Lichtfestival in den Swarovski Kristallwelten

Von einem virtuellen Cello und einem funkelnden Karussell

Nach Einbruch der Dunkelheit tauchen Lichtinszenierungen derzeit den Garten der Swarovski Kristallwelten in ein magisches Licht. Man erlebt bei diesem Lichtfestival tatsächlich das funkendste Wintermärchen der Alpen! Gemeinsam mit Familie und Freunden kann man ganz einfach durchspazieren und die mystische Stimmung genießen. Oder aber, man wird dank der vielen interaktiven Elemente selbst Teil des Festivals. Bei der Kristallwolke zum Beispiel lassen sich durch Berührung eines virtuellen Cellos Beleuchtung und Ton verändert und man kann gemeinsam eine ganze Licht-Komposition erschaffen. Oder ihr schickt beim Spielturm eure Wünsche als verschlüsselte Lichtbotschaften direkt in den Himmel.

Eines meiner absoluten Highlights ist Jaime Hayons wundervolles Carousel, das selbstverständlich auch im Winter seine Runden dreht. So kann man bei herrlich nostalgischer Musik die winterliche Kulisse genießen und gerne auch noch eine zweite Runde mitfahren.

Ein Blick in die Wunderkammern

Auch ein Rundgang durch die Wunderkammern lohnt sich. Wer in der Blauen Halle internationale Weihnachtsboten bewundert hat, kann – nach einem Kuss unter dem Mistelzweig – den bekannten Kristalldom mal in einem anderen Licht sehen. Und am Ende des Rundgangs findet sich im großen Store sicherlich das eine oder andere Weihnachtsgeschenk für Familie und Freunde.

Weihnachtskeks und Kiachl

Wer jetzt eine Stärkung braucht, den erwarten Glühwein, Punsch und Kiachl bei den beiden Food Trucks im Garten. Im Restaurant Daniels Kristallwelten ist neben den Weihnachtskeksen aus der hauseigenen Patisserie besonders die Tea Time zu empfehlen. Dabei kann man sich durch Sandwiches und Süßigkeiten kosten und dampfenden Tee genießen. Täglich von 16:00 bis 18:00 Uhr.

Familien aufgepasst!

Bei Adventsonntagen mit offenem Atelier und Kinderworkshops für jedes Alter können Familien und Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Wer lieber zu coolen Weihnachtshits tanzt, der ist bei der Schwarzlichtdisco (jeden Samstag von 17:00 bis 20:00) genau richtig. Kinderschminken inklusive.

Das Lichtfestival in den Swarovski Kristallwelten kann bis 6. Januar 2020 täglich von 8:30 bis 21:00 Uhr besucht werden. Viel Spaß beim funkelndsten Wintermärchen der Alpen!

>> Mehr zum Lichtfestival

Der Naturpark Karwendel stellt sich vor

Der größte Naturpark Österreichs

Der Naturpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und ist mit einer Fläche von 727 km² der größte Naturpark Österreichs. Als selbständiger Gebirgsstock wird das Karwendel im Süden durch das Inntal zwischen Zirl und Jenbach begrenzt. Im Westen bildet das Seefelder Plateau, im Norden die Isar und im Osten der Achensee die naturräumliche Begrenzung des Karwendels. Eine große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren findet sich im Karwendel wieder. Aufgrund der klimatischen und topografischen Gegebenheiten verfügt das Karwendel über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen wie Urwäldern sowie Wildflüssen und beherbergt eine sehr hohe Artenvielfalt. 1305 Pflanzenarten und 3300 Tierarten wurden bisher nachgewiesen und jedes Jahr kommen neue hinzu.

AlmenREICH

Neben den schroffen Gebirgsstöcken und Wildflüssen zählen die 101 Almen zu den landschaftsprägenden Elementen im Naturpark Karwendel. Darunter ist auch die Walderalm bei Gnadenwald. Im gesamten Gebiet verbringen rund 7000 Rinder ihren Sommer auf einer Alm im Karwendel. Um die traditionelle Almwirtschaft zu erhalten, unterstützt der Naturpark die Bewirtschafter beim Erhalt von traditionellen und typischen Almgebäuden, beim Rücksichtnehmen auf Moore, Feuchtflächen und spezielle Wiesentypen.

WaldREICH

Ca. 50% des Karwendels sind bewaldet. Trotz der Präsenz des Menschen und seiner Nutzungen konnte sich das Karwendel bis heute eine Fülle von naturkundlich interessanten Waldgesellschaften bewahren. Die Palette reicht von den sehr trockenheitsliebenden Wäldern entlang der Martinswand, über klassische Fichten- Tannen- Buchenwäldern im Halltal, Eibenbestände im Vomperloch bis hin zu Spirkenvorkommen  im Hinterautal. Der Naturpark hat eine reiche Spechtfauna von europäischer Bedeutung. Gemeinsam mit den Waldbesitzern bemüht sich der Naturpark Karwendel, die Ansprüche dieser Vogelarten im Waldbau zu berücksichtigen. Darüber hinaus wurden bisher 11 Naturwaldreservate mit ca. 512 ha eingerichtet, wo auf jegliche forstliche Nutzung verzichtet wird.

WasserREICH

Das Karwendel ist reich an Quellen und Wasser: über 350 Quellen speisen das Wasserreich. Aufgrund des geringen Verkarstungsgrades und der langen Verweildauer im Berg von 8 bis 15 Jahren besitzt das Karwendelwasser eine ausgezeichnete Qualität. 10% der Quellen dienen der Trinkwasserversorgung der Karwendelregion. Der Wasserstollen im Halltal versorgt die umliegenden Gemeinden mit frischen Wasser jeden Tag, Zwischen 250 und 450 Liter bestes Trinkwasser fließen pro Sekunden aus dem Stollen aus. Zuvor ist es rund zehn Jahr durch den Fels gesickert und gereinigt worden.

TIPP: Das WasserREICH hautnah erleben mit einer Wanderung zum Fallbach

Für all’ jene, die nach der Arbeit oder einem anstrengenden Tag der Hektik des Alltags entfliehen wollen, bietet sich die Wanderung zum Wasserfall “Fallbach” in Gnadenwald an. Am Parkplatz zum Eingang des Halltals stellt man das Auto ab. Dem Besinnungsweg nach Gnadenwald wandert man gemütlich entlang, bis man auf Höhe der Bogner Aste sich links halten muss. Zwischen den Bäumen geht es leicht bergauf – die kleine Anstrengung wird mit einem mystischen Platz und dem Wasserfall belohnt.

Das Halltal – ein Tal mit Geschichte

Das Karwendel besitzt zudem eine 130-jährige alpintouristische Geschichte. Jährlich besuchen rund 1,1 Mio. Menschen den Naturpark. Alm- und Forstwirtschaft sowie die Jagd prägen das Gebiet seit Jahrhunderten und sind ein wichtiger Bestandteil des Naturparks Karwendel. Schon Kaiser Maximilian I. kam zur Jagd ins Halltal. Bei thematischen Führungen wird “Die Jagd zur Zeit Maximilian I – Weidmanns Heil” sowie der Solewanderweg Interessierten die Geschichte von damals näher gebracht.

Wandertouren im Halltal

Im Naturpark Karwendel gibt es unzählige Wanderungen und Bergtouren. Egal ob Spaziergänger, Wanderer, Familien, Bergsteiger, Kletterer, Klettersteiggeher oder Gipfelstürmer, der Alpenpark ist ein wahres Paradies. Die Natur und Landschaft spielen zu jeder Jahreszeit alle Facetten. Sei es im Frühling, wenn die Natur Tag für Tag wieder zu Leben erwacht oder im Herbst, wenn sich die Wälder bunteinfärben und sich die Tierwelt auf einen langen Winter einstellt.

Der Tourismusverband der Region Hall-Wattens bietet im Sommer sowie im Winter jeden Freitag eine geführte, naturkundliche Wanderung ins Halltal an.

TIPP: Das Team Karwendel ist immer auf der Suche nach Menschen, die gerne einen aktiven Beitrag zum Naturschutz leisten wollen. Zahlreiche Gelegenheiten werden geboten, um bei den unterschiedlichsten Projekten mitzuarbeiten.

Neugierig geworden? Der Naturpark Karwendel freut sich auf euren Besuch.

Nachts im Museum

Museen in der Region Hall-Wattens

Von Larven über Münzen bis hin zu funkelnden Kristallen. Die Museen von Absam bis Wattens haben so einigen kostbaren Schatz zu bieten. Nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die großen Entdecker sind sie immer wieder einen Besuch wert. Ein Streifzug durch die verschiedensten Museen startet jetzt.

Absamer Matschgerer Museum

Die Matschgerer der sogenannten MARTHA-Dörfer (Mühlau, Arzl, Rum, Thaur und Absam) blicken auf eine jahrhundertlange Tradition zurück. Den Brauchtum rund um die Fasnacht nehmen sich die Absamer streng zu Herzen. Nicht nur während des traditionellen Treibens, sondern auch unter dem Jahr kann man die prächtigen Larven besichtigen. Die Absamer Matschgerer  können auf ihr Museum besonders stolz sein. An die 200 Larven und Gewänder aller Matschgerer Figuren sind dort ausgestellt. Über 200 Jahre alt sind die ältesten Larven des Vereins. Kein Wunder, dass UNESCO den lebendige Brauchtum gewürdigt hat.

TIPP: Beim traditionellen Fasnachtsumzug können die Larven und das bunte Treiben hautnah erlebt werden. Am Sonntag, den 16. Februar 2020 findet in Mils bei Hall in Tirol der nächste Umzug statt!

Bergbaumuseum Hall in Tirol

Das Bergbaumuseum gibt einen Einblick in die Geschichte der Salzgewinnung. Die Nachbildung des 1967 stillgelegten Bergwerks im Halltal, Stollen, Schächte, Werkzeuge, Mineralien, eine Rutschbahn und vieles mehr erwarten Besucher direkt in der Haller Altstadt. Das Museum vermittelt einem das Gefühl, selbst “unter Tag” zu sein. Eine Führung durch das Bergbaumuseum ist ein Erlebnis für Alt und Jung.

Museum Wattens

Spannende Einblicke in die Vergangenheit gewährt das Museum Wattens. Was ist Heimat? Ist Wattens Heimat? Was macht den Ort aus? Das Museum sammelt Geschichten und erzählt die Geschichte der Marktgemeinde im Inntal. Einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Gemeinde hat die Ansiedelung der berühmten Swarovski Werke und der Swarovski Kristallwelten beigetragen.

Burg Hasegg / Münze Hall

Das Museum der Münze Hall ist die Wiege des Talers und des heutigen Dollars. Man spürt einer Vergangenheit nach, in der Reichtum bare Münze bedeutete und Geld noch einen magischen Glanz hatte. Vor der Münze Hall gibt es zudem ein besonderes Highlight: Der historische Wasserradantrieb, der im Inneren der Münze Hall so manches Geheimnis Preis gibt. Im Areal der Burg Hasegg / Münze Hall befindet sich zudem auch die Stadtarchäologie der Stadt Hall in Tirol. In den Räumlichkeiten bekommt man einen Einblick sowie eine Einführung in das mittelalterliche Leben in der Haller Altstadt.

ORF – Lange Nacht der Museum am 05. Oktober 2019

Natürlich war das noch lange nicht alles! Gesamt gibt es in der Region Hall-Wattens zehn Museen, die darauf warten, erkundet zu werden.

Neugiergig geworden? Viel mehr zu sehen und zu entdecken, gibt es im Rahmen der ORF – Langen Nacht der Museen am kommenden Samstag, 05. Oktober 2019! Unter dem Motto MAX GOES HALL können Besucher von 18:00 Uhr bis 01:00 Uhr früh Geschichte in der Region Hall-Wattens hautnah erleben. Ein Erlebnis für die ganze Familie!

Viel Spaß beim Geschichtsunterricht mal anders!

 

 

40 Jahre Theaterverein Thaur

Die erste Theaterspielgruppe in Thaur

Durchforstet man das Tiroler Landesarchiv, findet man Plakate von Theateraufführungen in Thaur aus dem 18. Jahrhundert. Die Spielstätten waren früher meist alte Bauerntennen, die vor allem mit Besuchern aus Innsbruck und Hall gut besucht waren. Besonders beliebt waren Ritter- und Musikstücke, die zum Besten gegeben wurden. Erst in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts traute man sich an Singspiele wie “Im weißen Rößl” oder “Der Vogelhändler” heran. In der Festschrift des Theatervereins Thaur wird erwähnt, dass um diese Zeit die erste Theaterspielgruppe Thaur gegründet wurde. Auf der Bühne im Gasthaus Giner spielte die Gruppe einige Theateraufführungen, bis es zum Abbruch dieser kam. Nachdem es die Spielstätte im Gasthaus nicht mehr gab, war es auch mit dem Theaterspielen im Ort vorbei. Mit der Gründung des Theatervereins Thaur kam es erst viele Jahre später wieder zur Belebung dieser alten Tradtion.

Die Gründung des Theatervereins Thaur

Ing. Josef Giner hatte in den Zeiten der Theaterspielgruppe Thaur erste Bühnenerfahrung gesammelt. Sein Theaterfieber war ausschlaggebendes Motiv für die Gründung des Theatervereins Thaur. Die unermüdlichen Bestrebungen einen Verein zu gründen, schienen anfangs aussichtslos. Als sich die Gemeinde Thaur dazu entschloss, das alte Schul- beziehungsweise Gerichtsgebäude in ein Veranstaltungshaus umzubauen, konnte er sein Vorhaben in die Tat umsetzen. Am 31. Mai 1979 war es dann soweit und gesamt 13 Personen gründeten im Gasthof Stangl den Theaterverein Thaur.  Das erste Stück mit dem Titel “Warum-Darum” wurde im darauffolgenden Jahr aufgeführt. Heute ist er Ehrenobmann des Vereins und stets bemüht, jede Vorstellung zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

Die Schlossruine Thaur als Spielstätte

Eigentliche Spielstätte ist das “Alte Gericht in Thaur”. Dennoch wurde mit den ersten “Jedermann-Rufen” die sogenannten “Thaurer Schlossspiele” ins Leben gerufen. Der Name kommt von der besonderen Spielstätte. Im Rythmus von zwei Jahren wird die Schlossruine oberhalb von Thaur zum Freilufttheater umgestaltet. Die Burgruine ist schon von weit unten sichtbar. Oben angekommen, bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Region Hall-Wattens. Kein Wunder, dass das Schloss einst als Unterkunft für damalige Landesfürsten diente. Im Laufe der Zeit verlor die Anlage jedoch immer mehr an Bedeutung. Der Verfall machte vor der Ruine keinen Halt. Für die Thaurer jedoch war die Schlossruine schon immer ein magischer Ort. Auch der Theaterverein erkannte schnell, dass man diesen Ort besonders gut für Theateraufführungen nützen kann. Nach unzähligen Stunden harter Arbeit sowie der Installierung notwendiger Infrastruktur, wurde aus der Burgruine ein Freilufttheater. Die Schlossruine lockt seit jeher unzählige Kulturbegeisterte an. Gespielt wird im Innenraum, welcher sich ideal anbietet. Im vorderen Bereich ist die Bühne aufgebaut und dahinter ist Platz für 170 Theaterbesucher.

Wissenswert: Die Schlossruine Thaur ist einer von zehn Kraftorten der Region Hall-Wattens.

Die Auswahl der Stücke und der Schauspieler*innen

Die Auswahl der Stücke erfolgt sehr familiär. Jeder ist eingeladen, seine Vorschläge einzubringen. Nach vielen Sitzungen, Diskussionen und Überlegungen entscheidet schlussendlich der Ausschuss, welches Stück gespielt wird. Die Idee zum aktuellen Stück “Harold und Maude” kam von Rainer Bachor – liebevoll “Mastermind” genannt. Er hat das Stück nicht nur vorgeschlagen, sondern auch adaptiert. Seit dem Gründungsjahr gab es gesamt 84 Produktionen und 365 Vorstellungen. Ist das Stück einmal fixert, braucht es noch Schauspieler, Statisten und Helfer. Aufgrund der langlährigen Geschichte des Theatervereins in Thaur, gibt es einen großen Pool nicht nur an Schauspieler*innen. Auf der Spielerliste befinden sich gesamt 69 Namen. Das älteste Mitglied ist bereits 90 Jahre alt und immer noch aktiv am Geschehen beteiligt. Man muss nicht zwingend aus Thaur stammen, dennoch sind alle Mitwirkenden im aktuellen Stück aus ebendieser Ortschaft.

Geheimtipp: Wer schon immer mal Bühnenluft schnuppern wollte, hat nun die Gelegenheit. Der Theaterverein Thaur sucht immer nach Nachwuchs und Interessierten!

Harold und Maude – eine Komödie mit Trauerrand

Beim Besuch eines Freilufttheaters ist es immer gut, auf alle Wetterkapriolen gefasst zu sein. Dick eingepackt in warme Kleidung ging es am Montagabend auf die Ruine, wo uns der Vollmond schon entgegen lachte. Nach der vielen Recherche im Vorfeld, war ich gespannt auf die Kulisse und das Schauspiel an sich. Und als symbolisch der Vorhang fiel, vergingen die zwei Stunden Spielzeit wie im Flug. Immer wieder wurde die Bühne umgebaut und als Unterhaltung spielte ein Trommler für uns. Nicht nur hinter der Bühne kamen die Schauspieler*innen hervor, sondern auch durch den Mittelgang. Das Theaterspiel war zum Greifen nahe! Mein Respekt ging vor allem an alle Mitwirkenden. Trotz sternenklarer Nacht, war es für September doch recht kühl. Nicht nur auf der Bühne, sondern auch nach der Aufführung war der Theaterverein zum Greifen nahe. Nach einer kurzen Unterhaltung mit Regisseur sowie Obman war klar: alle Mitglieder sind mit Herzblut bei der Sache und nur so kann Theatergeschichte geschrieben werden.

Nach der Saison ist vor der Saison

Auch wenn die Thaurer Schlossspiele heuer langsam zu Ende gehen, für den Theaterverein gibt es noch einiges zu tun. Die Vorbereitungen für das nächste Jahr sind schon im Gange. Erste Vorschläge und Ideen wurden schon eingebracht. So viel sei verraten: Märchenliebhaber könnten auf ihre Kosten kommen! Neben der Organisation von Ausflügen und Kulturveranstaltungen, ist der Verein auch sozial engagiert.

Mehr Informationen zum aktuellen Stück, sowie zum Theaterverein Thaur gibt es hier!

Marienbasilika in Absam – Kraftort 02/10

Das Gnadenbild

Es war der 17. Jänner 1797 als Rosina Bucher die Erscheinung der Mutter Maria an einer der Fensterscheiben in ihrer Stube erblickte. Versuche, das Frauenbildnis zu entfernen, waren vergebens. Es erschien immer wieder. Erst Tage später machte die Muttergotteserscheinung in den umliegenden Dörfern die Runde. Immer mehr Leute kamen nach Absam, um sich selbst ein Bild von diesem Wunder zu machen. Nicht einmal Unterlassungen seitens des Dekans konnten die Pilger daran hindern, sich das Gnadenbild anzusehen. Weder von offizieller, noch von staatlicher Seite wurde die wundersame Erscheinung anerkannt, dennoch entwickelte sich eine Eigendynamik, die bis heute nicht zu bremsen ist.

Die Wallfahrtskirche Absam wird zur Marienbasilika

Die Entstehung der Pfarrkirche St. Michael zur Marienbasilika in Absam geht weit über die Marienerscheinung hinaus. Aufgrund des Salzabbaus im Halltal wurde Absam als eingeständige Pfarre um 1280 ernannt. Als das Gnadenbild 750 Jahre später erschien, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Absamer Kirche im Jahre 2000 einen außerordentlichen Status erhielt. Sie wurde als einzige Tiroler Kirche, die nicht in Verbindung zu einem Kloster oder Stift steht, zur Basilika erhoben. Damit wollte man der Tatsache, dass Absam der bedeutendste Marienwallfahrtsort Tirol ist, Rechnung tragen.

Marienplatz, Marienkapelle und Votivtafel-Kapelle

Die Marienbasilika ist aufgrund der Lage am Ortsende, mit einem schönen Blick auf Thaur und bis nach Innsbruck, ein idyllischer Wallfahrtsort. Der Kirchenvorhof war einst den Kriegsopfern beider Weltkriege gewidmet. 2010 wurde der Vorhof neu gestaltet: Jutta Katharina Kiechl zeichnete dafür 21 zart farbige Bilder, welche den Platz umrahmen. Absam ist und bleibt neben der Wallfahrt auch eine beliebte Hochzeitskirche.

Ein Schmuckstück ist die Votivtafel-Kapelle, welche sich gegenüber der Sakristei im östlichen Teil des Mesnerhauses befindet. Der einfache, saalartige Raum birgt einen barocken Altar mit Kreuzigungsgruppe und ein Fesko in Stuckrahmung. Neben den künstlerischen Malereien, befinden sich über 400 Votivtafeln in der Kapelle. Das sogenannte “Anliegen-Buch” erzählt von den vielfätligen Sorgen und Erhöhrungen der Gläubigen, welche zur Wallfahrt nach Absam kamen.

Jeweils am ersten Sonntag im Monat findet um 14.00 Uhr die Monatswallfahrt statt, beginnend mit dem Rosenkranzgebet und anschließender Krankensegnung.

Das Dorf Absam und seine Geschichte

Volkskultur, Geigenbau und gelebte Glaubenstradition prägen das malerische Tiroler Dorf Absam, welches am Fuße des Karwendels liegt. Die Ortschaft ist nicht nur ein beliebtes Ziel für Pilger und Wallfahrer, sondern auch für Sporgbegeisterte und Naturliebhaber. Das wildromantische Halltal lädt genauso zu ausgedehnten Entdeckungstouren ein, wie das Schutzgebiet „Naturpark Karwendel“, das auf mehr als 920 km² „Natur pur“ bietet. Der berühmte Geigenbauer Jakob Stainer (1617 bis 1683) lebte und arbeitete in Absam. Besonders ausgelassen geht es in der Faschingszeit zu, wenn die Absamer „Matschgerer“ unterwegs sind.

Mehr zur Marienbasilika und den Kraftorten in der Region Hall-Wattens gibt es via www.kraft-ort.at!

Spätsommerlicher Zirbenweg am Glungezer

Zugegeben ist der Zirbenweg am Glungezer von Frühling bis Herbst ein Erlebnis. Vor allem zur Almrosenblüte ist der Zirbenweg ausgesprochen beliebt und viel begangen. Aber ich muss sagen, dass die Natur am Zirbenweg jetzt im Spätsommer auch ihre ganz besonderen Reize zum Vorschein bringt. Die klare, zum Teil schon kühle Bergluft, hat das Inntal und das gegenüberliegende Karwendelmassiv in einem intensiven Licht erstrahlen lassen.

Auffahrt mit der Patscherkofelbahn

Vorweg muss erwähnt werden, dass wir die Wanderung mit dem Zirbenweg-Rundwanderticket gemacht haben. Dieses beinhaltet die beiden Bergbahnen Patscherkofel und Glungezer, sowie den Bus entweder von Tulfes nach Igls oder vice versa. Wir haben unsere Wanderung im Westen begonnen, sprich wir sind mit der Patscherkofelbahn hoch gefahren.

Oben angekommen, wurden wir sofort vom Geläut der Kuhglocken in Empfang genommen. Unterhalb der Patscherkofel-Bergstation befindet sich von der Universität Innsbruck der Alpengarten Patscherkofel und ist in jedem Fall ein Besuch wert! Der beschilderte Rundwanderweg im höchstgelegensten Botanischen Garten Österreichs, erzählt uns mehr über das sensible ökologische Gleichgewicht in den Alpen.

Erstes Drittel – bis zum Almgasthaus Boscheben

Die Landschaft auf dem Zirbenweg ist wirklich sehr unterschiedlich: Mal sind es weitläufige Heideböden, dann wieder Abschnitte durch dichten Wald oder Geröllfelder, welche (leicht) zu überqueren sind. Im ersten Drittel ist es vor allem die Heide mit ihren violet leuchtenden Erika-Pflanzen, die uns zur ersten kurzen Rast einlädt. Auf einer Aussichtsbank genießen die Kinder ihre Jause. Die Landschaft hat irgendwie sehr viel Ähnlichkeit mit der Natur im Norden Europas. Außerdem finden wir hier (und immer wieder im Laufe der Wanderung) unzählige Heidelbeeren. Wir halten kurz inne, und pflücken die wunderbaren Früchte.

Von Boscheben aus eröffnet sich uns ein Blick in Richtung Süden, nämlich ins einsame Viggartal und bis zu den ersten Südtiroler Gipfeln.

Zweites Drittel – bis zur ältesten Zirbe Tirols

Nicht umsonst ist der Zirbenweg am Glungezer einer von zehn Kraftorten in der Region Hall-Wattens, denn die Vielfältigkeit dieses Wanderweges ist einzigartig. Nach Boscheben geht es kurz durch einen Wald. Hier ist etwas Vorsicht geboten, da es rechts immer wieder steil abfällt. Danach kehrt das Nordpanorama wieder in unser Blickfeld zurück. Große Steine zum Drüberklettern und diverse Höhlen, bieten den Kindern immer wieder spannende Abwechslung.

Der Panoramaweg führt durch einen der größten und ältesten Zirbenbestände Europas. Einige Zirben sind zum Teil über 250 Jahre alt, die älteste Zirbe im „Ampasser Kessel“ sogar mehr als 750 Jahre. Ein aus Holz gestaltetes Fernrohr gibt uns Aufschluss über den Standort dieses Methusalem-Baumes.

Letztes Drittel – bis zur Tulfeinalm

Die Kinder werden schon langsam müde. 7 km sind für die kleinen Beine doch ganz schön anstrengend. Wie die Steinböcke klettern sie auf den großen Felsen herum, die zum Teil am und neben dem Weg liegen. Das ist natürlich doppelt anstrengend! Von der ältesten Zirbe Tirols bis zur Tulfeinalm sind es jetzt noch 3,5 km. Schon von weitem kann man die Alm erkennen. Und heute sogar hören, denn die Schlitterer Sänger versorgen die Gäste mit musikalischen Genüssen. Vorher passieren wir noch zwei Trinkbrunnen, die sich unterhalb der Tulfeinkapelle befinden.

Auf der Alm selbst, darf eine Einkehr natürlich nicht fehlen: Das Essen schmeckt herrlich. Wir – allen voran die Kinder – haben uns das redlich verdient.

Hinab ins Tal – die Nostalgiefahrt

Gestärkt wandern wir hoch zum Sessellift der Glungezerbahn. Dieses Nostalgiestück ist wirklich ein Erlebnis. Unser Rucksack wird mittels Haken auf den ersten Sessel gehängt. Die Kinder sitzen auf unserem Schoß und haben großen Spaß an der aussergewöhnlichen Liftfahrt.

Danach heißt es umsteigen, um mit der neuen Glungezer 10er-Gondelbahn ins Tal nach Tulfes zu gelangen.

Mit dem Bus (Zirbenweg-Rundwanderticket) geht es vom Parkplatz der Talstation Glungezer zurück zum Parkplatz nach Igls. Müde, aber glücklich endet unser Familienwandertag am Glungezer Zirbenweg.

Lamawanderung am Wattenberg

Die Anreise auf den Wattenberg – ein Erlebnis für sich

Gemeinsam mit einer israelischen Urlauberfamilie und meinen Kindern, besuchten wir vergangenen Samstag Hans Geisler und seine Lamas am Wattenberg. Schon von weit unten konnte man die lustigen Vierbeiner ausmachen, als sie über den Zaun ins Tal hinab blickten.

Herzlich begrüßte uns Hans auf seinem Hof. Neben den vier männlichen Lamas namens Shayen, Winny, Berlingo und Balu hat er noch fünf Lamastuten. Nicht nur Lamas, sondern auch einige Hühner sowie Milchkühe, welche den Sommer auf seiner Alm im Wattental verbringen, befinden sich am Oberfelderhof am Wattenberg.

Auf der dortigen Sennerei im Almdorf Melang wird übrigens der köstliche Wattener Almkäse hergestellt, den wir später noch verkosten durften.

Wir holen die Lamas

Gemeinsam mit den vier begeisterten Kindern holt Hans die Lamas aus ihrem Freilauf und richtet sie für unsere Wanderung her. Shayen und Berlingo bekommen einen Packsattel, Balu eine Art Sattel, auf welche wir unsere Rucksäcke hängen beziehungsweise einpacken dürfen. Hans erklärt uns ausführlich, weshalb Lamas zum einen gut für die Berge geeignet sind, und zum anderen auch hervorragende Lastenträger sind.

Lamas stammen ursprünglich aus dem Hochland der Anden. Sie wurden und werden dort noch heute als Tragtiere eingesetzt, da andere Packtiere und Fortbewegungsmittel in den Bergen Südamerikas undenkbar sind. Mit Leichtigkeit und Trittsicherheit bewegen sie sich in schwierigem Gelände, denn die Unterseite ihrer Füße besteht aus zwei lederartigen Kissen (Schwielensohlen). Es braucht keine Hufe oder Schuhe, um diese erstaunlich widerstandsfähigen Füße zu schützen. Lamas haben einen geringen Proteinbedarf und kommen deshalb auf extensiv bewirtschafteten Böden sehr gut zurecht. Es ist also ein Tier, das mit dem an Ort und Stelle gewachsenen Futter auskommt.

Die Wanderung geht los

In der großen Packtasche von Shayen verstaut Hans seine persönlichen Sachen. Danach starten wir unsere Tour. Die Kinder sind begeistert, denn sie können jetzt ganz allein diese gutmütigen und intelligenten Tiere führen und somit eine große Verantwortung übernehmen.

Der Kampf mit den fressenden Lamas

Zuerst geht es der Straße entlang Richtung Wald. Anfangs ist das Rudel (Kinder und Lamas) noch wenig harmonisch, was vor allem daran liegt, dass die Tiere ständig vom saftigen Grün am Wegesrand verführt werden. Hans erklärt uns, dass sie nicht regelmäßig frisches Gras zu fressen bekommen, da sie ansonsten zu dick werden würden. Immer wieder helfen wir den Kindern, um die lustigen Lamas zum Weitergehen zu animieren. An einem kleinen Brunnen erfrischen wir uns alle, bevor es weiter aufwärts geht.

Traumhafte Ausblicke

Unsere Gäste sind ganz begeistert vom Ausblick und der atemberaubenden Landschaft. Obwohl ich selbst schon oft am Wattenberg und Umgebung war, kann ich dies nur bestätigen. Der Blick auf das gegenüberliegende Karwendelgebirge und ins Inntal laden zum Innehalten ein. Es hat fast den Anschein, als würden selbst die Lamas die Stille und Aussicht genießen.

Die wohlverdiente Jause

An einer Lichtung im Wald legen wir eine Pause ein. Hans holt aus den Packtaschen eine wunderbare regionale Jause hervor: selbstgemachtes Brot und Käse sowie Hollundersirup, hauseigene Tomaten, Gurken und Eier, Wurst  – all dies liebevoll garniert mit essbaren Blüten.

Während der kurzen Rast taucht unweigerlich die Frage auf, ob Lamas denn spucken. Hans bejaht dies, und erklärt, dass das Spucken eine Ausdrucksform der Rangordnung innerhalb der Herde ist. Menschen spucken Lamas äußerst selten an. Dies tun sie nur dann, wenn sie extrem gereizt werden oder sich von Menschen bedroht fühlen.

Auf dem Rückweg durch den Wald

Nach der Stärkung wandern wir auf einem Forstweg weiter. Zum Ende hin geht dieser steil hinab und Hans bittet uns, den Kindern beim Führen zu helfen. Obwohl Lamas sehr rücksichtsvoll sind und gut auf die Kinder aufpassen, sind sie auf dem Rückweg doch sehr zügig unterwegs. Immer wieder treffen wir unterwegs auf Wanderer oder Radfahrer, die von unserer lustigen Gruppe begeistert sind.

Zum Abschluss eine Runde auf dem Lama

Bald sind wir wieder in der Nähe des Hofes angekommen. Die Kinder dürfen auf Balu noch eine kurze Runde reiten. Das macht allen unglaublich viel Spaß!

Danach verabschieden wir uns von Hans und seinen Lamas. Es war ein herrlicher Tag in der Natur, welcher dank dieser einzigartigen Tiere unvergesslich bleiben wird.

Wollt ihr mehr über Hans, seine Lamas und Touren erfahren, dann schaut auf seine Homepage unter Tyrollama.

Kraftort Schwarzbrunn im Voldertal – Kraftort 01/10

Kraftorte der Region Hall-Wattens

Kraftorte sind besondere Orte: Spirituelle Stätten, Kulturdenkmäler und besondere Naturschauplätze in Berg und Tal. An diesen Orten lässt es sich innehalten, verweilen und neue Energie tanken. Sie inspirieren und erzählen Geschichten, von Vergangenem und Neuem, Vergänglichem und Ewig währendem.

Beim Wandern durch die Region Hall-Wattens trifft man an zehn verschiedensten Plätzen auf die Kennzeichnung “Kraftort Region Hall-Wattens”. Auf unserem Blog stellen wir euch diese zehn besonderen Plätze am Berg und im Tal vor. Den Anfang macht ein Naturschauplatz mit historischer Bedeutung: Schwarzbrunn im Voldertal.

Kraftort Schwarzbrunn im Voldertal

Schwarzbrunn im hintersten Voldertal ist unter den zehn Kraftorten der Region Hall-Wattens vermutlich der unbekannteste, aber einer der schönsten und einsamsten unter allen. Allein schon die Anreise ist spektakulär, denn das Voldertal bietet neben einer atemberaubenden Aussicht hinab ins Inntal auch zahlreiche wunderschöne Bauernhöfe, Almen und das Volderwildbad. Das Gebäude des Wildbads führt uns zurück in die Geschichte, als es dort noch einen Kurort gab.

Zur Geschichte von Schwarzbrunn

Im Jahre 1753 unternahmen drei Mitglieder der Innsbrucker Gelehrtenakademie einen Forschungsritt nach Schwarzbrunn. Neben der Untersuchung des “Gesund- oder Schwarzbrunnenwasser im Volderbad” war das eigentliche Ziel der Forschung die Untersuchung des erstmals im Voldertal bekannt gewordenen “Veilchensteins” sowie der “Brunnenkresse”. Die Kresse bei Schwarzbrunn sei vom ersten Frühjahr an bis in den rauhen Winter zu finden. Sie wurde gesammelt, geschnitten in Wasser gelegt und danach eine zeitlang gesotten, um sodann ihre Wirkung zu entfalten. Kein Wunder, dass dieser alten Heilpflanze viele positive Eigenschaften zugeschrieben werden wie Aphrodisiakum, Entschlackung von Leber, Lunge und Magen. Der Wasserstrahl des Schwarzbrunnens fließt nicht unmittelbar aus dem Boden, sondern aus schwarzer Kohlenmeilererde. Diese Besonderheit könnte Grund für die Namensgebeung “Schwarzbrunn” sein.

Hippolyt Guarinoni und das Volderwildbad

“Im Voldertal quillt ein Wasser, das schwefelsaure Erde enthält und gegen Rheuma, chronische Ausschläge, Leiden der Unterleibsorgane und Neurosen nicht selten hilfreich ist, wozu die angenehmen Umgebungen, die reine Luft, die Güte der Einrichtungen das ihrige beitragen.” (Auszug aus dem “Boten für Tirol und Vorarlberg” im Jahr 1830 zur Bewerbung des Volderwildbads)

Der Badbesuch wurde für alle möglichen und unmöglichen Leiden, an denen “alle Doktoren verzweifelt sind”, empfohlen. Der berühmte Haller Stiftsarzt Arzt Dr. Hippolytus Guarinoni hatte die Quelle untersucht und hatte darin Eisen, Salpeter, Vitriol, Schwefel und Alaun gefunden. Nicht nur ein wahrer Jungbrunnen, sondern auch Kriegswunden, wie aus dem Leib gezogene Flintenkugeln, konnte das Wasser heilen. Obwohl das Volderwildbad als typisches “Bauernbadl” zu bezeichnen ist, verbrachten auch Adel und angesehene Persönlichkeiten aus dem Großbürgertum dort ihren Kuraufenthalt. Heute befindet sich das Volderwildbad in Privatbesitz und wird für Veranstaltungen insbesondere für Hochzeiten genutzt. Ein durchaus magsicher und kraftvoller Ort, um den Bund des Lebens einzugehen.

Spannende Sagen und Geschichten

Es ranken sich unzählige Geschichten und Sagen rund um das Voldertal. Die Sage vom “Glungezer Riesen und Schwarzer Brunn” lässt erahnen, woher der Kraftort seinen Namen hat. Einst wohnte dort ein König mit vier wunderschönen Töchtern. Als ein Riese um die Hand einer seiner Töchter anhielt und kläglich abgewiesen wurde, übte der Riese Rache. Haushohe Felsblöcke welzte er vom Glungezer hinab auf den Palast, welcher schlußendlich in den Tiefen des Wildsees mit all seinen Bewohnern versank. Nachfolgende Steine füllten den See bis zur Gänze und was davon noch übrig blieb, nennt man heute den “Schwarzen Brunn”. Den Riese vom Glungezer überkamen nicht lange nach seiner grauenhaften Tat schreckliche Schuldgefühle, diesen ausgeliefert stürtzte er sich in die Tiefen des Sees, um sein brenndes Herz abzukühlen.

Das geheimnisvolle Volderwildtal

Das Voldertal stand in der Vergangenheit in enger Verbindung mit der Haller Saline und deren Waldämtern. Um 1543 wurden die Wälder des hinteren Voldertals von Vorberg bis Steinkasern von der Haller Saline für den eigenen Bedarf und für den der Münzstätte und der Glashütte in Hall in riesigen Kahlschlägen entholzt. Neben der Holztrift war seit Mitte des 16. Jahrhunderts im Voldertal schon früh die Holzkohlenerzeugung im Köhlereibetrieb ein wichtiger Erwerbszweig der dortigen Bauern. Bis ins 19. Jahrhundert benötigten die Metall verarbeitenden Betriebe und die Salinen zur Feuerung Holzkohle in großen Mengen. Neben der Holztrift und den Kohlebetrieben kam noch ein weiterer Wirtschaftszweig im Voldertal hinzu, nämlich die Mühlen. Der Bereich des Volderwildbad bis hinunter zur Au war das alte “Mühlviertel”. Dort standen bis in die ersten Jahrzehnte unseres Jahrhunderts fünf Bauernmühlen: Badmühle, Traxlmühle, Lumper- oder Heißlmühle, Guggenbichler- oder Hauswurzmühle und Auermühle.

Intensive Almwirtschaft einst und heute

Dass im Voldertal so viele Almen anzutreffen sind, hat vor allem einen wichtigen geschichtlichen Aspekt: die Hochweideflächen und deren Bauten sind seit jeher ein bedeutender Teil unseres Kulturlandschaft und sind in mühevoller Arbeit von den Bergbauern errichtet worden. Obwohl noch heute viele Almen und Wirtschaftsgebäude im Voldertal anzutreffen sind, sind trotzdem einige dem Verfall preisgegeben. Westlich des Voldertalbaches, gab es allein im Gebiet rund um die Stalsinsalm und Steinkasernalm früher insgesamt 31 Bauten aus der Weidewirtschaft und dem Bergbau. Oberhalb der Stalsinsalm auf knapp 2.000 m Höhe erkennt man heute noch sehr gut den verfallenen Oberleger der Alm, denn die Trockenmauern beim Eingangsbereich sind noch gut erhalten.

Alle Kraftorte der Region findet ihr unter: www.kraft-ort.at

Von Clown bis Carousel: Ein magischer Sommer in den Swarovski Kristallwelten

Von 1. Juli bis 31. August laden im Garten der Swarovski Kristallwelten bunte Zirkuswagen und unglaubliche Artisten zu einem ganz besonderen Besuch ein. Außerdem kann man eine wundervolle Karussellfahrt oder beim Open-Air-Kino laue Sommerabende genießen.

Viel Spaß bei meinen 5 Highlights des diesjährigen „Sommer im Riesen“!

1/ Zirkus hautnah

Artisten des weltbekannten Circus Roncalli, wie Schlangenfrau Lili Paul-Roncalli, Akrobatin Geraldine Philadelphia oder Clown Devlin Bogino, sind derzeit auf Sommerfrische zu Besuch in Wattens. Sie folgen keinem fixen Programm, sondern gewähren den Gästen spannende Einblicke in ihre unglaubliche Welt. Und dabei ist mitmachen erwünscht! Wer also wiedermal jonglieren üben oder dem Zauberer Thomas Thompson über die Schulter schauen möchte, ist herzlich eingeladen!

© Swarovski Kristallwelten

 

2/ Ungesichert und unglaublich: Freddy Nock am Seil

Bei all dem bunten Treiben am Boden, sollte man einen Blick nach oben nicht vergessen. Fünf Mal täglich balanciert Hochseilartist Freddy Nock über ein Seil, das rund 20 Meter hoch über den Garten führt. Und das komplett ungesichert! Ein wirklich spektakulärer Anblick!

© Swarovski Kristallwelten

 3/ Das „Carousel“ – Nostalgie trifft Design

© Swarovski Kristallwelten

Karussellfahren ist doch immer etwas wundervoll Nostalgisches. Das neue „Carousel“ von Jaime Hayon verpackt diese Nostalgie aber in eine herrlich spielerische Welt aus schwarz-weißen Figuren, die leichtfüßig im Kreis tanzen. Bei jeder Fahrt entdeckt man ein neues Detail. Bitte einfach einsteigen und eine Runde mitfahren!

4/ Garten statt Kinosaal

© Swarovski Kristallwelten

Jedes Jahr ein Highlight für mich: Das Open-Air-Kino im Garten. Den ganzen August lang werden täglich zwei Filme auf der großen Leinwand gezeigt. Wer hat zum Beispiel am 4. August Zeit und Lust auf „The Greatest Showman“? Die Kinovorstellungen sind übrigens im Ticketpreis inkludiert, können aber auch als einzelne Kinotickets um 6,50 Euro bzw. 3,50 Euro für Kinder bis 14 Jahre gekauft werden. >> Hier findet ihr das gesamte Kinoprogramm!

5/ Bunte Speisekarte

© Axel Springer – Target Group

Wer jetzt Hunger oder Lust auf etwas Süsses bekommen hat, sollte auf der Terrasse des Daniels Kristallwelten oder im Café des Artistes gemütlich Platz nehmen. Auf den Stühlen des bekannten Zirkus-Cafés haben übrigens schon Künstlergrößen wie Andy Warhol, Sting oder Caterina Valente gesessen. Besonders empfehlen kann ich die herrlichen Macarons, aktuell gibt es sogar die Geschmacksrichtung „Bubblegum“. Unbedingt probieren!

Was es beim Sommer im Riesen sonst noch alles zu erleben gibt, findet ihr unter kristallwelten.com/sommer. Oder ihr teilt eure schönsten Erlebnisse mit #kristallwelten. Viel Spaß!

TIPP: Von 1. Juli bis 31. August haben die Swarovski Kristallwelten täglich bis 22:00 Uhr geöffnet und es gibt reduzierte Abendtickets inkl. Cocktailgutschein ab 18 Uhr.

Brunch am Berg

Frühstücken oder Brunchen – wortwörtlich – in aller Munde

Angebote für einen Brunch am Berg in Tirol sind vielfältig und ganz unterschiedlich. Und überaus beliebt – suchen wir doch alle am Wochenende den gemütlichen Start in den Tag, oder nicht?

Manchmal gönnen auch wir uns als Familie den Luxus eines Frühstücks außerhalb der eigenen vier Wände. Ist man mit Kindern unterwegs, zählt vorrangig das Angebot für die Zwerge, damit sie ausgiebig herumtollen können, während wir Eltern entspannt ihren Kaffee schlürfen.

brunchen-am-berg-haus-gufl

Brunch am Berg

Ein ganz besonderes Angebot in dieser Hinsicht bietet das Haus Gufl am Tulferberg. Der Speisesaal ist reich gedeckt mit vielen unterschiedlichen Köstlichkeiten. Vom Spargel-Erdbeer-Salat bis hin zu Eierspeisen und frischen Flammkuchen: Es ist wirklich alles geboten, was das Herz begehrt. Von Gastgeber Gregor Drewes wird man herzlich empfangen, auf Wunsch wird auch eine Hausführung gemacht. Es gibt Tische vor dem Haus, um sich sein Frühstück mit nach draußen zu nehmen. Das Gelände rund um die Gufl bietet zahlreiche Möglichkeiten für die Kinder, um sich so richtig austoben zu können: Spielplatz, Kletterwand und Sportplatz, sowie der tolle Wald rundherum lassen die Zeit vergessen.

brunchen-am-berg-haus-gufl

Anreise zur Gufl

Allein schon die Anreise zur Gufl ist spektakulär, denn die Aussicht hinab ins Inntal ist einfach atemberaubend. Mit dem Auto kann man direkt bis vor die Gufl fahren; es besteht jedoch auch die Möglichkeit einer Wanderung: Entweder von Tulfes aus oder mit der Glungezerbahn bis zur Mittelstation Halsmarter und dann den Weg über die Skipiste hinab zur Gufl. Da wir nach dem Frühstück noch den Kugelwald am Glungezer besuchen wollen, sind wir dieses Mal mit dem Auto bis zur Gufl gefahren. Ansonsten ist eine Wanderung aber absolut empfehlenswert!

Die Gufl und ihre Geschichte

Die Gufl liegt idyllisch mitten im Wald – vielen Einheimischen ist sie ein Begriff und aus der eigenen Kindheit in lebendiger Erinnerung geblieben. Ursprünglich wurde die Gufl als Jugendheim der Pfarre Hall geführt, Initiator des Jugendgästehaus Gufl war der Haller Kooperator Josef Lambichler (1883-1956). Er wollte einen Ort schaffen, wo bedürftige Kinder Erholung finden und eine warme Mahlzeit bekommen, denn vielerorts herrschte während und auch nach dem 2. Weltkrieg große Hungersnot. Er ließ 1936 an der heutigen Stelle die ersten Baracken erbauen. Von den Nationalsozialisten 1938 enteignet, wurde die Gufl nach dem Krieg wieder zurückgegeben und dient seither als Erholungs- und Ferienheim für Kinder und Jugendliche. Ab 1957 war sie in Besitz der Pfarre Hall. 2002 übernahm Gregor Drewes als Geschäftsführer die Leitung der Gufl, bis er sie schließlich 2012 kaufte.

spielplatz-bei-haus-gufl

Brunch am Berg: Die letzte Chance

Gregor bietet auch nach wie vor Schullandwochen und MinistrantInnenlager an, hat aber sein Angebot um viele tolle Aktivitäten, wie z.B. Waldpädagogik erweitert. Und eben auch den „Brunch am Berg“ – wie er sein Frühstück auf der Gufl getauft hat. Zwei Termine gab es bereits, einmal besteht noch die Gelegenheit, sich selbst von dem wunderbaren Frühstück und der Umgebung zu überzeugen: am 30. Juni 2019.

Alle Infos zum Brunch am Berg findet ihr hier.

brunchen-am-berg-haus-gufl