1. Zirbentage am Glungezer

Die ersten Zirbentage am Glungezer

Um die Zirbe gebührend zu feiern, finden von 20. – 23. Juni erstmals die Zirbentage am Glungezer statt. Euch erwarten von naturkundlichen Führungen über Workshops und Vorträgen im Wald, Vorstellungen von Zirbenholz-Schnitzern und Musik, abwechslungsreiche Thementage:

  • Donnerstag, 20. Juni 2019: “Genuss und Gesundheit” rund um die Zirbe
  • Freitag, 21. Juni 2019: Wenn Zirbenholz zu leben erwacht: Schnitzern über die Schulter g’schaut
  • Samstag, 22. Juni 2019: Aufg’spielt am Glungezer – Volksmusik und gute Laune auf den Hütten und Almen am Glungezer
  • Sonntag, 23. Juni 2019: Unterwegs im Zirbenwald: Naturkundliche Themenführungen

Das Detailprogramm findet ihr direkt auf unserer Homepage unter “Zirbentage am Glungezer”!

© Sebastian Schels/Tirol Werbung

Die Zirbe im Sommer: der Zirbenweg und der Kugelwald am Glungezer

Das Erlebnis rund um die Zirbe könnt ihr nicht nur an diesen Tagen, sondern auch während des Sommers erleben: am Zirbenweg oder im Kugelwald am Glungezer.

Spaziert man den Zirbenweg am Glungezer entlang, steigt einem immer wieder ein ganz besonderer, aber dennoch vertrauter Geruch in die Nase – es ist der Duft der Zirbe! Sieht man sich genauer um, bemerkt man, dass man von hunderten, wenn nicht tausenden Zirben umgeben ist. Kein Wunder, am Glungezer befindet sich der größte Zirbenwald Mitteleuropas. Der Zirbenweg bietet einen Wandergenuss auf 2.000 Meter Seehöhe. Während der gesamten Wanderung blickt man hinunter auf den Talboden des Inntales und geniesst die atemberaubende Kulisse der gegenüberliegenden Karwendelkette.

© Daniel Zangerl

Die Zirbe reicht nicht nur gut, sondern aus ihr wurde am Glungezer eine ganze Bergerlebniswelt gebaut: der Kugelwald. Den spielerischen Umgang mit der Zirbe als Holzart können vor allem die Kleinsten dort erleben. Die weltweit einzigartige Kugelbahn sorgt für Bewegung, Spielfreude und kreatives Gestalten in freier Natur.

© hall-wattens

Die Zirbe und ihre Wirkung auf Mensch und Natur

Die Zirbe wird zu Recht liebevoll “Die Königin der Alpen” genannt: die wohltuenden Auswirkungen der Zirbe sind seit Jahrhunderten bekannt. Wertvolle Schätze können aus ihr gewonnen werden wie Öle, Liköre, Truhen, Betten oder Kissen. Nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Tier- und Pflanzenwelt ist die Zirbe von großer Bedeutung. Vor allem für den Tannenhäher spielt sie eine tragende Rolle. Mehr dazu sei noch nicht verraten! Was es mit dieser Vogelart und der Zirbe auf sich hat, erfährt ihr bei einer der kostenlosen Führungen im Rahmen der Zirbentage.

© hall-wattens.at

 

Fünfmal köstlich brunchen in Hall in Tirol und Umgebung

„Frühstück ist die schönste aller Mahlzeiten.  Man ausgeruht und jung, hat sich noch nicht geärgert und ist voll neuer Hoffnungen und Pläne.“ (Heinrich Spörl)

Café Erzspeicher – Brunchen in Hall in Tirol

Kuschelige Oase in der Unteren Lend

Bequemer Kuschelsessel, geräumiger Klatsch-und-Tratsch-Tisch oder doch der Platz beim antiken Klavier? Im Café Erzspeicher im Haller Stadtteil „Untere Lend“, etwas abseits des Trubels der Haller Altstadt, findet jeder das passende Plätzchen – um sodann eine herrliche Frühstücksauswahl zu genießen. Einst ein Schiffslagerhaus, ist das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert von der Besitzerin Barbara Hofler liebevoll und aufwendig restauriert worden. Angeboten werden im Café Erzspeicher ausschließlich regionale Produkte – wie selbst gemachte Marmeladen, saftige Kuchen, sündige Spezialitäten wie French Toast, Pancakes und Waffeln sowie vorab zusammengestellte Frühstücks-Kombinationen.

Für Bescheidene bietet sich das „Nonnen-Frühstück“ mit einer Scheibe Brot und Butter an; bei der „Schlemmerei für Zwei“ mit Wurstspezialitäten und Käse, Aufstrich, Brotkorb, Butter und Freilauf-Ei werden auch die hungrigsten Mäuler pappsatt. Lecker: Das „Erzspeicher“-Müsli mit Dinkel, Nüssen, Leinsamen, Banane und Schokoladensauce.

Tipp: Live-Musik mit Jazz, Blues oder Klassik, aber auch Vorträge werden regelmäßig abgehalten; fein sitzt man auch im lauschigen Gastgarten.

Öffnungszeiten
Mo – So 8 – 20 Uhr; Frühstück von 8 – 13 Uhr, danach Snackangebot | Ruhetage: Mi
Kontakt
Untere Lend 17, 6060 Hall i.T.
Tel.: +43 664 4934723
cafe@erzspeicher.at
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Cafe@Lizette in Hall in Tirol: Brunchen in Hall in Tirol

„Wie zu Hause, bei der Mama.“

Mit diesen Worten umschreibt Inhaberin Lizette Zöschg ihr „Baby“ – und zuhause fühlt man sich auch, wenn man das Café auf halbem Weg vom Unteren zum Oberen Stadtplatz betritt. Es ist klein, dafür umso gemütlicher, liebevoll eingerichtet und dekoriert. Ob das historische Deckengewölbe, die unterschiedlichen, originellen Sitzgelegenheiten, die prächtig verzierte Bar oder die vorbeigehenden Passanten – zu sehen gibt es im Café genug. Auch die reich dekorierten Frühstücksteller mit Aufschnitt, verschiedenen Käsesorten sowie Obst und Gemüse sind ein Fest fürs Auge.

Die lebenslustige Besitzerin legt viel Wert auf Qualität: So serviert sie ausgezeichneten Kaffee, aber auch verschiedenste Cocktails und guten Wein.

Wie zuhause gibt es im Café Lizette auch keine fixe Speisekarte; es wird das kredenzt, was gerade gebacken und gekocht wurde. Das reichhaltige Frühstück gibt es auf Vorbestellung.

Tipp: Das gesamte Lokal kann auch für einen privaten Brunch für bis zu 25 Personen exklusiv gemietet werden.

Öffnungszeiten
Di-Fr 8.30 – 12.30 und 16 – 18 Uhr
Fr: 8.30 – 12.30 und 17 – 21 Uhr
Sa 9 – 13 Uhr
Mo, So Ruhetag, eventuell geänderte Öffnungszeiten an Feiertagen
Kontakt
Langer Graben 7-8, 6060 Hall in Tirol
Tel.: +43 660 2282811
lizzoeschg@gmail.com

Mehr Infos zum Café Lizette findet ihr hier.

.Daniels Kristallwelten Café & Restaurant in Wattens

Frühstücksgenüsse, soweit das Auge reicht

Das „Daniels Kristallwelten“ ist eine der besten Adressen für einen gepflegten Brunch in der Region. Begrüßt wird man mit einem Glas Prosecco, ehe man sich zum ausgiebigen Buffet begibt, das buchstäblich keinen Wunsch offen lässt. Angefangen bei belgischen Waffeln, die an einer der drei Livecooking-Stationen zubereitet werden, zu Wurst-, Schinken- und Käsespezialitäten über heimisches und exotisches Obst bis hin zu Suppen und kreativ zubereiteten Eiergerichten – wer hier hungrig den Tisch verlässt, dem ist nicht zu helfen…

Frisch gepresste Säfte, Kaffeespezialitäten und Tees aus aller Welt können außerdem unbegrenzt entnommen werden.

Brunch jeden Sonntag von 10 bis 13 Uhr; von Montag bis Samstag  8.30 – 11 Uhr umfangreiche Frühstückskarte

Preis pro Person: € 32.-, Kinder von 7 – 14 Jahren: € 16; Kleine Genießer bis sechs Jahre dürfen kostenfrei auf einem Räuberteller mitessen.

Kein Brunch im Juli und August; Reservierung unbedingt erforderlich!

Tipp: Mit dem Kombiticket-Brunch erhält man 50% Rabatt auf das Eintrittsticket in die Swarovski Kristallwelten

Kontakt:
Daniels Kristallwelten Café und Restaurant
Kristallweltenstraße 1, 6112 Wattens
Tel.: +43 5224 51080
Mehr zu den Kristallwelten findet ihr hier.

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.Romediwirt in Thaur

Regionaler Genuss in modernem Ambiente

Der Romediwirt ist im Frühling 2018 eröffnetes Genussgasthaus nahe des Romedikirchleins oberhalb von Thaur. Heimische und saisonale Produkte in exzellenter Qualität bilden den Eckpfeiler der Philosophie von Gastgeberfamilie Wolfschluckner.

Das ideale „Futter“ vor einer ausgedehnten Wanderung ist das zünftige „Bergsteiger-Frühstück“: Hier wird ein Rührei aus drei Eiern mit Schinken oder Spinat serviert; dazu gibt es Gebäck und Butter sowie Orangensaft und ein Heißgetränk nach Wahl. Neben den Frühstücksvariationen kann man sich sein Frühstück auch selbst zusammenstellen – das Naturjogurt gibt es auch als Sojajogurt mit Guavensirup oder Früchten. Auch lecker ist auch das Bio – Crunchy Müsli von Verival.

Das Frühstück von der umfangreichen Karte erhält man täglich ab neun Uhr; jeden Samstag gibt es von 9 bis 12 Uhr außerdem das „All you can eat“-Brunch -Buffet um € 18,90 pro Person.

Tipp: Unbedingt auch die kostenlose Ausstellung „rundumTHAUR“  im Obergeschoss besuchen. Man erfährt allerlei Interessantes über 6000 Jahre Siedlungsgeschichte in Thaur, zur Thaurer Burg und dem Hl. Romedius, dem Dorfpatron. Außerdem gibt es einen Themenschwerpunkt zu den mystischen Eulen, die das Gebiet um den Romediwirt besiedeln. Brunchen in Hall

Öffnungszeiten
Di-Sa 9 -22.30 Uhr (Küche bis 21 Uhr)
So & Feiertage: 9 – 20 Uhr (Küche bis 19 Uhr)
Kontakt
Schlossgasse 17, 6065 Thaur
Tel.: +43 5223 213 48
info@romediwirt.at
www.romediwirt.at

Weberhof in Mils

Frühstücken am Bauernhof

Jeden Freitag kann man am idyllischen Weberhof in Mils frühstücken; dabei stehen zur Auswahl das „Große Frühstück“ verschiedenem Gebäck, Schinken, Käse, Aufstriche, Marmelade, Butter, Kuchen, Saft und Jogurt sowie dem „Kleinen Frühstück“ mit einem Heißgetränk nach Wahl, frisch gebackenem Bauernbrot, Milchzopf, Aufstrich, Marmelade & Butter sowie das „Große Frühstück“, das genauso gut „Riesen-Frühstück“ heißen könnte, gibt es doch zusätzlich zum Kleinen Frühstück verschiedenes Gebäck (Laugen, Vinschgerl), Schinken, Käse, Joghurt, Saft sowie selbst gebackenen Kuchen, der übrigens himmlisch schmeckt.

Die Plätze sind begrenzt; deswegen ist eine möglichst frühe Reservierung ratsam.

Tipp: Am besten gleich das herrliche frische Bauernbrot oder andere Spezialitäten vom Bauernmarkt am Hof mit nach Hause nehmen. Weiter werden auch schmackhafte Milch- und Käseprodukte angeboten, die in der hofeigenen Molkerei erzeugt werden.

Öffnungszeiten: Frühstück jeden Freitag ab 9 Uhr bis mittags; Bauernmarkt jeden Freitag von 9 – 18 Uhr

Kontakt:

Weberhof 1, 6068 Mils

Tel.:  +43 664/3244275

weberhof@holsteinzucht.eu

www.holsteinzucht.eu

 

Auf der Spur der Biene: Wildkräuterspaziergang

Welche Bedeutung hat die Biene für Fauna und Flora? Und welche Rolle spielen Wildkräuter dabei?

Bienen spielen eine größere Rolle für uns Menschen, als die meisten wissen.

Diese Fragen werden auf dem kurzweiligen Kräuterspaziergang, der jeden Dienstag in den Urlaubsaktivitäten der Region Hall-Wattens angeboten wird, beantwortet. Dazu gibt es für euch zwei leckere Rezepte mit Honig.

Dieses Jahr liegt das Augenmerk beim Kräuterspaziergang auf einem der wichtigsten Tiere für Flora, Fauna und den Menschen: Der Honigbiene. So entdeckt man unter fachkundiger Anleitung Wildbienen-Behausungen, lernt diese zu identifizieren und zu beobachten. Nebenbei werden im Gehen Kräuter, die für Mensch und Biene schmackhaft sind, gesammelt, unter anderem auch Spitzwegerich. Aus diesem wird dann beim Endpunkt des Spaziergangs aromatischer Spitzwegerichhonig zubereitet.

Biene auf Löwenzahn

„Die meisten Menschen sind sich gar nicht bewusst, wie essentiell das Fortbestehen der Bienen auch für uns Menschen ist.“, betont Claudia Pyka, zertifizierte Kräuterpädagogin und leidenschaftliche Imkerin. „Aber, und das ist überaus positiv einzuschätzen, viele beginnen sich vermehrt für die Honigbiene zu interessieren und wollen zum Beispiel wissen, wie man der Bienenpopulation helfen kann, sich zu behaupten.“

Claudia bei der Arbeit

Die Antwort darauf hat Bienenliebhaberin Claudia auch gleich parat: „Hier gilt die Devise: Zurück zum Ursprung! Eine Naturblumenwiese anlegen statt englischem Rasen, Wildbäume, Wildsträucher pflanzen – all das hilft, um zur Bienengesundheit beizutragen.“ Und hübsch anzusehen ist‘s obendrein.

Ein bunter Kräutergarten ist der ideale Lebensraum für Bienen.

Tipp: der Spur der Bienen: Unterwegs am Tulfer Kräuterweg

Jeden Dienstag um 10 Uhr (01.05. – 31.10.2019)

Dauer: ca. 2 Stunden

Treffpunkt: Tourismusbüro Tulfes, Schmalzgasse 27

Gästetarif: kostenlos

Normaltarif: EUR 5, – pro Person

Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen mit Gästekarte

Maximale Teilnehmerzahl: 10 Personen

Anmeldung: bis spätestens Montag 18.00 Uhr im Tourismusbüro Hall in Tirol

Da die Kräuterwanderungen sehr gefragt sind, ist eine Voranmeldung beim Tourismusverband Region Hall-Wattens unbedingt notwendig.

Rezept Spitzwegerich-Honig

Eine Handvoll junge Spitzwegerichblätter waschen und trocken tupfen. Mit einem Messer klein aufschneiden und mit einem Nudelholz zerdrücken, bis grüner Saft austritt. Saft und Blätter mit echtem Bienenhonig (500 g) vermischen, in kleine Gläser abfüllen und zwei Woche kühl lagern.

Tipp: Der Honig ist auch ideal als Hustensaft verwendbar, da er keinen Alkohol enthält, ist er auch gut für Kinder verwendbar. Der fertige Honig kann eingefroren werden und dann in der kalten Jahreszeit verwendet werden.

Rezept Honig-Eis

Zutaten Honig-Eis (für 4 Portionen)

75 g Blütenhonig

250 ml Schlagsahne

1 Ei

2 Eidotter

½ EL Kristallzucker oder Agavendicksaft

Zubereitung Honig-Eis

Eine Schüssel über ein Wasserbad hängen. Eidotter, Eiweiß, Zucker und 2 EL Honig in die Schüssel geben. Schaumig rühren.

Anschließend die Schüssel in eiskaltes Wasser setzen und schlagen, bis die Masse lauwarm ist. Den restlichen Honig unterschlagen. Schlagsahne steif schlagen und unter die abgekühlte Masse heben. Für ca. fünf Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen.

Statt Schlagsahne kann auch Jogurt verwendet werden, dann ist das Eis etwas leichter.

 

 

Musik im Riesen 2019

Kammermusikfestival “Musik im Riesen”

Das Kammermusikfestival “Musik im Riesen” bildet seit mehr als 15 Jahren einen Fixpunkt im kulturellen Veranstaltungskalender von Tirol. Dieses Jahr steht das Klavier im Mittelpunkt der Konzertreihe.

(c)Swarovski Kristallwelten

Vom 22. bis 26. Mai 2019 prägt das Piano das Programm des Kammermusikfestivals “Musik im Riesen”: Das Klavier im Konzert mit Orchester und als Soloinstrument, Musik an der Schnittstelle zwischen regionalem Schaffen und internationaler Ausstrahlung und sakrale Chormusik. Die Konzerte finden in Wattens und in Innsbruck statt.

Ein Hoch auf das Klavier

„Das Klavier scheint alle Instrumente im Orchester nachmachen zu können“ Yuja Wang, Starpianistin
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Höhepunkt des Festivals ist der Auftritt zweier junger Weltstars am 25. Mai 2019: Pianistin Yuja Wang und Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla kommen mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra nach Innsbruck.

Superstar Yuja Wang (c)Norbert Kniat

Klavier mit Orchester

Die unbändige Spielfreude von Yuja Wang wird auch zu hören sein, wenn die gebürtige Chinesin und Wahl-New-Yorkerin als Solistin in Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll op. 4 mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) bei „Musik im Riesen“ auftritt. Am Dirigentenpult steht dann ein anderer junger weiblicher Superstar: die Litauerin Mirga Gražinytė-Tyla, seit 2016 Musikdirektorin des CBSO und damit eine der jüngsten Dirigentinnen eines führenden Orchesters.

City of Birmingham Symphony Orchestra (c) Upstream Photography

Für das Festival der Swarovski Kristallwelten Wattens, dessen Hauptaugenmerk auf Kammermusik liegt, ist ein Orchesterkonzert dieser Größenordnung zwar ungewöhnlich, aber durchaus schlüssig: Man knüpft damit an frühere Konzerte für Kammerorchester an.

Als zweite Aufführung in großer Besetzung ist die Missa Omnium Sanctorum a-Moll für Soli, Chor und Orchester von Jan Dismas Zelenka geplant. Der Barockkomponist gilt heute als musikalischer Vorreiter, der schon bei Zeitgenossen wie Johann Sebastian Bach höchstes Ansehen genoss. Auf der Bühne erhielt er aber erst in den letzten Jahrzehnten die gebührende Aufmerksamkeit.

Musik für Klavier solo

Für eine Mitwirkung am Masterclass-Programm „Impuls“ konnten 2019 die Pianisten Paul Lewis und Aaron Pilsan gewonnen werden, die beim Festival jeweils ein Solokonzert geben. Zuerst eröffnet Paul Lewis „Musik im Riesen“ unter anderem mit Beethovens letzter Komposition für Klavier solo, den berühmten „Diabelli-Variationen“, und einem Spätwerk von Johannes Brahms. Dann spannt Aaron Pilsan mit Solowerken von Joseph Haydn bis Karol Szymanowski einen Bogen von der Klassik hin zum Impressionismus.

Paul Lewis (c)Jan Liebeck

Abschiede, Übergänge, (Neu-)Anfänge

Ein Thema, das alle Konzerte des Festivals berührt, ist jenes der Abschiede, Übergänge und (Neu-)Anfänge. Es findet sich in Antonín Dvořáks letztem vollendeten Streichquartett, das er in den USA begann und in Prag abschloss. Ebenfalls eindrucksvoll von Abschieden erzählt zwei Streichquartette von Dmitri Schostakowitsch. Das eine ist seiner verstorbenen Frau Nina gewidmet, das andere von ihm im Stillen als Nachruf auf sich selbst komponiert. Aufgeführt werden diese letztgenannten Werke vom Pavel Haas Quartet, dass sich durch seine klangschönen, farbenreichen Interpretationen auszeichnet.

Pavel Haas Quartet (c)Marco Borggreve

Den wohl wichtigsten Beitrag zum Thema Neuanfang leistet Knoedel, ein Ensemble, dass sich nach 17 Jahren wieder zusammengefunden hat. Die acht Musiker haben seit Auflösung von DIE KNÖDEL im Jahr 2000 jeweils eigene Wege beschritten. Sie pflegen aber nach wie vor einen frischen Zugang zu Klassik, Jazz und Volksmusik. Dies demonstrieren sie im Konzert und auf einer neuen CD, die sie im Rahmen des Festivals präsentieren.

Das wiedervereinte Oktett Knoedel (c)Ines Kapferer-Seebacher

Programmübersicht Musik im Riesen 2019

Mi., 22. Mai 2019, 20 Uhr: Paul Lewis (Klavier)

Do., 23. Mai 2019, 20 Uhr: Knoedel

Fr., 24. Mai 2019, 20 Uhr: Pavel Haas Quartet

Sa., 25. Mai 2019, 20 Uhr: CBSO, Mirga Gražinytė-Tyla, (Dirigentin), Yuja Wang (Klavier)

So., 26. Mai 2019, 11 Uhr: Aaron Pilsan (Klavier)

So., 26. Mai 2019, 20 Uhr: Choropax Kammerchor Wattens, Marini Consort Innsbruck, Ewald Brandstätter (Dirigent), Maria Erlacher (Sopran), Markus Forster (Altus), Willi Rogl (Tenor), Jakob Peböck (Bass)

Haller Kirchen erzählen ihre Geschichten: Pfarrkirche St. Nikolaus

Die Altstadt von Hall ist voll von historischen Gemäuern, Prachtbauten und Verborgenem. Vor allem aber erzählen die Gebäude der Stadt viele Geschichten – so auch die mächtige Pfarrkirche St. Nikolaus.

Die Haller Pfarrkirche wurde 1281 erstmals urkundlich erwähnt. Nach der Errichtung einer ersten, spätgotischen Hallenkirche im Jahr 1320 wurde das Gotteshaus ein Jahrhundert später unter Stadtbaumeister Hans Sewer (1420 – 1440) erweitert und ausgebaut. Die Gewerkenfamilie Fieger ließ 1490 eine Privatkapelle an die Fassade mit Zinnengiebel, welcher mit der Figur des Patrons Nikolaus gekrönt ist, anbauen.

Ansicht von Westen mit dem markanten Staffelgiebel und der Statue des Hl. Nikolaus, dem Patron der Haller Pfarrkirche

Den barocken Turm wiederum erhielt die Pfarrkirche nach dem Erdbeben von 1670. Das Innere der Kirche überrascht den Besucher durch den barocken Prunk. Aber – wieso ist der Altarbereich verschoben? Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Für den Erweiterungsbau von 1420 war der Chorraum der Vorgängerkirche weiter verwendet worden. Da die Geländestufe, auf der die Kirche gebaut ist, nach Süden hin steil abfällt, verschob Baumeister Sewer die dreischiffige Halle nordwärts.

Blick durch das Mittelschiff des Langhauses zum Chor. Deutlich ist der Knick in der Raumachse zwischen Langhaus und Chor zu erkennen.

Klerikale Kostbarkeiten in der Pfarrkirche St. Nikolaus

Der Großteil der Innenausstattung entstand nach 1752. Zu der Zeit schuf Josef Adam Mölk mit vielen Gehilfen die Deckenfresken. Sie stellen Szenen der Nikolauslegende und einiger anderer Heiliger dar. Auch die Kanzel, die Altäre und die Orgel wurden zu der Zeit neu gestaltet.

Blick durch das Mittelschiff zur Orgelempore. Die sichtbaren Eisenstangen im Gewölbe wurden nach dem Erdbeben 1670 eingezogen.

Das Altarblatt des prachtvollen, schwarzgoldenen Hochaltar schuf Jan Erasmus Quellinus aus Antwerpen (1657). Dem Haller Künstler Franz Xaver Fuchs ist es zu verdanken, dass das barocke Innere der Kirche nach mehreren Regotisierungsvorhaben am Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten geblieben ist.

Wunderschöner Palmeselchristus aus dem 1. Viertel des 15. Jahrhunderts. Der Palmesel wird jedes Jahr am Palmsonntag schön geschmückt bei der Prozession mitgeführt. Der Innenraum des Esels ist hohl, früher füllte man ihn mit Broten, welche während der Prozession auf den Boden fielen und von der erfreuten Bevölkerung eingesammelt wurden.

Zu den wenigen gotischen Stücken die noch in der heutigen Kirche vorhanden sind, zählen der Palmesel und ein Passionsbild sowie die beiden Steinbecken für Tauf- und Weihwasser und die bekannte Marienstatue im Barockaltar der Waldaufkapelle  im nördlichen Seitenschiff.

Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert mit Spätrenaissance –Aufsatz

In dieser Kapelle ist neben dem Stifter und dessen Familie Kooperator Josef Lambichler (1883 – 1956) begraben. Er kümmerte sich besonders während der beiden Weltkriege aufopfernd um die Haller Jugend.

Waldaufkapelle. Ritter Florian Waldauf stiftete die Kapelle zusammen mit einem bedeutenden Reliquienschatz. Das aufwändig und prachtvoll gestaltete spätgotische Gitter der Kapelle zeigt Wappen des Stifters und seiner Frau Barbara Mitterhofer. Am Altar ist auch die gotische Muttergottes im Strahlenkranz zu sehen, eine der noch wenigen erhaltenen gotischen Figuren in der Kirche.

Aufwändige Renovierung

Aufgrund eines Brandes im Dachstuhl 1880 sowie der Abdeckung des Dachs in Kriegszeiten und des damit verbundenen Wassereintritts wurde eine Restaurierung  der Deckenmalereien notwendig. Es gab insgesamt vier Bauphasen und es wurden auch Projekte wie die Gestaltung des Altarraums, die Erneuerung der Elektrik und der Beleuchtung angegangen. Außerdem reinigte man die Altäre, Zunftstangen und Skulpturen professionell. Ein Riesen-Projekt! Die feierliche Wieder-Eröffnung der Pfarrkirche St. Nikolaus erfolgt dann am 29.10.2017.

Tipp: Wer die Kirche in den nächsten Tagen besucht. kann ein wunderbares, von Speckbacher Schützen bewachtes Ostergrab bewundern. Es ist mit Sicherheit eines der schönsten Ostergräber in Tirol!

Frühlingsausflug zum Romedikirchl in Thaur

Irgendwie ließ der Frühling heuer etwas auf sich warten, findet ihr nicht? Und ist er dann endlich für ein paar Tage eingetroffen. Ob das schöne Wetter anhält? So sicher kann man sich das im März nicht sein! Aus diesem Grund nutzen wir gerade jede sonnige Minute im Freien und haben uns am vergangenen Samstag zu einem Ausflug nach Thaur aufgemacht. Genauer gesagt: Hinauf zum idyllischen Romedikirchl. Reist man mit dem Auto an, kann man wahlweise am Parkplatz Thaurer Alm (vom Gasthof Stangl links hinauf) oder beim Wasserstollen in Thaur parken. Bei Letzterem führt ein kurzer Kreuzweg durch den Wald hinauf zum Kirchl.

Spannender Weg zur Burgruine

Wir haben diesmal allerdings die andere Variante gewählt und sind gemütlich vom Parkplatz Thaurer Alm losmarschiert. Die kurze Gehzeit ist eigentlich nicht der Rede wert, ist man jedoch mit zwei Dreijährigen unterwegs, so kann sogar ein solch kurzer Weg zu einem endlosen Erlebnis werden 🙂

Vor allem, wenn es dort so spannende Dinge zu entdecken gibt wie ein Bienenhaus, niedliche Ponys und natürlich die geheimnisvolle Schlossruine Thaur. In den alten Gemäuern auf Entdeckungsreise zu gehen, ist für Kinder ein echtes Highlight!

Im Jahr 1232 wurde die Burg Thaur erstmals erwähnt und war damals die größte Burg im Inntal. 2003 wurde die heutige Burgruine dann restauriert und wissenschaftlich untersucht. Seit 2001 werden im Rahmen der Thaurer Schlossspiele immer wieder tolle Theaterstücke aufgeführt, u.a. Goethes „Faust“ 2005 oder „Die Geierwally“ im Jahr 2017.

Der Heilige Romedius von Thaur

Unterhalb der Ruine liegen das Romedikirchl und die Gaststätte Romediwirt. Die Burg und das Kirchlein sind eng mit dem Heiligen Romedius verbunden. Er wurde am Schloss Thaur als Sohn des „Grafen von Thaur“ geboren. Er war sehr fromm und gottesfürchtig und ließ die Kapelle zu Ehren des Apostels Petrus erbauen. Nach dem Tod seiner Eltern verschenkte er seinen gesamten Besitz und gründete eine Einsiedelei im Nonstal in Trient. Heute führt der Romedius- Pilgerweg von Thaur nach San Romedio im Nonstal. Die detaillierte Geschichte und Legende rund um den Heiligen Romedius könnt ihr hier nachlesen.

Das Romedikirchl ist auch eines der neuen “Kraftorte” der Region Hall-Wattens. Die besondere Magie des Ortes spürt man sofort, da waren wir uns einig.

Nach unserer spannenden „Wanderung“ sind wir hungrig beim Romediwirt eingekehrt. Dieser wurde vor einem Jahr neu eröffnet. Die Bauweise ist modern, trendig und trotzdem traditionell. Die Sonnenterrasse bietet einen wunderbaren Ausblick auf das Inntal und die gegenüberliegende Bergwelt. Das Essen war hervorragend und es wurde uns versichert, dass frische und saisonale Produkte aus der Region bzw. aus Österreich sowie Nachhaltigkeit für die Betreiber des Romediwirts an erster Stelle stehen. Während wir Eltern die Frühlingssonne genießen konnten, haben sich unsere Kinder am kleinen angrenzenden Spielplatz ausgetobt.

Obwohl die Ruine, das Kirchlein und der Platz an sich schon Attraktion genug sind, bietet der Ort noch etwas ganz Besonderes: nämlich das Besucherzentrum „rundumthaur“ im ersten Stock des Gasthofs mit einem Museum zur 6.000-jährigen (!) Thaurer Siedlungsgeschichte sowie einer Eulenausstellung des Alpenpark Karwendel. Unseren Kindern haben die ausgestellten Eulenarten – vom Uhu bis zum Raufußkauz – besonders gut gefallen. Für Schulkinder bietet der geschichtliche Aspekt eine tolle Ergänzung zum Schulunterricht.

Weil wir das Wetter ausnutzen wollten und es unseren Kindern so gut gefallen hat, genossen wir dann auch noch einen wunderbaren selbstgemachten Kuchen mit Kaffee und waren schließlich eine der letzten Gäste, die diesen tollen Platz verließen.

Ein winterlicher Familientag am Glungezer

Mit der neuen Glungezerbahn wird das Leben einfacher…wir haben die neue 10-er Gondelbahn auf ihre Familientauglichkeit getestet.

Wir waren mit unseren dreijährigen Zwillingen am vergangenen Wochenende dort – und waren begeistert. Das Personal war ausgesprochen hilfsbereit und freundlich. Wir waren mit den Rodeln unterwegs, und haben uns auch einen Teil vom neuen Premium Glungezer Winterwaldweg angesehen.

Die neue 10er-Gondelbahn: Perfekt für Kind, Hund und Kegel

Zugegeben, wer nostalgisch ist, dem wird der alte Sessellift hinauf zur Mittelstation des Glungezers bestimmt fehlen. Doch seien wir mal ehrlich – gerade uns Familien mit Kindern hat man damit das Leben ungemein erleichtert. Egal ob Sommer oder Winter, man braucht nun für einen Tagesausflug zum Glungezer keine akribische Planung mehr. Denn egal ob Rodel, Klumper, Kinderwagen, Hund, Ski oder Snowboard: nun hat alles gemeinsam mit Mama und/oder Papa in einer Gondel Platz.

Obwohl die Fahrt nur sechseinhalb Minuten dauert, kann man – gerade als Elternteil – in der Kabinenbahn den tollen Rundumblick auf Tulfes, das Inntal und die imposante Bergwelt ganz entspannt genießen, ohne zu befürchten, dass eines der Sprösslinge auf dumme Gedanken kommt.

 

Ein Traum: Glungezer Premium Winterwaldweg

Nachdem die Fahrt bereits so toll und aufregend war, mussten wir zu allererst eine kleine (frühe) Mittagspause einlegen. Wir überquerten die Piste und haben beim Start des Winterwaldweges unsere mitgebrachte Jause verzehrt. An diesem traumhaften Tag, konnte man dort die Sonne ausgiebig genießen. Gut gestärkt konnten wir dann unsere Wanderung beginnen. Der Weg ist bestens präpariert und bietet teilweise unglaubliche Ausblicke auf die Tuxer Alpen.

Lustiger Rodelspaß

Danach ging es auf der Rodelbahn hinab ins Tal. Dazu muss man wieder auf die Nordseite wechseln und fährt zuerst ein Stückchen der Piste entlang, bis dann hinter dem Ausstieg des Schleppliftes die eigentliche Bahn beginnt. Die Abfahrt ist recht lange und macht sehr viel Spaß.

Da es sich um keine offizielle Rodelstrecke handelt, ist die Strecke nicht gesichert und es wird auch keine Haftung übernommen. Unten angekommen befindet man sich nicht direkt bei der Talstation der Bahn, sondern etwas weiter westlich davon. Jedoch kann man hier ganz wunderbar die sogenannte Klumperwiese überqueren, und ist in wenigen Minuten wieder am Parkplatz bzw. der Talstation angekommen. Auf der Wiese lässt es sich mit den Kindern in der Sonne wunderbar spielen und verweilen.

 

Wer nicht schon am Berg beim Gasthof Halsmarter eingekehrt ist, könnte dies zum Beispiel auch im Larchnhittl unterhalb der Glungezerbahn nachholen. Es werden dort neben regionalen Köstlichkeiten auch hausgemachte Kuchen serviert. Eine Sonnenterasse und ein Kinderspielplatz runden das Angebot noch zusätzlich ab.

Fazit: Für uns war es ein entspannter und traumhaft schöner Familientag am Glungezer – wir kommen sicher bald wieder!

Alle Infos und Preise für die Glungezerbahn findet ihr hier: www.glungezerbahn.at

Das Freizeitticket Tirol ist gültig!

Kartoffelblattln mit Sauerkraut: Winterliche Schmankerl zum Nachkochen

Mitten in der Haller Altstadt liegt in einer versteckten Ecke das Traditionsgasthaus Goldener Löwe. Hier kocht Markus Steinmayr in urigem Ambiente. Schon beim Betreten wird klar: Es gehen nicht nur heimische Schmankerl, sondern auch Tiroler Charme und Herzlichkeit über die Theke. Zu Besuch auf einen winterlichen Genussmoment…

Es knarzt. Der alte Holzboden des gemütlichen Traditionsgasthauses in der Altstadt behält nichts für sich. Wer einen Fuß hineinsetzt, steht in einer anderen Welt: Malerisches Gewölbe mit dunkler Holzverkleidung laden zum Staunen und Träumen ein – und versetzen gefühlt ein paar Jahrhunderte zurück. Im Restaurant Goldener Löwe kocht Markus Steinmayr seit 15 Jahren gutbürgerliche Speisen und deftige Leckerbissen.

Je nach Saison mal mit frischem, frühlingsleichtem Bärlauch oder jetzt, in der kalten Jahreszeit, mit herbst-winterlichem Kürbis oder Sauerkraut. Der 45-Jährige schätzt vor allem die Kreativität und den Genuss, den er als Koch ausleben kann. „Das Haus hat meinen Großeltern gehört, es ist Ewigkeiten leer gestanden, doch vor 14 Jahren haben wir es hergerichtet und ein Tiroler Traditionsgasthaus geschaffen.“ Mit gut 100 Plätzen finden im Goldenen Löwen viele Hungrige einen Platz. Wenn die an guten Tagen alle auf einmal verköstigt werden müssen, kommt Markus ins Schwitzen.

Doch für den ehemaligen Rennradprofi und aktiven Läufer ist das kein Problem. „Trotz aller Hektik: Ich bin mein eigener Chef, und das ist das Wichtigste für mich“, sagt er stolz. Die Speisekarte von Markus variiert saisonal. „Im Winter sind Gerichte mit Kürbis oder Sauerkraut beliebt. Aber auch deftigere Gerichte wie Schweinebraten, Zwiebelrostbraten oder Kalbsleber sind der Renner.“ Er selbst kocht gerne mit Thymian – „ weil der so gesund ist“.

Winterliches Traditionsrezept

Was Markus in den letzten Jahren vermehrt festgestellt hat, ist ein Wandel der Gesellschaft: Weg von der Massentierhaltung, hin zu vegetarischen Alternativen. Besonders beliebt sind im Winter zum Beispiel die Kartoffelblattln mit Sauerkraut, ein Tiroler Klassiker. Das Kohlgemüse ist eine richtige Vitamin-C-Bombe, die gerade im Winter auf jedem Speiseplan stehen sollte. „Wer es daheim nachkocht, muss sich aber auf eine Batzerei einstellen“, schmunzelt Markus. Denn die gekochten Kartoffeln werden durch die Presse gedrückt, mit Eidotter, Salz und Pfeffer, Muskat sowie griffigem Mehl vermengt und gut durchgeknetet. Anschließend wird der Teig ausgerollt. „Dann schneidet man die Blattln aus und backt die Leckerei in heißem Fett raus. Dazu wird Sauerkraut serviert.“

Eine Geheimzutat hat Markus nicht. Er arbeitet nach Gefühl und Erfahrung. Und mit ganz viel Leidenschaft im Kochen: „Man muss spüren, wie sich der Teig anfühlt.“

Rezept: Kartoffelblattln mit Sauerkraut

Die Kartoffelblattln mit Sauerkraut sind sehr einfach zu kochen. Markus verrät uns sein Rezept für 4 Personen:

  • 600 Gramm Kartoffeln
  • 170 Gramm griffiges Mehl
  • 4 Eidotter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss gerieben

Kartoffeln mit der Schale kochen, kurz auskühlen lassen, schälen und durchpassieren. Die restlichen Zutaten zu einem Teig verarbeiten und diesen mit einem Nudelholz ca. einen Zentimeter dick auswalzen. Den Teig in (8 cm x 6 cm) Rechtecke schneiden und diese in heißem Fett ausbacken. Serviert mit Sauerkraut ist das ein herrlicher Klassiker aus der Tiroler Küche. Guten Appetit!

Wer sich selbst einmal von Markus Kochkünsten überzeugen möchte, kann Dienstag bis Samstag von 11:00 bis 14:30 Uhr oder von 17:30 bis 24:00 Uhr im Goldenen Löwen in Hall in Tirol vorbeischauen. Sonntag und Montag gönnt sich das Restaurant eine Pause.

 

Richtig Langlaufen: Tipps vom Profi

Wer sich bewegt, hat schon gewonnen. Eine Devise, die es beim Langlaufen auf den Punkt trifft. Die Weltcup-Disziplin mag wie eine Kunst wirken – erlernen kann sie aber jeder. Profi Michael Bucher erklärt, wie Einsteiger ganz einfach in der Spur bleiben.

Michael Bucher vom Nordic Team Absam lehrt Anfängern und Fortgeschrittenen das Langlaufen.

In Gnadenwald weht ein ganz besonderer Wind: Nämlich eine steife Brise Erfolg! In der 800 -Einwohner-Gemeinde in der Region Hall-Wattens trainiert das Nordic Team Absam kleine Langlauf-Könner zu echten Profis. Der Verein fokussiert sich auf die Ausbildung von Kindern im Bereich Langlaufen und Biathlon sowie Skisprung. Hier laufen, springen und schießen also schon die Sieger von Morgen.

Auch wer dem Kindesalter schon entwachsen ist, kann noch (s)ein ganz persönlicher Langlauf-Champion werden. Vereins-Obmann Michael Bucher, 48, Familienvater, verrät Tipps und Tricks, wie Einsteiger in der Spur bleiben. Voraussetzung: „Ein guter Gleichgewichtssinn und ein bisschen Körperbeherrschung“, lacht Michael. „Langlaufen ist eine perfekte Kombination für Geist und Fitness. Man schult Koordination, Gleichgewicht und Ausdauer. Und das alles in der freien Natur!“ 

Die Sportart kann jeder erlernen, egal auf welchem Fitnesslevel. „Man kann Langlaufen als leichtes Ausdauertraining oder in Form von Sprinten ausüben.“ Vor allem für ältere Menschen wichtig: Langlaufen ist überaus gelenkschonend.

Klassisch oder Skaten?

Langlaufen gibt es in zwei Formen: Klassisch und Skaten. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Ausführung, sondern auch in der Ausrüstung: Beim Skaten reichen die Stöcke bis zur Nase, bei der klassischen Variante bis zur Schulter. Die Skilänge ist gewichtsabhängig und muss vom Fachverkäufer bestimmt werden. Die körperliche Belastung ist beim Skaten deutlich höher  als zum Beispiel beim Spazierengehen– das bedeutet auch, bei der Kleidung die richtige Wahl zu treffen. „Meistens sind EinsteigerInnen viel zu warm angezogen, Langlaufen ist ein schweißtreibender Ganzkörpersport.“ Michael empfiehlt eine Softshelljacke und Thermounterwäsche darunter. Dazu Handschuhe und ein Stirnband. „Ähnlich wie beim Joggen im Winter.“

Tipps für EinsteigerInnen

AnfängerInnen beginnen am einfachsten mit der klassischen Variante in der Spur. Die Skier werden im Wechsel nach vorne geführt, sodass ein Gefühl des Dahingleitens entsteht. Das fordert zwar eine gute Balance, ist aber weniger anstrengend. Je kräftiger man sich mit Armen und Beinen abstößt, desto schneller ist man. „Den Oberkörper leicht nach vorne, über den Ski, neigen“, rät Michael. „Bloß nicht zu stark nach hinten lehnen, sonst verliert man schnell die Balance und fällt hin.“

Anfänger beginnen am besten mit dem klassischen Stil.

Skaten: Langlauftechnik für Ambitionierte

Das Skaten ist schon etwas schwieriger – und vor allem anstrengender! Auch deshalb, weil der Ski nicht in der Spur geführt wird, sondern im Wechseln nach vorne außen. Die Skier nehmen eine V-Stellung ein, der Armschub ist kräftig. „Je steiler das Gelände, umso mehr V-Stellung! Und: Je weniger Schritte ich mache, desto weniger Energie ist nötig und umso weniger anstrengend ist es.“

Die Skatingtechnik ist anstregender und eher für Fortgeschrittene zu empfehlen.

Gebremst wird beim Langlaufen ähnlich wie beim Skifahren: Mittels der Schneepflugstellung. Ist man klassisch in der Spur unterwegs, wird ein Ski aus der Bahn genommen und in Schneepflugstellung außerhalb der Spur gestellt.

Langlaufen in der Region Hall-Wattens

In der Region Hall-Wattens finden Langläufer tolle Loipen, teils sogar beleuchtet.

In Gnadenwald, in der Region Hall-Wattens, wo das Nordic Team Absam trainiert, kann jeder kostenlos in die Loipe steigen. Die sonnenverwöhnte Strecke in Gnadenwald ist für klassische Läufer auf einer Länge von zehn Kilometern gespurt und für Skater auf acht Kilometern präpariert. Von Montag bis Donnerstag wird Langlaufen bei Nacht angeboten, die Loipe ist dann ab der Dämmerung bis 19:30 Uhr beleuchtet.

Alle Infos zum Langlaufen unter www.hall-wattens.at/langlaufen

 

Der Kaspressknödel-König

Hermann Krismer ist der Mann fürs Grobe. Zumindest, wenn es um seine Kaspressknödel geht. Die sollen nicht perfekt sein, sondern frisch und bissfest. Darum kocht und knetet der Wirt der Walderalm in Gnadenwald selbst – hier isst man buchstäblich ausgezeichnete Schmankerl.

Eine Maschine kommt Hermann Krismer nicht ins Haus. „Die arbeitet viel zu genau“, lacht der Wirt der Walderalm. Seine Kaspressknödel sind einzigartig: stückig, bissfest, grob. Ein bisschen wie Hermann selbst. Er ist heuer im neunten Jahr Pächter und lebt auf rund 1.500 Metern seinen Traum. „Man braucht nur vor die Tür gehen und sieht, warum ich den Almwirtsberuf liebe.“ Hier, auf der Walderalm, eingebettet in einem atemberaubenden Hochplateau im Karwendelgebirge, liegt einem die Welt zu Füßen.

Schmankerl mit Auszeichnung

Hoch oben, in der Abgeschiedenheit der Natur, findet man sie: Die besten Kaspressknödel in ganz Tirol. Mit Auszeichnung! Im Sommer 2016 gewann Hermann Krismer eine Publikumsumfrage der ‚Tiroler Tageszeitung‘, der größten Tageszeitung des Landes. Darauf ist er sehr stolz. Die 200 Gramm schweren Schmankerl sind alle handgemacht. Jedes ein Unikat! Das ist Hermann Krismer wichtig.

„Unsere Rezeptur ist recht gewöhnlich: Käse, Ei, Milch, Knödelbrot, Salz und Peffer. Doch was uns so besonders macht, ist die Frische der Produkte. Jeder Knödel wird geknetet, geformt und erst auf Bestellung frisch in der Pfanne gebraten. Das ist ausschlaggebend für die Qualität. Außen ist der Knödel richtig knusprig.“ Dafür zergehen die fünf verschiedenen Käsesorten im Knödel auf der Zunge.

Was den perfekten Kaspressknödel ausmacht?

„Der Knödel muß bissfest und knusprig sein. Und die richtige Menge an Käse ist wichtig.”

Hermann verwendet hauptsächlich Graukäse und eine geheime Mischung aus Bergkäse, Spätzlekäse und weiteren Sorten. Das genaue Rezept verrät der Wirt nicht. „Es kommt von der Mama meiner Lebensgefährtin. Ich habe verschiedenes ausprobiert und die Rezeptur leicht abgeändert.“

10 000 Kaspressknödel für hungrige Gäste

An starken Sommertagen muss der Wirt kräftig vorarbeiten. Dann produziert er mindestens 200 Rohlinge, die aber erst auf Bestellung frisch gebraten werden. Drei von fünf Gästen essen auf der Walderalm einen Kaspressknödel – weil der einfach immer schmeckt. Den Knödel gibt es in der Suppe, mit Salat oder Kraut. Die Portionen sind üppig und die 5,90 Euro pro Kaspressknödelsuppe vollkommen angemessen.

In den vergangenen sechs Jahren ist einiges zusammengekommen: „Letztes Jahr ging der zehntausendste Kaspressknödel über die Theke“, erinnert sich der Wirt. Professionell gelernt hat Hermann Krismer das Kochen übrigens nie – erst die viele Übung machte den Meister. Er ist Wirt aus Leidenschaft – mit viel Herzblut und gesundem Appetit. Nur zuhause, da kocht die Frau…

Die Walderalm ist wieder ab 11. Jänner 2019 geöffnet.

Rezept für den Tiroler Kaspressknödel

Wer den Kaspressknödel zu Hause nachkochen möchte, kann es nach diesem Tiroler Rezept probieren.