1. Zirbentage am Glungezer

Die ersten Zirbentage am Glungezer

Um die Zirbe gebührend zu feiern, finden von 20. – 23. Juni erstmals die Zirbentage am Glungezer statt. Euch erwarten von naturkundlichen Führungen über Workshops und Vorträgen im Wald, Vorstellungen von Zirbenholz-Schnitzern und Musik, abwechslungsreiche Thementage:

  • Donnerstag, 20. Juni 2019: “Genuss und Gesundheit” rund um die Zirbe
  • Freitag, 21. Juni 2019: Wenn Zirbenholz zu leben erwacht: Schnitzern über die Schulter g’schaut
  • Samstag, 22. Juni 2019: Aufg’spielt am Glungezer – Volksmusik und gute Laune auf den Hütten und Almen am Glungezer
  • Sonntag, 23. Juni 2019: Unterwegs im Zirbenwald: Naturkundliche Themenführungen

Das Detailprogramm findet ihr direkt auf unserer Homepage unter “Zirbentage am Glungezer”!

© Sebastian Schels/Tirol Werbung

Die Zirbe im Sommer: der Zirbenweg und der Kugelwald am Glungezer

Das Erlebnis rund um die Zirbe könnt ihr nicht nur an diesen Tagen, sondern auch während des Sommers erleben: am Zirbenweg oder im Kugelwald am Glungezer.

Spaziert man den Zirbenweg am Glungezer entlang, steigt einem immer wieder ein ganz besonderer, aber dennoch vertrauter Geruch in die Nase – es ist der Duft der Zirbe! Sieht man sich genauer um, bemerkt man, dass man von hunderten, wenn nicht tausenden Zirben umgeben ist. Kein Wunder, am Glungezer befindet sich der größte Zirbenwald Mitteleuropas. Der Zirbenweg bietet einen Wandergenuss auf 2.000 Meter Seehöhe. Während der gesamten Wanderung blickt man hinunter auf den Talboden des Inntales und geniesst die atemberaubende Kulisse der gegenüberliegenden Karwendelkette.

© Daniel Zangerl

Die Zirbe reicht nicht nur gut, sondern aus ihr wurde am Glungezer eine ganze Bergerlebniswelt gebaut: der Kugelwald. Den spielerischen Umgang mit der Zirbe als Holzart können vor allem die Kleinsten dort erleben. Die weltweit einzigartige Kugelbahn sorgt für Bewegung, Spielfreude und kreatives Gestalten in freier Natur.

© hall-wattens

Die Zirbe und ihre Wirkung auf Mensch und Natur

Die Zirbe wird zu Recht liebevoll “Die Königin der Alpen” genannt: die wohltuenden Auswirkungen der Zirbe sind seit Jahrhunderten bekannt. Wertvolle Schätze können aus ihr gewonnen werden wie Öle, Liköre, Truhen, Betten oder Kissen. Nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Tier- und Pflanzenwelt ist die Zirbe von großer Bedeutung. Vor allem für den Tannenhäher spielt sie eine tragende Rolle. Mehr dazu sei noch nicht verraten! Was es mit dieser Vogelart und der Zirbe auf sich hat, erfährt ihr bei einer der kostenlosen Führungen im Rahmen der Zirbentage.

© hall-wattens.at

 

Auf der Spur der Biene: Wildkräuterspaziergang

Welche Bedeutung hat die Biene für Fauna und Flora? Und welche Rolle spielen Wildkräuter dabei?

Bienen spielen eine größere Rolle für uns Menschen, als die meisten wissen.

Diese Fragen werden auf dem kurzweiligen Kräuterspaziergang, der jeden Dienstag in den Urlaubsaktivitäten der Region Hall-Wattens angeboten wird, beantwortet. Dazu gibt es für euch zwei leckere Rezepte mit Honig.

Dieses Jahr liegt das Augenmerk beim Kräuterspaziergang auf einem der wichtigsten Tiere für Flora, Fauna und den Menschen: Der Honigbiene. So entdeckt man unter fachkundiger Anleitung Wildbienen-Behausungen, lernt diese zu identifizieren und zu beobachten. Nebenbei werden im Gehen Kräuter, die für Mensch und Biene schmackhaft sind, gesammelt, unter anderem auch Spitzwegerich. Aus diesem wird dann beim Endpunkt des Spaziergangs aromatischer Spitzwegerichhonig zubereitet.

Biene auf Löwenzahn

„Die meisten Menschen sind sich gar nicht bewusst, wie essentiell das Fortbestehen der Bienen auch für uns Menschen ist.“, betont Claudia Pyka, zertifizierte Kräuterpädagogin und leidenschaftliche Imkerin. „Aber, und das ist überaus positiv einzuschätzen, viele beginnen sich vermehrt für die Honigbiene zu interessieren und wollen zum Beispiel wissen, wie man der Bienenpopulation helfen kann, sich zu behaupten.“

Claudia bei der Arbeit

Die Antwort darauf hat Bienenliebhaberin Claudia auch gleich parat: „Hier gilt die Devise: Zurück zum Ursprung! Eine Naturblumenwiese anlegen statt englischem Rasen, Wildbäume, Wildsträucher pflanzen – all das hilft, um zur Bienengesundheit beizutragen.“ Und hübsch anzusehen ist‘s obendrein.

Ein bunter Kräutergarten ist der ideale Lebensraum für Bienen.

Tipp: der Spur der Bienen: Unterwegs am Tulfer Kräuterweg

Jeden Dienstag um 10 Uhr (01.05. – 31.10.2019)

Dauer: ca. 2 Stunden

Treffpunkt: Tourismusbüro Tulfes, Schmalzgasse 27

Gästetarif: kostenlos

Normaltarif: EUR 5, – pro Person

Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen mit Gästekarte

Maximale Teilnehmerzahl: 10 Personen

Anmeldung: bis spätestens Montag 18.00 Uhr im Tourismusbüro Hall in Tirol

Da die Kräuterwanderungen sehr gefragt sind, ist eine Voranmeldung beim Tourismusverband Region Hall-Wattens unbedingt notwendig.

Rezept Spitzwegerich-Honig

Eine Handvoll junge Spitzwegerichblätter waschen und trocken tupfen. Mit einem Messer klein aufschneiden und mit einem Nudelholz zerdrücken, bis grüner Saft austritt. Saft und Blätter mit echtem Bienenhonig (500 g) vermischen, in kleine Gläser abfüllen und zwei Woche kühl lagern.

Tipp: Der Honig ist auch ideal als Hustensaft verwendbar, da er keinen Alkohol enthält, ist er auch gut für Kinder verwendbar. Der fertige Honig kann eingefroren werden und dann in der kalten Jahreszeit verwendet werden.

Rezept Honig-Eis

Zutaten Honig-Eis (für 4 Portionen)

75 g Blütenhonig

250 ml Schlagsahne

1 Ei

2 Eidotter

½ EL Kristallzucker oder Agavendicksaft

Zubereitung Honig-Eis

Eine Schüssel über ein Wasserbad hängen. Eidotter, Eiweiß, Zucker und 2 EL Honig in die Schüssel geben. Schaumig rühren.

Anschließend die Schüssel in eiskaltes Wasser setzen und schlagen, bis die Masse lauwarm ist. Den restlichen Honig unterschlagen. Schlagsahne steif schlagen und unter die abgekühlte Masse heben. Für ca. fünf Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen.

Statt Schlagsahne kann auch Jogurt verwendet werden, dann ist das Eis etwas leichter.

 

 

Glungezer Winterwaldweg

Eine Winterlandschaft wie aus dem Märchen – die findet man am neuen Glungezer Winterwaldweg.

Kennt ihr den neuen Premium Winterwanderweg schon? Er startet nahe des Alpengasthofs Halsmarter und der Mittelstation der neuen Glungezerbahn. Das heißt, man kann bequem fast bis zum Start “hinaufgondeln” und spart sich dadurch anstregende Höhenmeter. Der Glungezer Winterwaldweg selbst dann ist fast eben – auf 1600 Metern Seehöhe.

 

Immer wieder bieten sich von hier beeindruckende Ausblicke ins Voldertal, das Inntal und den verschneiten Volderberg.

 

Vorbei an Fichten, Lärchen und Tannen gelangt man nach ca. eineinhalb Kilometern zum Wendepunkt. Von dort geht es auf demselben Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Fazit: Ein herrlicher Ausflug in die Winternatur! Herrlich klare Luft und die angenehme Stille werden nur vom Knirschen des Schnees und dem Rauschen eines nahen Gebirgsbachs unterbrochen.

Tourdaten Premium Glungezer Winterwaldweg

Schwierigkeit: leicht
Länge: 3,2 km
Dauer: ca. 60 Minuten
Aufstieg: 69 hm
Abstieg: 69 hm
Anreise:

Mit dem Bus Nr. 4134 nach Tulfes

Ein Parkplatz ist an der Talstation der Glungezerbahn vorhanden.

Alle Infos zum Glungezer Winterwaldweg gibt es hier.

Wanderung durch das herbstliche Halltal zum Issanger

Bei Traumwetter starten wir unsere Rundwanderung am Eingang zum Halltal. Die lieblichen Temperaturen erlauben nach kurzer Zeit die Jacken in den Rucksack zu packen und mit kurzen Ärmeln zu wandern – und das Mitte November! Wir spazieren parallel zur Fahrstraße bis zum Wasserstollen. Dort müssen wir den Steig verlassen, der Fluchtsteig bis St. Magdalena ist schon seit langem wegen Steinschlag gesperrt. Weiter geht es der  asphaltierten Straße entlang, bei St. Magdalena vorbei bis man auf der rechten Seite einige gelbe Wanderschilder sieht und eine kleine Brücke die über den Halltalbach führt – dort zweigen wir nach rechts ab.

Am schmalen, schönen Weg, immer leicht bergauf kommen wir auf den neu angelegten Hirschbadsteig.

Und siehe da – eine Gämse!! Zuerst können wir nur ein Rascheln im Laub hören, aber bald zeigt sich dieses Prachtexemplar. Ich glaube, es handelt sich um einen Gamsbock. Männliche Gämsen sind nämlich im Gegensatz zu weiblichen gern allein unterwegs. Zum Glück haben wir unser Fernglas dabei.

Nach insgesamt zwei Stunden reiner Gehzeit tut sich diese landschaftliche Schönheit auf – der Issanger! Im Sommer findet man hier ein schier unglaubliches Blütenmeer, aber auch im Herbst hat der Issanger seinen  ganz eigenen Reiz.

Wie Kunstwerke stehen die vielen Weiden im herbstlichen Gewand vor uns – mit malerisch – blauem Himmel als Hintergrund!

Der letzte Rest an Blumen präsentiert sich in warmen Tönen.

Wir durchwandern die wunderbare Hochebene bis zum Issjöchl und genießen jeden Sonnenstrahl.

Über den breiten, schottrigen Weg geht es wieder bergab, vorbei an den geschichtsträchtigen Herrenhäusern  und dem König Max – Schaustollen.

Einmalige Ausblicke – die Hüttenspitz links mit den Tuxer Alpen im Hintergrund – und wunderschön verfärbte Bäume begleiten uns zurück zum Ausgangspunkt.

Nach fünf Stunden, mit gemütlicher Pause und Jause in der Sonne kommen wir zufrieden und müde aber mental gestärkt zurück! Wer möchte, könnte am Rückweg auch im Alpengasthaus St. Magdalena einkehren!

 

 

 

Sonnenaufgangstour im Herbst

Herbstliche Sonnenaufgangstour ins Karwendel

Es gibt kaum ein imposanteres Naturerlebnis als einen Sonnenaufgang am Berg  zu erleben. Aber: Im Sommer um kurz vor vier Uhr morgens daheim weg, um rechtzeitig zum Tagesanbruch auf einem Berggipfel zu stehen? Das klingt nur für passionierte Frühaufsteher attraktiv. Allen anderen empfehle ich eine Sonnenaufgangstour im Herbst – denn jetzt kann man beruhigt später losstarten zum Sonnenaufgangs-Abenteuer.

Tolle Sonnenaufgangstour im Karwendel: Auf den Hochmahdkopf

Die Tour auf den Hochmahdkopf dauert etwa zwei Stunden im Aufstieg. Man startet am Parkplatz Absam Halltal (kostenlose Parkplätze).

Nach wenigen Minuten verlässt man die Halltal-Straße und schwenkt links auf einen Waldweg ein. Diesem folgt man, bis die Schotterstraße den Weg quert. Ein kurzes Stück auf dieser entlang und schon geht es weiter zum Aufstieg Richtung Gipfel. Jetzt wird der Weg etwas steiler, Kondition ist gefragt! Nach etwa vierzig Minuten lichtet sich der Wald etwas – und wir merken, dass es am Horizont dämmert.

Weiter geht es hinauf entlang des neu aufgerichteten Wildtierzaunes und den Lawinenverbauungen. Nach ca. 1,5 Stunden erreicht man den Vorberg mit Kreuz und Bank. Der Vorberg liegt auf ca. 1500 Metern Seehöhe. Aber Pause gemacht wird nicht, es wird schon heller!

Es folgen noch die letzten (anspruchsvollen) 200 Höhenmeter – und gelangt dann zum Gipfel auf 1738 Metern Seehöhe. Gemütlich auf den Bankl’n sitzend offenbart sich ein Naturschauspiel: Die Sonne bricht hervor, mit den ersten, sanften Sonnenstrahlen des Tages. Malerisch leuchtet sie hinter den Gipfeln der gegenüberliegenden Tuxer Alpen. Alles um uns wird in strahlendes, weiches Licht getaucht – ein unvergesslicher Moment.

Wir können uns fast nicht sattsehen, verweilen noch eine Weile am Gipfel und machen uns dann den Weg retour den Steig nach St. Magdalena folgend. Der dortige Gasthof kommt einem sehr gelegen – schließlich gibt es nichts Besseres als ein großes Bergfrühstück nach einem Gipfelsieg!

Hinter der Kapelle St. Magdalena geht man den Weg retour über das Eibental. Vom Eibental dann noch den zweiten Teil des Fluchtsteigs und schon gelangt man wieder zum Parkplatz Halltal.

Tipps für Sonnenaufgangstouren:

  • Unbedingt eine Stirnlampe mitnehmen. Gerade zu Beginn der Tour kann es noch sehr dunkel sein und die Gefahr zu stolpern ist größer.
  • Warme Kleidung mitnehmen! In der Früh kann es empfindlich kalt werden.
  • Sich leise bewegen – viele Tiere sind nachtaktiv und werden sonst gestört.
  • Großzügig Aufstiegszeit einplanen. Es wäre doch schade, würde man den Sonnenaufgang verpassen! Eine Übersicht der Sonnenaufgangszeiten für den zentralen Teil Tirols liefert die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik).
  • Ausreichend Getränke und einen kleine Jause mitnehmen. Gerade im Herbst haben viele Almen und Jausenstationen bereits geschlossen.

Die Details zur Wanderung auf den Hochmahdkopf gibt es hier: https://www.hall-wattens.at/de/tours/auf-den-aussichtsreichen-hochmahdkopf.html#dmdtab=oax-tab1

 

Auf Entdeckungsreise mit Kindern im Halltal

Kinder lieben die Natur und sind am liebsten draußen unterwegs. Für sie ist es der ideale Entwicklungsraum. Deshalb haben wir am Sonntag mit unseren Zwillingen das Halltal im Naturpark Karwendel erkundet. Zugegeben nicht das gesamte Tal, denn es gab bereits im unteren Abschnitt so viel zu entdecken und erleben, dass wir für die gesamte Halltallänge vermutlich eine gesamte Woche gebraucht hätten. Und so beschränkte sich unsere Tour vom Halltal – Eingang bis zur Bergerkapelle, von dort nahmen wir rechts den kurzen, etwas steilen Weg hinunter zum Halltalbach, überquerten diesen und folgten dem Wanderweg bis hinunter zum Besinnungsweg. Von dort aus ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt. Aber alles der Reihe nach:

Spielplatz am Halltal-Eingang

Am großen Parkplatz angekommen und aus dem Auto gesprungen, haben Mathilda und Adele natürlich sofort den Spielplatz entdeckt und in Beschlag genommen.

Brücke

Und so hieß es zuerst einmal verweilen und den Blick auf die imposante Bergkette des Bettelwurfmassivs bzw. auf der gegenüberliegenden Südseite die Tuxer Alpen zu genießen. Der Spielplatz ist im Vergleich zu anderen bewusst minimalistisch gehalten. Wasser und Holz sind die Hauptelemente, die ihn ausmachen und dadurch das Naturjuwel Halltal widerspiegeln soll. Schließlich waren es in der Vergangenheit Wasser und Holz, die den Salzbergbau im Halltal massiv mitbestimmt haben. Zahlreiche Schautafeln informieren den interessierten Besucher über Geschichte, Natur, Berghütten etc.

Information am Eingang

Information am Eingang

Links unterhalb der Brücke gibt es ein tolles Wasserspiel mit verschiedenen Bahnen, Wasserrädern sowie einen Bereich zum Sandspielen.

Wasserspiel 1

Das tolle Wasserpiel lädt zum Plantschen ein.

Im oberen Teil des Spielplatzes lädt vor allem das Kneippbecken zum Plantschen ein – hier können auch Erwachsene ihre müden Wanderfüße in das kühle Nass tauchen.

Kneippbecken 1

Wie gemacht für müde Elternfüße….

In der Sprungbahn der Olympiasieger können sich größere Kinder im Weitsprung üben.

Sprungbahn 2

Adele hat es für ihr Sandspiel „zweckentfremdet“ 🙂

Ein Holzzug mit Glocke, unterschiedliche Klettermöglichkeiten und Balancierbalken aus Holz sowie ein von Kindern gestaltetes Insektenhotel runden das Angebot noch zusätzlich ab.

Jausenstation für Minis

Obwohl erst knapp eine Stunde vergangen ist, haben die Kleinen bereits Hunger – aber klar: entdecken macht hungrig. Obwohl es genügend Sitzgelegenheiten gibt, haben sich unsere Kinder für das kleine Holzhäuschen entschieden, und wollen dort ihre Jause verzehren.

Jausenstation für Minis

Jausenstation für Minis

Nachdem wir wieder gestärkt sind, geht es mit der eigentlichen Entdeckungsreise los. Wuchernde Sträucher, hohe Bäume, Tannenzapfen, raschelndes Unterholz, Blumen und vor allem der Halltalbach mit seinem kristallklaren Wasser lässt die Kinder in ihre Welt – die der Natur – eintauchen. Auch wenn Spielplätze toll und unverzichtbar sind, so ist es doch die Natur selbst, die den perfekten Spielort für Kinder ausmacht.

im Wald

Der kurze Steig führt zum Bach.

Entlang des asphaltierten Weges bis zur Bergerkapelle folgen wir einmal einem kurzen Steig, der uns zum Bach hinunter bringt. Unten angekommen, entledigen sich Mathilda und Adele natürlich sofort ihrer Schuhe und Socken und wollen das Wasser erkunden.

Füße Adele

Ui, ist das kalt!

Eiskalter Wasserspaß

Doch sie merken schnell, daß trotz der fast sommerlichen Temperaturen an diesem wunderschönen Maitag, das Wasser bitterkalt ist. Aber dies tut der Freude keinen Abbruch. Nur unser Hund freut sich über die erfrischende Abkühlung und will das Bachbett nicht mehr verlassen.

Sonnenhut u Bach

Den Badespaß heben wir uns für den Hochsommer auf.

Nach diesem Zwischenstopp „klettern“ wir wieder hinauf Richtung Straße und gehen weiter bis zur Kapelle. Dort zweigen wir rechts in den Weg ab, der uns auf die östliche Bachseite bringt. Von dort geht es hinab zum Besinnungsweg und zurück zum Ausgangspunkt.

Unsere müden Mäuse freuen sich nun auf eine Kugel Eis und schlafen heute Nacht bestimmt sehr gut. 🙂

Brunnen Halltal

Eine willkommene Erfrischung am Brunnen

Woche der Artenvielfalt – Raus in die Natur!

Während der Woche der Artenvielfalt vom 14. bis zum 22. Mai 2018 finden zahlreiche Aktionen im größten Naturpark Österreichs statt.
Der Tag der Artenvielfalt ist ein wichtiger Tag zum Nachdenken, Aufrütteln und Mitmachen: Schließlich geht Naturschutz uns alle etwas an – und die unglaubliche Vielfalt von Tiere und Pflanzen zu erhalten, sollte uns am Herzen liegen.
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Woche der Artenvielfalt
Das Team des Naturpark Karwendel hat ein tolles, abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt – die Woche der Artenvielfalt.NPK_WALD_Sperlingskauz_W.Kühn_NPK_preview

Angefangen vom traditionellen Saisonauftakt am Haller Stadtplatz über interessante Vorträge bis zu kostenlosen geführten Naturexkursionen rund ums Karwendel.

Freitag, 18. Mai 2018: Den Naturpark auf dem Teller

Ein kulinarischer und naturkundlicher Gaumenschmaus bildet den Auftakt zur Woche der Artenvielfalt

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Am 18. Mai  ab 19 Uhr wartet im Gourmet-Hotel Karwendel in Pertisau eine kulinarische Reise durch die verschiedenen Höhenstufen des Naturparks auf Euch, vom Fluss unten im Tal bis in die Felsregion, aufgelockert durch naturkundliche „Zwischengänge“ serviert durch Hermann Sonntag, GF und Biologe des Naturparks. Ein wahrer Augen- und Gaumenschmaus!Das Menü gibt es hier.
Eine Reservierung unter 05243 5284 ist erforderlich.

Samstag, 19. Mai 2018: Saisonauftakt im Naturpark Karwendel

Der Naturpark startet wieder in die Saison – traditionell mit der Veranstaltung „Der Naturpark zu Gast in Hall“.

Am 19. Mai 2018 ist der Naturpark Karwendel von 9 bis 13 Uhr mit einem kunterbunten Angebot für die ganze Familie im Bachlechnerpark in Hall vertreten. Ebenso abwechslungsreich sind die zahlreichen Partner, die auch dieses Jahr wieder mit dabei sind: die anderen vier Tiroler Naturparks, das Tiroler Steinöl, der Schindelmacher Astner, die Bergwacht und das Waldmobil der Bundesforste uvm. Um das leibliche Wohl sorgen sich die Engalm-Bauern mit ihrem ausgezeichneten Käse vom Großen Ahornboden, BIO vom BERG und die Pfeishütte mit regionalen Köstlichkeiten sowie unser Partner AlpPine Spirits mit ihrem Latschenlikör – der ersten Naturparkspezialität aus der Region! Neu dabei ist Swaroski Optik mit ihrem brandneuen Erlebnis-Truck.

Tipp: Die Veranstaltung soll möglichst ressourcenschonend durchgeführt werden. Ach du  kannst einen wesentlichen Beitrag zu diesem nachhaltigen Event leisten. Beispielsweise durch Anreise per Bus/Bahn oder mit dem Fahrrad. Alle Informationen dazu findest du unter www.karwendel.org/anreise.

Donnerstag, 17. Mai 2018:  Vortrag “Bäume”

Vortrag mit Dr. Erwin Thoma um 19:30 Uhr im Naturparkhaus Hinterriß

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Wussten Sie, dass die Inhaltsstoffe des Holzes von jedem persönlich als Schutz gegen Zivilisationskrankheiten eingesetzt werden können und ausgerechnet die Baukunst der Ameisen das Modell für Passivhäuser ohne Dämmstoff und Haustechnik liefert? Erleben Sie Dr. Erwin Thoma bei diesem besonderen Vortrag und erfahren Sie Spannendes aus der Welt der Bäume und des Massivholz-Bauens.

Anmeldung erforderlich; Eintritt 10 €

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Freitag, 25. Mai 2018: Schmuckkästchen Karwendel

Vortrag mit Hermann Sonntag und Franz Straubinger um 19:30 Uhr im Romediwirt Thaur

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Vom Jagdgebiet Kaiser Maximilians zum größten Naturpark Österreichs – eine bildhafte Zeitreise, präsentiert von Hermann Sonntag und Franz Straubinger.

Blick ins Naturschutzgebiet Karwendel

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Ab Sonntag, 20. Mai 2018: Geführte Wanderungen

Ab dem 20. Mai finden täglich geführte Wanderungen für interessierte Einheimische und Gäste statt, die kostenlos angeboten werden. Ziel ist es, die Naturschätze vor der Haustür rund ums Karwendel auf den Wanderungen erlebbar zu machen. Die Angebotspalette reicht dabei von Nature Watch entlang der Karwendelschlucht über eine Alpenkräuterwanderung auf die Grasbergalm bis hin zur Steinadlerbeobachtung am Achensee.

Alle Termine der geführten Wanderungen findet ihr hier.

Zum Tag der Artenvielfalt:

Der Tag erinnert an den 22. Mai 1992, an dem in Nairobi Einigkeit über den Text des UN-Übereinkommens über Biologische Vielfalt erzielt wurde. Dieses Übereinkommen wurde im Rahmen des „Erdgipfels“ im Juni 1992 in Rio de Janeiro zur Unterzeichnung vorgelegt. Heute ist es mit über 190 Vertragsstaaten eines der erfolgreichsten Übereinkommen der Vereinten Nationen. Der Internationale Tag der Artenvielfalt steht am Ende der Woche der Artenvielfalt, in der es über 250 Veranstaltungen zum Naturerleben in Österreich gibt.

Blütenwanderung am Tiroler Jakobsweg

Der Jakobsweg gehört wohl zu den bekanntesten Pilgerwegen der Welt und führt nach Santiago de Compostella in Spanien. Der Tiroler Jakobsweg beginnt in Waidring und endet in St. Christoph am Arlberg. Ich wandere mit euch heute auf dem Teil des Jakobsweges, der durch unsere Region Hall-Wattens führt. Ich nenne diese Wanderung deshalb “Blütenwanderung”, weil man gerade jetzt im Frühling unglaublich viele Blumen- und Pflanzenblüten entdecken kann.

Wir beginnen beim Kloster St. Martin in Gnadenwald und spazieren bis zum Eingang ins Halltal. Links und rechts am Wegesrand gibt es allerhand an Blühendem zu sehen.

1             Kloster St. Martin in Gnadenwald

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Blütenwanderung – Löwenzahn

Wiesen-Löwenzahn

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“Hänsel und Gretel”

Lungenkraut oder Hänsl und Gretl

Diese spezielle Pflanze enthält sehr viel Kieselsäure. Mit derartigen Pflanzen behandelte man früher Lungenkrankheiten.

Blütenwanderung

Lichtnelke

Lichtnelke

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Vergissmeinnicht

Wald-Vergissmeinnicht

Diese zarte Pflanze hat die kleinsten Pollenkörner unserer heimischen Flora.

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Waldveilchen

Wald-Veilchen

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Felsenbirne

Felsenbirne

Die Felsenbirne wächst gerne in lichten Kiefernwäldern, auch auf Fels –und Steinböden. Ihre Früchte sind essbar und dienten früher als Rosinenersatz.

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Zypressen-Wolfsmilch

Zypressen- Wolfsmilch

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Buchsblättrige Kreuzblume

Buchsblättrige Kreuzblume

Die kleinen Blüten sind auffallend hübsch mit ihren gelb-weiß bis rosa gefärbten Fahnen. Ohne Blüten sind sie leicht mit der Preiselbeere zu verwechseln.

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Aussamender Huflattich

Aussamender Huflattich

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Bach-Nelkwurz

Bach-Nelkwurz

Die Wurzel der Bach-Nelkwurz wurde früher als Nelkenersatz verwendet.

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Sumpfdotterblume

Sumpfdotterblume

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Wolliger Schneeball

Wolliger Schneeball

Der Wollige Schneeball (ein drollige Name, findet ihr nicht auch?) trägt im Herbst schöne rote Früchte.

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Gänseblümchen

Gänseblümchen

Ihr habt es vielleicht selbst auch schon einmal beobachtet: Die Körbchen der allseits bekannten Gänseblümchen schließen sich nachts und bei kühlem Wetter.

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Jakobsweg in Gnadenwald

Der schöne breite Weg, der hauptsächlich durch den Wald führt ist auch sehr geeignet für Familienspaziergänge, weil er kinderwagentauglich ist. Ein lohnendes Ziel zu jeder Jahreszeit – auch wenn die Blütezeit der Pflanzen vorüber ist.

Blumen sind das Lächeln der Erde! Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will!

Herbstliche Hüttentour zur Bettelwurfhütte – Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wie festgeklebt trohnt sie da. Als Wächterin des Halltals. Vom Bürofenster aus sehe ich sie jeden Tag, nun wurde es Zeit sie einmal zu besuchen: Die Bettelwurfhütte!

sdr

Herbstlich im Halltal

Start der Wanderung war dieses Mal bei den Herrenhäusern im Halltal. Hier geht`s zur Tourenbeschreibung

sdr

Die Herrenhäuser im Halltal

Bettelwurfhütte (72)

Goldene Wand

Da ich die Karwendelrunde mit dem Bike am Vortag noch in den Beinen hatte, haben wir uns zuerst bis hierhin fahren lassen mit dem Halltal-Shuttle. Der Zustieg zum Issanger war traumhaft, einen schöneren Herbsttag kann man sich kaum vorstellen.

Stempeljoch

Stempeljoch

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, dazu die Herbstfärbung der Lärchen im Kontrast zu den grauen, schroffen Wänden um uns herum.

Bettelwurfhütte (75)

Goldener Herbst

Nach fünf Minuten standen wir schon in T-Shirt und kurzer Hose vor der kommenden siebenstündigen Wanderung.

Anschließend an den Issanger folgte die Hitzeschlacht… rauf ging es über groben Schotter und zwischen Latschen zum Lafatscher Joch.

Bettelwurfhütte (86)

Lafatscherjoch und Speckkarspitze

Die wohl heißeste Stunde des ganzen Sommers. 😀 Kein Lüftchen, kaum Schatten, nicht nur der Hund verschwand sofort in den Schneemulden oben am Joch. 🙂 Zum Glück gab es viele Foto-Steh-Ausreden bis hierherauf.

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Lafatscherjoch

Das Lafatscherjoch belohnte uns mit einem kühlen Lüftchen und einem Traumausblick.

Lafatscherjoch

Lafatscherjoch

Danach sollte es noch 1 1/2 Stunden auf einem “Panoramaweg” zur Bettelwurfhütte gehen.

Bettelwurfhütte Panoramaweg

Bettelwurfhütte Panoramaweg

Dieser Weg glänzt wirklich durch sein Panorama! Allerdings sollte man die Augen auf alle Fälle auf den Weg richten und lieber ab und an stehen bleiben – zum Staunen!

Bettelwurfhütte (116)

Aussicht genießen!

Der Bettelwurfgipfel im Aug`

Den Bettelwurfgipfel und den Wegverlauf im Aug`

Anschließend ging es im leichten Auf und Ab, die Bettelwurfhütte im Blick, das Inntal und unzählige Berggipfel im Ausblick, dahin. Mal über Geröll, Fels, kleine Wiesenabschnitte…

Bettelwurfhütte (125)

… begleitet von einigen Gämsen.

Bettelwurfhütte (127)

Danach war es  bald geschafft und die Bettelwurfhütte inzwischen schon ziemlich nah. Dreißig Minuten sollte es aber noch dauern.

Bettelwurfhütte (129)

Die Bettelwurfhütte zum Greifen nah

Bettelwurfhütte (139)

Die letzte knifflige Hangquerung

Dann: Ausrasten – Panorama genießen – TRINKEN!

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Bettelwurfhütte

dav

Mittagsschlaf!

Bettelwurfhütte (163)

Genießen!

dav

Schließlich muss aber auch das schönste Platz irgendwann wieder verlassen werden – auch wenn dieser einer der Tage war, an dem es besonders schwer fiel. So machten wir uns wieder auf den Rückweg… glücklich, sonnengebadet und mit vielen tollen Herbsteindrücken!

Bettelwurfhütte

Bettelwurfhütte

Achtung: Leider ist der direkte Anstieg über den “Normalweg” Nummer 222 immer noch wegen Steinschlaggefahr offiziell gesperrt! Für An- und Abstieg bietet sich daher nur der Weg über das Lafatscher Joch an, oder der Aufstieg über den Klettersteig!

 

Ausblick. Weitblick. Tiefblick am Goethe-Weg

Atemberaubende Tiefblicke und Einblicke am Goethe-Weg in das Karwendel, in die Region Hall- Wattens, zur Stadt Innsbruck, in das Wipptal, Stubaital und das Inntal sollten uns erwarten. Und obwohl wir viel in den Bergen unterwegs sind, war dieses sicherlich eine der Wanderungen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird und von der wir lange zehren…. Wir, das sind an diesem Tag sechs Wanderer und unser Wanderhund Basil.

Gestartet sind wir mit der Nordkettenbahn in Innsbruck. Der Himmel strahlend blau waren wir an diesem Tag nicht die einzigen, aber einige der wenigen mit Bergschuhen und Wanderrucksack. 😉 Bis zum Hafelekar lassen wir uns hochgondeln, danach geht es gleich in östlicher Richtung endlich los… Der Goethe-Weg!

Goetheweg

Am Goethe Weg

Immer wieder lassen uns die fantastischen Tiefblicke eine Pause einlegen. Kaum satt sehen können wir uns an dieser Vogelperspektive.

Goetheweg (1)

Tiefblick in das Inntal

Nach einer guten halben Stunde wechselt der Weg dann auf die Nordseite der Karwendelkette und mit ihm wechselt auch der Ausblick. Ein schroffer, felsiger, grauer Karwendelgipfel reiht sich an den nächsten.

Goetheweg (7)

Irgendwo im Karwendel

Die rauhen Berge, der blaue Himmel, das Grün der Latschen und Wiesenflächen in dem sie enden… wir könnten es nicht schöner malen und Goethe hätte es nicht schöner in einem Gedicht verfassen können.

Goetheweg (2)

Um die Mandlspitz herum

Wüssten wir nicht, dass wir noch ein gutes Wegstück vor uns hätten, wir würden ewig stehen bleiben und staunen. Hinter jeder Kurve, jedem Aufstieg und jeder Schutthalde ein neuer atemberaubender Ausblick!

Danach erwartet uns ein letzter Anstieg zur Mandlscharte. Von hier schauen wir nun in die grüne Pfeis, die schroffe Arzlerscharte, auf Innsbruck und auf die Nordseite der steil aufragenden Rumerspitze mit ihrem mächtigen Westgrad. Eine ganze Weile machen wir es uns nach dem kurzen Abstieg von der Scharte im Grün der Pfeis gemütlich. Kräfte tanken, ausruhen, staunen…

Goetheweg (8)

Abstieg von der Mandlscharte am Goethe-Weg

Goetheweg (10)

Von hier könnte man in 40min zur Pfeishütte absteigen, aber wir wollen heute lieber die schwindelfreien Bergsteiger auf dem Westgrad der Rumerspitze beobachten und weiter staunen.

Goetheweg (3)

Die Rumer Spitze

Goetheweg (4)

Arzlerscharte

Goetheweg (9)

Oberhalb der Pfeis queren wir die Rumer Spitze in ihrer nordseitigen Flanke…

Goetheweg (11)

Entlang der Rumerspitze

… bis wir nach ca. vierzig Minuten zum Kreuzjöchl kommen. Der Tagesgipfel, wenn man so will, mit gigantischen Ausblicken!

Goetheweg (5)

Blick Richtung Stempeljoch

Danach steigen wir vom Kreuzjöchl nun hinab. Zuerst über ein Geröllfeld geht es dann hinunter in einen latschenbewachsenden Steig, der uns zur Vintlalm führt. In einer 3/4 Stunde kommen wir beim Toni auf der Vintlalm an.

Goetheweg (12)

Vintlalm

Hunger haben wir nicht – aber ein großes Glas Apfelsaft bitte! Der Toni bringt es uns alles schnell herbei und nunja, für ein Stück selbstgemachten Zwetschkenkuchen ist dann doch Platz!

Danach verlassen wir die Vintlalm ungern, zu schön ist der Blick von heroben… aber das Wetter scheint sich vom Westen her zu verändern und so steigen wir mit unseren müden Beinen weiter über die Thaurer Alm nach Thaur ab.

Ein rundum gelungener Bergtag geht zu Ende und alle sind wieder gesund im Tal angekommen… passender für diesen Tag kann Goethe es in einem Zitat nicht verfassen:

„Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler.“

(Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 – 1832)