Sakramentsgarden in Tirol

Entstehungsgeschichte der Sakramentsgarden in Tirol

Am 31. Oktober 2013 wurde der “Bund der Sakramentsgarden in Tirol” gegründet. Hall in Tirol, Schwaz, Thaur und Volders tragen das Erbe der Tiroler Geschichte in diesem Bund weiter. Trotz der Unterschiede innerhalb der Garde haben sie einen Auftrag, das Ehrengeleit für das Allerheiligste zu sein.

Patron des Bundes ist der Selige Carl Lampert aus Vorarlberg. Der aus einfachen Verhältnissen stammende Lampert wurde aufgrund seines bekennenden Widerstands gegen den Nationalsozialismus zum Tode verurteilt. Gleichzusetzen auch mit der Sakramentsgarde, welche zu Hitlers Zeiten verboten wurde.

Immaterielles Kulturerbe

Noch einen Monat zuvor wurden die “Sakramentsgarden in Tirol” in den Reigen des Immateriellen Kulturgutes aufgenommen. Der Weg dorthin war kein leichter. Der erste Antrag wurde abgelehnt. Doch die Garde ließ sich ein erneutes Mal nicht vom Weg abbringen. Mittels historischer Fakten und überzeugender Argumentation wurden die Garden aus Tirol am 25. September 2013 in die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Das Fronleichnamsfest und die Fronleichnamsprozession

Juliana von Lüttich spielt eine wichtige Rolle in Verbindung mit dem Fronleichnamsfest. Als Oberin der Klosterfrauen von Cornillon offenbarte sie ihre Visionen den geistlichen Herren. Ihre Offenbarung zeigte einen dunklen Riss in der Mondscheibe. Ein Zeichen dafür, dass im Kirchenjahr ein Fest zu Ehren des Heiligsten Altarsakraments fehlte. Seither feiert man 60 Tage nach Ostern beziehungsweise 10 Tage nach Pfingsten das Fronleichnamsfest – und zwar immer an einem Donnerstag. In Hall belegt eine Urkunde aus dem Jahre 1326 das erste Fest für die “Nikolauskirche in Hall”. Von dort aus verbreitete sich das Fest im ganzen Land.

Prunkvolle Schützenkompanien und Musikkapellen begleiten die Fronleichnamsprozession seit jeher. Herkunftsland der Prozession ist Spanien, welches als Vorbild für die Prozessionen in Tirol diente. An den verschiedensten Punkten in den Städten standen schön geschmückte Altäre, Straßen wurden mit Teppichen ausgelegt und Laub wurde am Boden verstreut. Dieses wurde nach der Prozession eingesammelt und verbrannt. Die Asche wurde über die Felder gestreut und sollte vor Hagel schützen.

Wordherkunft “Partisaner”

Erste Corporis-Christi-Bruderschaften gehen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Die Bruderschaften begleiten das Allerheiligste bei Prozessionen und verfolgen karitative Zwecke. Florian Ritter von Waldauf wurde bei der Überstellung der Reliquiensammlung in die Haller Pfarrkirche von einer Schar Bewaffneter und Knappen mit Helmbarten begleitet. So steht es im Haller Heiltumsbuch geschrieben.

Aufstände, neue Bewegungen und Angriffe des Altarsakraments führten dazu, dass vermehrt religiöse Aufzüge von bewaffnetem Geleit stattfanden. Viel später entwickelten sich Bezeichnungen wie “Partisaner”, “Hellebardiere” oder “Scharnägel” für die Gruppen. Nicht mehr zum Schutz, sondern als schmückendes Beiwerk für die Prozessionen sind sie heute zu sehen.

Die Partisaner Garde zu Hall in Tirol

Die Sakramentsgarde hat in Hall eine lange Tradition. Erste Aufzeichnungen gehen ins Jahr 1326 zurück. Sei es bei Versehgängen oder Sakramentsbegleitungen. Nicht immer war die Partisaner Garde gern gesehen, in Zeiten der Monarchie und des Nationalsozialismus sogar verboten. Erst danach wurde die Tradition wieder belebt. Wobei auch nicht lange. Aufgrund von “Überalterung” stand die Garde im Jahr 1972 erneut vor dem Aus. Das Anwerben neuer und junger Gardisten stand an. Und das mit Erfolg. Die Tracht der Garde wurde damals vom Haller Künstler Franz-Xaver Fuchs entworfen. Aufgrund des Herkunftslandes Spaniens wurde sie an das Vorbild des spanischen Hofs angelehnt.

Die Partisanen Garde heute

Mit 30 Mitgliedern erfreut sich die Partisaner Garde zu Hall in Tirol heute großer Nachfrage. Im Kirchenjahr gibt es drei Pflichttermine, an denen ausgerückt wird: Mariä Verkündigung (25. März), Fronleichnam (60 Tage nach Ostern an einem Donnerstag) sowie am Vorabend zu Allerheiligen (31. Oktober), dem Patroziniumstag der Partisaner. Tradition ist es auch, dass Gardisten im Beisein der Partisanenkollegen ihre Hochzeit in der Jesuitenkirche feiern. Zudem sind die Kinder der Gardisten Ministranten und begleiten die Partisaner.

Die Waffen der Sakramentsgarde

Trabantenhelme aus Volders, Sponton des Leutnants aus Thaur, Löwenkopfsäbel der Salva Guardia aus Schwaz oder Sponton der Offiziere aus Hall in Tirol. Die Waffen der Garden waren und sind auch heute noch einzigartige Kunstwerke. Der gewichtige Sponton aus Hall an sich hat eine stolze Länge von 212,5 cm und ist teils aus Metall und teils aus Holz gefertigt.

TIPP: Um die Gardisten in Amt und Würden und hautnah zu erleben, sind alle interessierten BesucherInnen herzlich eingeladen, am Festgottesdienst anlässlich des Patroziniums der Sakramentsgarde am 31. Oktober um 19 Uhr in der Haller Jesuitenkirche teilzunehmen.

Fünfmal köstlich brunchen in Hall in Tirol und Umgebung

„Frühstück ist die schönste aller Mahlzeiten.  Man ausgeruht und jung, hat sich noch nicht geärgert und ist voll neuer Hoffnungen und Pläne.“ (Heinrich Spörl)

Café Erzspeicher – Brunchen in Hall in Tirol

Kuschelige Oase in der Unteren Lend

Bequemer Kuschelsessel, geräumiger Klatsch-und-Tratsch-Tisch oder doch der Platz beim antiken Klavier? Im Café Erzspeicher im Haller Stadtteil „Untere Lend“, etwas abseits des Trubels der Haller Altstadt, findet jeder das passende Plätzchen – um sodann eine herrliche Frühstücksauswahl zu genießen. Einst ein Schiffslagerhaus, ist das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert von der Besitzerin Barbara Hofler liebevoll und aufwendig restauriert worden. Angeboten werden im Café Erzspeicher ausschließlich regionale Produkte – wie selbst gemachte Marmeladen, saftige Kuchen, sündige Spezialitäten wie French Toast, Pancakes und Waffeln sowie vorab zusammengestellte Frühstücks-Kombinationen.

Für Bescheidene bietet sich das „Nonnen-Frühstück“ mit einer Scheibe Brot und Butter an; bei der „Schlemmerei für Zwei“ mit Wurstspezialitäten und Käse, Aufstrich, Brotkorb, Butter und Freilauf-Ei werden auch die hungrigsten Mäuler pappsatt. Lecker: Das „Erzspeicher“-Müsli mit Dinkel, Nüssen, Leinsamen, Banane und Schokoladensauce.

Tipp: Live-Musik mit Jazz, Blues oder Klassik, aber auch Vorträge werden regelmäßig abgehalten; fein sitzt man auch im lauschigen Gastgarten.

Öffnungszeiten
Mo – So 8 – 20 Uhr; Frühstück von 8 – 13 Uhr, danach Snackangebot | Ruhetage: Mi
Kontakt
Untere Lend 17, 6060 Hall i.T.
Tel.: +43 664 4934723
cafe@erzspeicher.at
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Cafe@Lizette in Hall in Tirol: Brunchen in Hall in Tirol

„Wie zu Hause, bei der Mama.“

Mit diesen Worten umschreibt Inhaberin Lizette Zöschg ihr „Baby“ – und zuhause fühlt man sich auch, wenn man das Café auf halbem Weg vom Unteren zum Oberen Stadtplatz betritt. Es ist klein, dafür umso gemütlicher, liebevoll eingerichtet und dekoriert. Ob das historische Deckengewölbe, die unterschiedlichen, originellen Sitzgelegenheiten, die prächtig verzierte Bar oder die vorbeigehenden Passanten – zu sehen gibt es im Café genug. Auch die reich dekorierten Frühstücksteller mit Aufschnitt, verschiedenen Käsesorten sowie Obst und Gemüse sind ein Fest fürs Auge.

Die lebenslustige Besitzerin legt viel Wert auf Qualität: So serviert sie ausgezeichneten Kaffee, aber auch verschiedenste Cocktails und guten Wein.

Wie zuhause gibt es im Café Lizette auch keine fixe Speisekarte; es wird das kredenzt, was gerade gebacken und gekocht wurde. Das reichhaltige Frühstück gibt es auf Vorbestellung.

Tipp: Das gesamte Lokal kann auch für einen privaten Brunch für bis zu 25 Personen exklusiv gemietet werden.

Öffnungszeiten
Di-Fr 8.30 – 12.30 und 16 – 18 Uhr
Fr: 8.30 – 12.30 und 17 – 21 Uhr
Sa 9 – 13 Uhr
Mo, So Ruhetag, eventuell geänderte Öffnungszeiten an Feiertagen
Kontakt
Langer Graben 7-8, 6060 Hall in Tirol
Tel.: +43 660 2282811
lizzoeschg@gmail.com

Mehr Infos zum Café Lizette findet ihr hier.

.Daniels Kristallwelten Café & Restaurant in Wattens

Frühstücksgenüsse, soweit das Auge reicht

Das „Daniels Kristallwelten“ ist eine der besten Adressen für einen gepflegten Brunch in der Region. Begrüßt wird man mit einem Glas Prosecco, ehe man sich zum ausgiebigen Buffet begibt, das buchstäblich keinen Wunsch offen lässt. Angefangen bei belgischen Waffeln, die an einer der drei Livecooking-Stationen zubereitet werden, zu Wurst-, Schinken- und Käsespezialitäten über heimisches und exotisches Obst bis hin zu Suppen und kreativ zubereiteten Eiergerichten – wer hier hungrig den Tisch verlässt, dem ist nicht zu helfen…

Frisch gepresste Säfte, Kaffeespezialitäten und Tees aus aller Welt können außerdem unbegrenzt entnommen werden.

Brunch jeden Sonntag von 10 bis 13 Uhr; von Montag bis Samstag  8.30 – 11 Uhr umfangreiche Frühstückskarte

Preis pro Person: € 32.-, Kinder von 7 – 14 Jahren: € 16; Kleine Genießer bis sechs Jahre dürfen kostenfrei auf einem Räuberteller mitessen.

Kein Brunch im Juli und August; Reservierung unbedingt erforderlich!

Tipp: Mit dem Kombiticket-Brunch erhält man 50% Rabatt auf das Eintrittsticket in die Swarovski Kristallwelten

Kontakt:
Daniels Kristallwelten Café und Restaurant
Kristallweltenstraße 1, 6112 Wattens
Tel.: +43 5224 51080
Mehr zu den Kristallwelten findet ihr hier.

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.Romediwirt in Thaur

Regionaler Genuss in modernem Ambiente

Der Romediwirt ist im Frühling 2018 eröffnetes Genussgasthaus nahe des Romedikirchleins oberhalb von Thaur. Heimische und saisonale Produkte in exzellenter Qualität bilden den Eckpfeiler der Philosophie von Gastgeberfamilie Wolfschluckner.

Das ideale „Futter“ vor einer ausgedehnten Wanderung ist das zünftige „Bergsteiger-Frühstück“: Hier wird ein Rührei aus drei Eiern mit Schinken oder Spinat serviert; dazu gibt es Gebäck und Butter sowie Orangensaft und ein Heißgetränk nach Wahl. Neben den Frühstücksvariationen kann man sich sein Frühstück auch selbst zusammenstellen – das Naturjogurt gibt es auch als Sojajogurt mit Guavensirup oder Früchten. Auch lecker ist auch das Bio – Crunchy Müsli von Verival.

Das Frühstück von der umfangreichen Karte erhält man täglich ab neun Uhr; jeden Samstag gibt es von 9 bis 12 Uhr außerdem das „All you can eat“-Brunch -Buffet um € 18,90 pro Person.

Tipp: Unbedingt auch die kostenlose Ausstellung „rundumTHAUR“  im Obergeschoss besuchen. Man erfährt allerlei Interessantes über 6000 Jahre Siedlungsgeschichte in Thaur, zur Thaurer Burg und dem Hl. Romedius, dem Dorfpatron. Außerdem gibt es einen Themenschwerpunkt zu den mystischen Eulen, die das Gebiet um den Romediwirt besiedeln. Brunchen in Hall

Öffnungszeiten
Di-Sa 9 -22.30 Uhr (Küche bis 21 Uhr)
So & Feiertage: 9 – 20 Uhr (Küche bis 19 Uhr)
Kontakt
Schlossgasse 17, 6065 Thaur
Tel.: +43 5223 213 48
info@romediwirt.at
www.romediwirt.at

Weberhof in Mils

Frühstücken am Bauernhof

Jeden Freitag kann man am idyllischen Weberhof in Mils frühstücken; dabei stehen zur Auswahl das „Große Frühstück“ verschiedenem Gebäck, Schinken, Käse, Aufstriche, Marmelade, Butter, Kuchen, Saft und Jogurt sowie dem „Kleinen Frühstück“ mit einem Heißgetränk nach Wahl, frisch gebackenem Bauernbrot, Milchzopf, Aufstrich, Marmelade & Butter sowie das „Große Frühstück“, das genauso gut „Riesen-Frühstück“ heißen könnte, gibt es doch zusätzlich zum Kleinen Frühstück verschiedenes Gebäck (Laugen, Vinschgerl), Schinken, Käse, Joghurt, Saft sowie selbst gebackenen Kuchen, der übrigens himmlisch schmeckt.

Die Plätze sind begrenzt; deswegen ist eine möglichst frühe Reservierung ratsam.

Tipp: Am besten gleich das herrliche frische Bauernbrot oder andere Spezialitäten vom Bauernmarkt am Hof mit nach Hause nehmen. Weiter werden auch schmackhafte Milch- und Käseprodukte angeboten, die in der hofeigenen Molkerei erzeugt werden.

Öffnungszeiten: Frühstück jeden Freitag ab 9 Uhr bis mittags; Bauernmarkt jeden Freitag von 9 – 18 Uhr

Kontakt:

Weberhof 1, 6068 Mils

Tel.:  +43 664/3244275

weberhof@holsteinzucht.eu

www.holsteinzucht.eu

 

Haller Kirchen erzählen ihre Geschichten: Pfarrkirche St. Nikolaus

Die Altstadt von Hall ist voll von historischen Gemäuern, Prachtbauten und Verborgenem. Vor allem aber erzählen die Gebäude der Stadt viele Geschichten – so auch die mächtige Pfarrkirche St. Nikolaus.

Die Haller Pfarrkirche wurde 1281 erstmals urkundlich erwähnt. Nach der Errichtung einer ersten, spätgotischen Hallenkirche im Jahr 1320 wurde das Gotteshaus ein Jahrhundert später unter Stadtbaumeister Hans Sewer (1420 – 1440) erweitert und ausgebaut. Die Gewerkenfamilie Fieger ließ 1490 eine Privatkapelle an die Fassade mit Zinnengiebel, welcher mit der Figur des Patrons Nikolaus gekrönt ist, anbauen.

Ansicht von Westen mit dem markanten Staffelgiebel und der Statue des Hl. Nikolaus, dem Patron der Haller Pfarrkirche

Den barocken Turm wiederum erhielt die Pfarrkirche nach dem Erdbeben von 1670. Das Innere der Kirche überrascht den Besucher durch den barocken Prunk. Aber – wieso ist der Altarbereich verschoben? Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Für den Erweiterungsbau von 1420 war der Chorraum der Vorgängerkirche weiter verwendet worden. Da die Geländestufe, auf der die Kirche gebaut ist, nach Süden hin steil abfällt, verschob Baumeister Sewer die dreischiffige Halle nordwärts.

Blick durch das Mittelschiff des Langhauses zum Chor. Deutlich ist der Knick in der Raumachse zwischen Langhaus und Chor zu erkennen.

Klerikale Kostbarkeiten in der Pfarrkirche St. Nikolaus

Der Großteil der Innenausstattung entstand nach 1752. Zu der Zeit schuf Josef Adam Mölk mit vielen Gehilfen die Deckenfresken. Sie stellen Szenen der Nikolauslegende und einiger anderer Heiliger dar. Auch die Kanzel, die Altäre und die Orgel wurden zu der Zeit neu gestaltet.

Blick durch das Mittelschiff zur Orgelempore. Die sichtbaren Eisenstangen im Gewölbe wurden nach dem Erdbeben 1670 eingezogen.

Das Altarblatt des prachtvollen, schwarzgoldenen Hochaltar schuf Jan Erasmus Quellinus aus Antwerpen (1657). Dem Haller Künstler Franz Xaver Fuchs ist es zu verdanken, dass das barocke Innere der Kirche nach mehreren Regotisierungsvorhaben am Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten geblieben ist.

Wunderschöner Palmeselchristus aus dem 1. Viertel des 15. Jahrhunderts. Der Palmesel wird jedes Jahr am Palmsonntag schön geschmückt bei der Prozession mitgeführt. Der Innenraum des Esels ist hohl, früher füllte man ihn mit Broten, welche während der Prozession auf den Boden fielen und von der erfreuten Bevölkerung eingesammelt wurden.

Zu den wenigen gotischen Stücken die noch in der heutigen Kirche vorhanden sind, zählen der Palmesel und ein Passionsbild sowie die beiden Steinbecken für Tauf- und Weihwasser und die bekannte Marienstatue im Barockaltar der Waldaufkapelle  im nördlichen Seitenschiff.

Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert mit Spätrenaissance –Aufsatz

In dieser Kapelle ist neben dem Stifter und dessen Familie Kooperator Josef Lambichler (1883 – 1956) begraben. Er kümmerte sich besonders während der beiden Weltkriege aufopfernd um die Haller Jugend.

Waldaufkapelle. Ritter Florian Waldauf stiftete die Kapelle zusammen mit einem bedeutenden Reliquienschatz. Das aufwändig und prachtvoll gestaltete spätgotische Gitter der Kapelle zeigt Wappen des Stifters und seiner Frau Barbara Mitterhofer. Am Altar ist auch die gotische Muttergottes im Strahlenkranz zu sehen, eine der noch wenigen erhaltenen gotischen Figuren in der Kirche.

Aufwändige Renovierung

Aufgrund eines Brandes im Dachstuhl 1880 sowie der Abdeckung des Dachs in Kriegszeiten und des damit verbundenen Wassereintritts wurde eine Restaurierung  der Deckenmalereien notwendig. Es gab insgesamt vier Bauphasen und es wurden auch Projekte wie die Gestaltung des Altarraums, die Erneuerung der Elektrik und der Beleuchtung angegangen. Außerdem reinigte man die Altäre, Zunftstangen und Skulpturen professionell. Ein Riesen-Projekt! Die feierliche Wieder-Eröffnung der Pfarrkirche St. Nikolaus erfolgt dann am 29.10.2017.

Tipp: Wer die Kirche in den nächsten Tagen besucht. kann ein wunderbares, von Speckbacher Schützen bewachtes Ostergrab bewundern. Es ist mit Sicherheit eines der schönsten Ostergräber in Tirol!

Kartoffelblattln mit Sauerkraut: Winterliche Schmankerl zum Nachkochen

Mitten in der Haller Altstadt liegt in einer versteckten Ecke das Traditionsgasthaus Goldener Löwe. Hier kocht Markus Steinmayr in urigem Ambiente. Schon beim Betreten wird klar: Es gehen nicht nur heimische Schmankerl, sondern auch Tiroler Charme und Herzlichkeit über die Theke. Zu Besuch auf einen winterlichen Genussmoment…

Es knarzt. Der alte Holzboden des gemütlichen Traditionsgasthauses in der Altstadt behält nichts für sich. Wer einen Fuß hineinsetzt, steht in einer anderen Welt: Malerisches Gewölbe mit dunkler Holzverkleidung laden zum Staunen und Träumen ein – und versetzen gefühlt ein paar Jahrhunderte zurück. Im Restaurant Goldener Löwe kocht Markus Steinmayr seit 15 Jahren gutbürgerliche Speisen und deftige Leckerbissen.

Je nach Saison mal mit frischem, frühlingsleichtem Bärlauch oder jetzt, in der kalten Jahreszeit, mit herbst-winterlichem Kürbis oder Sauerkraut. Der 45-Jährige schätzt vor allem die Kreativität und den Genuss, den er als Koch ausleben kann. „Das Haus hat meinen Großeltern gehört, es ist Ewigkeiten leer gestanden, doch vor 14 Jahren haben wir es hergerichtet und ein Tiroler Traditionsgasthaus geschaffen.“ Mit gut 100 Plätzen finden im Goldenen Löwen viele Hungrige einen Platz. Wenn die an guten Tagen alle auf einmal verköstigt werden müssen, kommt Markus ins Schwitzen.

Doch für den ehemaligen Rennradprofi und aktiven Läufer ist das kein Problem. „Trotz aller Hektik: Ich bin mein eigener Chef, und das ist das Wichtigste für mich“, sagt er stolz. Die Speisekarte von Markus variiert saisonal. „Im Winter sind Gerichte mit Kürbis oder Sauerkraut beliebt. Aber auch deftigere Gerichte wie Schweinebraten, Zwiebelrostbraten oder Kalbsleber sind der Renner.“ Er selbst kocht gerne mit Thymian – „ weil der so gesund ist“.

Winterliches Traditionsrezept

Was Markus in den letzten Jahren vermehrt festgestellt hat, ist ein Wandel der Gesellschaft: Weg von der Massentierhaltung, hin zu vegetarischen Alternativen. Besonders beliebt sind im Winter zum Beispiel die Kartoffelblattln mit Sauerkraut, ein Tiroler Klassiker. Das Kohlgemüse ist eine richtige Vitamin-C-Bombe, die gerade im Winter auf jedem Speiseplan stehen sollte. „Wer es daheim nachkocht, muss sich aber auf eine Batzerei einstellen“, schmunzelt Markus. Denn die gekochten Kartoffeln werden durch die Presse gedrückt, mit Eidotter, Salz und Pfeffer, Muskat sowie griffigem Mehl vermengt und gut durchgeknetet. Anschließend wird der Teig ausgerollt. „Dann schneidet man die Blattln aus und backt die Leckerei in heißem Fett raus. Dazu wird Sauerkraut serviert.“

Eine Geheimzutat hat Markus nicht. Er arbeitet nach Gefühl und Erfahrung. Und mit ganz viel Leidenschaft im Kochen: „Man muss spüren, wie sich der Teig anfühlt.“

Rezept: Kartoffelblattln mit Sauerkraut

Die Kartoffelblattln mit Sauerkraut sind sehr einfach zu kochen. Markus verrät uns sein Rezept für 4 Personen:

  • 600 Gramm Kartoffeln
  • 170 Gramm griffiges Mehl
  • 4 Eidotter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss gerieben

Kartoffeln mit der Schale kochen, kurz auskühlen lassen, schälen und durchpassieren. Die restlichen Zutaten zu einem Teig verarbeiten und diesen mit einem Nudelholz ca. einen Zentimeter dick auswalzen. Den Teig in (8 cm x 6 cm) Rechtecke schneiden und diese in heißem Fett ausbacken. Serviert mit Sauerkraut ist das ein herrlicher Klassiker aus der Tiroler Küche. Guten Appetit!

Wer sich selbst einmal von Markus Kochkünsten überzeugen möchte, kann Dienstag bis Samstag von 11:00 bis 14:30 Uhr oder von 17:30 bis 24:00 Uhr im Goldenen Löwen in Hall in Tirol vorbeischauen. Sonntag und Montag gönnt sich das Restaurant eine Pause.

 

Häusergeschichten aus Hall in Tirol

Die Altstadt von Hall in Tirol ist vielen bekannt: Mit ihren verwinkelten Gassen, den kunstvollen Statuen, die die Plätze schmücken, den alten Torbögen – hier erlebt man Mittelalter-Romantik pur!

Besondere Schmuckstücke sind die prächtigen Altstadthäuser, oft mehrere hundert Jahre alt. Ich möchte euch jetzt einiges über diese Häuser näher bringen.

Wir begeben uns auf den Oberen Stadtplatz  – dem Hauptplatz von Hall. Von jedem Blickwinkel aus gibt es die verschiedensten Eindrücke. Häuserfassaden, Dachlandschaften, Berge im Hintergrund sowie die mächtige Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Die bedeutendsten Häuser am Stadtplatz erzählen euch ihre interessanten Geschichten – das Rathaus früheres Königshaus, das Rosenhaus, das Stubenhaus, das Fürstenhaus sowie das Gasthaus Goldener Löwe.

Das Haller Rathaus

Mit dem steilen Dach, der zinnenbewehrten Mauer und den rot-weiß-roten Fensterläden sticht das Rathaus allen BesucherInnen ins Auge. Es wurde Anfang des 14. Jahrhunderts von Herzog Heinrich von Görz und Tirol, dem Vater von Margareta Maultasch, als Stadtresidenz der Landesfürsten für ihre Aufenthalte in Nordtirol errichtet. Heinrich, welcher mit Anna von Böhmen verheiratet war, wurde 1307 als König von Böhmen gekrönt. Daher stammt die Bezeichnung Königshaus.

Die Tiroler Grafen starben aus, die habsburgischen Landesfürsten kamen an die Macht. Da sich diese nur selten im Land aufhielten verlor die Residenz stark an Bedeutung. 1406 schenkte der Landesfürst Leopold IV. der Stadt Hall das Königshaus mit samt dem dahinterliegenden Baumgarten (später Marktplatz) mit der Auflage – beides  – Königshaus wie Garten für die Stadt zu nutzen. Seither dient das Königshaus als Rathaus. Sein heutiges Aussehen geht auf das Jahr 1447 zurück, nach dem großen Stadtbrand wurde es im jetzigen Grundriss wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit stammt auch das wunderbare Gebälk in der Ratsstube, die heute nicht nur dem Gemeinderat für seine Sitzungen dient, sondern auch ein sehr beliebter Trauungssaal ist.

Das Rosenhaus

Welch lieblicher Name für ein Gebäude! Im 15. Jahrhundert gelangte das Rosenhaus in den Besitz der Familie Kripp-Freudeneck, der ältesten nachweisbaren Bürgerfamilie. Das barocke Wirtshausschild der „Goldenen Rose“ zeugt noch vom ehemaligen Rosenwirtshaus. Heute dient es den BürgerInnen von Hall in Tirol als Stadtamt.

Das Stubenhaus

Im Stubenhaus befanden sich schon im Mittelalter gut besuchte bürgerliche Trinkstuben. In diesen Trinkstuben trafen sich auch die Mitglieder der „Stubengesellschaft“, die Ritter Florian Waldauf im Jahr 1508 gegründet hat. Die Stubengesellschaft besteht heute noch – als rühriger Kulturverein mit reichem Bildungsangebot. Im ebenerdigen Gewölbe des Hauses war vom 17. Jahrhundert bis 1895 die Haller Stadtapotheke untergebracht.

Das Fürstenhaus – Ehemalige “Schmalzwaage”

Erzherzog Ferdinand II. verlegte 1567 die Münzprägestätte vom Ansitz Sparberegg in die Burg Hasegg. Bis zu dieser Zeit diente die Burg den Landesfürsten als Haller Residenz. Um 1590 begann der Landesfürst mit der Errichtung einer neuen landesfürstlichen Unterkunft am Oberen Stadtplatz. Er erwarb mehrere Häuser und ließ diese zum „Großen und Kleinen Fürstenhaus“ und zum „Fürstenhäusl“ ausbauen. Ferdinand II. starb 1595,  kurz nach der Fertigstellung des Fürstenhauses. Seine Witwe verkaufte das Haus mit sämtlichen Nebengebäuden.

Das „Große Fürstenhaus“ – heute Oberer Stadtplatz 6, kam zwar bald wieder in landesfürstlichen Besitz, wurde aber kaum mehr als Residenz benutzt. Das Erdbeben 1670 hinterließ große Schäden, Mitte des 18.Jahrhunderts wurde es umgebaut und diente unter der Bezeichnung “Schmalzwaage” als Lager und Ausgabestelle für das Butterschmalz, das den Salinen- und Bergarbeitern als Deputat zugewiesen wurde. Heute befindet sich darin die Eisenwarenhandlung Waltl, welche die Haller mit Haushaltsartikeln aller Art versorgt.

Gasthof Goldener Löwe

Der „Goldene Löwe“ war von 1952 bis 1967 bekannt für seine Künstlerbälle. Die zahlreichen Gäste zu diesen Künstlerbällen kamen nicht nur aus Österreich, auch aus München, Wien und der Toskana. Die Bälle fanden über 4 Etagen verteilt, mit rund 500 Gästen statt. Die Musik und Dekoration waren auf das jeweilige Thema abgestimmt und wurden von Prof. Rehm mit seinen Künstlern selbst arrangiert. Das Motto des Künstlerballs 1967 war „Kunstpause“, ein treffender Titel, denn dies war der letzte Künstlerball beim „Goldenen Löwen“ und auch die letzte Benützung der Gaststuben.

Heute ist der Goldene Löwe ein weitum bekanntes Lokal, das viele regionale Spezialitäten auf der Speisekarte führt – auch selten gesehene Delikatessen wie Innereien oder Schweinskopf gibt es manchmal.

 

 

 

 

Tipps für Weihnachtsgeschenke in Hall in Tirol

Gut: Der Advent, die Vorbereitung auf Weihnachten, ist idealerweise eine ruhige, besinnliche Zeit. Gleichzeitig will man seinen Lieben auch etwas schenken – und nicht nur irgendetwas, sondern ein kreatives Präsent mit Stil. Etwas, das nicht jeder schenkt. Wer solche Geschenke in Ruhe aussuchen will, kommt am besten nach Hall in Tirol. Hier nämlich ist Geschenkebesorgen ein wahrer Genuss. Statt überfüllter Einkaufspassagen gibt es kleine, individuelle Läden mit tollem Preis-Leistungsverhältnis. Eine kleine Auswahl an solchen Geschäften präsentieren wir euch hier:

Elke Hell – Interior for Kids

Kinderzimmerausstattung mit reinem Gewissen

Elke Hell hat es sich mit ihrem Laden zum Ziel gemacht, ausschließlich individuelle und nachhaltige Produkte anzubieten, die außerdem gutes Design verkörpern.  Die gesamte Angebotspalette ist außerdem ökologisch und sozial verträglich hergestellt worden.

Als zusätzliche Dienstleistung bietet die gelernte Malermeisterin die passende Gestaltung von Räumen durch Farbe und Tapeten an.

Toller Tipp für frisch gebackene Eltern, Großeltern und PatInnen.

Eugenstraße 13, 6060 Hall in Tirol

http://www.diemalermeisterin.at

KALLIGRAFIEraum

Kunstvolle Unikate auf Papier

Eva-Maria Kunzenmann kalligrafiert leidenschaftlich und erschafft vielfältige, einzigartige Kunstwerke aus Tinte und Feder. In Workshops gibt sie ihr Wissen auch an Interessierte weiter.

 

 

 

 

 

 

Eugenstraße 9, 6060 Hall in Tirol

www.kalligrafieraum.at

Boutique Andrea

Echter Stil kennt keine Größe

Getreu dem Motto „Mode für mehr Frau“ führt Besitzerin Andrea Bhatti eine exquisite Boutique für Übergrößen. Bhatti führt außerdem erfolgreich durch die ORF-TV-Show  „Heute leben“ und gibt dabei Tipps für Styling ab Größe 42.

Kontakt:

Rosengasse, 6060 Hall in Tirol

www.boutique-andrea.at

LebensART

Kunsthandwerk für Individualisten

Die Geschenkeboutique „LebensART“ präsentiert sich als Showroom für die individuellen Arbeiten von Künstlern aus dem In- und Ausland. Verarbeitet werden Holz, Glas, Metall und Keramik. Die Verkaufsräume sind liebevoll gestaltet und bieten einen stilvollen Rahmen – auch für viele Schmuckstücke. Der Großteil davon stammt aus hauseigener Produktion.

Oberer Stadtplatz 6, A – 6060 Hall i. Tirol (Eingang Langer Graben)

www.lebensart-hall.at

Büro im Laden

Nordisches Design und ein WC aus dem Mittelalter

Kathrin Stillers Laden ist traumhaft situiert in einem 700 Jahre alten gotischen Gemäuer, dessen Geheimnisse einen Einblick ins Mittelalter geben. Zwei Latrinen wurden bei der Sanierung entdeckt. Sie können von einer trittsicheren Glasplatte aus von Besuchern bestaunt werden.

Noch viel spannender aber ist es, durch das Sortiment zu stöbern: es werden schöne Dinge zum Leben und Wohnen für zuhause, viele im hippen Nordic-Design,  kleine und große Accessoires, köstliche Saucen und Gewürze sowie liebevoll gestaltete Papeterie angeboten. Besonders: Kathrin Stiller bietet einen „Entdeckerservice“ an und sucht im Auftrag von Kunden nach Außergewöhnlichem.

Arbesgasse 13, A-6060 Hall in Tirol

www.katrinstiller.at

Die Teegießerei

Liebevoll gestaltete Teeboutique

Silvia Klingler führt die „Teegießerei“ seit  2013 in einem historischen Gebäude von Hall in Tirol. Neben herkömmlichen Sorten gibt es auch edle weiße Tees sowie ayurvedische Tees und bekömmliche Früchtetees, dazu exquisites Teegeschirr und –accessoires. Auch Kaffeetrinker werden hier fündig. Bei Kaffee von „Nußbaumer Gmunden“ und Sorten von „coffeekult“. Auch auf der Website www.teegiesserei.at wird ersichtlich, dass die Inhaberin für das Thema „Tee“ lebt: Hier gibt es eine äußerst umfangreiche Infosammlung rund ums Thema „Tee“ – für Enthusiasten des kultigen Heißgetränks und alle, die es noch werden wollen.

Arbesgasse 3, 6060 Hall in Tirol

www.teegiesserei.at

Was ist eure liebste Shoppingadresse in Hall? Verratet es uns doch in den Kommentaren!

 

 

Saitenspiele 2018: Gitarrenklänge in der Burg Hasegg

Konzerterlebnisse im stilvollen Ambiente der Burg Hasegg

Das Musikfestival “Saitenspiele” feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Es ist klein, fein, und stets auf das Kernthema reduziert: Die “Geheimnisse der Gitarre”.

Diese Geheimnisse sind vielfältig, man erleben akustische Gitarrenmusik in ihrem breiten Spektrum unterschiedlichster Stile und Besetzungen. In den Räumlichkeiten der Burg Hasegg finden sich dafür optimale akustische Verhältnisse sowie ein stilvoller Rahmen. Zwischen September und November finden drei unterschiedlich gestaltete Konzertabende statt. Jeder Abend bietet ein eigenständiges Programm und eine neue Besetzung.

Durch die unterschiedlichen Herkünfte und Traditionen der eingeladenen Künstler ist es gelungen ein sehr abwechslungsreiches Programm zu erstellen, das unerhörte Hörerlebnisse bietet.

Das Programm der Saitenspiele im Überblick

Konzert 1: SFERRAINA
Alte Musik mit modernem Horizont

Freitag, 9.November 2018, 20 Uhr
David Bergmüller – Laute, Barockgitarre, Theorbe
Tobias Steinberger – Rahmentrommeln

​Gegründet 2012, hat sich das Ensemble sferraina ganz dem Ziel verschrieben, alte Musik zeitgenössisch aufzuführen und mit einem modernen Horizont zu kontrastieren. Das Repertoire reicht dabei von den Instrumentalisten Giovanni Girolamo Kapsperger und Alessandro Piccinini bin hin zu den den frühbarocken Singer-Songwritern Benedetto Ferrari, Stefano Landi, Tarquinio Merula &c.

Sferraina

Die beiden Musiker Tobias Steinberger (Percussion) und David Bergmüller (Chitarrone) treten abwechselnd gemeinsam oder im Trio mit der Sängerin Tehila Nini Goldstein auf, die zu der dargebotenen Musik die textliche Ebene einfließen lässt. sferraina eröffnet in seiner Performance einen entrückenden Klangraum zwischen vergangenen Epochen und Gegenwart. Das Spannungsfeld der Darbietung Alter Musik in einem modernen Rahmen wird mit jedem Stück neu aufgespannt, die Frage nach Echtheit immer wieder neu gestellt: Was bedeutet es, Alte Musik zu spielen? Kann diese originalgetreu dargebracht werden, und was heißt das überhaupt? Macht es Sinn, von „richtigen“ und „falschen“ Interpretationen zu sprechen? sferraina stellt sich diesen Fragen, und wird versuchen, sie zu beantworten –  mit außergewöhnlich feinsinniger, irritierender und berauschender Musik.

Konzert 2: STRINGTANGO
argentinische Musik raffiniert gewürzt
Freitag, 16.November 2018, 20 Uhr

Florian Wilscher – Violine
Martin Wesely – Gitarre

Una Zamba in Ottakring, ein Heuriger in Misiones – das andere Argentinien. Unfug? – Travesuras! Gubitsch, Ramirez, Areco – das sind die Hauptzutaten. Eine Prise Jazz, ein Löfferl Kreisler (der Fritz!), ein Hauch Nostalgie und ein Zipferl Gitarrenrock.

Stringtango

In eigenen, raffiniert gewürzten Arrangements kreieren Florian Wilscher (Violine) und Martin Wesely (Gitarre) eine Klangwelt. Diese lassen trotz stilistischer Unterschiede und musikalischer Eigenständigkeit der einzelnen Werke ein homogenes und dennoch vielgestaltiges Ganzes entstehen. Konzerte führen sie um den ganzen Globus, u.a. ins Teatro Colon de Buenos Aires, ins Radiokulturhaus Wien, ins Porgy & Bess, ins Austrian Cultural Forum New York sowie zu diversen Festivals. Außerdem dokumentieren CD-Produktionen und Rundfunkauftritte ihren musikalischen Weg.

Konzert 3:  “SÖNKE MEINEN”

Fingerstyle up to date
Mittwoch, 21.November 2018, 20 Uhr

Sönke Meinen hat sich mit seiner Musik bereits in jungen Jahren in der nationalen und internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Er verbindet virtuosen Fingerstyle mit Einflüssen aus klassischer Konzertmusik, Jazz und Weltmusik.

Sönke Meinen

Seit er auf der Bühne steht, war er Preisträger diverser Wettbewerbe, im Jahre 2016 gleich bei zwei der renommiertesten weltweit: als Gewinner des „Guitar Masters“-Wettbewerbs und Sponsoring-Preisträger des „European Guitar Awards“. Gitarrenlegende Tommy Emmanuel nennt ihn „einen der kreativsten Gitarristen der aktuellen Gitarrenszene“. Sönke Meinen wurde 1991 in Aurich/Ostfriesland geboren. Nachdem er in seiner Jugend Unterricht bei dem Gitarristen Emile Joseph erhielt, studierte er bei den renommierten Musikern Thomas Fellow, Stephan Bormann und Reentko Dirks an der Hochschule für Musik in Dresden. Heute spielt Meinen Konzerte auf der ganzen Welt; weiters führten und führen ihn Tourneen u. a. nach Australien und China.
Neben seinen Solokonzerten steht Meinen regelmäßig mit Jazzgitarrist Philipp Wiechert, dem dänischen Violinenvirtuosen Bjarke Falgren oder Jazzsängerin Anna-Lucia Rupp auf der Bühne.

Mehr Informationen unter www.saitenspiele.com

Mehr Konzerte und Veranstaltungen in der Region gibt es hier

Voll auf WM-Kurs: Radprofi Annemiek van Vleuten im Interview

Annemiek van Vleuten, ihres Zeichens amtierende Weltmeisterin im Einzelzeitfahren und Etappensiegerin des Giro D’Italia Femminile, ist Top-Favoritin für die kommende UCI Straßenrad-WM in Tirol im September.20180507_SKW_RadWM_VanVleuten_37_cSwarovski_Kristallwelten

Letzte Woche absolvierte sie ein Trainingslager in der Region Hall-Wattens und erkundete die Original-WM-Strecken. Was sie sich natürlich nicht entgehen ließ: Einen Besuch in den berühmten Swarovski Kristallwelten. Diese sind nicht nur eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Österreichs, sondern auch Startort für das Einzelzeitfahren der Damen Elite am 25. September 2018. Wir trafen sie dort für ein Interview.

Wer die Bergwertung des Giro d’Italia gewinnt, kann nicht nur im Flachland unterwegs sein. Trainierst du auch in den Bergen, Annemiek?

Annemiek van Vleuten: „Das stimmt. Ich bin 250 Tage im Jahr von zuhause weg, im Training und für Wettkämpfe, und obwohl ich Niederländerin und damit vom Flachland bin, lebe ich somit fast immer in den Bergen!”

Gefällt es dir dann auch bei uns in Tirol?

„Sehr. Es ist mein erster Aufenthalt in Tirol – und schon der Landeanflug hier nach Innsbruck war atemberaubend. Ich liebe die Berge, und würde auch gern hier wohnen. Auch die Szenerie hier vor dem Riesen bei diesen traumhaften Wetterbedingungen ist einfach fantastisch. Wir werden hier tolle Weltmeisterschaften erleben.“

Das Teamlager der niederländischen Nationalmannschaft während der UCI Rad WM ist in Hall in Tirol. Hattest du schon Gelegenheit, deine „Homebase“ kennen zu lernen?

„Ja! Unser Teamhotel während der WM, das Parkhotel Hall, ist einfach ideal gelegen. Es ist nah an der Rennstrecke, hat exzellente Möglichkeiten, unsere Ausrüstung zu verstauen und komfortable Parkplätze für unsere Fahrzeuge. Es ist nah an der Rennstrecke, in einer ruhigen Umgebung, etwas abseits des Trubels in Innsbruck. Man kann zu Fuß in die Altstadt von Hall in Tirol gehen und dort einen Kaffee trinken. Perfekt!“20180507_SKW_RadWM_VanVleuten_44a_cSwarovski_Kristallwelten

Hast du neben dem Training auch noch Gelegenheit, andere Sportarten auszuüben?

„Mir gefallen abenteuerliche Outdooraktivitäten wie zum Beispiel Canyoning, aber damit warte ich besser bis nach meiner aktiven Rennradkarriere. Auch Skifahren im Winter ist super, aber leider zur Zeit etwas zu “risky”. Aber ich liebe wandern! Mein letzter Urlaub war auch ein Wanderurlaub.”

Annemiek van Vleuten

Annemiek van Vleuten

Das heißt, die klassische Frage „Urlaub am Strand – oder in den Bergen?“ kann leicht beantwortet werden. Oder?

„Ja – für mich ist es definitiv Urlaub in den Bergen. Ich bin immer glücklich in den Bergen, sogar die Höhentrainingslager, die ich regelmäßig absolviere, sind wie Urlaub für mich!“

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Steckbrief Annemike van Vleuten

  • geboren 1982 in Vleuten (NED)
  • lebt in Wageningen (NED) – und in den Bergen 🙂
  • fährt für das australische Team Mitchelton-Scott
  • amtierende Weltmeisterin im Einzelzeitfahren
  • Gesamtsiegerin der UCI Women’s WorldTour 2017
  • Gewinnerin zweier Etappen, Punktewertung und Bergwertung Giro d’Italia Femminile

 

Haller Bauernmarkt reloaded

Ab 24. März rückt er nämlich stärker ins Zentrum des Oberen Stadtplatzes -auf den “Hauptplatz” zwischen Apotheke und Stubenhaus. Und kann dort weiter wachsen. Dass mehr Platz schon seit einiger Zeit dringend benötigt wird, ist sonnenklar:
„Über die Jahre sind wir einfach größer und größer geworden“, erklärt Hildegard Posch von der ARGE Bauernmarkt. „Vor allem wegen der Produktvielfalt, die deutlich zugenommen hat.“

Ein weiterer Vorteil des geändertes Standorts: Es besteht künftig freie Sicht auf das prächtige Haller Rathaus. „Viele Menschen kommen nicht nur zum Einkaufen allein auf den Bauernmarkt“, sagt Werner Nuding, Obmann des Tourismusverbands Region Hall-Wattens. „Sie wollen auch das Ambiente in der Altstadt erleben und verweilen.” Jetzt kann man gemütlich in einem der Lokale sitzen, das Treiben

beobachten und genießen.

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Beliebt ist auch die “Sommeröffnungszeit” des Haller Bauernmarkts: Von März bis November ist er jeweils von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet.

Viele Menschen kommen vor allem wegen des familiären Klimas zum Haller Bauernmarkt. „Die Kunden wissen viel über uns und wir wissen viel von ihnen“, lacht Hildegard Posch. „Wir haben halt alle gerne Zeit für einen Plausch und wir verstehen uns untereinander sehr gut. Das schätzen die Leute genauso wie die Qualität unserer Produkte.“

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Nur lokale Produkte bester Qualität

Bei der Auswahl neuer Produkte oder Anbieter geht die ARGE Bauernmarkt nach sehr strengen Richtlinien vor. So müssen alle Produkte, die angeboten werden, von Bauern aus der Region stammen. „Jeder der hier verkauft, muss selbst produzieren“, stellt Hildegard Posch klar.

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Das Sortiment wird dabei, wie schon erwähnt, stetig erweitert: So gibt es seit rund zwei Jahren ein Frischfleisch-Angebot sowie frischen Fisch aus der Umgebung.
Seit Kurzem gibt es beim Bauernmarkt auch so genannte Tiroler Bio-Mandelpilze – bekannt auch als Götterpilze – aus Volderwald. „Sie zeichnen sich durch Gourmetqualität aus“, erklärt Petra Apltauer vom Moserhof in Volderwald. „Es sind die einzigen Pilze, die man auf Grund ihres Mandelaromas auch für Süßspeisen verwenden kann.“ Zudem enthalten sie viele wertvolle Inhaltsstoffe.

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Haller Bauernmarkt
Oberer Stadtplatz Hall in Tirol
Sommeröffnungszeiten (März bis November): jeden Samstag, 9:00 bis 13:00 Uhr

Mehr Infos zum Haller Bauernmarkt

Beim Bauernmarkt am Samstag, den 24. März warten auf die Besucher außerdem ein Gewinnspiel mit Glücksrad und Live-Musik von den „Zsommgschwoaßt’n“ aus Absam.

Weitere Bauernmärkte und Bauernläden findet ihr hier.

Haller Rathaus – Luft schnuppern

Wie schaut das Haller Rathaus von innen aus? Wo arbeitet die Bürgermeisterin? Und wer ist Sigmund der Münzreiche? Diese Fragen werden am Samstag, den 17. März 2018 beim Tag der Offenen Rathaustür in Hall in Tirol beantwortet.

Haller Rathaus

Haller Rathaus

Rathaus mit lebendiger Geschichte

Das historische Rathaus der Stadt Hall blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Das betrifft sowohl die baulichen Einflüsse der verschiedenen Epochen, als auch die Funktionen des Gebäudes. Und besonders die Menschen, die dieses Rathaus geprägt haben. Einer alten Tradition der Gastfreundschaft folgend, lädt Bürgermeisterin Dr. Eva Maria Posch am Samstag, 17. März 2018, herzlich zur Besichtigung des Rathauses ein. Die historischen Räumlichkeiten sind an diesem Tag frei oder mit Führung zugänglich.

Sigmund mit dem vielen Geld

Christof Habringer alias Sigmund freigestellt

Erzherzog Sigmund (geb. 1427, gest. 1496), auch „der Münzreiche“ genannt, war mit der Stadt Hall auf besondere Weise verbunden. Seine Saline (=Salzstätte) lag nahe der Stadt, Hall war militärisches Bollwerk und politsches Zentrum, es wurden hier Silbermünzen mit Silber aus Schwaz geprägt und auch seine bedeutende Münzreform ist untrennbar mit Hall in Tirol verbunden.

Außerdem sorgte Sigmund mit seinem Schaffen für eine Blütezeit der Stadt: In kaum einer nachfolgenden Epoche erlebte sie einen Bauboom wie in den Jahrzehnten seiner Regentschaft. Wohl in keiner nachfolgenden Epoche hat die Stadt auch mehr in ihre Infrastruktur investiert. Es wurden zum Beispiel die Gassen gepflastert, die Wasserversorgung ausgebaut und auch die Stadt umfassend befestigt.

Zu dieser Zeit erhielt auch das Rathaus seine heutige Gestalt. Hier feierte der Landesfürst nicht nur manches Fest, auch wird zu solchen Anlässen manch weitreichende Entscheidung gefallen sein.

Vortrag über Sigmund und das Rathaus

Mehr über Sigmund den Münzreichen und die wechselvolle Historie des Haller Rathauses erfährt man am Samstag, 17. März. Weiter informieren bei den Führungen Stadthistoriker Mag. Dr. Alexander Zanesco und Mag.a Sonja Fabian vom Stadtmuseum Hall.

Wer das Rathaus lieber auf eigene Faust erkunden will, dem stehen Schautafeln mit allerlei Wissenswertem als Hilfestellung zur Verfügung. Außerdem kann man selbst eine Münze auf einer historischen Prägevorrichtung (Hammerprägung) eigenhändig prägen.

Offene Rathaustür am Samstag, den 17. März 2018 von 9 bis 14 Uhr
Die historischen Räumlichkeiten des Rathauses sind frei und mit Führung zugänglich.

Kostenlose Führungen: 10 / 11 / 12 / 13 Uhr (Treffpunkt im Innenhof des Rathauses)