Der Rodelbauer von Absam

Heute gilt im Berufsleben oft: Je ausgefallener, desto besser. Stefan Prantner zieht da nicht mit. Der 25-Jährige hat einen „ausgestorbenen“ Beruf ergriffen: Er ist Rodelbauer. Und er hatte den richtigen Riecher: Handwerk ist heute beliebter als je zuvor.

Rodeln liegt im Trend: Die Winterdisziplin ist schon seit einiger Zeit zum Breitensport für die ganze Familie geworden. Da mutet es fast seltsam an, dass sich die echten Rodelbauer in Tirol beinahe an einer Hand abzählen lassen. Stefan Prantner ist einer von ihnen. Dem Absamer liegt das Rodel-Gen im Blut: Er führt den Familienbetrieb, der 1859 gegründet wurde, in fünfter Generation. „Rodelbauer kann man nicht mehr lernen. Der Beruf hat sich aus der Wagnerei entwickelt, aber den Wagner braucht man heutzutage nicht mehr. Darum habe ich zuerst Tischler gelernt und von meinem Vater dann das Rodelbauen.“

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Sagen aus der Region Hall-Wattens

Unsere Feste und Bräuche stimmen uns auf die bevorstehende kalte und dunkle Zeit ein. Die Nacht zum 1. November bedeutete bei den Kelten die Grenze zum Winter und damit zur dunklen Jahreszeit. Das keltische Fest Samhain wurde in der christlichen Zeit zu Allerheiligen. Aus dieser Kultur haben wir gewisse Bräuche übernommen, wie zB, den Verstorbenen kleine Gaben auf die Gräber zu stellen, um sie gnädig zu stimmen. Feuer wurden entzündet, um Geister und böse Gestalten fern zu halten. Es kommt daher nicht von ungefähr, wenn wir uns gerne zurückziehen, und bei gemütlichem Kerzenschein in der Literatur versinken. Passend dazu möchte ich euch heute dazu einladen, in die Welt der Sagen und Legenden einzutauchen. In dem Buch “Geheimnisvolles Hall” hat die Autorin Christine Zucchelli alle möglichen Sagen aus der Region Hall-Wattens zusammen getragen. Im Buch finden sich nicht nur Sagen aus Hall, sondern aus allen 10 umliegenden Dörfern. Die bekanntesten Sagen sind ohne Zweifel “Der Bettelwurfgeist” sowie die Legende um den “Glungezer Riese”. Zweitere ist eng verbunden mit unserem Kraftort Schwarzbrunn und kann dort nachgelesen werden.

Der Bettelwurfgeist

Der wohl bekannteste und markanteste Berg im Karwendelgebirge ist der Bettelwurf. Liebevoll wird er als Hausberg der Haller bezeichnet. Woher der Name stammt, ist bis dato nicht geklärt. Jedoch könnte uns die Sage vom Bettelwurfgeist diesbezüglich Aufschluss geben. Die Sage haben wir neben einigen anderen auf unserer Homepage unter der Rubrik Sagen und Geschichten aus der Region Hall-Wattens aufgenommen und kann dort nachgelesen werden. Bei einer Wanderung ins Halltal begegnet uns bei den Herrenhäusern die Gestalt des Bettelwurfgeistes – künstlerisch dargestellt von Karl Obleitner.

Sagen aus Absam und Thaur

Auch die beiden Dörfer Absam und Thaur haben in punkto Sagen einiges zu bieten. Spannende Geschichten ranken sich um den heiligen Einsiedler Romedius sowie und das Thaurer Schloss. Und in Absam ist es natürlich das Absamer Gnadenbild, welches die Phantasie der Bevölkerung angeregt hat. Der bekannte Wallfahrtsort ist seit jeher bei Pilgern beliebt. Die Sage “Die Wallfahrt der Kröte” erzählt über eine seltsame Besucherin in der Marienbasilika:

Eine Bäuerin aus Bayern, welche dicht an der tirolischen Grenze wohnte, verlobte sich nach der Wallfahrtskirche zur Muttergottes in Absam. Sie kam aber niemals dazu, das Gelöbnis einzulösen. Dafür ist es aber der Bäuerin übel ergangen, denn als sie gestorben war, musste sie den Weg zur Kirche nach Absam in Gestalt einer Kröte machen und hatte dabei viel zu leiden. Ein Bauer am Weg wollte sie erschlagen, ein anderer sie zertreten, ein dritter schleuderte sie über einen hohen Felsen und der Mesner von Absam ließ sie nicht in die Kirche hinein. Zweimal schleuderte er sie zur Vorkirche hinaus, bevor es ihr schließlich doch gelang, zum Gnadenbilde zu kommen. Dort faltete die Kröte die vorderen Beinchen wie zum Gebete, betete andächtig und flog dann als lichter Streifen zum Fenster hinaus, worüber die Leute in der Kirche nicht wenig staunten. So ist also die arme Seele erlöst worden.

Sagen aus Wattens und Wattenberg

Aufgrund der Abgeschiedenheit und imposanten Bergwelt sind viele Sagen über Plätze in der Wattener Lizum entstanden. Gerade der Mölssee gilt als besonders sagenumwoben. Man konnte sich nie wirklich erklären, weshalb sich in dieser extremen Höhenlage Fische im See tummeln. Was es damit auf sich hat, erfährt man ausführlich auf der Seite zum Kraftort Mölssee.

Die Wattentaler Kasermandln sind bekannte Sagengestalten aus der Region. Wenn im Herbst die Senner zu Tal fahren, glaubte man, dass die Kasermandln von den Jöchern heruntersteigen. Kasermandln sind eigentlich Geister und überall dort zu finden, wo es eine Alm, Aste oder Hütte gibt. Im Wattental nannte man die Geister wegen ihres zwergenhaften Wuchses auch “Nörggalen”, meistens aber “Putzen”, “Pützeln” oder “Mandln”. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts wusste man im Wattental vieles von diesen Almgeistern zu erzählen. Die Kasermandln sind eigentlich unerlöste Seelen von Sennern und Hirten. Einige von ihnen waren gut und hilfreich, andere hingegen boshaft und gefährlich. Bekannt sind folgende Sagen: “Die Martinspützeln” (weil sie gerne am 11.November, dem Martinstag auftauchten!), “Die mutige Magd und das Mandl von der Wazalm”, “Von den Korethgeistern”, “Das Kasermandl von Oberwalchen”, “Almgeister auf der Hochlizum”.

Sagen aus Baumkirchen

In jeder unserer elf Gemeinden finden sich wirklich spannende und teilweise auch witzige Sagen. Dass aber gerade der kleine Ort Baumkirchen mit einer Sage über einen Pfarrstreit aufwartet, fand ich besonders interessant und soll deshalb dem Leser nicht vorenthalten werden:

Als der Seelsorger der Pfarrgemeinde Baumkirchen, Mils und Fritzens noch seinen Wohnsitz in Baumkirchen hatte, lebten im Schloss Wohlgemutsheim die Edlen von Baumkirchen. Sie waren recht raue Herren und schreckten auch vor Gewalttätigkeiten gegen den Pfarrer nicht zurück. Als schließlich einer der Adeligen von Baumkirchen einen Pfarrer hinter dem Altar ermordet hatte, verlegte die Pfarre den Wohnsitz der Geistlichen nach Mils.

Man muss wissen, dass im frühen Mittelalter Baumkirchen, Fritzens und Mils in einer Pfarrgemeinde verbunden waren. Weil der Pfarrer seinen Wohnsitz nach Mils verlegte, entbrannte ein fürchterlicher Streit zwischen Baumkirchen und Mils. Dieser beschäftigte sowohl kirchliche, als auch weltliche Instanzen. Trotz der tragischen Geschichte, schafften es die beiden Gemeinden nicht, ihre 150 Jahre währende Auseinandersetzung beizulegen. Schlussendlich wurden sie 1602 in selbständige Seelsorgegemeinden getrennt.

Ich wünsche allen schöne Stunden beim Lesen und Schmökern in den Sagen, Märchen, Legenden und Mythen rund um die Region Hall-Wattens.

Schneezauber in den Swarovski Kristallwelten

Romantischer Schneefall rund um den Kristallbaum “Silent Light”

Immer wieder überraschen uns die Swarovski Kristallwelten mit ihren funkelnden und magischen Installationen, welche sowohl im Riesen selbst, als auch im Garten den Besucher zum Staunen bringen sollen.

Waren es in den letzten Jahren die Kristallwolke oder das Karussell, so ist es jetzt die neue Wunderkammer mit dem Kristallbaum “Silent Light im Zentrum”. Besagter Baum wurde bereits vor 15 Jahren von Tord Boontje und Alexander McQueen entworfen und besteht aus insgesamt 150.000 Kristallen. Nun hat er eine neue Bestimmung gefunden. Das funkelnde Kunstwerk zieht in die neue Winterwunderwelt der Swarovski Kristallwelten um. Durch neueste Technologien fällt bei etwa -10°C Schnee vom „Himmel“ – egal, welche Jahreszeit draußen gerade herrscht. Die Schneekristalle stellen ein wunderbares Pendant zu den Swarovski Kristallen am Baum dar. Wundersame Tiere auf eisigen Ästen rund um den Kristallbaum sowie eine Eisgrotte verzaubern den Besucher, ganz egal, ob er sich der Kälte aussetzen möchte, oder das Schauspiel lieber gemütlich von draußen betrachtet.

Schneezauber und ressourcenschonende Designs

Gerade in Zeiten der Klimakrise mag diese neue Attraktion ungewöhnlich wirken, doch soll sie uns vor allem wach rütteln. Unser Blick wird kritisch auf unsere Umwelt gerichtet und wirft die Frage auf, wieweit wir in unserem sensiblen Ökosystem noch gehen können bzw. dürfen. Die Natur ist vergänglich und verletzbar, genau wie die Schneekristalle.

Wie wichtig den Swarovski Kristallwelten dabei der Umgang mit unserer Welt und den wertvollen Ressourcen ist, erklärt uns Geschäftsführer Stefan Isser ganz anschaulich:

Zahlen und Fakten zur neuen Wunderkammer

Gemeinsam mit der Firma TechnoAlpin konnte innerhalb von zwei Jahren diese besondere Wunderkammer entwickelt werden, in welcher ganzjährig Schnee fällt. Eine Dreifachverglasung sowie hochwertige Isolierpaneele garantieren für optimale Bedingungen im Raum. Der Schnee in der Wunderkammer besteht aus Wasser und Luft. Die effiziente Technik von TechnoAlpin garantiert darüber hinaus einen möglichst niedrigen Strom- und Wasserverbrauch. Die jährliche Wassermenge liegt dabei bei 167 m³, also etwa einem Glas Wasser pro Besucher.

Besuchen Sie diesen einzigartigen Ort der Phantasie. Öffnungszeiten sind täglich von 10:00 – 19:00 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen.

Mehr Informationen zu den Swarovski Kristallwelten finden Sie unter: https://kristallwelten.swarovski.com

Ich packe meinen Tourenrucksack

Eine gute Vorbereitung ist das Um und Auf

Man kann noch so gut ausgerüstet und motiviert sein, fehlt es an der entsprechenden Vorbereitung der nächsten Skitour, nützt einem das beste Equipement nichts. Unser erstes Fazit lautet somit: Eine Skitour ist nur so gut, wie die vorherige Tourenplanung. Ob und wie ihr sie schlussendlich plant, ist natürlich jedem selbst überlassen. Auch in Bezug auf die Auswahl der Ausrüstung und wie man den Tourenrucksack packt. Im folgenden Beitrag möchten wir euch unsere Checklisten und Tipps für eine gute Tourenplanung mit auf den Weg geben.

Unsere Checkliste für die Planung der Tour an sich

  • plant die Tour gemäß Wetterbericht, Lawinenwarndienst und eurem Können
  • informiert euch auf der Plattform alpine auskunft, vielleicht ist jemand die ausgesuchte Tour in den letzten Tagen schon gegangen! HINWEIS: Auf diese Plattform kann jeder seine Tour reinstellen, also immer Vorort eine eigene Abschätzung der Lage treffen – auch ein Anruf im ortsansässigen Alpenverein kann bei der Planung nützlich sein
  • plant genügend Zeit für die Tour und Pausen ein – es kann immer etwas unvorhergesehenes Eintreten und wenn es nur die falsche Spurwahl ist
  • Handy aufladen nicht vergessen und auch die Batterien des Lawinenverschüttungsgerätes (LVS) überprüfen
  • unbedingt am Tag selbst erneut die Wetterlage sowie den Lawinenwarndienst checken
  • Tourenrucksack am Vorabend packen (am besten auch die Jause schon vorbereiten)

Die Ausrüstung per se

Jedem ist es schon einmal passiert, dass er die Skitourenfelle zuhause vergessen hat – ärgerlich! Zu einer Skitour gehört eben auch entsprechendes Equipement: Ski, Skitourenschuhe. Teleskop Skistöcke sowie Felle. Am besten noch zu Hause vor Abfahrt die Felle auf die Ski kleben – wobei sich hier die Geister scheiden!

Die Frage der richtigen Kleidung, muss im Enddefekt jeder selbst für sich herausfinden. Häufig ist man bei der ersten Skitour viel zu warm gekleidet, den man kommt ordentlich ins Schwitzen! Der Zweibellook ist sicherlich der beste – oft ist es am Start noch recht „zapfig“, denn kaum kommt der erste Anstieg muss schon die erste Jacke häufig weichen. Wie viele und welche Socken, Unterhemden, atmungsaktive Longsleeve, Weste etc. man benötigt, ist ganz unterschiedlich und hängt von jedem selbst ab.

EIN ERPROBTER TIPP VON UNS: für den Aufstieg ein atmungsaktives Longsleeve und Weste. Für den Windschutz gibt es beim Starten oder bei Wind noch eine Hardshelljacke. Das LVS darf nicht fehlen – das kommt unter die Weste und so nah an den Körper wie möglich. Um Blasen vorzubeugen, schwören manche auf 2 Paar Socken, andere auf Blasenpflaster, wieder andere haben einfach nur Glück 🙂 …

Der Tourenrucksack

Die Packliste für den Rucksack fällt schon etwas länger aus:

  • Lawinenschaufel, Lawinensonde und Lawinenverschüttetengerät – das LVS unter der Weste sprich eng am Körper tragen
  • Sonnenschutz nicht vergessen: Brille, Sonnencreme und besonders im Frühling eventuell an eine Schildkappe denken
  • Mütze, Handschuhe (dünn – Aufstieg/dick – Abfahrt), Halstuch und Helm nicht vergessen – es gibt fürs Skitourengehen schon eigens entwickelte leichtere Helme
  • Wechselkleidung nicht vergessen: Shirt / Unterhemd, warme Daunenjacke und Windshell für den Auf- und Abstieg
  • Tee und Jause am besten schon am Vortag vorbereiten: ausreichend Trinken und vor allem an kalten Tagen ist ein Tee sehr empfehlenswert; am Gipfel oder Ziel angekommen, hat eine gute Jause übrigens noch nie so gut geschmeckt! Schokolade oder ein Energieriegel sollte auch niemals fehlen! TIPP: ein wenig Kleingeld einstecken, schon bei möglichen Parkkosten
  • Kleines Erste-Hilfe-Set mit Wärmedecke (!)
  • Karten, Kompass und eventuell GPS-Gerät dürfen auch nicht fehlen, besonders wenn man neue Touren geht und sich im Gelände nicht gut zurechtfindet: Verlasst euch nicht auf eine Handyapp – zu schnell kann der Akku hier leer werden!
  • Handy mit vollem Akku mitnehmen – aber beachtet, dass man dieses am Besten direkt am Körper trägt, damit die Batterie länger hält

WICHTIG: Das LVS auf keinem Fall im Rucksack lassen, sondern wie erwähnt eng am Körper tragen vor dem Start das Gerät unbedingt einschalten oder je nach Modell auf “Senden” schalten und einen Partner bzw. Gruppencheck machen.

Tourentipp für die ersten Versuche im freien Gelände

Der Largoz von der Krepperhütte bietet sich auf Grund seiner Tourenlänge und der Hangneigung gut für die erste Tour im freien Gelände. Die Orientierung ist recht leicht und skitechnisch weißt diese Tour auch keine besonderen Schwierigkeiten auf! Mehr zur Tour findet ihr unter https://www.hall-wattens.at/de/tours/skitour-auf-den-largoz-zwischen-traumhaften-haengen-waldabfahrten.html

HINWEIS: Es reicht nicht aus, die Ausrüstung einfach nur dabei zu haben, man muss auch wissen wie sie bei einem Notfall „Lawine“ anzuwenden ist. Hierzu gibt es immer wieder auch Kurse vom Alpenverein Sektion Hall in Tirol!

Ein paar Impressionen von der Tour

Wildtierfütterung im Winter

5 Fragen und Antworten über die Wildtierfütterung im Winter:

Welche Wildtiere werden im Winter gefüttert?

Die Fütterung der Wildtiere ergibt sich aus der Jagdpacht. Der jeweils zuständige Jäger sorgt dafür, dass der Tierbestand aus dem Jagdrevier über den Winter versorgt ist. Rot- Dam- und Rehwild bekommen den Winter über Futter. Für Stein- und Gamswild gibt es keine Futterstellen. Je nach Wetter- und Futterlage kommen Gämsen und Steinböcke im Winter von den Bergen herunter in die Täler. Im Einzelfall kann es durchaus vorkommen, dass sich diese zu Futterstellen im Tal verirren. So auch zum Beispiel bei der Reh-Futterkrippe in Rinn. Laut Wildkamera stillen hier auch gelegentlich Waldgämsen ihren Hunger.

Warum gibt es die Wildtierfütterung eigentlich?

Mit der im Winter vorherrschenden Futterknappheit vergeht sich das Wild ohne Zusatzfutter gerne an jungen Bäumen. Aufgrund der Schneedecke und dem Frost zählen Baumrinde sowie Baumtriebe zur Nahrung des Wildes. Um den Schaden am Wald in Grenzen zu halten werden von der Jägerschaft den Winter über Futterkrippen befüllt.

Warum haben Futterkrippen einen Zaun?

Bei der Umzäunung einer Wildtierfütterung handelt es sich nicht um einen Zaun im herkömmlichen Sinn. Der Abstand der einzelnen Latten ist so gewählt, dass nur Rehe zur Futterkrippe Zutritt haben. Hirsche, welche wesentlich größer und breiter sind als Rehe, können aufgrund des Zaunes die Futterstelle nicht betreten. Futterkrippen für Hirsche sind nicht umzäunt. Die separierten Futterstellen erleichtern es dem Jäger einen Überblick über den Tierbestand zu wahren. Hirsche werden bei uns in der Region im Voldertal gefüttert.

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Wie oft wird eine Futterkrippe befüllt?

Von November bis März befüllt der Jäger wöchentlich die Futterstelle. Heu (Rohfaser) ist dabei von großer Bedeutung. Zusätzlich erhalten die Rehe auch Kraftfutter Pellets. In der Futterkrippe findet das Wild auch stets einen Salzstein.

 Wo befinden sich Futterstellen?

Wichtig ist, dass den Wildtieren ein ruhiges und ungestörtes Zukommen zur Futterkrippe möglich ist. Aus diesem Grund sind Futterstellen im Wald, an verlassenen Lichtungen  sowie abseits von Spazierwegen und Trubel angelegt.

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Wildtiere stellen im Winter ihren Stoffwechsel um. Die Tiere machen das um Energie zu sparen. Es gilt, mit den Fettreserven vom Sommer hauszuhalten. Bitte seid achtsam! Vermeidet in der Gegenwart von Wildtieren Lärm, und Hektik. Hunde bitte an die Leine.

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Für Naturliebhaber, welche das Thema Jagd interessiert, haben wir in unserem Winter Wochenprogramm eine passende Tour. Die geführte Wanderung steht unter dem Zeichen der Jagd zur Zeit von Kaiser Maximilian I. Mit Ferngläsern der Firma Swarovski Optik erwandern Gäste das ehemalige Jagdrevier von Kaiser Maximilian I. im Halltal.

Freitags um 09.00 Uhr: Geführte Wanderung in Absam – Die Jagd zur Zeit Maximilian I.

Kiachln – eine Tiroler Spezialität

Geschichte der Tiroler Kiachln

Kiachln sind eine Tiroler Germteigspezialität und können entweder süß oder pikant genossen werden. Oft werden sie auch Ziachkiachl genannt, weil der Teig vor dem herausbacken gezogen wird. Ein anderer Volksmund behauptet, dass die Kiachl übers Knie ausgezogen wurden, deshalb nennt man sie in manchen Gegenden auch “Kniekiachl”. Dieses Gericht ist eigentlich sehr deftig und schwer, was jedoch nicht verwunderlich ist, wenn man sich dessen geschichtlichen Hintergrund näher anschaut.

In der Vergangenheit war Tirol stark von Landwirtschaft und Bergbau geprägt. Zwei Sparten, bei denen schwere körperliche Arbeit zu verrichten war. Lebensmittel wie Mehl, Milch, Eier und Butter hatte man fast immer zu Hause und waren die Basis für viele Tiroler Rezepte. Heute werden die Kiachln nur mehr zu besonderen Anlässen gereicht und vorzugsweise im Winter. Sehr gerne werden sie gemeinsam mit einer Tasse Glühwein am traditionellen Haller Adventmarkt genossen.

Die verschiedenen Varianten der Kiachln

Wunderbar schmecken Kiachln mit Sauerkraut. Dazu muss man das Sauerkraut einfach waschen, dünsten und es danach mit Speckwürfeln, Zwiebel und Knoblauch, etwas Salz und Zucker verfeinern. Damit es schön sämig wird, kann es mit Mehl oder Maisstärke gestaubt werden. In der süßen Variante serviert man das Gericht mit Preiselbeermarmelade, Apfelmus, Kompott oder einfach nur mit etwas Staubzucker.

Wie die Kiachln zubereitet werden

Obwohl es nicht wenig Arbeit ist, Kiachln zu machen, ist die Zubereitung selbst realtiv einfach. Man benötigt folgende Zutaten:

40 das Mehl, 2 dag Germ, 3 dag Zucker, 1/4 l Milch, 2-3 Dotter, 1 Stamperl Rum, 3 dag Butter und Backschmalz

Zuerst bereiten wir unser Dampfl vor. Das Mehl geben wir in eine Schüssel und in der Mitte formen wir ein Loch, in welches wir den Germ bröseln. Diesen rühren wir mit Zucker und handwarmer Milch zu einem Brei. Wir streuen Mehl darüber und lassen das Dampfl zugedeckt ca. 15 Minuten gehen.

Währenddessen geben wir die Butter zur Milch und lassen sie darin schmelzen. Danach kommt der Dotter dazu und wir verquirreln alle Zutaten.

Dann zuerst das Dampfl leicht unter das Mehl heben, salzen, die Dottermilch mit der Butter und den Rum zugeben. Nun kneten wir alles zu einem Teig der sich leicht von der Schüssel lösen lässt. Danach sollte der Teig an einem warmen, zugfreien Platz rasten, damit er aufgehen und die doppelte Höhe erreichen kann.

Nach ca. 30-40 Minuten können wir mit der Verarbeitung fortfahren. Jetzt sticht man löffelgroße Kugeln ab, rundet sie mit der bemehlten Hand und lässt sie nochmals aufgehen.

In der Zwischenzeit geben wir in eine hohe Pfanne unseren Backschmalz und lassen diesen heiß werden. Die Kugeln zieht man dann so aus, dass in der Mitte nur ein dünnes Häutchen ist und am Rand ein dicker Wulst. Die obere Seite kommt zuerst ins heiße Schmalz. Damit sie schön aufgehen, schöpft man etwas heißes Fett darüber, dann umdrehen und hellbraun fertig backen. Das Loch in der Mitte sollte dabei hell bleiben.

Danach die Kiachl vom Fett abtropfen lassen und heiß servieren.

Gutes Gelingen und Mahlzeit!

Ein winterlicher Familientag am Glungezer

Mit der neuen Glungezerbahn wird das Leben einfacher…wir haben die neue 10-er Gondelbahn auf ihre Familientauglichkeit getestet.

Wir waren mit unseren dreijährigen Zwillingen am vergangenen Wochenende dort – und waren begeistert. Das Personal war ausgesprochen hilfsbereit und freundlich. Wir waren mit den Rodeln unterwegs, und haben uns auch einen Teil vom neuen Premium Glungezer Winterwaldweg angesehen.

Die neue 10er-Gondelbahn: Perfekt für Kind, Hund und Kegel

Zugegeben, wer nostalgisch ist, dem wird der alte Sessellift hinauf zur Mittelstation des Glungezers bestimmt fehlen. Doch seien wir mal ehrlich – gerade uns Familien mit Kindern hat man damit das Leben ungemein erleichtert. Egal ob Sommer oder Winter, man braucht nun für einen Tagesausflug zum Glungezer keine akribische Planung mehr. Denn egal ob Rodel, Klumper, Kinderwagen, Hund, Ski oder Snowboard: nun hat alles gemeinsam mit Mama und/oder Papa in einer Gondel Platz.

Obwohl die Fahrt nur sechseinhalb Minuten dauert, kann man – gerade als Elternteil – in der Kabinenbahn den tollen Rundumblick auf Tulfes, das Inntal und die imposante Bergwelt ganz entspannt genießen, ohne zu befürchten, dass eines der Sprösslinge auf dumme Gedanken kommt.

 

Ein Traum: Glungezer Premium Winterwaldweg

Nachdem die Fahrt bereits so toll und aufregend war, mussten wir zu allererst eine kleine (frühe) Mittagspause einlegen. Wir überquerten die Piste und haben beim Start des Winterwaldweges unsere mitgebrachte Jause verzehrt. An diesem traumhaften Tag, konnte man dort die Sonne ausgiebig genießen. Gut gestärkt konnten wir dann unsere Wanderung beginnen. Der Weg ist bestens präpariert und bietet teilweise unglaubliche Ausblicke auf die Tuxer Alpen.

Lustiger Rodelspaß

Danach ging es auf der Rodelbahn hinab ins Tal. Dazu muss man wieder auf die Nordseite wechseln und fährt zuerst ein Stückchen der Piste entlang, bis dann hinter dem Ausstieg des Schleppliftes die eigentliche Bahn beginnt. Die Abfahrt ist recht lange und macht sehr viel Spaß.

Da es sich um keine offizielle Rodelstrecke handelt, ist die Strecke nicht gesichert und es wird auch keine Haftung übernommen. Unten angekommen befindet man sich nicht direkt bei der Talstation der Bahn, sondern etwas weiter westlich davon. Jedoch kann man hier ganz wunderbar die sogenannte Klumperwiese überqueren, und ist in wenigen Minuten wieder am Parkplatz bzw. der Talstation angekommen. Auf der Wiese lässt es sich mit den Kindern in der Sonne wunderbar spielen und verweilen.

 

Wer nicht schon am Berg beim Gasthof Halsmarter eingekehrt ist, könnte dies zum Beispiel auch im Larchnhittl unterhalb der Glungezerbahn nachholen. Es werden dort neben regionalen Köstlichkeiten auch hausgemachte Kuchen serviert. Eine Sonnenterasse und ein Kinderspielplatz runden das Angebot noch zusätzlich ab.

Fazit: Für uns war es ein entspannter und traumhaft schöner Familientag am Glungezer – wir kommen sicher bald wieder!

Alle Infos und Preise für die Glungezerbahn findet ihr hier: www.glungezerbahn.at

Das Freizeitticket Tirol ist gültig!

Glungezer Winterwaldweg

Eine Winterlandschaft wie aus dem Märchen – die findet man am neuen Glungezer Winterwaldweg.

Kennt ihr den neuen Premium Winterwanderweg schon? Er startet nahe des Alpengasthofs Halsmarter und der Mittelstation der neuen Glungezerbahn. Das heißt, man kann bequem fast bis zum Start “hinaufgondeln” und spart sich dadurch anstregende Höhenmeter. Der Glungezer Winterwaldweg selbst dann ist fast eben – auf 1600 Metern Seehöhe.

 

Immer wieder bieten sich von hier beeindruckende Ausblicke ins Voldertal, das Inntal und den verschneiten Volderberg.

 

Vorbei an Fichten, Lärchen und Tannen gelangt man nach ca. eineinhalb Kilometern zum Wendepunkt. Von dort geht es auf demselben Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Fazit: Ein herrlicher Ausflug in die Winternatur! Herrlich klare Luft und die angenehme Stille werden nur vom Knirschen des Schnees und dem Rauschen eines nahen Gebirgsbachs unterbrochen.

Tourdaten Premium Glungezer Winterwaldweg

Schwierigkeit: leicht
Länge: 3,2 km
Dauer: ca. 60 Minuten
Aufstieg: 69 hm
Abstieg: 69 hm
Anreise:

Mit dem Bus Nr. 4134 nach Tulfes

Ein Parkplatz ist an der Talstation der Glungezerbahn vorhanden.

Alle Infos zum Glungezer Winterwaldweg gibt es hier.

Winterliche Veranstaltungen am Glungezer

Am Glungezer weht ein frischer Wind! Neben der neuen, topmodernen 10er-Gondelbahn, die in nur sechseinhalb Minuten direkt ins Skigebiet fährt, gibt es auch neue Veranstaltungen am “Hausberg der Tiroler”.

NEU: Tiroler Abende am Glungezer

Nach der Auffahrt mit der Gondel erwarten die Besucher im Alpengasthaus Halsmarter traditionelle Tiroler Gerichte und Livedarbietungen mit den „Tulfeiner Schuhplattlern“ und der Inntaler Gruppe „Die Unbezahlbaren“.

Wann? 11. | 18. | 25. Feber 2019

Beginn: 20.00 Uhr

Sonder-Betriebszeiten 10er-Gondelbahn von 17.30 bis 23.00 Uhr (letzte Talfahrt)
Tarif Berg- und Talfahrt: € 14,50 /Erw., € 8,50/Kind*
Bei Gruppen sind Essensreservierungen erbeten – Gasthof Halsmarter, Tel. +43 5223 78361

*Jahres-, Saisonkarten sowie Freizeitticket und Snowcard sind an diesen Abenden nicht gültig.

Faschingsdienstag am Glungezer

Der Faschingsausklang wird am Glungezer so richtig gefeiert! Alle Maskierten erhalten an der Kassa einen Konsumationsgutschein für die teilnehmenden Hütten im Skigebiet, außerdem gibt es ein Kinderprogramm von 14 bis 17 Uhr beim Alpgengasthof Halsmarter.

Programm:

Kinderschminken, Schneerallye (Start 14:30 & 15:30), Schneespiele, mit dabei sind auch das Maskottchen „Wanda Panda“ von der Skischule Total, außerdem stehen zwei SkilehrerInnen für Anfänger und Fortgeschrittene zum Ski-Schnuppern zur Verfügung.

Kosten: Freiwillige Spenden, durchgeführt wird das Kinderprogramm vom Kindergarten Team Tulfes – Volderwald

Auf den Hütten gibt es Auftritte der Brauchtumgsgruppe “Tulfer Huttler”:

  • Ab 13 Uhr Musik auf der Tulfeinalm
  • Ab 16:30 Musik im Alpengasthof Halsmarter
  • Verlängerte Öffnungszeiten der 10er-Gondelbahn

Kartoffelblattln mit Sauerkraut: Winterliche Schmankerl zum Nachkochen

Mitten in der Haller Altstadt liegt in einer versteckten Ecke das Traditionsgasthaus Goldener Löwe. Hier kocht Markus Steinmayr in urigem Ambiente. Schon beim Betreten wird klar: Es gehen nicht nur heimische Schmankerl, sondern auch Tiroler Charme und Herzlichkeit über die Theke. Zu Besuch auf einen winterlichen Genussmoment…

Es knarzt. Der alte Holzboden des gemütlichen Traditionsgasthauses in der Altstadt behält nichts für sich. Wer einen Fuß hineinsetzt, steht in einer anderen Welt: Malerisches Gewölbe mit dunkler Holzverkleidung laden zum Staunen und Träumen ein – und versetzen gefühlt ein paar Jahrhunderte zurück. Im Restaurant Goldener Löwe kocht Markus Steinmayr seit 15 Jahren gutbürgerliche Speisen und deftige Leckerbissen.

Je nach Saison mal mit frischem, frühlingsleichtem Bärlauch oder jetzt, in der kalten Jahreszeit, mit herbst-winterlichem Kürbis oder Sauerkraut. Der 45-Jährige schätzt vor allem die Kreativität und den Genuss, den er als Koch ausleben kann. „Das Haus hat meinen Großeltern gehört, es ist Ewigkeiten leer gestanden, doch vor 14 Jahren haben wir es hergerichtet und ein Tiroler Traditionsgasthaus geschaffen.“ Mit gut 100 Plätzen finden im Goldenen Löwen viele Hungrige einen Platz. Wenn die an guten Tagen alle auf einmal verköstigt werden müssen, kommt Markus ins Schwitzen.

Doch für den ehemaligen Rennradprofi und aktiven Läufer ist das kein Problem. „Trotz aller Hektik: Ich bin mein eigener Chef, und das ist das Wichtigste für mich“, sagt er stolz. Die Speisekarte von Markus variiert saisonal. „Im Winter sind Gerichte mit Kürbis oder Sauerkraut beliebt. Aber auch deftigere Gerichte wie Schweinebraten, Zwiebelrostbraten oder Kalbsleber sind der Renner.“ Er selbst kocht gerne mit Thymian – „ weil der so gesund ist“.

Winterliches Traditionsrezept

Was Markus in den letzten Jahren vermehrt festgestellt hat, ist ein Wandel der Gesellschaft: Weg von der Massentierhaltung, hin zu vegetarischen Alternativen. Besonders beliebt sind im Winter zum Beispiel die Kartoffelblattln mit Sauerkraut, ein Tiroler Klassiker. Das Kohlgemüse ist eine richtige Vitamin-C-Bombe, die gerade im Winter auf jedem Speiseplan stehen sollte. „Wer es daheim nachkocht, muss sich aber auf eine Batzerei einstellen“, schmunzelt Markus. Denn die gekochten Kartoffeln werden durch die Presse gedrückt, mit Eidotter, Salz und Pfeffer, Muskat sowie griffigem Mehl vermengt und gut durchgeknetet. Anschließend wird der Teig ausgerollt. „Dann schneidet man die Blattln aus und backt die Leckerei in heißem Fett raus. Dazu wird Sauerkraut serviert.“

Eine Geheimzutat hat Markus nicht. Er arbeitet nach Gefühl und Erfahrung. Und mit ganz viel Leidenschaft im Kochen: „Man muss spüren, wie sich der Teig anfühlt.“

Rezept: Kartoffelblattln mit Sauerkraut

Die Kartoffelblattln mit Sauerkraut sind sehr einfach zu kochen. Markus verrät uns sein Rezept für 4 Personen:

  • 600 Gramm Kartoffeln
  • 170 Gramm griffiges Mehl
  • 4 Eidotter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss gerieben

Kartoffeln mit der Schale kochen, kurz auskühlen lassen, schälen und durchpassieren. Die restlichen Zutaten zu einem Teig verarbeiten und diesen mit einem Nudelholz ca. einen Zentimeter dick auswalzen. Den Teig in (8 cm x 6 cm) Rechtecke schneiden und diese in heißem Fett ausbacken. Serviert mit Sauerkraut ist das ein herrlicher Klassiker aus der Tiroler Küche. Guten Appetit!

Wer sich selbst einmal von Markus Kochkünsten überzeugen möchte, kann Dienstag bis Samstag von 11:00 bis 14:30 Uhr oder von 17:30 bis 24:00 Uhr im Goldenen Löwen in Hall in Tirol vorbeischauen. Sonntag und Montag gönnt sich das Restaurant eine Pause.