das sonnige Hochplateau mit traumhaftem Rundblick über Karwendel und Tuxer Alpen ist der ideale Ort zum Verweilen. Nach der Brettljause kehren wir über die Ganalm oder direkt, je nach Lust, Laune und Kondition, nach Gnadenwald zurück.

Wandern wie früher – Von St. Magdalena zum Issboden: Bequem geht es mit dem Shuttleservice vom Halltal Eingang bis nach St. Magdalena. Auf wildromantischen Steigen wandern wir entlang des Halltalbaches. Die Wanderung führt zum Issboden, der für seine Pflanzenvielfalt bekannt ist. Mit etwas Glück lassen sich auch Gämse, Steinböcke und Steinadler beobachten – dank dem Swarovski Fernglas sehen wir stechend scharf!

TIPPS: Weitere Outdoor Aktivitäten

Ich wünsche euch einen schönen Bergsommer, mit vielen aufregenden Momenten!

Der Naturpark Karwendel stellt sich vor

Der größte Naturpark Österreichs

Der Naturpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und ist mit einer Fläche von 727 km² der größte Naturpark Österreichs. Als selbständiger Gebirgsstock wird das Karwendel im Süden durch das Inntal zwischen Zirl und Jenbach begrenzt. Im Westen bildet das Seefelder Plateau, im Norden die Isar und im Osten der Achensee die naturräumliche Begrenzung des Karwendels. Eine große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren findet sich im Karwendel wieder. Aufgrund der klimatischen und topografischen Gegebenheiten verfügt das Karwendel über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen wie Urwäldern sowie Wildflüssen und beherbergt eine sehr hohe Artenvielfalt. 1305 Pflanzenarten und 3300 Tierarten wurden bisher nachgewiesen und jedes Jahr kommen neue hinzu.

AlmenREICH

Neben den schroffen Gebirgsstöcken und Wildflüssen zählen die 101 Almen zu den landschaftsprägenden Elementen im Naturpark Karwendel. Darunter ist auch die Walderalm bei Gnadenwald. Im gesamten Gebiet verbringen rund 7000 Rinder ihren Sommer auf einer Alm im Karwendel. Um die traditionelle Almwirtschaft zu erhalten, unterstützt der Naturpark die Bewirtschafter beim Erhalt von traditionellen und typischen Almgebäuden, beim Rücksichtnehmen auf Moore, Feuchtflächen und spezielle Wiesentypen.

WaldREICH

Ca. 50% des Karwendels sind bewaldet. Trotz der Präsenz des Menschen und seiner Nutzungen konnte sich das Karwendel bis heute eine Fülle von naturkundlich interessanten Waldgesellschaften bewahren. Die Palette reicht von den sehr trockenheitsliebenden Wäldern entlang der Martinswand, über klassische Fichten- Tannen- Buchenwäldern im Halltal, Eibenbestände im Vomperloch bis hin zu Spirkenvorkommen  im Hinterautal. Der Naturpark hat eine reiche Spechtfauna von europäischer Bedeutung. Gemeinsam mit den Waldbesitzern bemüht sich der Naturpark Karwendel, die Ansprüche dieser Vogelarten im Waldbau zu berücksichtigen. Darüber hinaus wurden bisher 11 Naturwaldreservate mit ca. 512 ha eingerichtet, wo auf jegliche forstliche Nutzung verzichtet wird.

WasserREICH

Das Karwendel ist reich an Quellen und Wasser: über 350 Quellen speisen das Wasserreich. Aufgrund des geringen Verkarstungsgrades und der langen Verweildauer im Berg von 8 bis 15 Jahren besitzt das Karwendelwasser eine ausgezeichnete Qualität. 10% der Quellen dienen der Trinkwasserversorgung der Karwendelregion. Der Wasserstollen im Halltal versorgt die umliegenden Gemeinden mit frischen Wasser jeden Tag, Zwischen 250 und 450 Liter bestes Trinkwasser fließen pro Sekunden aus dem Stollen aus. Zuvor ist es rund zehn Jahr durch den Fels gesickert und gereinigt worden.

TIPP: Das WasserREICH hautnah erleben mit einer Wanderung zum Fallbach

Für all’ jene, die nach der Arbeit oder einem anstrengenden Tag der Hektik des Alltags entfliehen wollen, bietet sich die Wanderung zum Wasserfall “Fallbach” in Gnadenwald an. Am Parkplatz zum Eingang des Halltals stellt man das Auto ab. Dem Besinnungsweg nach Gnadenwald wandert man gemütlich entlang, bis man auf Höhe der Bogner Aste sich links halten muss. Zwischen den Bäumen geht es leicht bergauf – die kleine Anstrengung wird mit einem mystischen Platz und dem Wasserfall belohnt.

Das Halltal – ein Tal mit Geschichte

Das Karwendel besitzt zudem eine 130-jährige alpintouristische Geschichte. Jährlich besuchen rund 1,1 Mio. Menschen den Naturpark. Alm- und Forstwirtschaft sowie die Jagd prägen das Gebiet seit Jahrhunderten und sind ein wichtiger Bestandteil des Naturparks Karwendel. Schon Kaiser Maximilian I. kam zur Jagd ins Halltal. Bei thematischen Führungen wird “Die Jagd zur Zeit Maximilian I – Weidmanns Heil” sowie der Solewanderweg Interessierten die Geschichte von damals näher gebracht.

Wandertouren im Halltal

Im Naturpark Karwendel gibt es unzählige Wanderungen und Bergtouren. Egal ob Spaziergänger, Wanderer, Familien, Bergsteiger, Kletterer, Klettersteiggeher oder Gipfelstürmer, der Alpenpark ist ein wahres Paradies. Die Natur und Landschaft spielen zu jeder Jahreszeit alle Facetten. Sei es im Frühling, wenn die Natur Tag für Tag wieder zu Leben erwacht oder im Herbst, wenn sich die Wälder bunteinfärben und sich die Tierwelt auf einen langen Winter einstellt.

Der Tourismusverband der Region Hall-Wattens bietet im Sommer sowie im Winter jeden Freitag eine geführte, naturkundliche Wanderung ins Halltal an.

TIPP: Das Team Karwendel ist immer auf der Suche nach Menschen, die gerne einen aktiven Beitrag zum Naturschutz leisten wollen. Zahlreiche Gelegenheiten werden geboten, um bei den unterschiedlichsten Projekten mitzuarbeiten.

Neugierig geworden? Der Naturpark Karwendel freut sich auf euren Besuch.

Auf Du und Du mit den Gämsen im Karwendel

Die Wanderung im Überblick: Unsere Wandertour startet am Halltal Parkplatz (780 m) in Absam und führt uns ab der zweiten Ladhütte über den Weg 222 zur Bettelwurfhütte (2.077 m). Von dort aus wandern wir über ein Teilstück des Karwendel Höhenwegs zum Lafatscher Joch und steigen über Issanger ab nach St. Magdalena. Auf dem Solewanderweg verlassen wir das Halltal und erreichen so wieder unseren Ausgangspunkt im Tal.   

Eine wahrlich facettenreiche Tour! Von dichten Wäldern, karger Felslandschaft bis hin zu blühenden Blumenwiesen und plätschernden Bächen – die Naturlandschaft im Halltal ist so vielfältig wie auch einzigartig. Gams-Garantie inklusive.

Tag 1: Aufstieg zur Bettelwurfhütte

Vom Parkplatz Halltal bis zur Bettelwurfhütte würde ich die Wanderung wie folgt in drei Abschnitte unterteilen. Insgesamt braucht man für den Aufstieg zur Hütte über den Normalweg 222 ca. 3,5 Stunden.

Im ersten Teil der Wanderung wandert man vom Parkplatz aus über einen aspahltierten Weg bis zum Trinkwasserstollen im Halltal. Der Weg verläuft leicht ansteigend durch den Wald. Bei den Brunnen am Wegrand kann man die Wasserflaschen mit eiskaltem Quellwasser füllen.

Direkt neben dem Trinkwasserstollen startet der anstrengende Teil der Wanderung. Über einen Steig, welcher zur Gänze der Sonne ausgesetzt ist, führt der Weg über Steine und Felsen hinauf auf den Berg. Schwierige Passagen sind mit Aufstiegshilfen und Stahlseilen ausgestattet. Für diesen Abschnitt sollte man schwindelfrei und trittsicher sein. Es empfielt sich die Wanderung am Morgen zu starten.

Bereits während des Aufstieges hat man einen traumhaften Ausblick ins Inntal und auf die umliegenden Gipfel.

Im letzten Drittel der Tour kann man die Bettelwurfhütte bereits erkennen. Imposant präsentiert sich diese an der Südflanke des Kleinen Bettelwurfs. Die Aussicht auf eine wohlverdiente Mahlzeit sowie ein erfrischendes Getränk motiviert. Landschaftlich ist das Bild im letzten Abschnitt von einem Meer aus Latschen geprägt.

Wir erreichten mit der Bettelwurfhütte unser geplantes Tagesziel. Seit der Sommersaison 2018 bewirten Christine Art und Ralf Kress die Hütte.

Der Ausblick von der Sonnenterrasse der Hütte ist beeindruckend. Am Tag als auch in der Nacht. Beim Abendessen überraschte uns ein Halbpensionsmenü, welches man auf einer Seehöhe von 2.077 m nicht erwarten würde. Auch der Kaiserschmarrn am Nachbartisch sah verlockend aus. Beim nächsten Besuch wird es wohl ein Kaiserschmarrn werden. Zum Ausklang der ersten Tour gab es noch einen Latschenlikör.

Christine und Ralf sind Hüttenwirte mit Leib und Seele. Für Tourenauskünfte, Fragen zum Wetter und der Landschaft standen sie uns stets zur Verfügung. Gastfreundschaft wird hier groß geschrieben!

Tag 2: Abstieg über das Lafatscher Joch

Trotz der Tatsache, dass wir am Vortag brav aufgegessen hatten, ließ uns das Wetter am zweiten Tag im Stich. Bei leichtem Regen und schlechter Sicht machten wir uns auf den Weg. Von der Bettelwurfhütte ging es über eine kleine Teilstrecke vom Karwendel Höhenweg zum Lafatscher Joch.

Der Weg von der Hütte bis zum Joch war trotz schlechter Sicht gut begehbar. Begleitet wurden wir von Gämsen. Zuerst waren sie im Nebel versteckt, dann waren welche neben uns, später hinter, vor und ober uns … Überall waren Gämsen.

Jeder von uns konnte schon einmal die ein oder andere Gämse in freier Natur beobachten. Eine solche Vielzahl an Gämsen hatte jedoch keiner von uns zuvor gesehen.

Über einen Schotterweg stiegen wir vom Lafatscher Joch hinunter zum Issanger. Mystisch. Das Blumenparadies Issanger und der umliegende Wald hüllten sich in einen Schleier aus Nebel.

Über Issanger ging es dann in Richtung St. Magdalena. Hier legten wir noch eine kurze Rast ein, bevor wir über den Solewanderweg wieder ins Tal zurück kehrten. Der Abstieg über das Lafatscher Joch zum Parkplatz Halltal dauert in etwa 4 Stunden.

Weitere Tourenvorschläge rund um die Bettelwurfhütte findet ihr hier.

 

Auf Entdeckungsreise mit Kindern im Halltal

Kinder lieben die Natur und sind am liebsten draußen unterwegs. Für sie ist es der ideale Entwicklungsraum. Deshalb haben wir am Sonntag mit unseren Zwillingen das Halltal im Naturpark Karwendel erkundet. Zugegeben nicht das gesamte Tal, denn es gab bereits im unteren Abschnitt so viel zu entdecken und erleben, dass wir für die gesamte Halltallänge vermutlich eine gesamte Woche gebraucht hätten. Und so beschränkte sich unsere Tour vom Halltal – Eingang bis zur Bergerkapelle, von dort nahmen wir rechts den kurzen, etwas steilen Weg hinunter zum Halltalbach, überquerten diesen und folgten dem Wanderweg bis hinunter zum Besinnungsweg. Von dort aus ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt. Aber alles der Reihe nach:

Spielplatz am Halltal-Eingang

Am großen Parkplatz angekommen und aus dem Auto gesprungen, haben Mathilda und Adele natürlich sofort den Spielplatz entdeckt und in Beschlag genommen.

Brücke

Und so hieß es zuerst einmal verweilen und den Blick auf die imposante Bergkette des Bettelwurfmassivs bzw. auf der gegenüberliegenden Südseite die Tuxer Alpen zu genießen. Der Spielplatz ist im Vergleich zu anderen bewusst minimalistisch gehalten. Wasser und Holz sind die Hauptelemente, die ihn ausmachen und dadurch das Naturjuwel Halltal widerspiegeln soll. Schließlich waren es in der Vergangenheit Wasser und Holz, die den Salzbergbau im Halltal massiv mitbestimmt haben. Zahlreiche Schautafeln informieren den interessierten Besucher über Geschichte, Natur, Berghütten etc.

Information am Eingang

Information am Eingang

Links unterhalb der Brücke gibt es ein tolles Wasserspiel mit verschiedenen Bahnen, Wasserrädern sowie einen Bereich zum Sandspielen.

Wasserspiel 1

Das tolle Wasserpiel lädt zum Plantschen ein.

Im oberen Teil des Spielplatzes lädt vor allem das Kneippbecken zum Plantschen ein – hier können auch Erwachsene ihre müden Wanderfüße in das kühle Nass tauchen.

Kneippbecken 1

Wie gemacht für müde Elternfüße….

In der Sprungbahn der Olympiasieger können sich größere Kinder im Weitsprung üben.

Sprungbahn 2

Adele hat es für ihr Sandspiel „zweckentfremdet“ 🙂

Ein Holzzug mit Glocke, unterschiedliche Klettermöglichkeiten und Balancierbalken aus Holz sowie ein von Kindern gestaltetes Insektenhotel runden das Angebot noch zusätzlich ab.

Jausenstation für Minis

Obwohl erst knapp eine Stunde vergangen ist, haben die Kleinen bereits Hunger – aber klar: entdecken macht hungrig. Obwohl es genügend Sitzgelegenheiten gibt, haben sich unsere Kinder für das kleine Holzhäuschen entschieden, und wollen dort ihre Jause verzehren.

Jausenstation für Minis

Jausenstation für Minis

Nachdem wir wieder gestärkt sind, geht es mit der eigentlichen Entdeckungsreise los. Wuchernde Sträucher, hohe Bäume, Tannenzapfen, raschelndes Unterholz, Blumen und vor allem der Halltalbach mit seinem kristallklaren Wasser lässt die Kinder in ihre Welt – die der Natur – eintauchen. Auch wenn Spielplätze toll und unverzichtbar sind, so ist es doch die Natur selbst, die den perfekten Spielort für Kinder ausmacht.

im Wald

Der kurze Steig führt zum Bach.

Entlang des asphaltierten Weges bis zur Bergerkapelle folgen wir einmal einem kurzen Steig, der uns zum Bach hinunter bringt. Unten angekommen, entledigen sich Mathilda und Adele natürlich sofort ihrer Schuhe und Socken und wollen das Wasser erkunden.

Füße Adele

Ui, ist das kalt!

Eiskalter Wasserspaß

Doch sie merken schnell, daß trotz der fast sommerlichen Temperaturen an diesem wunderschönen Maitag, das Wasser bitterkalt ist. Aber dies tut der Freude keinen Abbruch. Nur unser Hund freut sich über die erfrischende Abkühlung und will das Bachbett nicht mehr verlassen.

Sonnenhut u Bach

Den Badespaß heben wir uns für den Hochsommer auf.

Nach diesem Zwischenstopp „klettern“ wir wieder hinauf Richtung Straße und gehen weiter bis zur Kapelle. Dort zweigen wir rechts in den Weg ab, der uns auf die östliche Bachseite bringt. Von dort geht es hinab zum Besinnungsweg und zurück zum Ausgangspunkt.

Unsere müden Mäuse freuen sich nun auf eine Kugel Eis und schlafen heute Nacht bestimmt sehr gut. 🙂

Brunnen Halltal

Eine willkommene Erfrischung am Brunnen

Reines Trinkwasser für höchste Lebensqualität

Die 25-Gradmarke ist geknackt und viele sind bereits voller Vorfreude auf ein Bad in einem der traumhaften Tiroler Bergseen oder Bäder. Wasser ist ein echtes Lebenselixier und gleichzeitig ist erfrischendes Trinkwasser wohl der beste Durstlöscher nicht nur bei sommerlicher Hitze.

Das Tiroler Tor zum Karwendelgebirge ist das Halltal.

Das Tiroler Tor zum Karwendelgebirge ist das Halltal.

„Mit dem Wasser aus dem Trinkwasserstollen im Halltal erhalten rund 20.000 Bewohner in der Region Hall-Wattens Trinkwasser von höchster Qualität. Die Sicherung der Trinkwasserversorgung ist sowohl durch die Lage des Stollens als auch zusätzlich durch eine Notversorgungsleitung zwischen Hall und Innsbruck garantiert. Im Ernstfall könnte Hall auch Innsbruck teilweise mit dem lebensnotwendigen kühlen Nass versorgen“, berichtet der lokale Wasserversorger Hall AG.

Der Margarethen-Trinkwasserstollen reicht tief in das Karwendelmassiv

Der Notfall dürfte in Hall eigentlich kaum mehr eintreten. Denn seit das Trinkwasser für Hall und Absam nicht mehr aus Quellenfassungen am Fuße der Bettelwurfreise, sondern aus einem Trinkwasserstollen im Inneren des Bettelwurfmassiv stammt, ist die Versorgung vor Naturkatastrophen wie Muren- und Lawinenabgängen gefeit. „Sogar ein Erdbeben kann der Versorgungsleitung nichts anhaben“, bekräftigte schon vor Jahren der Tiroler Landesgeologe Dr. Gunter Heißel.

Diese krisensichere Leitung „verdankt“ Hall jedoch einem echtem Notfall vor 25 Jahren: Am 31. Juli 1992 verschüttete eine riesige Mure die Quellfassung im Halltal und legte die Wasserversorgung in Absam und Hall lahm. Zahlreiche Quellen der Trinkwasserversorgung für die zwei Orte wurden schwer beeinträchtigt oder gänzlich zerstört. Gut eine Woche lang mussten die Haller mit Wasser aus LKW-Containern versorgt werden, bis eine 4,5 Kilometer lange Notversorgungs-Leitung aus Innsbruck das lebensnotwendige Nass wieder sprudeln ließ. Nach diesem Schock beschlossen die Gemeinden Hall und Absam einen gemeinsamen neuen Stollen zu bauen, der tief in den Bauch des Berges reicht, um an das hochwertige Bergwasser zu gelangen.

Der Margarethen-Stollen führt einen Kilometer in das Karwendelmassiv. Foto: Markus Hauser

Der Margarethen-Stollen führt einen Kilometer in das Karwendelmassiv.
Foto: Markus Hauser

Knapp einen Kilometer geht der Margarethen-Trinkwasserstollen, der zwischen 1995 und 2002 gebaut wurde, ins Berginnere und umfasst neben dem Hauptstollen auch zwei Seitenstollen für die Versorgungssicherheit.

Zehn Jahre vom Berg auf natürliche Weise gefiltert

Durch den speziellen Aufbau des Gesteins im Berginneren – hauptsächlich Kalk und Dolomit und reich an Trennflächen – sickert das Wasser in eine Art natürliche Wanne, die gut 3000 Meter in die Tiefe reicht. Das hier angesammelte Wasser zapft der Trinkwasserstollen an und liefert damit Wasser ins Tal, das im Mittel zehn Jahre vom Berg auf natürliche Weise gefiltert wurde. Dieses kühle Nass hat daher eine einmalige Qualität.

Zum einen ist das Wassereinzugsgebiet im Karwendel, das niederschlagsmäßig optimal gelegen ist, zwischen Laliderer Wänden, Stempeljoch und Vomperloch auf rund 16 Quadratkilometern als Schongebiet ausgewiesen. Außerdem sickert das Oberflächenwasser durch sehr kompakten Fels, die Fassung im Stollen liegt rund 850 m tief im Berg. Damit erhalten Absam und Hall ein Wasser mit 5 bis 6 deutschem Härtegrad, also eher weiches Wasser, mit einer konstanten Temperatur von 5,5 bis 6 Grad Celsius. Dieses bakteriologisch völlig reine Wasser kann so wie es ist an die Kunden weitergeleitet werden.  Zwischen 250 und 450 Liter Wasser – jahreszeitlich bedingt –  fließen pro Sekunden aus dem Stollen aus. Über zwei Leitungen zu den Hochwasserbehältern von Absam (im Halltal) und Hall (in der Walderstraße) werden die Gemeinden versorgt.

Zwischen 250 und 450 Liter bestes Trinkwasser – fließen pro Sekunden aus dem Stollen aus. Zuvor ist es rund zehn Jahr durch den Fels gesickert und gereinigt worden. Foto: Markus Hauser

Zwischen 250 und 450 Liter bestes Trinkwasser – fließen pro Sekunden aus dem Stollen aus. Zuvor ist es rund zehn Jahre lang durch den Fels gesickert und gereinigt worden.
Foto: Markus Hauser

Das vorzügliche Wasser wissen Einheimische sehr hoch zu schätzen. Ebenso lassen sich Gäste nach ihrer Ankunft oftmals erst einmal einen kühlen Schluck kristallklares Wasser aus dem Karwendelgebirge schmecken und genießen auf diese Weise einen perfekten Start in den Urlaub.

Herbstliche Hüttentour zur Bettelwurfhütte – Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wie festgeklebt trohnt sie da. Als Wächterin des Halltals. Vom Bürofenster aus sehe ich sie jeden Tag, nun wurde es Zeit sie einmal zu besuchen: Die Bettelwurfhütte!

sdr

Herbstlich im Halltal

Start der Wanderung war dieses Mal bei den Herrenhäusern im Halltal. Hier geht`s zur Tourenbeschreibung

sdr

Die Herrenhäuser im Halltal

Bettelwurfhütte (72)

Goldene Wand

Da ich die Karwendelrunde mit dem Bike am Vortag noch in den Beinen hatte, haben wir uns zuerst bis hierhin fahren lassen mit dem Halltal-Shuttle. Der Zustieg zum Issanger war traumhaft, einen schöneren Herbsttag kann man sich kaum vorstellen.

Stempeljoch

Stempeljoch

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, dazu die Herbstfärbung der Lärchen im Kontrast zu den grauen, schroffen Wänden um uns herum.

Bettelwurfhütte (75)

Goldener Herbst

Nach fünf Minuten standen wir schon in T-Shirt und kurzer Hose vor der kommenden siebenstündigen Wanderung.

Anschließend an den Issanger folgte die Hitzeschlacht… rauf ging es über groben Schotter und zwischen Latschen zum Lafatscher Joch.

Bettelwurfhütte (86)

Lafatscherjoch und Speckkarspitze

Die wohl heißeste Stunde des ganzen Sommers. 😀 Kein Lüftchen, kaum Schatten, nicht nur der Hund verschwand sofort in den Schneemulden oben am Joch. 🙂 Zum Glück gab es viele Foto-Steh-Ausreden bis hierherauf.

Bettelwurfhütte (87)

Lafatscherjoch

Das Lafatscherjoch belohnte uns mit einem kühlen Lüftchen und einem Traumausblick.

Lafatscherjoch

Lafatscherjoch

Danach sollte es noch 1 1/2 Stunden auf einem “Panoramaweg” zur Bettelwurfhütte gehen.

Bettelwurfhütte Panoramaweg

Bettelwurfhütte Panoramaweg

Dieser Weg glänzt wirklich durch sein Panorama! Allerdings sollte man die Augen auf alle Fälle auf den Weg richten und lieber ab und an stehen bleiben – zum Staunen!

Bettelwurfhütte (116)

Aussicht genießen!

Der Bettelwurfgipfel im Aug`

Den Bettelwurfgipfel und den Wegverlauf im Aug`

Anschließend ging es im leichten Auf und Ab, die Bettelwurfhütte im Blick, das Inntal und unzählige Berggipfel im Ausblick, dahin. Mal über Geröll, Fels, kleine Wiesenabschnitte…

Bettelwurfhütte (125)

… begleitet von einigen Gämsen.

Bettelwurfhütte (127)

Danach war es  bald geschafft und die Bettelwurfhütte inzwischen schon ziemlich nah. Dreißig Minuten sollte es aber noch dauern.

Bettelwurfhütte (129)

Die Bettelwurfhütte zum Greifen nah

Bettelwurfhütte (139)

Die letzte knifflige Hangquerung

Dann: Ausrasten – Panorama genießen – TRINKEN!

dav

Bettelwurfhütte

dav

Mittagsschlaf!

Bettelwurfhütte (163)

Genießen!

dav

Schließlich muss aber auch das schönste Platz irgendwann wieder verlassen werden – auch wenn dieser einer der Tage war, an dem es besonders schwer fiel. So machten wir uns wieder auf den Rückweg… glücklich, sonnengebadet und mit vielen tollen Herbsteindrücken!

Bettelwurfhütte

Bettelwurfhütte

Achtung: Leider ist der direkte Anstieg über den “Normalweg” Nummer 222 immer noch wegen Steinschlaggefahr offiziell gesperrt! Für An- und Abstieg bietet sich daher nur der Weg über das Lafatscher Joch an, oder der Aufstieg über den Klettersteig!

 

32 % Steigung als Herausforderung für Bergkönige

Es ist eine Rad- und Lauf-Veranstaltung der Superlative: Der 15. Halltal-Express am 11. Juni 2017 im Tiroler Halltal lockt ambitionierte Sportler von nah und fern. 32 Prozent Steigung am Bettelwurfeck, 680 Höhenmeter und 5,2 Kilometer Streckenlänge – hinter den nackten Zahlen des Halltalexpress steht für alle Bergköniginnen und -könige aber vor allem eines: die Herausforderung, das Ziel am Ende des Halltales zu erreichen. Und weil es gemeinsam mehr Spaß macht, ist der Halltalexpress seit jeher ein Teambewerb für Läufer und Biker jeden Niveaus. Halltal Express - Mountainbiker am Bettelwurfeck

Im Prinzip wird auch die 15. Auflage des Halltalexpress ein Rennen für Biker und Läufer werden, in dem es um den Sieg geht. Aber der Halltalexpress ist viel mehr: die Fans, die die Strecke im Halltal säumen, machen nämlich keinen Unterschied zwischen Profi und Hobbysportler. Selbst wenn das Rad eine Teilstrecke geschoben wird, oder man kurz geht, statt läuft: der Stimmung tut das keinen Abbruch. Am Bettelwurfeck berichtete schon so mancher Teilnehmer von „Gänsehautfeeling”, wenn die Zuschauer durch Zurufe und Klatschen die Sportler Richtung Ziel bei den Herrenhäusern trugen und auch heuer wieder tragen werden.
Berühmtheit erlangte das Tal ja durch den Salzabbau, der allerdings 1967 endete. Wer sich auf die Wanderung durch das 7km lange Tal begibt, kommt auch heute an den Spuren der Salzgewinnung nicht vorbei. Genießen sie anschließend einen Einkehrschwung beim Alpengasthof St. Magdalena bei Live Musik, Speis und Trank.

 

Halltal Express - Läufer am Bettelwurfeck

Für jene, die um den Sieg mitlaufen oder mitfahren, bedeutet es aber natürlich auch, die bestehenden Rekorde zu brechen. Bei den Bikern gilt es den Rekord von Andreas Traxl, 24:58 Minuten zu unterbieten und der schnellste Läufer bisher war Martin Mauser in einer Zeit von 27:56 Minuten! Auch die Damenbestzeiten von Patriza Wacker mit 30:48 Minuten auf dem Bike, und die bisher am schnellsten laufende Dame – Lisa Reisinger mit 33:14 Minuten gilt es zu schlagen.

Nachmeldungen am Renntag sind nur von 8.00 bis 9:30 Uhr möglich. Da die Teilnehmerzahl auf 250 beschränkt ist, wird eine Voranmeldung empfohlen. Das Rennen beginnt um 11:00 Uhr für die Biker, und um 11:10 Uhr für die Läufer, jeweils im Massenstart. Ab 12:00 Uhr findet beim Alpengasthof St. Magdalena die Siegerehrung und After race party statt, die neben der Preisverleihung um 14:00 auch Speis und Trank und musikalische Unterhaltung bietet.

Alle Informationen zum Halltal-Express auch unter: www.halltalexpress.at

 

 

Es blüht so grün, wenn…

Galerie

Diese Galerie enthält 12 Fotos.

… wenn der Schnee im Frühling schmilzt! Dann nämlich wagen sich einige wunderschöne Frühlingsblumen heraus -und wir können sie im Gebirge bewundern, besonders gut zum Beispiel im Naturpark Karwendel.

Beeindruckende Herbstwanderung auf’s Issjöchl

Am Samstag um acht Uhr morgens starten wir, noch bei leichtem Nebel im Tal unsere Tour auf’s Issjöchl. Taleinwärts im Wald, anfangs parallel der ehemaligen Mautstraße, dann neben dem erfrischenden Gebirgsbach  wandern wir über den Knappensteig bis nach St. Magdalena.

st-magdalena Halltal

Das malerisch gelegene St. Magdalena

Wir halten immer wieder Ausschau mit unseren Ferngläsern nach Gämsen, aber noch will sich keine zeigen. Gut gestärkt mit Jause und Getränken geht es ca. eineinhalb Stunden weiter über einen wildromantischen Bergweg  bis zum Issanger. Jeder ist beeindruckt von der atemberaubenden Schönheit dieser Hochebene. Ein wahres Naturschauspiel und eine, wegen dem perfekten Herbstwetter fast schon kitschige Kulisse.

bild8

Wir bewundern Wiesen voller Herbstzeitlosen, Disteln, Bergflockenblumen, Schwalbenwurzenzian, verschiedene Beeren und vieles mehr, auch Gämsen zeigen sich uns immer wieder.

Nach unserer zweiten kurzen Rast am Issjöchl geht es fast nur mehr bergab, vorbei am König Max – Stollen bei den Herrenhäusern. Wir kehren auch kurz in die Obleitner – Kapelle ein, benannt nach ihrem Gestalter, dem bekannten Haller Bildhauer Karl Obleitner. Hier wacht die Heilige Barbara aber schon viel länger als Schutzpatronin aller Bergleute über das Salzbergwerk und die dort Beschäftigten.

obleitner-kapelle-salzbergwerk

Die Obleitner-Kapelle beim König-Max-Stollen im Halltal

Danach geht es zurück nach St. Magdalena und über den Knappensteig retour zum Ausgangspunkt.

Um 14 Uhr sind alle glücklich und zufrieden wieder im Tal, beeindruckt von der wunderbaren Tiroler Bergwelt!

Die Route im interaktiven Ortsplan