Haller Kirchen erzählen ihre Geschichten: Pfarrkirche St. Nikolaus

Die Altstadt von Hall ist voll von historischen Gemäuern, Prachtbauten und Verborgenem. Vor allem aber erzählen die Gebäude der Stadt viele Geschichten – so auch die mächtige Pfarrkirche St. Nikolaus.

Die Haller Pfarrkirche wurde 1281 erstmals urkundlich erwähnt. Nach der Errichtung einer ersten, spätgotischen Hallenkirche im Jahr 1320 wurde das Gotteshaus ein Jahrhundert später unter Stadtbaumeister Hans Sewer (1420 – 1440) erweitert und ausgebaut. Die Gewerkenfamilie Fieger ließ 1490 eine Privatkapelle an die Fassade mit Zinnengiebel, welcher mit der Figur des Patrons Nikolaus gekrönt ist, anbauen.

Ansicht von Westen mit dem markanten Staffelgiebel und der Statue des Hl. Nikolaus, dem Patron der Haller Pfarrkirche

Den barocken Turm wiederum erhielt die Pfarrkirche nach dem Erdbeben von 1670. Das Innere der Kirche überrascht den Besucher durch den barocken Prunk. Aber – wieso ist der Altarbereich verschoben? Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Für den Erweiterungsbau von 1420 war der Chorraum der Vorgängerkirche weiter verwendet worden. Da die Geländestufe, auf der die Kirche gebaut ist, nach Süden hin steil abfällt, verschob Baumeister Sewer die dreischiffige Halle nordwärts.

Blick durch das Mittelschiff des Langhauses zum Chor. Deutlich ist der Knick in der Raumachse zwischen Langhaus und Chor zu erkennen.

Klerikale Kostbarkeiten in der Pfarrkirche St. Nikolaus

Der Großteil der Innenausstattung entstand nach 1752. Zu der Zeit schuf Josef Adam Mölk mit vielen Gehilfen die Deckenfresken. Sie stellen Szenen der Nikolauslegende und einiger anderer Heiliger dar. Auch die Kanzel, die Altäre und die Orgel wurden zu der Zeit neu gestaltet.

Blick durch das Mittelschiff zur Orgelempore. Die sichtbaren Eisenstangen im Gewölbe wurden nach dem Erdbeben 1670 eingezogen.

Das Altarblatt des prachtvollen, schwarzgoldenen Hochaltar schuf Jan Erasmus Quellinus aus Antwerpen (1657). Dem Haller Künstler Franz Xaver Fuchs ist es zu verdanken, dass das barocke Innere der Kirche nach mehreren Regotisierungsvorhaben am Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten geblieben ist.

Wunderschöner Palmeselchristus aus dem 1. Viertel des 15. Jahrhunderts. Der Palmesel wird jedes Jahr am Palmsonntag schön geschmückt bei der Prozession mitgeführt. Der Innenraum des Esels ist hohl, früher füllte man ihn mit Broten, welche während der Prozession auf den Boden fielen und von der erfreuten Bevölkerung eingesammelt wurden.

Zu den wenigen gotischen Stücken die noch in der heutigen Kirche vorhanden sind, zählen der Palmesel und ein Passionsbild sowie die beiden Steinbecken für Tauf- und Weihwasser und die bekannte Marienstatue im Barockaltar der Waldaufkapelle  im nördlichen Seitenschiff.

Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert mit Spätrenaissance –Aufsatz

In dieser Kapelle ist neben dem Stifter und dessen Familie Kooperator Josef Lambichler (1883 – 1956) begraben. Er kümmerte sich besonders während der beiden Weltkriege aufopfernd um die Haller Jugend.

Waldaufkapelle. Ritter Florian Waldauf stiftete die Kapelle zusammen mit einem bedeutenden Reliquienschatz. Das aufwändig und prachtvoll gestaltete spätgotische Gitter der Kapelle zeigt Wappen des Stifters und seiner Frau Barbara Mitterhofer. Am Altar ist auch die gotische Muttergottes im Strahlenkranz zu sehen, eine der noch wenigen erhaltenen gotischen Figuren in der Kirche.

Aufwändige Renovierung

Aufgrund eines Brandes im Dachstuhl 1880 sowie der Abdeckung des Dachs in Kriegszeiten und des damit verbundenen Wassereintritts wurde eine Restaurierung  der Deckenmalereien notwendig. Es gab insgesamt vier Bauphasen und es wurden auch Projekte wie die Gestaltung des Altarraums, die Erneuerung der Elektrik und der Beleuchtung angegangen. Außerdem reinigte man die Altäre, Zunftstangen und Skulpturen professionell. Ein Riesen-Projekt! Die feierliche Wieder-Eröffnung der Pfarrkirche St. Nikolaus erfolgt dann am 29.10.2017.

Tipp: Wer die Kirche in den nächsten Tagen besucht. kann ein wunderbares, von Speckbacher Schützen bewachtes Ostergrab bewundern. Es ist mit Sicherheit eines der schönsten Ostergräber in Tirol!

Frühlingsausflug zum Romedikirchl in Thaur

Irgendwie ließ der Frühling heuer etwas auf sich warten, findet ihr nicht? Und ist er dann endlich für ein paar Tage eingetroffen. Ob das schöne Wetter anhält? So sicher kann man sich das im März nicht sein! Aus diesem Grund nutzen wir gerade jede sonnige Minute im Freien und haben uns am vergangenen Samstag zu einem Ausflug nach Thaur aufgemacht. Genauer gesagt: Hinauf zum idyllischen Romedikirchl. Reist man mit dem Auto an, kann man wahlweise am Parkplatz Thaurer Alm (vom Gasthof Stangl links hinauf) oder beim Wasserstollen in Thaur parken. Bei Letzterem führt ein kurzer Kreuzweg durch den Wald hinauf zum Kirchl.

Spannender Weg zur Burgruine

Wir haben diesmal allerdings die andere Variante gewählt und sind gemütlich vom Parkplatz Thaurer Alm losmarschiert. Die kurze Gehzeit ist eigentlich nicht der Rede wert, ist man jedoch mit zwei Dreijährigen unterwegs, so kann sogar ein solch kurzer Weg zu einem endlosen Erlebnis werden 🙂

Vor allem, wenn es dort so spannende Dinge zu entdecken gibt wie ein Bienenhaus, niedliche Ponys und natürlich die geheimnisvolle Schlossruine Thaur. In den alten Gemäuern auf Entdeckungsreise zu gehen, ist für Kinder ein echtes Highlight!

Im Jahr 1232 wurde die Burg Thaur erstmals erwähnt und war damals die größte Burg im Inntal. 2003 wurde die heutige Burgruine dann restauriert und wissenschaftlich untersucht. Seit 2001 werden im Rahmen der Thaurer Schlossspiele immer wieder tolle Theaterstücke aufgeführt, u.a. Goethes „Faust“ 2005 oder „Die Geierwally“ im Jahr 2017.

Der Heilige Romedius von Thaur

Unterhalb der Ruine liegen das Romedikirchl und die Gaststätte Romediwirt. Die Burg und das Kirchlein sind eng mit dem Heiligen Romedius verbunden. Er wurde am Schloss Thaur als Sohn des „Grafen von Thaur“ geboren. Er war sehr fromm und gottesfürchtig und ließ die Kapelle zu Ehren des Apostels Petrus erbauen. Nach dem Tod seiner Eltern verschenkte er seinen gesamten Besitz und gründete eine Einsiedelei im Nonstal in Trient. Heute führt der Romedius- Pilgerweg von Thaur nach San Romedio im Nonstal. Die detaillierte Geschichte und Legende rund um den Heiligen Romedius könnt ihr hier nachlesen.

Das Romedikirchl ist auch eines der neuen „Kraftorte“ der Region Hall-Wattens. Die besondere Magie des Ortes spürt man sofort, da waren wir uns einig.

Nach unserer spannenden „Wanderung“ sind wir hungrig beim Romediwirt eingekehrt. Dieser wurde vor einem Jahr neu eröffnet. Die Bauweise ist modern, trendig und trotzdem traditionell. Die Sonnenterrasse bietet einen wunderbaren Ausblick auf das Inntal und die gegenüberliegende Bergwelt. Das Essen war hervorragend und es wurde uns versichert, dass frische und saisonale Produkte aus der Region bzw. aus Österreich sowie Nachhaltigkeit für die Betreiber des Romediwirts an erster Stelle stehen. Während wir Eltern die Frühlingssonne genießen konnten, haben sich unsere Kinder am kleinen angrenzenden Spielplatz ausgetobt.

Obwohl die Ruine, das Kirchlein und der Platz an sich schon Attraktion genug sind, bietet der Ort noch etwas ganz Besonderes: nämlich das Besucherzentrum „rundumthaur“ im ersten Stock des Gasthofs mit einem Museum zur 6.000-jährigen (!) Thaurer Siedlungsgeschichte sowie einer Eulenausstellung des Alpenpark Karwendel. Unseren Kindern haben die ausgestellten Eulenarten – vom Uhu bis zum Raufußkauz – besonders gut gefallen. Für Schulkinder bietet der geschichtliche Aspekt eine tolle Ergänzung zum Schulunterricht.

Weil wir das Wetter ausnutzen wollten und es unseren Kindern so gut gefallen hat, genossen wir dann auch noch einen wunderbaren selbstgemachten Kuchen mit Kaffee und waren schließlich eine der letzten Gäste, die diesen tollen Platz verließen.

Ein winterlicher Familientag am Glungezer

Mit der neuen Glungezerbahn wird das Leben einfacher…wir haben die neue 10-er Gondelbahn auf ihre Familientauglichkeit getestet.

Wir waren mit unseren dreijährigen Zwillingen am vergangenen Wochenende dort – und waren begeistert. Das Personal war ausgesprochen hilfsbereit und freundlich. Wir waren mit den Rodeln unterwegs, und haben uns auch einen Teil vom neuen Premium Glungezer Winterwaldweg angesehen.

Die neue 10er-Gondelbahn: Perfekt für Kind, Hund und Kegel

Zugegeben, wer nostalgisch ist, dem wird der alte Sessellift hinauf zur Mittelstation des Glungezers bestimmt fehlen. Doch seien wir mal ehrlich – gerade uns Familien mit Kindern hat man damit das Leben ungemein erleichtert. Egal ob Sommer oder Winter, man braucht nun für einen Tagesausflug zum Glungezer keine akribische Planung mehr. Denn egal ob Rodel, Klumper, Kinderwagen, Hund, Ski oder Snowboard: nun hat alles gemeinsam mit Mama und/oder Papa in einer Gondel Platz.

Obwohl die Fahrt nur sechseinhalb Minuten dauert, kann man – gerade als Elternteil – in der Kabinenbahn den tollen Rundumblick auf Tulfes, das Inntal und die imposante Bergwelt ganz entspannt genießen, ohne zu befürchten, dass eines der Sprösslinge auf dumme Gedanken kommt.

 

Ein Traum: Glungezer Premium Winterwaldweg

Nachdem die Fahrt bereits so toll und aufregend war, mussten wir zu allererst eine kleine (frühe) Mittagspause einlegen. Wir überquerten die Piste und haben beim Start des Winterwaldweges unsere mitgebrachte Jause verzehrt. An diesem traumhaften Tag, konnte man dort die Sonne ausgiebig genießen. Gut gestärkt konnten wir dann unsere Wanderung beginnen. Der Weg ist bestens präpariert und bietet teilweise unglaubliche Ausblicke auf die Tuxer Alpen.

Lustiger Rodelspaß

Danach ging es auf der Rodelbahn hinab ins Tal. Dazu muss man wieder auf die Nordseite wechseln und fährt zuerst ein Stückchen der Piste entlang, bis dann hinter dem Ausstieg des Schleppliftes die eigentliche Bahn beginnt. Die Abfahrt ist recht lange und macht sehr viel Spaß.

Da es sich um keine offizielle Rodelstrecke handelt, ist die Strecke nicht gesichert und es wird auch keine Haftung übernommen. Unten angekommen befindet man sich nicht direkt bei der Talstation der Bahn, sondern etwas weiter westlich davon. Jedoch kann man hier ganz wunderbar die sogenannte Klumperwiese überqueren, und ist in wenigen Minuten wieder am Parkplatz bzw. der Talstation angekommen. Auf der Wiese lässt es sich mit den Kindern in der Sonne wunderbar spielen und verweilen.

 

Wer nicht schon am Berg beim Gasthof Halsmarter eingekehrt ist, könnte dies zum Beispiel auch im Larchnhittl unterhalb der Glungezerbahn nachholen. Es werden dort neben regionalen Köstlichkeiten auch hausgemachte Kuchen serviert. Eine Sonnenterasse und ein Kinderspielplatz runden das Angebot noch zusätzlich ab.

Fazit: Für uns war es ein entspannter und traumhaft schöner Familientag am Glungezer – wir kommen sicher bald wieder!

Alle Infos und Preise für die Glungezerbahn findet ihr hier: www.glungezerbahn.at

Das Freizeitticket Tirol ist gültig!

Kartoffelblattln mit Sauerkraut: Winterliche Schmankerl zum Nachkochen

Mitten in der Haller Altstadt liegt in einer versteckten Ecke das Traditionsgasthaus Goldener Löwe. Hier kocht Markus Steinmayr in urigem Ambiente. Schon beim Betreten wird klar: Es gehen nicht nur heimische Schmankerl, sondern auch Tiroler Charme und Herzlichkeit über die Theke. Zu Besuch auf einen winterlichen Genussmoment…

Es knarzt. Der alte Holzboden des gemütlichen Traditionsgasthauses in der Altstadt behält nichts für sich. Wer einen Fuß hineinsetzt, steht in einer anderen Welt: Malerisches Gewölbe mit dunkler Holzverkleidung laden zum Staunen und Träumen ein – und versetzen gefühlt ein paar Jahrhunderte zurück. Im Restaurant Goldener Löwe kocht Markus Steinmayr seit 15 Jahren gutbürgerliche Speisen und deftige Leckerbissen.

Je nach Saison mal mit frischem, frühlingsleichtem Bärlauch oder jetzt, in der kalten Jahreszeit, mit herbst-winterlichem Kürbis oder Sauerkraut. Der 45-Jährige schätzt vor allem die Kreativität und den Genuss, den er als Koch ausleben kann. „Das Haus hat meinen Großeltern gehört, es ist Ewigkeiten leer gestanden, doch vor 14 Jahren haben wir es hergerichtet und ein Tiroler Traditionsgasthaus geschaffen.“ Mit gut 100 Plätzen finden im Goldenen Löwen viele Hungrige einen Platz. Wenn die an guten Tagen alle auf einmal verköstigt werden müssen, kommt Markus ins Schwitzen.

Doch für den ehemaligen Rennradprofi und aktiven Läufer ist das kein Problem. „Trotz aller Hektik: Ich bin mein eigener Chef, und das ist das Wichtigste für mich“, sagt er stolz. Die Speisekarte von Markus variiert saisonal. „Im Winter sind Gerichte mit Kürbis oder Sauerkraut beliebt. Aber auch deftigere Gerichte wie Schweinebraten, Zwiebelrostbraten oder Kalbsleber sind der Renner.“ Er selbst kocht gerne mit Thymian – „ weil der so gesund ist“.

Winterliches Traditionsrezept

Was Markus in den letzten Jahren vermehrt festgestellt hat, ist ein Wandel der Gesellschaft: Weg von der Massentierhaltung, hin zu vegetarischen Alternativen. Besonders beliebt sind im Winter zum Beispiel die Kartoffelblattln mit Sauerkraut, ein Tiroler Klassiker. Das Kohlgemüse ist eine richtige Vitamin-C-Bombe, die gerade im Winter auf jedem Speiseplan stehen sollte. „Wer es daheim nachkocht, muss sich aber auf eine Batzerei einstellen“, schmunzelt Markus. Denn die gekochten Kartoffeln werden durch die Presse gedrückt, mit Eidotter, Salz und Pfeffer, Muskat sowie griffigem Mehl vermengt und gut durchgeknetet. Anschließend wird der Teig ausgerollt. „Dann schneidet man die Blattln aus und backt die Leckerei in heißem Fett raus. Dazu wird Sauerkraut serviert.“

Eine Geheimzutat hat Markus nicht. Er arbeitet nach Gefühl und Erfahrung. Und mit ganz viel Leidenschaft im Kochen: „Man muss spüren, wie sich der Teig anfühlt.“

Rezept: Kartoffelblattln mit Sauerkraut

Die Kartoffelblattln mit Sauerkraut sind sehr einfach zu kochen. Markus verrät uns sein Rezept für 4 Personen:

  • 600 Gramm Kartoffeln
  • 170 Gramm griffiges Mehl
  • 4 Eidotter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss gerieben

Kartoffeln mit der Schale kochen, kurz auskühlen lassen, schälen und durchpassieren. Die restlichen Zutaten zu einem Teig verarbeiten und diesen mit einem Nudelholz ca. einen Zentimeter dick auswalzen. Den Teig in (8 cm x 6 cm) Rechtecke schneiden und diese in heißem Fett ausbacken. Serviert mit Sauerkraut ist das ein herrlicher Klassiker aus der Tiroler Küche. Guten Appetit!

Wer sich selbst einmal von Markus Kochkünsten überzeugen möchte, kann Dienstag bis Samstag von 11:00 bis 14:30 Uhr oder von 17:30 bis 24:00 Uhr im Goldenen Löwen in Hall in Tirol vorbeischauen. Sonntag und Montag gönnt sich das Restaurant eine Pause.

 

Richtig Langlaufen: Tipps vom Profi

Wer sich bewegt, hat schon gewonnen. Eine Devise, die es beim Langlaufen auf den Punkt trifft. Die Weltcup-Disziplin mag wie eine Kunst wirken – erlernen kann sie aber jeder. Profi Michael Bucher erklärt, wie Einsteiger ganz einfach in der Spur bleiben.

Michael Bucher vom Nordic Team Absam lehrt Anfängern und Fortgeschrittenen das Langlaufen.

In Gnadenwald weht ein ganz besonderer Wind: Nämlich eine steife Brise Erfolg! In der 800 -Einwohner-Gemeinde in der Region Hall-Wattens trainiert das Nordic Team Absam kleine Langlauf-Könner zu echten Profis. Der Verein fokussiert sich auf die Ausbildung von Kindern im Bereich Langlaufen und Biathlon sowie Skisprung. Hier laufen, springen und schießen also schon die Sieger von Morgen.

Auch wer dem Kindesalter schon entwachsen ist, kann noch (s)ein ganz persönlicher Langlauf-Champion werden. Vereins-Obmann Michael Bucher, 48, Familienvater, verrät Tipps und Tricks, wie Einsteiger in der Spur bleiben. Voraussetzung: „Ein guter Gleichgewichtssinn und ein bisschen Körperbeherrschung“, lacht Michael. „Langlaufen ist eine perfekte Kombination für Geist und Fitness. Man schult Koordination, Gleichgewicht und Ausdauer. Und das alles in der freien Natur!“ 

Die Sportart kann jeder erlernen, egal auf welchem Fitnesslevel. „Man kann Langlaufen als leichtes Ausdauertraining oder in Form von Sprinten ausüben.“ Vor allem für ältere Menschen wichtig: Langlaufen ist überaus gelenkschonend.

Klassisch oder Skaten?

Langlaufen gibt es in zwei Formen: Klassisch und Skaten. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Ausführung, sondern auch in der Ausrüstung: Beim Skaten reichen die Stöcke bis zur Nase, bei der klassischen Variante bis zur Schulter. Die Skilänge ist gewichtsabhängig und muss vom Fachverkäufer bestimmt werden. Die körperliche Belastung ist beim Skaten deutlich höher  als zum Beispiel beim Spazierengehen– das bedeutet auch, bei der Kleidung die richtige Wahl zu treffen. „Meistens sind EinsteigerInnen viel zu warm angezogen, Langlaufen ist ein schweißtreibender Ganzkörpersport.“ Michael empfiehlt eine Softshelljacke und Thermounterwäsche darunter. Dazu Handschuhe und ein Stirnband. „Ähnlich wie beim Joggen im Winter.“

Tipps für EinsteigerInnen

AnfängerInnen beginnen am einfachsten mit der klassischen Variante in der Spur. Die Skier werden im Wechsel nach vorne geführt, sodass ein Gefühl des Dahingleitens entsteht. Das fordert zwar eine gute Balance, ist aber weniger anstrengend. Je kräftiger man sich mit Armen und Beinen abstößt, desto schneller ist man. „Den Oberkörper leicht nach vorne, über den Ski, neigen“, rät Michael. „Bloß nicht zu stark nach hinten lehnen, sonst verliert man schnell die Balance und fällt hin.“

Anfänger beginnen am besten mit dem klassischen Stil.

Skaten: Langlauftechnik für Ambitionierte

Das Skaten ist schon etwas schwieriger – und vor allem anstrengender! Auch deshalb, weil der Ski nicht in der Spur geführt wird, sondern im Wechseln nach vorne außen. Die Skier nehmen eine V-Stellung ein, der Armschub ist kräftig. „Je steiler das Gelände, umso mehr V-Stellung! Und: Je weniger Schritte ich mache, desto weniger Energie ist nötig und umso weniger anstrengend ist es.“

Die Skatingtechnik ist anstregender und eher für Fortgeschrittene zu empfehlen.

Gebremst wird beim Langlaufen ähnlich wie beim Skifahren: Mittels der Schneepflugstellung. Ist man klassisch in der Spur unterwegs, wird ein Ski aus der Bahn genommen und in Schneepflugstellung außerhalb der Spur gestellt.

Langlaufen in der Region Hall-Wattens

In der Region Hall-Wattens finden Langläufer tolle Loipen, teils sogar beleuchtet.

In Gnadenwald, in der Region Hall-Wattens, wo das Nordic Team Absam trainiert, kann jeder kostenlos in die Loipe steigen. Die sonnenverwöhnte Strecke in Gnadenwald ist für klassische Läufer auf einer Länge von zehn Kilometern gespurt und für Skater auf acht Kilometern präpariert. Von Montag bis Donnerstag wird Langlaufen bei Nacht angeboten, die Loipe ist dann ab der Dämmerung bis 19:30 Uhr beleuchtet.

Alle Infos zum Langlaufen unter www.hall-wattens.at/langlaufen

 

Der Kaspressknödel-König

Hermann Krismer ist der Mann fürs Grobe. Zumindest, wenn es um seine Kaspressknödel geht. Die sollen nicht perfekt sein, sondern frisch und bissfest. Darum kocht und knetet der Wirt der Walderalm in Gnadenwald selbst – hier isst man buchstäblich ausgezeichnete Schmankerl.

Eine Maschine kommt Hermann Krismer nicht ins Haus. „Die arbeitet viel zu genau“, lacht der Wirt der Walderalm. Seine Kaspressknödel sind einzigartig: stückig, bissfest, grob. Ein bisschen wie Hermann selbst. Er ist heuer im neunten Jahr Pächter und lebt auf rund 1.500 Metern seinen Traum. „Man braucht nur vor die Tür gehen und sieht, warum ich den Almwirtsberuf liebe.“ Hier, auf der Walderalm, eingebettet in einem atemberaubenden Hochplateau im Karwendelgebirge, liegt einem die Welt zu Füßen.

Schmankerl mit Auszeichnung

Hoch oben, in der Abgeschiedenheit der Natur, findet man sie: Die besten Kaspressknödel in ganz Tirol. Mit Auszeichnung! Im Sommer 2016 gewann Hermann Krismer eine Publikumsumfrage der ‚Tiroler Tageszeitung‘, der größten Tageszeitung des Landes. Darauf ist er sehr stolz. Die 200 Gramm schweren Schmankerl sind alle handgemacht. Jedes ein Unikat! Das ist Hermann Krismer wichtig.

„Unsere Rezeptur ist recht gewöhnlich: Käse, Ei, Milch, Knödelbrot, Salz und Peffer. Doch was uns so besonders macht, ist die Frische der Produkte. Jeder Knödel wird geknetet, geformt und erst auf Bestellung frisch in der Pfanne gebraten. Das ist ausschlaggebend für die Qualität. Außen ist der Knödel richtig knusprig.“ Dafür zergehen die fünf verschiedenen Käsesorten im Knödel auf der Zunge.

Was den perfekten Kaspressknödel ausmacht?

„Der Knödel muß bissfest und knusprig sein. Und die richtige Menge an Käse ist wichtig.“

Hermann verwendet hauptsächlich Graukäse und eine geheime Mischung aus Bergkäse, Spätzlekäse und weiteren Sorten. Das genaue Rezept verrät der Wirt nicht. „Es kommt von der Mama meiner Lebensgefährtin. Ich habe verschiedenes ausprobiert und die Rezeptur leicht abgeändert.“

10 000 Kaspressknödel für hungrige Gäste

An starken Sommertagen muss der Wirt kräftig vorarbeiten. Dann produziert er mindestens 200 Rohlinge, die aber erst auf Bestellung frisch gebraten werden. Drei von fünf Gästen essen auf der Walderalm einen Kaspressknödel – weil der einfach immer schmeckt. Den Knödel gibt es in der Suppe, mit Salat oder Kraut. Die Portionen sind üppig und die 5,90 Euro pro Kaspressknödelsuppe vollkommen angemessen.

In den vergangenen sechs Jahren ist einiges zusammengekommen: „Letztes Jahr ging der zehntausendste Kaspressknödel über die Theke“, erinnert sich der Wirt. Professionell gelernt hat Hermann Krismer das Kochen übrigens nie – erst die viele Übung machte den Meister. Er ist Wirt aus Leidenschaft – mit viel Herzblut und gesundem Appetit. Nur zuhause, da kocht die Frau…

Die Walderalm ist wieder ab 11. Jänner 2019 geöffnet.

Rezept für den Tiroler Kaspressknödel

Wer den Kaspressknödel zu Hause nachkochen möchte, kann es nach diesem Tiroler Rezept probieren.

Der Rodelbauer von Absam

Heute gilt im Berufsleben oft: Je ausgefallener, desto besser. Stefan Prantner zieht da nicht mit. Der 25-Jährige hat einen „ausgestorbenen“ Beruf ergriffen: Er ist Rodelbauer. Und er hatte den richtigen Riecher: Handwerk ist heute beliebter als je zuvor.

Auch das Rodeln liegt im Trend: Die Winterdisziplin entwickelt sich mehr und mehr zum Breitensport für die ganze Familie. Da mutet es fast seltsam an, dass sich die echten Rodelbauer in Tirol beinahe an einer Hand abzählen lassen. Stefan Prantner ist einer von ihnen. Dem Absamer liegt das Rodel-Gen im Blut: Er führt den Familienbetrieb, der 1859 gegründet wurde, in fünfter Generation. „Rodelbauer kann man nicht mehr lernen. Der Beruf hat sich aus der Wagnerei entwickelt, aber den Wagner braucht man heutzutage nicht mehr. Darum habe ich zuerst Tischler gelernt und von meinem Vater dann das Rodelbauen.“ 

Beim Rodelbau Prantner in Absam hilft auch heute noch die ganze Familie zusammen: Sohn und Vater bauen die Rodel, die Mama lackiert und bespannt. Ein echtes Tiroler Handwerksunternehmen, das nur Unikate fertigt.

Echtes Tiroler Handwerk

Für die Prantner-Rodel müssen aus fünf Zentimeter starken Teilen einzelne Stücke für die Rodel herausgeschnitten werden. „Ich produziere jährlich ungefähr 200 Stück, täglich muss ich eine Rodel schaffen.“ Arbeit im Akkord? Keineswegs. „Wir produzieren keine Billigrodel in Form von Massenware, sondern Einzelstücke, die gut lenkbar und leicht zu bedienen sind“, so Stefan. Prantner Rodel aus Absam stellt klassische Kinder- Jugend- und Erwachsenenrodeln her, aber auch Sportrodeln und exklusive Sonderanfertigungen. Die Preise für ein solches handgefertigtes Stück beginnen bei 100 Euro; besondere Anfertigungen und High-Tech-Geräte können bis zu 400 Euro kosten. Zu kaufen gibt es die Rodeln ausschließlich direkt aus der Werkstatt in Absam oder über das Internet.

Rodel-Geheimtipp vom Experten

Rodelt ein Rodelbauer auch selber gerne? „Ja, aber sicher!“, sagt Stefan entschlossen. Am liebsten ist er auf der Strecke hinter seinem Haus, im Halltal, unterwegs. Bekannt für die wildromantische Landschaft führt die Naturbahn nördlich von Hall in Tirol entlang des Halltalbaches bis hinauf zum Gasthof Sankt Magdalena. Die gut 500 Höhenmeter ziehen sich über eine Strecke von 4,5 Kilometer. Etwa eineinhalb Stunden sollten zum Hinaufgehen eingeplant werden. Aber Achtung: Mit einem Gefälle von elf Prozent gehört die Rodelbahn im Halltal in der Region Hall-Wattens zu den flotteren Bahnen.

„Richtig schnell wird man durch eine flache, nach hinten geneigte Haltung“, verrät Stefan. „Durch Zug und Druck kann man die Rodel besonders gut lenken.“ Ist eine Kurve in Sicht, bremst man am besten kurz vorher ab und steuert mittels Gewichtsverlagerung sowie Zug und Druck auf die Kufen.

Rodelpflege: So hält die Rodel lange

„Eine Rodel hält bei guter Pflege über 40 Jahre. Wichtig ist, dass man die Kufen pflegt. Wir verbauen rostfreie Schienen, aber es empfiehlt sich, Stahl- oder Eisenschienen nach dem Benutzen zu trocknen und zu wachsen.“ Skiwachs, das mit einem Schwamm aufgetragen wird, eignet sich zum Beispiel sehr gut. Neben der Pflege gibt es eine weitere Regel, die jeder Rodler kennen sollte: Sicherheit! „Das fängt schon beim Aufstieg an: Nicht nebeneinander laufen und nicht an unübersichtlichen Stellen, wie zum Beispiel vor Kurven, stehen bleiben. Immer festes Schuhwerk tragen, eine Beleuchtung sowie Helm und Skibrille dabeihaben.“ So steht dem Rodelvergnügen nichts mehr im Wege.

http://rodlbauprantner.at

Tiroler Apfelbrot – Rezept

Riecht ihr es auch? Es duftet nach Weihnachten: Nach Tannen, frisch gebackenen Keksen und – leckerem Tiroler Apfelbrot!

Verzaubert eure Familien und Gäste damit. Ich backe mit euch heute Tiroler Apfelbrot – nach einem altüberlieferten Rezept, mit einfachen Zutaten, welches ganz sicher jedem von euch gelingen wird. Das Apfelbrot wird auch als eine schnelle und einfache Variante des „Zelten“ bezeichnet, die jedoch mindestens ebenso gut schmeckt.

Tiroler Apfelbrot Zutaten

1,5 kg Äpfel

30 dag ganze Nüsse

30 dag Feigen

50 dag Zucker (ich mag es etwas weniger süß und nehme nur die Hälfte)

30 dag Rosinen

1/8 l Rum

3 EL Kakao

1 TL Nelkenpulver

1 TL Zimt

½ TL Lebkuchengewürz

1 Prise Salz

50 dag Roggenmehl

50 dag Weizenmehl

2 Pkg. Backpulver

Tiroler Apfelbrot Zubereitung:

Feigen halbieren und in eine große Schüssel geben.

Rosinen und Nüsse dazugeben.

Geriebene Äpfel dazugeben. Man kann die Äpfel auch mit der Schale verwenden, hab beides ausprobiert – macht keinen Unterschied und man spart sich Arbeit .

Zucker, Kakao, Nelkenpulver, Zimt, Lebkuchengewürz, Salz und Rum dazugeben, gut vermischen und mit einem Tuch bedeckt über Nacht stehen lassen.

Roggen- und Weizenmehl sowie das Backpulver untermengen und in der Schüssel gut vermengen.

Masse auf die Arbeitsfläche geben und gut durchkneten, bis man eine schöne Teigkugel hat. Damit es nicht klebt, Mehl verwenden.

Entweder zwei große oder vier kleine Laibchen formen, mit Wasser bestreichen und  auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Bei 150 Grad ca. 1 Stunde backen.

Tipp: Wenn ihr das Tiroler Apfelbrot schön verpackt, ist es auch eine wunderbare Geschenkidee, über die sich mit Sicherheit jeder freut!

Das fertig gebackene Apfelbrot gut auskühlen lassen. Wenn man es nicht sofort isst, lässt es sich auch sehr gut einfrieren.

In Scheiben schneiden und mit frischer Bauernbutter genießen.

Gutes Gelingen und lasst es euch schmecken!

Mehr Rezepte aus Tirol findet ihr hier

Häusergeschichten aus Hall in Tirol

Die Altstadt von Hall in Tirol ist vielen bekannt: Mit ihren verwinkelten Gassen, den kunstvollen Statuen, die die Plätze schmücken, den alten Torbögen – hier erlebt man Mittelalter-Romantik pur!

Besondere Schmuckstücke sind die prächtigen Altstadthäuser, oft mehrere hundert Jahre alt. Ich möchte euch jetzt einiges über diese Häuser näher bringen.

Wir begeben uns auf den Oberen Stadtplatz  – dem Hauptplatz von Hall. Von jedem Blickwinkel aus gibt es die verschiedensten Eindrücke. Häuserfassaden, Dachlandschaften, Berge im Hintergrund sowie die mächtige Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Die bedeutendsten Häuser am Stadtplatz erzählen euch ihre interessanten Geschichten – das Rathaus früheres Königshaus, das Rosenhaus, das Stubenhaus, das Fürstenhaus sowie das Gasthaus Goldener Löwe.

Das Haller Rathaus

Mit dem steilen Dach, der zinnenbewehrten Mauer und den rot-weiß-roten Fensterläden sticht das Rathaus allen BesucherInnen ins Auge. Es wurde Anfang des 14. Jahrhunderts von Herzog Heinrich von Görz und Tirol, dem Vater von Margareta Maultasch, als Stadtresidenz der Landesfürsten für ihre Aufenthalte in Nordtirol errichtet. Heinrich, welcher mit Anna von Böhmen verheiratet war, wurde 1307 als König von Böhmen gekrönt. Daher stammt die Bezeichnung Königshaus.

Die Tiroler Grafen starben aus, die habsburgischen Landesfürsten kamen an die Macht. Da sich diese nur selten im Land aufhielten verlor die Residenz stark an Bedeutung. 1406 schenkte der Landesfürst Leopold IV. der Stadt Hall das Königshaus mit samt dem dahinterliegenden Baumgarten (später Marktplatz) mit der Auflage – beides  – Königshaus wie Garten für die Stadt zu nutzen. Seither dient das Königshaus als Rathaus. Sein heutiges Aussehen geht auf das Jahr 1447 zurück, nach dem großen Stadtbrand wurde es im jetzigen Grundriss wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit stammt auch das wunderbare Gebälk in der Ratsstube, die heute nicht nur dem Gemeinderat für seine Sitzungen dient, sondern auch ein sehr beliebter Trauungssaal ist.

Das Rosenhaus

Welch lieblicher Name für ein Gebäude! Im 15. Jahrhundert gelangte das Rosenhaus in den Besitz der Familie Kripp-Freudeneck, der ältesten nachweisbaren Bürgerfamilie. Das barocke Wirtshausschild der „Goldenen Rose“ zeugt noch vom ehemaligen Rosenwirtshaus. Heute dient es den BürgerInnen von Hall in Tirol als Stadtamt.

Das Stubenhaus

Im Stubenhaus befanden sich schon im Mittelalter gut besuchte bürgerliche Trinkstuben. In diesen Trinkstuben trafen sich auch die Mitglieder der „Stubengesellschaft“, die Ritter Florian Waldauf im Jahr 1508 gegründet hat. Die Stubengesellschaft besteht heute noch – als rühriger Kulturverein mit reichem Bildungsangebot. Im ebenerdigen Gewölbe des Hauses war vom 17. Jahrhundert bis 1895 die Haller Stadtapotheke untergebracht.

Das Fürstenhaus – Ehemalige „Schmalzwaage“

Erzherzog Ferdinand II. verlegte 1567 die Münzprägestätte vom Ansitz Sparberegg in die Burg Hasegg. Bis zu dieser Zeit diente die Burg den Landesfürsten als Haller Residenz. Um 1590 begann der Landesfürst mit der Errichtung einer neuen landesfürstlichen Unterkunft am Oberen Stadtplatz. Er erwarb mehrere Häuser und ließ diese zum „Großen und Kleinen Fürstenhaus“ und zum „Fürstenhäusl“ ausbauen. Ferdinand II. starb 1595,  kurz nach der Fertigstellung des Fürstenhauses. Seine Witwe verkaufte das Haus mit sämtlichen Nebengebäuden.

Das „Große Fürstenhaus“ – heute Oberer Stadtplatz 6, kam zwar bald wieder in landesfürstlichen Besitz, wurde aber kaum mehr als Residenz benutzt. Das Erdbeben 1670 hinterließ große Schäden, Mitte des 18.Jahrhunderts wurde es umgebaut und diente unter der Bezeichnung „Schmalzwaage“ als Lager und Ausgabestelle für das Butterschmalz, das den Salinen- und Bergarbeitern als Deputat zugewiesen wurde. Heute befindet sich darin die Eisenwarenhandlung Waltl, welche die Haller mit Haushaltsartikeln aller Art versorgt.

Gasthof Goldener Löwe

Der „Goldene Löwe“ war von 1952 bis 1967 bekannt für seine Künstlerbälle. Die zahlreichen Gäste zu diesen Künstlerbällen kamen nicht nur aus Österreich, auch aus München, Wien und der Toskana. Die Bälle fanden über 4 Etagen verteilt, mit rund 500 Gästen statt. Die Musik und Dekoration waren auf das jeweilige Thema abgestimmt und wurden von Prof. Rehm mit seinen Künstlern selbst arrangiert. Das Motto des Künstlerballs 1967 war „Kunstpause“, ein treffender Titel, denn dies war der letzte Künstlerball beim „Goldenen Löwen“ und auch die letzte Benützung der Gaststuben.

Heute ist der Goldene Löwe ein weitum bekanntes Lokal, das viele regionale Spezialitäten auf der Speisekarte führt – auch selten gesehene Delikatessen wie Innereien oder Schweinskopf gibt es manchmal.

 

 

 

 

Tipps für Weihnachtsgeschenke in Hall in Tirol

Gut: Der Advent, die Vorbereitung auf Weihnachten, ist idealerweise eine ruhige, besinnliche Zeit. Gleichzeitig will man seinen Lieben auch etwas schenken – und nicht nur irgendetwas, sondern ein kreatives Präsent mit Stil. Etwas, das nicht jeder schenkt. Wer solche Geschenke in Ruhe aussuchen will, kommt am besten nach Hall in Tirol. Hier nämlich ist Geschenkebesorgen ein wahrer Genuss. Statt überfüllter Einkaufspassagen gibt es kleine, individuelle Läden mit tollem Preis-Leistungsverhältnis. Eine kleine Auswahl an solchen Geschäften präsentieren wir euch hier:

Elke Hell – Interior for Kids

Kinderzimmerausstattung mit reinem Gewissen

Elke Hell hat es sich mit ihrem Laden zum Ziel gemacht, ausschließlich individuelle und nachhaltige Produkte anzubieten, die außerdem gutes Design verkörpern.  Die gesamte Angebotspalette ist außerdem ökologisch und sozial verträglich hergestellt worden.

Als zusätzliche Dienstleistung bietet die gelernte Malermeisterin die passende Gestaltung von Räumen durch Farbe und Tapeten an.

Toller Tipp für frisch gebackene Eltern, Großeltern und PatInnen.

Eugenstraße 13, 6060 Hall in Tirol

http://www.diemalermeisterin.at

KALLIGRAFIEraum

Kunstvolle Unikate auf Papier

Eva-Maria Kunzenmann kalligrafiert leidenschaftlich und erschafft vielfältige, einzigartige Kunstwerke aus Tinte und Feder. In Workshops gibt sie ihr Wissen auch an Interessierte weiter.

 

 

 

 

 

 

Eugenstraße 9, 6060 Hall in Tirol

www.kalligrafieraum.at

Boutique Andrea

Echter Stil kennt keine Größe

Getreu dem Motto „Mode für mehr Frau“ führt Besitzerin Andrea Bhatti eine exquisite Boutique für Übergrößen. Bhatti führt außerdem erfolgreich durch die ORF-TV-Show  „Heute leben“ und gibt dabei Tipps für Styling ab Größe 42.

Kontakt:

Rosengasse, 6060 Hall in Tirol

www.boutique-andrea.at

LebensART

Kunsthandwerk für Individualisten

Die Geschenkeboutique „LebensART“ präsentiert sich als Showroom für die individuellen Arbeiten von Künstlern aus dem In- und Ausland. Verarbeitet werden Holz, Glas, Metall und Keramik. Die Verkaufsräume sind liebevoll gestaltet und bieten einen stilvollen Rahmen – auch für viele Schmuckstücke. Der Großteil davon stammt aus hauseigener Produktion.

Oberer Stadtplatz 6, A – 6060 Hall i. Tirol (Eingang Langer Graben)

www.lebensart-hall.at

Büro im Laden

Nordisches Design und ein WC aus dem Mittelalter

Kathrin Stillers Laden ist traumhaft situiert in einem 700 Jahre alten gotischen Gemäuer, dessen Geheimnisse einen Einblick ins Mittelalter geben. Zwei Latrinen wurden bei der Sanierung entdeckt. Sie können von einer trittsicheren Glasplatte aus von Besuchern bestaunt werden.

Noch viel spannender aber ist es, durch das Sortiment zu stöbern: es werden schöne Dinge zum Leben und Wohnen für zuhause, viele im hippen Nordic-Design,  kleine und große Accessoires, köstliche Saucen und Gewürze sowie liebevoll gestaltete Papeterie angeboten. Besonders: Kathrin Stiller bietet einen „Entdeckerservice“ an und sucht im Auftrag von Kunden nach Außergewöhnlichem.

Arbesgasse 13, A-6060 Hall in Tirol

www.katrinstiller.at

Die Teegießerei

Liebevoll gestaltete Teeboutique

Silvia Klingler führt die „Teegießerei“ seit  2013 in einem historischen Gebäude von Hall in Tirol. Neben herkömmlichen Sorten gibt es auch edle weiße Tees sowie ayurvedische Tees und bekömmliche Früchtetees, dazu exquisites Teegeschirr und –accessoires. Auch Kaffeetrinker werden hier fündig. Bei Kaffee von „Nußbaumer Gmunden“ und Sorten von „coffeekult“. Auch auf der Website www.teegiesserei.at wird ersichtlich, dass die Inhaberin für das Thema „Tee“ lebt: Hier gibt es eine äußerst umfangreiche Infosammlung rund ums Thema „Tee“ – für Enthusiasten des kultigen Heißgetränks und alle, die es noch werden wollen.

Arbesgasse 3, 6060 Hall in Tirol

www.teegiesserei.at

Was ist eure liebste Shoppingadresse in Hall? Verratet es uns doch in den Kommentaren!