Der Kaspressknödel-König

Hermann Krismer ist der Mann fürs Grobe. Zumindest, wenn es um seine Kaspressknödel geht. Die sollen nicht perfekt sein, sondern frisch und bissfest. Darum kocht und knetet der Wirt der Walderalm in Gnadenwald selbst – hier isst man buchstäblich ausgezeichnete Schmankerl.

Eine Maschine kommt Hermann Krismer nicht ins Haus. „Die arbeitet viel zu genau“, lacht der Wirt der Walderalm. Seine Kaspressknödel sind einzigartig: stückig, bissfest, grob. Ein bisschen wie Hermann selbst. Er ist heuer im neunten Jahr Pächter und lebt auf rund 1.500 Metern seinen Traum. „Man braucht nur vor die Tür gehen und sieht, warum ich den Almwirtsberuf liebe.“ Hier, auf der Walderalm, eingebettet in einem atemberaubenden Hochplateau im Karwendelgebirge, liegt einem die Welt zu Füßen.

Schmankerl mit Auszeichnung

Hoch oben, in der Abgeschiedenheit der Natur, findet man sie: Die besten Kaspressknödel in ganz Tirol. Mit Auszeichnung! Im Sommer 2016 gewann Hermann Krismer eine Publikumsumfrage der ‚Tiroler Tageszeitung‘, der größten Tageszeitung des Landes. Darauf ist er sehr stolz. Die 200 Gramm schweren Schmankerl sind alle handgemacht. Jedes ein Unikat! Das ist Hermann Krismer wichtig.

„Unsere Rezeptur ist recht gewöhnlich: Käse, Ei, Milch, Knödelbrot, Salz und Peffer. Doch was uns so besonders macht, ist die Frische der Produkte. Jeder Knödel wird geknetet, geformt und erst auf Bestellung frisch in der Pfanne gebraten. Das ist ausschlaggebend für die Qualität. Außen ist der Knödel richtig knusprig.“ Dafür zergehen die fünf verschiedenen Käsesorten im Knödel auf der Zunge.

Was den perfekten Kaspressknödel ausmacht?

„Der Knödel muß bissfest und knusprig sein. Und die richtige Menge an Käse ist wichtig.“

Hermann verwendet hauptsächlich Graukäse und eine geheime Mischung aus Bergkäse, Spätzlekäse und weiteren Sorten. Das genaue Rezept verrät der Wirt nicht. „Es kommt von der Mama meiner Lebensgefährtin. Ich habe verschiedenes ausprobiert und die Rezeptur leicht abgeändert.“

10 000 Kaspressknödel für hungrige Gäste

An starken Sommertagen muss der Wirt kräftig vorarbeiten. Dann produziert er mindestens 200 Rohlinge, die aber erst auf Bestellung frisch gebraten werden. Drei von fünf Gästen essen auf der Walderalm einen Kaspressknödel – weil der einfach immer schmeckt. Den Knödel gibt es in der Suppe, mit Salat oder Kraut. Die Portionen sind üppig und die 5,90 Euro pro Kaspressknödelsuppe vollkommen angemessen.

In den vergangenen sechs Jahren ist einiges zusammengekommen: „Letztes Jahr ging der zehntausendste Kaspressknödel über die Theke“, erinnert sich der Wirt. Professionell gelernt hat Hermann Krismer das Kochen übrigens nie – erst die viele Übung machte den Meister. Er ist Wirt aus Leidenschaft – mit viel Herzblut und gesundem Appetit. Nur zuhause, da kocht die Frau…

Die Walderalm ist wieder ab 11. Jänner 2019 geöffnet.

Rezept für den Tiroler Kaspressknödel

Wer den Kaspressknödel zu Hause nachkochen möchte, kann es nach diesem Tiroler Rezept probieren.

Tiroler Apfelbrot – Rezept

Riecht ihr es auch? Es duftet nach Weihnachten: Nach Tannen, frisch gebackenen Keksen und – leckerem Tiroler Apfelbrot!

Verzaubert eure Familien und Gäste damit. Ich backe mit euch heute Tiroler Apfelbrot – nach einem altüberlieferten Rezept, mit einfachen Zutaten, welches ganz sicher jedem von euch gelingen wird. Das Apfelbrot wird auch als eine schnelle und einfache Variante des „Zelten“ bezeichnet, die jedoch mindestens ebenso gut schmeckt.

Tiroler Apfelbrot Zutaten

1,5 kg Äpfel

30 dag ganze Nüsse

30 dag Feigen

50 dag Zucker (ich mag es etwas weniger süß und nehme nur die Hälfte)

30 dag Rosinen

1/8 l Rum

3 EL Kakao

1 TL Nelkenpulver

1 TL Zimt

½ TL Lebkuchengewürz

1 Prise Salz

50 dag Roggenmehl

50 dag Weizenmehl

2 Pkg. Backpulver

Tiroler Apfelbrot Zubereitung:

Feigen halbieren und in eine große Schüssel geben.

Rosinen und Nüsse dazugeben.

Geriebene Äpfel dazugeben. Man kann die Äpfel auch mit der Schale verwenden, hab beides ausprobiert – macht keinen Unterschied und man spart sich Arbeit .

Zucker, Kakao, Nelkenpulver, Zimt, Lebkuchengewürz, Salz und Rum dazugeben, gut vermischen und mit einem Tuch bedeckt über Nacht stehen lassen.

Roggen- und Weizenmehl sowie das Backpulver untermengen und in der Schüssel gut vermengen.

Masse auf die Arbeitsfläche geben und gut durchkneten, bis man eine schöne Teigkugel hat. Damit es nicht klebt, Mehl verwenden.

Entweder zwei große oder vier kleine Laibchen formen, mit Wasser bestreichen und  auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Bei 150 Grad ca. 1 Stunde backen.

Tipp: Wenn ihr das Tiroler Apfelbrot schön verpackt, ist es auch eine wunderbare Geschenkidee, über die sich mit Sicherheit jeder freut!

Das fertig gebackene Apfelbrot gut auskühlen lassen. Wenn man es nicht sofort isst, lässt es sich auch sehr gut einfrieren.

In Scheiben schneiden und mit frischer Bauernbutter genießen.

Gutes Gelingen und lasst es euch schmecken!

Mehr Rezepte aus Tirol findet ihr hier

Tiroler Gerstensuppe – Rezept

Eine Gerstensuppe (auch Gerstlsuppe genannt) schmeckt nicht nur vorzüglich, sie ist auch richtig gesund. Der Gerste als Getreide werden zahlreiche gesundheitliche Vorteile nachgesagt – von der Regulierung des Blutzuckers über die Vorbeugung von Osteoporose und Gallenproblemen. Außerdem enthält sie acht essentielle Aminosäuren. Besonders schmackhaft ist dieses Naturwunder, wenn man es zu einer Suppe verkocht.

Es gibt wohl unzählige Rezepte – ich möchte euch mein persönliches, altüberliefertes Rezept vorstellen.

Zutaten Tiroler Gerstensuppe

150 g Gerste, 100 g Selchfleisch (Rauchfleisch), 1,5 Liter Suppe, eine kleine Zwiebel, gelbe Rüben, Karotten, Lauch, Sellerie, Erbsen, Kartoffel, Petersilie

Zubereitung Tiroler Gerstensuppe

Zwiebel und Lauch klein schneiden.

In einem großen Topf mit etwas Öl anschwitzen.

Restliches Gemüse (Sellerie, Karotten, gelbe Rüben, Petersilie) ebenfalls klein schneiden.

Gerste mit kaltem Wasser abschwemmen.

Gerste und Gemüse ebenfalls in den Topf geben.

Mit Suppe aufgießen.

Würfelig geschnittene Kartoffel und die Erbsen dazugeben.

Zum Schluss das geschnittene Selchfleich zugeben.

Das Ganze ca 1,5 Stunden köcheln lassen, bis die Gerste weich ist. Man kann auch die Gerste ein paar Stunden in kaltem Wasser einweichen, somit verringert sich die Kochzeit.

Gerstensuppe lässt sich hervorragend aufwärmen oder einfrieren – guten Appetit!

Mehr Rezept aus der Tiroler Küche findet ihr hier.

 

 

Wie macht man einen Apfelstrudel? Rezept

Ich darf euch heute ein sehr leckeres Apfelstrudel – Rezept vorstellen, es wurde mir von meiner Oma überliefert und ich backe ihn immer wieder gerne danach.

Zutaten:

Teig: 45 dag Mehl, 1 Prise Salz, 30 dag Butter, 15 dag Staubzucker, 3 Eidotter, Schale von 1/2 Zitrone, 1 Vanillezucker, 2 EL Milch

Fülle: ¾ kg Äpfel, 8 dag Zucker, 15 dag Rosinen (in Rum), 8 dag geriebene oder gehobelte Mandeln, Saft von ½ Zitrone, 1 Vanillezucker, Zimt

Backen: bei 200°, ca. 50 Minuten

Wer den Teig nicht selbst zubereiten möchte, kann auch fertigen Mürbteig, Blätterteig oder Strudelblätter verwenden.

Und so geht der Apfelstrudel:

Zutaten Apfelstrudel

Zutaten Teig

Wie mache ich einen Apfelstrudel

Wie mache ich einen Apfelstrudel

alle Zutaten vermengen

Wie mache ich einen Apfelstrudel

Alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten

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Den Teig für ca. eine Stunde rasten lassen

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Die Zutaten für die Fülle: Äpfel, Mandelsplitter, Vanillezucker, Zimt, Rosinen

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Alle Zutaten leicht dünsten und dann auskühlen lassen

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Teig mit einem Nudelholz ausrollen (Zugegeben, das Ausrollen ist nicht ganz einfach, je öfter man es macht, desto besser gelingt es). Ein Tipp von mir: Den Teig auf Backpapier ausrollen!

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Fülle auf dem Teig verteilen und zusammenklappen, nicht einrollen. Die Ränder flachdrücken und überstehenden Teig mit einem Messer abschneiden. Die Strudeloberseite gleichmäßig einschneiden.

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Ab ins Rohr!

Goldbraun gebackenen Strudel aus dem Rohr nehmen, abkühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen.

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Lasst es euch schmecken!

Hier findet ihr ein weiteres, leckeres Apfelstrudel-Rezept.

 

 

Wie mache ich einen Germknödel? – Rezept und Anleitung

Jetzt langsam beginnt ja wieder die Wintersaison und für viele  – auch für mich – gehört zu einem perfekten Skitag eine fluffige, runde Köstlichkeit dazu – der Germknödel.

Aber wie bekommt man einen Germknödel auch daheim wie auf der Hütte hin? Ich zeige euch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Zuerst die Zutaten:

Schmelzt zuerst die Butter in einem kleinen Topf.

Butter schmelzen

Gebt nun alle Zutaten zusammen in eine Rührschüssel. Zutaten Germknödel verrühren

Dann verrührt ihr sie.

Nun habt ihr einen homogenen Teig.

Germknödelteig vorher

Stellt ihn an einen warmen Ort und lasst ihn gehen, bis er ungefähr die doppelte Größe hat.

Germknödelteig nachher

Nun teilt ihr den Teig in vier gleich große Stücke und formt ihn zu flachen Knödeln.

Germknödel formen

Drückt in die Mitte eine Mulde.

Mulde in die Mitte drücken_Germknödel

Hier kommt nun ein Klecks Powidlmarmelade hinein.

Powidlmarmelade füllen

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Jetzt den Teig gut zusammendrücken, damit die Marmelade umhüllt ist.

Jetzt lasst ihr den Teig noch einmal kurz rasten.

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Dann kommen die Knödel auf ein Blech und in den Dampfgarer. Alternativ könnt ihr sie auch über dem Wasserbad oder normal in siedendem Wasser machen. Das dauert ca. 30 Minuten.

Germknödel im Dampfgarer

Und voilà: Euer Germknödel ist fertig und bereit, verspeist zu werden ! Guten Appetit!

 

Hier findet ihr das gesamte Rezept zum Nachkochen.

Gerkmnödel groß

Tiroler Speckknödel: Das Rezept zum Nachkochen (mit Fotoreportage)

Kugelig und köstlich liegen sie vor uns: Original Tiroler Speckknödel. Bei unserem wöchentlich stattfindenden Tiroler Schmankerl-Kochkurs zeigte dieses Mal unsere Kollegin Claudia, ihres Zeichens passionierte und vielfach erprobte Knödeldreherin, wie man echte Tiroler Speckknödel zubereitet.

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Claudia weiß, wie man Knödel rollt. (c)hall-wattens.at

An erster Stelle stehen die Zutaten. Am besten Bio und regional – wenn nicht vom Bauern, dann bieten inzwischen auch viele Supermärkte solche Produkte an.

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Frische Bioeier vom Bauern (c)hall-wattens.at

Für Tiroler Speckknödel für vier Personen benötigt man folgende Zutaten:

280 g Semmelbrot (oder 6 alte Semmeln)
1/4 l Milch
2 Eier
100 g sehr fein gewürfelter Speck
1 fein gehackte Zwiebel
1 EL gehackte Petersilie
40 g Butter
Etwas Salz
Etwas Mehl

Und so gehts:

1.    Die Semmeln kleinwürfelig schneiden und salzen. Milch und Eier verrühren und über die Semmelbrot geben. Eine halbe Stunde stehen lassen.

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Semmelwürfen und Eier werden zusammengemischt. (c)hall-wattens.at

2.   Zwiebel in Butter anrösten, Speck ebenfalls anrösten. Gemeinsam mit der gehackten Petersilie zum Semmelbrot geben.

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Speck, Wurst und Zwiebel in der Pfanne (c)hall-wattens.at

 

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Frische Petersilie gehört in jede Speckknödel-Masse. (c)hall-wattens.at

3. Salzen und alles gut durchmischen. Bei Bedarf etwas Mehl hinzugeben, um dem Teig mehr Festigkeit zu geben.

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Alle Zutaten werden verrührt. (c)hall-wattens.at

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Gut andrücken, damit der Knödel die Form behält (c)hall-wattens.at

4.    Mit nassen Händen 8-12 gleich große Knödel formen und gut drehen.

Jetzt die Knödel in leicht kochendes Salzwasser geben und ca. 12 Minuten ziehen lassen.

DSC08685Tipp von Claudia:

„Ich mache die Knödel in einem Dampfeinsatz über kochendem Wasser. So zerfallen sie nicht.“

Gute Knödel steigen in der Suppe sofort auf. Die Knödel schmecken am besten, wenn sie gegessen werden, sobald sie gekocht sind.

Tiroler Speckknödel mit Suppe

Eine Köstlichkeit: Tiroler Speckknödel mit Suppe (c)hall-wattens.at

Nach altem Brauch isst man den ersten Knödel in der Suppe, den zweiten zu Sauerkraut oder Rübenkraut, den dritten zu Eingemachtem oder Schweinernem, den vierten mit Salat. Wer dann noch kann, beginnt wieder von vorne. Sehr gerne isst man zu Knödeln auch Kresse- oder Vogerlsalat.

Hier gibt es noch ein paar Tipps der Tiroler Knödelmeisterin Maria Drewes (aus ihrem Kochbuchklassiker „Tiroler Küche“):

  •   Getrocknetes Knödelbrot benötigt etwas mehr Flüssigkeit und braucht länger zum Durchziehen.
  •    Eine Semmel entspricht etwa 4 dag trockenem Knödelbrot.
  •   Die meisten Knödelteige formt man mit angefeuchteten Händen oder mit einem Löffel und einer nassen Hand.
  •   Manche Knödel kann man auch in etwas glattem Mehl drehen, damit sie beim Kochen nicht zerfallen.
  •     Die Knödel in weiten Gefäßen kochen und nicht zu dicht einlegen, damit sie gut aufquellen können und die Form halten.

Das gesamte Rezept zum Nachlesen

Jetzt auch lesen: Tiroler Schlutzkrapfen zum Nachkochen

 

Speckknödel, Tiroler Schlutzkrapfen & Co: Tiroler Gerichte gemeinsam kochen

Was verbindet wie nichts anderes auf der Welt, lässt uns sofort in fremde Kulturen eintauchen und dient als interkulturelle Verständigung, auch wenn wir nicht des anderen Sprache sprechen? Genau: Essen.

Und da wir als TirolerInnen unsere Küche gleich patriotisch lieben wie alle anderen Dinge, die Tirol (unserer Meinung nach) ausmachen, wollen wir auch unsere Gäste einladen, sich an typischen Tiroler Schmankerln zu versuchen.

Jeden Donnerstag um 12:30 (gerade wenn der Magen anfängt zu knurren), können sie im Rahmen unserer Urlaubsaktivitäten kostenlos einen Tiroler Kochkurs belegen. Fabriziert wird alles, was das Tiroler Urlauberherz begehrt: Speckknödel, Käsespätzle, Zillertaler Krapfen, Spinatknödel und vieles mehr.

Petra Neuner-Gyß, die ein kleines Kochstudio in der Altstadt von Hall in Tirol betreibt, mag am liebsten Tiroler Schlutzkrapfen. Und genau die machen wir heute auch gemeinsam mit unseren Gästen Blaise und Rob aus UK.

Teikugel

Teig für Tiroler Schlutzkrapfen

Zuerst wird ein fester Teig aus Mehl, Eiern, einem Schuss Olivenöl, einer Prise Salz und falls nötig etwas Wasser angerührt. Er muss mindestens eine halbe Stunde rasten.

Petra erklärt Rezept

Petra erklärt, wie der Teig ausgerollt wird

Die Teigkugel wird dann dünn ausgerollt – er sollte idealerweise so dünn wie ein Blatt Papier sein.

Rob versucht sich am Nudelwalker.

so dünn muss der Schlutzkrapfenteig am Ende sein

Ja, das kommt hin! 😉

Als nächstes werde mithilfe eines Glases kleine Kreise ausgestochen und vorsichtig vom Rest des Teiges gelöst.

Mit Hilfe eines Glases werden die Krapfen ausgestochen

Vorsichtig werden die Kreise gelöst

Dann wird ein bisschen Fülle, die aus Topfen, Salz, Pfeffer, Lauch und Kräutern wie Basilikum und Pfefferminze hergestellt wird, auf den Teigkreisen platziert.

Auf jedes Krapferl wird ein Klecks Fülle gesetzt

Als nächstes werden die Teigtaschen geformt und mithilfe einer Gabel rundum  ein fester Rand gedrückt, damit die Fülle später im Wasser nicht austreten kann (Schlutzkrapfen ohne Fülle= nicht gut…)

Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammenMmh, das sieht doch schon richtig g’schmackig aus!

Danach werden die guten Stücke in einen Topf mit wallendem Wasser gegeben und dürfen dort ein paar Minuten verweilen.

im wallenden Wasser werden sie für einige Minuten gekocht

Zum Reinbeissen gutaussehend

Original Tiroler Schlutzkrapfen mit goldgelber Butter

Zu guter Letzt kommt geschmolzener, etwas braun gewordener Butter auf die Schlutzkrapfen.“Die Fülle ist so reich an Aromen, da braucht es gar keinen Käse oder sonstiges dazu“, meint Petra.

EssenBlaise und Rob schmeckts!

Hier findet ihr das vollständige Rezept für Tiroler Schlutzkrapfen.

Wer Lust hat, das nächste Mal mitzukochen, ist herzlich willkommen:

Diese Sommersaison kommen alle Gäste der Region Hall-Wattens im Rahmen der Urlaubsaktivitäten kostenlos in den Genuss eines Tiroler Kochkurses: Jeden Donnerstag um 12:30 werden gemeinsam saisonale Tiroler Gerichte gekocht.

➜ Dauer: ca. 1,5 Stunden
➜ Gästetarif: kostenlos
➜ Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen mit Gästekarte
➜ Maximale Teilnehmerzahl: 8 Personen
➜ Anmeldung: bis Mittwoch 18.00 Uhr im Tourismusbüro Hall oder hier

Tiroler Braukunst zum Verkosten

Am Samstag, 4. Juni 2016 ist es erstmals soweit: Bei der „1. Tiroler Braukost“ stellen sich zehn Tiroler Brauereien von bis 18 Uhr am Oberen Stadtplatz in Hall in Tirol vor und laden zum Genuss ihrer Schöpfungen ein. Bierliebhaber können sich bei einer Verkostung von den hervorragenden heimischen Bieren selbst ein Bild machen und ihren Gaumen entscheiden lassen. Der Absamer Braumeister Arno Pauli erklärt: „Der Grund für dieses Fest ist, dass wir den Tirolern zeigen wollen, welche Vielfalt an Bieren es in unserem Land gibt und hier gebraut wird. Früher war es ja üblich, dass in jedem größeren Ort ein bis zwei Brauereien tätig waren, denn es war gar nicht möglich, das Bier gekühlt über größere Entfernungen zu transportieren.“

Bierbrauer Arno Ebner aus Absam am Sudkessel

Bierbrauer Arno Ebner aus Absam am Sudkessel

Wie aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe ein gutes Bier wird? Dieser schwierigen Frage widmeten sich bereits die Sumerer um ca. 3000 vor Christi genauso wie heute einige Tiroler Brauereien. Von der unterschiedlichen Wasserqualität und -härte über das Malz, welches  Farbe, Kraft und Geschmack eines Bieres bestimmt, bis zum Hopfen, ohne es den erfrischenden und charakteristischen Bitterton eines Bieres nicht gäbe, spielen viele Faktoren mit, um ein wahrlich wohlschmeckendes Bier zu brauen. Eine Handwerkskunst, der sich auch viele Tiroler in kleinen und größeren Brauereien verschrieben haben und der sie mit großer Leidenschaft nachgehen.

Die Vorfreude unter den Braumeistern, die u.a. aus Absam, Alpbach, Hall in Tirol, Innsbruck, Kolsass, Pertisau, Tarrenz, Vils und Zell am Ziller anreisen, ist bereits groß. „Die Besucher werden an jedem Stand unterschiedliche Biere, etwa Pils, Märzen, Bock, aromabehaftete Biere oder holzfassgelagerte Biere verkosten können. Für deren Produktion kamen nur natürliche Produkte zum Einsatz und nur das unterschiedliche Wasser, die Menge an Hopfen, Malz und etwaigen Aromastoffen machen den Unterschied aus. Damit können die Besucher sicher sein, dass jedes Bier anders schmecken wird“, verspricht Arno Pauli.

Verkostet wird dabei in kleinen Mengen, dazu passend gibt es vom Grill-Staatsmeister Heinz Baumgartner einen speziellen Bier-Burger und viel Live-Musik mit „Die Selberbrenntn“ ab 10 Uhr und ab 13 Uhr „Die 3 Stromlosen“.

Folgende Brauereien werden bei der 1. Tiroler Braukost vertreten sein:

Ebner Bier, Absam, Ebner Gold, Ebner Pils, Ebner Weizen, Ebner Bock, Ebner Rauchbier

Brauerei Schloss Starkenberg Betriebs GmbH, Tarrenz, Gold Lager, Schloss Pils, Natur Radler (offen), Spezial dunkel, Schloss Bräu, Bio Perle (Flasche)

Braukunst Neidhartinger, Kolsass, Kolsasser Helles, Bernstein Märzen, Sommer Edition – alle Biere sind naturtrüb, unfiltriert, nicht pasteurisiert oder stabilisiert

Craft Country beer, Hall in Tirol, Smasher, Japanese Pale Ale mit Kokosnoten, Smasher – Amber Ale mit Mango Maracuja Noten, da´hoam, Tiroler Hausbier, Bonanza – Lager mit Zitrusnoten

Achenseebier – Alois Rupprechter Hotel,Pertisau, naturtrübes, untergäriges Märzenbier (12 P) Achensee Weizen (11,8P), naturtrübes obergäriges Hefeweißbier, Achensee Spezial, Käse-Bier Verkostung mit Alpachtaler Heumilchkäse, Brau-Jause und Achenseer Brauwasser

Zillertal Bier, Zell am Ziller, Zillertal Pils, Zillertal Zwickl aus Tiroler Gerste und Zillertal Radler naturtrüb (vom Fass), Schwarzes und Weißbier hell (Flasche), Gauder Steinbock und Gauder Steinbock Reserve Barrique aus der Großflasche

Vilser Privatbrauerei GmbH, Vils, Vilser Bergbräu Hell, Vilser Bergbräu Hefeweizen, Vilser Bergbräu Zugspitzbier

Brauerei Harald Baumgartner, Innsbruck, Märzen Bier

Kristall Brauerei GmbH, Alpach, Zwickl unfiltriert, fein gehopfte Biere, Weizen unfiltriert, Dunkel unfiltriert

Bierol GmbH, Schwoich, Number One – Amber Lager, The Padawan – American Pale Ale, Mountain Pale Ale – Double Pale Ale, Going Hazelnuts – Porter

Kiachlfest in Hall inTirol

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber alleine beim Wort „Kiachl“ seufze ich sehnsüchtig auf. Zu köstlich sind sie, diese goldgelben rund geformten Köstlichkeiten, süß oder pikant genossen. Wer sich selbst am Kiachl- Backen versuchen will, dem lege ich unser erprobtes Rezept für Kiachl ans Herz.

Wer lieber nur Kiachl isst, für den ist der 10. Oktober 2015 ein Termin, den er sich im Kalender fett anstreichen sollte: Dann nämlich findet In Hall ein Fest rund um den Kiachl statt. Gleichzeitig wird das 25 Jahre – Jubiläum des Haller Bauernmarkts gefeiert.Tiroler Kiachl in Hall in Tirol

Haller Kiachlfest & 25 Jahre Haller Bauernmarkt am Samstag, den 10. Oktober 2015

Kulinarisch wird einiges geboten: An den Kiachlständen verführen verschiedene Sorten von pikanten (mit Kraut, Letscho, Pilzsoße) und süßen Kiachln (mit Staubzucker, mit Honig und Mohn, mit Preiselbeeren) und natürlich jede Menge dazu passende Getränke.

Die Bindertanzgesellschaft erweitertes dieses Kiachlfest um die verführerische Speise des süßen „Apfelkiachl“, dessen Äpfel vom Standl „gegenüber“ kommen.

Für Fischliebhaber gibt’s die geräucherte Forelle aus der Zucht von Vereinsmitgliedern zum Genießen vor Ort oder zum Mitnehmen.

Vor nunmehr 25 Jahren erinnerte man sich an die Bedeutung von Hall als  Marktplatz und rief den Haller Bauernmarkt ins Leben. Dass inzwischen ein allgemeiner Trend zu Regionalität und

Originalität als Antwort auf die Globalisierung und ihre Folgen entstanden ist, wertet den Markt zusätzlich auf.

Neben dem traditionellen Bauernmarkt werden saisonale landwirtschaftliche Erzeugnisse und Schmankerln aus der Region präsentiert, außerdem gibt es Aktionen für Einlagerungsprodukte, Glücksradl und für die musikalische Gestaltung sorgt Lokalmatador Franz Posch und seine Innbrüggler.

Kinder haben die Möglichkeit zusammen mit dem Zwerglparadies NiMa’s ihr gestalterisches Potential auszuleben und das alles mit den Produkten, die der Herbst zu bieten hat.

Wieder mit dabei ist die Haller Bindertanzgesellschaft, deren Jugendgruppe ihr Können unter dem Motto „Alte Tänze für junge Leute“ zeigen wird. An einem Infostand wird die Haller Bindertanzgesellschaft vorgestellt und es wird versucht, das Interesse für Brauch und Volkstanz in unserer traditionsreichen Stadt zu wecken.

Infos:

Haller Kiachlfest & 25 Jahre Haller Bauernmarkt

Oberer Stadtplatz Hall in Tirol

Kiachlfest (10 bis 17 Uhr)

Bauernmarkt (9 bis 13 Uhr)

Kinderprogramm NiMa´s (10 bis 13 Uhr)

Flohmarkt von und für Kinder (14 bis 17 Uhr)

Franz Posch & seine Innbrüggler (10 bis 13 Uhr)

Heuboden Trio (13 bis 17 Uhr)

 

Klein, fruchtig, köstlich: Die Wald-Erdbeere

Die Wald-Erdbeere gehört zu den Rosengewächsen und wächst hauptsächlich an Waldrändern und Lichtungen. Sie dient den Menschen sowie vielen Tieren schon seit langem als Nahrung, was auch die botanische Artbezeichnung ausdrückt (vesca=essbar). Sie ist außerdem eine Heilpflanze und wurde im Mittelalter in der Malerei als Symbolpflanze häufig abgebildet – was viele nicht wissen: Die Wald-Erdbeere ist nicht die Wildform der Gartenerdbeere!Kräuter_2

Die Wald-Erdbeere ist eine mehrjährige, krautige und wintergrüne Pflanze, welche 5 -25 cm hoch wird und somit auch wesentlich kleiner ist als die Gartenerdbeere. Die Stängel der rosettenförmigen Pflanze tragen wenige, weiße, fünfzählige Blüten, bei denen sich in der Mitte etwa 20 gelbe Staubblätter befinden. Sie blühen je nach Standort von April bis Juni und danach bilden sich im Laufe des Sommers die kleinen, roten Wald-Erdbeeren, um die es sich botanisch gesehen um eine Sammelnussfrucht handelt, nicht um eine Beere.

In der Volksmedizin und im Volksglauben werden Erdbeerblätter aufgrund des Gerbstoffgehaltes als Heilmittel bei Durchfall verwendet. Man übergießt die klein geschnittenen Blätter mit heißem Wasser, lässt sie fünf bis zehn Minuten ziehen, seiht den Tee ab und trinkt mehrmals täglich eine Tasse. Ein berühmter schwedischer Botaniker aus dem 18. Jhd. soll sich angeblich durch eine Kur aus Erdbeerblättertee und frischen Wald-Erdbeeren von der Gicht befreit haben!

Die Früchte der Wald-Erdbeere sind seit Menschengedenken das Symbol der Weltlust, der Verlockung und der Sinnesfreude. Eine zweite Bedeutung hat diese Pflanze im Christentum. Mit den rosenförmigen Blüten, keinen Dornen, den Beeren ohne Kern und Schale, das gleichzeitige Tragen von Früchten und Blüten ist sie zum Sinnbild der Rechtschaffenheit geworden. Sie ist auch oft Begleitpflanze auf mittelalterlichen Gemälden von Maria.

Tipp: Wer Lust hat, die Flora und Fauna unserer schönen Region unter fachkundiger Führung zu entdecken, kann dies ab Mai 2015 hier im Rahmen des Wochenprogramms tun.