Die Grubertaler: Eine Erfolgsband

Ihre steile Karriere

Schon seit vielen Jahren stehen “Die Grubertaler” Florian, Michael und Reinhard aus dem romantischen Grubertal (Volders) bei ihren Fans ganz hoch im Kurs. Kein Wunder, denn die Jungs haben so einiges zu bieten: Neben ihrem sympathischen Auftreten sind sie nicht nur in der Volksmusik zu Hause, sondern haben sich schon vor Jahren an das Genre der Schlagerpartymusik gewagt. Diese Entscheidung war im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Denn ihre Alben schafften es immer wieder auf die Spitzenplätze der offiziellen Austria Top 40.

Für TV- und CD-Produktionen reisten die Schlagerstars bereits nach Mallorca, Dubai und Kroatien. Fernab ihrer Heimat und vor atemberaubenden Kulissen begeistern “Die Grubertaler” mit ihrer Erfolgsmusik. Die Stimmung auf ihren Events ist aufgrund ihrer lebenslustigen Ausstrahlung und unvergleichlichen Bühnenpräsenz unvergesslich. Beispielsweise auch beim Grubertaler-Jubiläumsfest, das zuletzt 2017 in der Region Hall-Wattens stattfand.

Ihr neuestes Meisterwerk – ein wahrer Coup

Mit ihrem neuesten Album „ECHT SCHLAGER – DIE GROSSE FETE“ brechen die drei erfolgreichen Grubertaler alle bisherigen Erfolge! In den veröffentlichten Verkaufscharts haben es Florian, Michael und Reinhard sowohl in ihrer Heimat Österreich, als auch im benachbarten Deutschland und in der Schweiz in die begehrten Hitparaden geschafft. 

Seit 1. Mai ist ihre neue CD im Handel erhältlich:

Die Grubertaler sind tief mit ihrer Region verwurzelt

Immer wieder sind die unterhaltsamen Jungs in der Region Hall-Wattens anzutreffen. Nicht nur bei Musikveranstaltungen wie bei der nächsten Ramba Zamba Nacht am 13. März 2021 in Tulfes.

In ihrer Freizeit wandern sie gerne in der unvergleichlichen Bergwelt und besuchen immer wieder ihre drei Lieblingsplätze, nämlich den Oberen Stadtplatz in Hall in Tirol, die Swarovski Kristallwelten in Wattens und den Gipfel des Glungezer in Tulfes.

Seit heuer stehen diese drei Plätze in Verbindung mit einer von fünf digitalen Wandernadeln der Region Hall-Wattens, nämlich der digitalen Grubertaler-Fannadel. Werden alle drei dieser wahrlich besonderen Plätze erwandert und besucht, kann man sich über die digitale Grubertaler-Fannadel freuen. Mehr Informationen dazu gibt es unter Digitale Wandernadeln der Region Hall-Wattens sowie via SummitLynx!

Die Region ist stolz, Heimat von einer solch vielversprechenden Musikband zu sein und freut sich immer wieder gemeinsam mit Florian, Michael und Reinhard über deren Erfolge!

Gelebter Tiroler Brauchtum

Es ist Fasnachtszeit

Sagenhafte Gestalten und archaische Wesen geben sich ein jahrhundertealtes Stelldichein. Die fünfte Jahreszeit in der Region Hall-Wattens ist angebrochen. Ein jahrhunderte alter Brauchtum. Spätestens ab Ende November laufen die Vorbereitungen heiß. Federn müssen in üppigen Kopfschmuck gesteckt, Gewänder begutachet und geflickt werden. Ab Mitte Jänner holt man die handgeschnitzen Masken, die teils mehrere Jahrhunderte auf dem Buckl haben, hervor – auf keinen Fall früher. “Weihnachtskrippen und Masken vertragen sich nicht”, wie ein altes Sprichwort besagt. Auch die freiwillige Feuerwehr hilft mit. Sie imprägniert die Kostüme mit speziellen Mitteln, um die Gefahr eines Brandes zu minimieren.

Den Winter austreiben …

… und einen fruchtbaren Frühling erwecken, ist bei dem jahrhunderte alten Brauchtum das oberste Ziel! Seit den 70er Jahren wechseln sich die Dörfer Rum, Thaur, Absam und Mils in der Organisation der Veranstaltung ab. Es ist nicht nur irgendeine Veranstaltung in der Fasnacht, es ist eine jahrhunderte alte und noch gelebte Tradtion in der Region Hall-Wattens. Das Wort “Matschgern” ist die Dialektform von “Maskerade”, sprich das Tragen von Masken auf tirolerisch. So mühelose die Darbietungen der Fasnachtsfiguren auf die Zuschauer wirken, es ist eine Kunst für sich, die Einlagen spontan und nicht einstudiert wirken zu lassen. Bei Proben im Vorfeld übt man die Bewegungsmuster der Figuren. Aber seht selbst!

Die Geschichte der Milser Matschgerer

Am Sonntag, den 16. Februar 2020 begeistert der Matschgererumzug in Mils tausende begeisterte Schaulustige. Die Geschichte der Milser Matschgerer geht über 200 Jahre zurück. Anbei ein Auszug aus ihrer Chronik:

“Der wohl beste Beweis für das rege Fasnachtstreiben in Mils seit jeher ist der Alte Milser Bär. Der Stolz der Milser wird wegen seiner Kopfform auch der Ochsenschädel genannt. Geschnitzt wurde er sicher schon vor mehr als 200 Jahren. Der Kopf wird heute nur mehr bei besonderen Anlässen getragen. Um 1930 hatten die Milser schon eine ansehnliche Truppe, wenn man die bescheidenen Mittel dieser Zeit bedenkt.”

Hier ein Foto vor dem Gasthaus Tiefenthaler im Unterdorf aus den 30er Jahren:

Verein Milser Matschgerer

Leider keine Seltenheit, doch zwischen den Jahren 1960 und 1965 drohte das Brauchtum einzuschlafen. Im Jahre 1971 lebte die Tradition aufgrund Bestrebungen ein paar junger Idealisten wieder auf. Man scheute keine Kosten um mit den Matschgern wieder für großes Aufsehen zu sorgen. Affenlarven mit passendem Gewand, Hexenlarven und noch zwei gut erhaltene Zottler-Kostüme kamen dabei zum Einsatz. Dem Matschgern durch die Milser Gasthäuser stand somit nichts mehr im Wege. Seit 1984 ist der Verein offiziell angemeldet.

Der Verein hat sich der Brauchtumspflege eines der wohl schönsten und einzigartigsten Bräuche des Inntales verschrieben: “Wir wollen alles, so wie wir es von der Generation vor uns übernommen haben, an die nächste Generation weitergeben. Damit dieser wunderschöne Brauch nie mehr einschlafen möge.”

Die Figuren

Hexen, Klötzler, Zottler, Tschaggeler, Weiße, Altboarische und Atlboarische Tuxer, Hiatler, Spiegeltuxer und Bujaz zählen zu den Figuren in der Milser Fasnacht. Jede hat ihren eigenen Part. Die Hexe trauert dem Winter nach und kann es nicht fassen, dass er schon wieder vorbei ist. Der Hiatler verkörpert einen sehr jungen, lebendigen und sehr fröhlichen Menschen. Der Spiegeltuxer steht im Mittelpunkt der Milser Fasnacht. Mehr Details und Fotos zu den unterschiedlichsten Figuren findet ihr auf der Homepage der Milser Matschgerer!

Gelebte Tradition hautnah erleben

Die Figuren der fünften Jahreszeit zeigen mit ihren beeindruckenden Choreografien und prächtigen Kostümen den Kampf des Frühlings gegen den Winter. Natürlich ist das Symbol für Fruchtbarkeit und Glück, der Schlag auf die Schulter mit einem Schnapserl, bei vielen sehr begehrt!

Ihr seid nun neugierig auf das Fasnachtstreiben, den Brauchtum sowie die Figuren geworden? Sichert euch euren Platz beim Regionsumzug in Mils am Sonntag, 16. Februar 2020 – Beginn: 13:30 Uhr! Tickets gibt es vorab im Postamt, Gemeindeamt und der Raika-Filiale in Mils, sowie dem Restaurant Milsano. Man vermeidet die langen Schlangen bei den Eintrittskassen und kann sich gemütlich den besten Platz mit Sicht auf den Umzug sichern. Start ist im Oberdorf, etwas oberhalb vom Sozialen Zentrum St. Josef und geht bis zum Dorfzentrum bei der Kirche.

Ich packe meinen Tourenrucksack

Eine gute Vorbereitung ist das Um und Auf

Man kann noch so gut ausgerüstet und motiviert sein, fehlt es an der entsprechenden Vorbereitung der nächsten Skitour, nützt einem das beste Equipement nichts. Unser erstes Fazit lautet somit: Eine Skitour ist nur so gut, wie die vorherige Tourenplanung. Ob und wie ihr sie schlussendlich plant, ist natürlich jedem selbst überlassen. Auch in Bezug auf die Auswahl der Ausrüstung und wie man den Tourenrucksack packt. Im folgenden Beitrag möchten wir euch unsere Checklisten und Tipps für eine gute Tourenplanung mit auf den Weg geben.

Unsere Checkliste für die Planung der Tour an sich

  • plant die Tour gemäß Wetterbericht, Lawinenwarndienst und eurem Können
  • informiert euch auf der Plattform alpine auskunft, vielleicht ist jemand die ausgesuchte Tour in den letzten Tagen schon gegangen! HINWEIS: Auf diese Plattform kann jeder seine Tour reinstellen, also immer Vorort eine eigene Abschätzung der Lage treffen – auch ein Anruf im ortsansässigen Alpenverein kann bei der Planung nützlich sein
  • plant genügend Zeit für die Tour und Pausen ein – es kann immer etwas unvorhergesehenes Eintreten und wenn es nur die falsche Spurwahl ist
  • Handy aufladen nicht vergessen und auch die Batterien des Lawinenverschüttungsgerätes (LVS) überprüfen
  • unbedingt am Tag selbst erneut die Wetterlage sowie den Lawinenwarndienst checken
  • Tourenrucksack am Vorabend packen (am besten auch die Jause schon vorbereiten)

Die Ausrüstung per se

Jedem ist es schon einmal passiert, dass er die Skitourenfelle zuhause vergessen hat – ärgerlich! Zu einer Skitour gehört eben auch entsprechendes Equipement: Ski, Skitourenschuhe. Teleskop Skistöcke sowie Felle. Am besten noch zu Hause vor Abfahrt die Felle auf die Ski kleben – wobei sich hier die Geister scheiden!

Die Frage der richtigen Kleidung, muss im Enddefekt jeder selbst für sich herausfinden. Häufig ist man bei der ersten Skitour viel zu warm gekleidet, den man kommt ordentlich ins Schwitzen! Der Zweibellook ist sicherlich der beste – oft ist es am Start noch recht „zapfig“, denn kaum kommt der erste Anstieg muss schon die erste Jacke häufig weichen. Wie viele und welche Socken, Unterhemden, atmungsaktive Longsleeve, Weste etc. man benötigt, ist ganz unterschiedlich und hängt von jedem selbst ab.

EIN ERPROBTER TIPP VON UNS: für den Aufstieg ein atmungsaktives Longsleeve und Weste. Für den Windschutz gibt es beim Starten oder bei Wind noch eine Hardshelljacke. Das LVS darf nicht fehlen – das kommt unter die Weste und so nah an den Körper wie möglich. Um Blasen vorzubeugen, schwören manche auf 2 Paar Socken, andere auf Blasenpflaster, wieder andere haben einfach nur Glück 🙂 …

Der Tourenrucksack

Die Packliste für den Rucksack fällt schon etwas länger aus:

  • Lawinenschaufel, Lawinensonde und Lawinenverschüttetengerät – das LVS unter der Weste sprich eng am Körper tragen
  • Sonnenschutz nicht vergessen: Brille, Sonnencreme und besonders im Frühling eventuell an eine Schildkappe denken
  • Mütze, Handschuhe (dünn – Aufstieg/dick – Abfahrt), Halstuch und Helm nicht vergessen – es gibt fürs Skitourengehen schon eigens entwickelte leichtere Helme
  • Wechselkleidung nicht vergessen: Shirt / Unterhemd, warme Daunenjacke und Windshell für den Auf- und Abstieg
  • Tee und Jause am besten schon am Vortag vorbereiten: ausreichend Trinken und vor allem an kalten Tagen ist ein Tee sehr empfehlenswert; am Gipfel oder Ziel angekommen, hat eine gute Jause übrigens noch nie so gut geschmeckt! Schokolade oder ein Energieriegel sollte auch niemals fehlen! TIPP: ein wenig Kleingeld einstecken, schon bei möglichen Parkkosten
  • Kleines Erste-Hilfe-Set mit Wärmedecke (!)
  • Karten, Kompass und eventuell GPS-Gerät dürfen auch nicht fehlen, besonders wenn man neue Touren geht und sich im Gelände nicht gut zurechtfindet: Verlasst euch nicht auf eine Handyapp – zu schnell kann der Akku hier leer werden!
  • Handy mit vollem Akku mitnehmen – aber beachtet, dass man dieses am Besten direkt am Körper trägt, damit die Batterie länger hält

WICHTIG: Das LVS auf keinem Fall im Rucksack lassen, sondern wie erwähnt eng am Körper tragen vor dem Start das Gerät unbedingt einschalten oder je nach Modell auf “Senden” schalten und einen Partner bzw. Gruppencheck machen.

Tourentipp für die ersten Versuche im freien Gelände

Der Largoz von der Krepperhütte bietet sich auf Grund seiner Tourenlänge und der Hangneigung gut für die erste Tour im freien Gelände. Die Orientierung ist recht leicht und skitechnisch weißt diese Tour auch keine besonderen Schwierigkeiten auf! Mehr zur Tour findet ihr unter https://www.hall-wattens.at/de/tours/skitour-auf-den-largoz-zwischen-traumhaften-haengen-waldabfahrten.html

HINWEIS: Es reicht nicht aus, die Ausrüstung einfach nur dabei zu haben, man muss auch wissen wie sie bei einem Notfall „Lawine“ anzuwenden ist. Hierzu gibt es immer wieder auch Kurse vom Alpenverein Sektion Hall in Tirol!

Ein paar Impressionen von der Tour

Lichtfestival in den Swarovski Kristallwelten

Von einem virtuellen Cello und einem funkelnden Karussell

Nach Einbruch der Dunkelheit tauchen Lichtinszenierungen derzeit den Garten der Swarovski Kristallwelten in ein magisches Licht. Man erlebt bei diesem Lichtfestival tatsächlich das funkendste Wintermärchen der Alpen! Gemeinsam mit Familie und Freunden kann man ganz einfach durchspazieren und die mystische Stimmung genießen. Oder aber, man wird dank der vielen interaktiven Elemente selbst Teil des Festivals. Bei der Kristallwolke zum Beispiel lassen sich durch Berührung eines virtuellen Cellos Beleuchtung und Ton verändert und man kann gemeinsam eine ganze Licht-Komposition erschaffen. Oder ihr schickt beim Spielturm eure Wünsche als verschlüsselte Lichtbotschaften direkt in den Himmel.

Eines meiner absoluten Highlights ist Jaime Hayons wundervolles Carousel, das selbstverständlich auch im Winter seine Runden dreht. So kann man bei herrlich nostalgischer Musik die winterliche Kulisse genießen und gerne auch noch eine zweite Runde mitfahren.

Ein Blick in die Wunderkammern

Auch ein Rundgang durch die Wunderkammern lohnt sich. Wer in der Blauen Halle internationale Weihnachtsboten bewundert hat, kann – nach einem Kuss unter dem Mistelzweig – den bekannten Kristalldom mal in einem anderen Licht sehen. Und am Ende des Rundgangs findet sich im großen Store sicherlich das eine oder andere Weihnachtsgeschenk für Familie und Freunde.

Weihnachtskeks und Kiachl

Wer jetzt eine Stärkung braucht, den erwarten Glühwein, Punsch und Kiachl bei den beiden Food Trucks im Garten. Im Restaurant Daniels Kristallwelten ist neben den Weihnachtskeksen aus der hauseigenen Patisserie besonders die Tea Time zu empfehlen. Dabei kann man sich durch Sandwiches und Süßigkeiten kosten und dampfenden Tee genießen. Täglich von 16:00 bis 18:00 Uhr.

Familien aufgepasst!

Bei Adventsonntagen mit offenem Atelier und Kinderworkshops für jedes Alter können Familien und Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Wer lieber zu coolen Weihnachtshits tanzt, der ist bei der Schwarzlichtdisco (jeden Samstag von 17:00 bis 20:00) genau richtig. Kinderschminken inklusive.

Das Lichtfestival in den Swarovski Kristallwelten kann bis 6. Januar 2020 täglich von 8:30 bis 21:00 Uhr besucht werden. Viel Spaß beim funkelndsten Wintermärchen der Alpen!

>> Mehr zum Lichtfestival

Wie das barocke Jesuskind dem modernen 3D-Scanner begegnete

Der Hintergrund zu dieser kreativen Idee

Das Krippenwesen hat in Tirol Tradition. Mit Stolz präsentieren die Gemeinden in den jeweiligen Pfarrkirchen ihre Schätze. Die ersten nachweisbaren Krippen wurden im Jahr 1608 aufgestellt. Zu ihnen gehört auch jene aus der Gemeinde Tulfes in der Region Hall-Wattens. Sie befand sich ursprünglich in der Spitalskirche Innsbruck und wurde 1786 an die Kirche Tulfes verkauft. Die Barockkrippe enthält neben den zum Teil in Samt und Seide bekleideten Figuren ein äußerst wertvolles Jesuskind.

Nicht nur in religiöser Hinsicht steht das Tulfer Christkind heuer im Mittelpunkt, sondern auch aufgrund des Projekts „Tiroler Design-Krippe | Barock trifft High-Tech“. Das Kindlein ist der Fokus der futuristischen Hightech-Krippe, die teilweise aus einem 3D-Drucker gemacht wurde. Die Initiative dazu stammt von der Firma WESTCAM aus Mils bei Hall in Tirol.

WESTCAM vereint Krippenkunst aus dem Frühbarock mit den modernsten Technologien von heute. Und dies alles für einen guten Zweck. Zugunsten der ORF-Aktion „Licht ins Dunkel”, werden 2 Stück dieser Krippen versteigert. Es handelt sich um Unikate im Wert von etwa € 6.000. Hinzu kommt eine Holzkiste, welche passend zur Region in Zirbenholz gehalten ist. Die Krippenfiguren sind in edlen Säckchen aus weinrotem Samt verpackt und auf Natur-Leinen-Kissen gebettet.

Die Firma WESTCAM designt für “Licht ins Dunkel”

Die Firma WESTCAM besteht seit 1990 und versteht sich als das führendes Systemhaus für technische Software. Seit 2015 wird mit dem neuen Unternehmensbereich des 3D-Printings ein noch stärkerer Fokus auf diese zukunftsträchtige Technologie gesetzt.

Ganz bewusst verzichtet WESTCAM dieses Jahr auf Weihnachtsgeschenke für deren Kunden. Stattdessen investiert die Firma ihr Know-How und Geld in die Kreation einer Design-Krippe für einen karitativen Zweck im Rahmen von Licht ins Dunkel:

  • Die Krippe “Barock trifft High-Tech” wird ab der 1. Dezemberwoche im ORF Landesstudio Tirol in Innsbruck als wertvolles Kunst-Exponat ausgestellt sein und kann danach online oder live ersteigert werden.
  • Eine zweite Krippe wird am 22.12.2019 ab 20:15 Uhr in der Live-Auktionsgala ORF III – Kultur und Information vom Wiener Dompfarrer Anton Faber gesegnet und anschließend live versteigert.

Abgerundet wird das soziales Engagement von WESTCAM zugunsten des Licht ins Dunkel Soforthilfe-Fonds beim Ö3 Weihnachtswunder 2019!

Wie eine Krippe aus einem 3D-Drucker entsteht

Irgendwie fast unwirklich, dass eine Krippe aus dem Drucker kommt. Die moderne Krippe im Polygon-Style wird vom Wiener Designer Daniel Zeisner im Auftrag von WESTCAM kreiert. Dazu entwirft er verschiedene Designvorschläge, aus denen die Firma schlussendlich eine Auswahl trifft. Maria, Josef und die Futterkrippe sind moderne, aus Aluminium gefräste Skulpturen. Auch der Boden ist eine Fräsarbeit, wurde jedoch mit Gold überzogen. Der Stern hingegen ist ein 3D-Druck aus Aluminium. Das Jesuskind stellt die Besonderheit und den Gegenpol zur modernen Krippe dar. Das über 400 Jahre alte Kindlein aus Tulfes wurde vor Ort mittels optischer 3D-Messtechnik eingescannt. Die aus dem Scan gewonnenen 3D-Daten bildeten die Basis für die Re-Produktion mit einem industriellen 3D-Drucker. Das dafür verwendete Material ist Bronze.

Der Scan und das Jesuskind

Einige werden sich nun fragen, ob denn ein Scan-Vorgang für das frühbarocke und wertvolle Kindlein unbedenklich ist. Manuel Veider (Leitung Dienstleistungen 3D-Messtechnik bei WESTCAM) beruhigt uns:

“Der 3D-Scan-Vorgang wird von WESTCAM mit einem optischen High-End Messsystem der Firma GOM durchgeführt. In der Industrie werden diese Messsysteme zur hochgenauen Geometrieprüfung von Komponenten verwendet. Die Systeme von GOM sind sehr vielseitig einsetzbar, wie man an diesem Beispiel schön sehen kann. Die Digitalisierung des Christkindes erfolgt berührungslos mittels Streifenlichtprojektion – diese Technologie ist mit der Funktionsweise eines Beamers vergleichbar. Um keinerlei Beschädigungen am frühbarocken Christkind zu verursachen wurde hier bewusst auf Laser-Technologie verzichtet. Die Technologie der Streifenlichtprojektion ist für beliebige Oberflächen verwendbar und hat keinerlei negative Auswirkungen auf das jeweilige Scan-Objekt. Das blaue Licht garantiert uns zusätzlich höchste Datenqualität zur Weiterverarbeitung.”

In der Bildreihe sowie im Video könnt ihr die Entstehung dieser einzigartigen Weihnachtskrippe nachverfolgen!

 

 

Als Tourismusverband freut es uns ausgesprochen, dass sich unsere Firmen in der Region Hall-Wattens auf kreative und besondere Weise für soziale Projekte einsetzen. Ein großes Lob an die Firma WESTCAM aus Mils bei Hall!

Wir wünschen uns, dass die beiden „Design-Krippen | Barock trifft High-Tech“ einen hohen Versteigerungswert erzielen und bedanken uns beim Team der Firma WESTCAM für das tolle Engagement.

Ein Kulturprogramm mit 16 Stationen

Haller Nightseeing

Jährlich findet am Vorabend des Österreichischen Nationalfeiertages das Haller Nightseeing statt. Ein Fixtermin bei vielen Einheimischen und das aus gutem Grund. Man entdeckt bei dem Kulturprogramm der besonderen Art interessante und bis dato unbekannte Schätze, welche einem ansonsten verborgen bleiben. Das heurige Nightseeing am 25. Oktober 2019 findet bereits zum 14. Mal statt. Ein Kulturprogramm mit 16 Stationen, von Kultur bis hin zur Geschichte der größten Altstadt Westösterreichs kann hautnah erleben werden. Neben spannenden Führungen und Inszenierungen, halten auch Geschäfte und gastronomische Betriebe ihre Pforten bis Mitternacht geöffnet.

Preview im Vorfeld

Das Stadtmarketing Hall und der Tourismusverband Region Hall-Wattens laden InhaberInnen und MitarbeiterInnen der Haller Geschäfte jedes Jahr zu einem Preview ein. An diesem Abend bekommt die Kaufmannschaft einen Vorgeschmack auf ausgewählte historische Programmpunkte. Am Tag des Nightseeings selbst, haben sie keine Zeit da sie die Besucher in ihren schmucken Läden empfangen. Heuer wurden zwei ganz besondere Highlights präsentiert. Zum einen die Sonderausstellung der numismatischen Gesellschaft in der Haller Münze zum Thema “Kaiser Maximilian I. – Die Münzen eines Medienkaisers” und zum anderen die Johanneskirche im ehemaligen Salinenareal. Die Kirche ist per se ein barockes Juwel der Stadt, welches seit der kürzlich abgeschlossenen Restaurierung in neuem Glanz erstrahlt.

Johanneskirche Hall – Ein barockes Juwel erstrahlt in neuem Glanz

Vor allem von der Präsentation und Führung in der Kirche war ich überwältigt. Stadtführerin Anita Töchterle-Graber und Restaurator Michael Schretthauser berichteten spannend und im Detail über Baugeschichte und Bildprogramm der qualitätsvollen Fresken von Josef Adam Mölk. Die Ausführungen und bildreichen Erklärung der Arbeiten an Deckenmalerei, Raumschale und Altar erweckten die aufwendige Restaurierung zum Leben.

Wie man ein Fresko restauriert, was dabei zu beachten ist, und was ein Fresko ganz grundsätzlich ist, erklärte Michael Schretthauser anschaulich anhand von seinen Utensilien. Interessant war auch das von ihm selbst nachgestellten Fresko. Anhand der Skizzen und Zeichnungen konnte man nachvollziehen wie viel Arbeit und Zeit der Künstler damals in die heutigen Kunstwerke investiert hatte.

Wer erfahren möchte, weshalb die Johanneskirche früher als “Pfannhauskapelle” bezeichnet wurde und warum Johannes Nepomuk mit seiner abgeschnittenen Zunge in der Hand abgebildet ist, sollte unbedingt an dieser Führung teilnehmen:

Treffpunkt: Johanneskirche, Salinenpark (vis-à-vis Tourismusbüro, Unterer Stadtplatz 19)
Führungen: 17:00 Uhr, 18:00 Uhr und 19:00 Uhr – Dauer: ca. 45 Min.

Interessant ist auch der Umstand, dass die Ausstattung der Kirche mit ihren barocken Fresken eng mit gegenreformatorischen Bestrebungen des Kaiserhauses verbunden war. Für die damalige Zeit und vor allem in der Salzstadt Hall war dies ein entscheidender Punkt. Heute steht die Johanniskirche den Katholiken der evangelischen beziehungsweise der altkatolischen Glaubensgemeinscht zur Verfügung. Von Taufen über Hochzeiten bis hin zu Begräbnissen wurden schon dort zelebriert. Das prunkvolle barocke Juwel soll im komenden Jahr auch teilweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Mehr dazu direkt bei den Führungen!

Die Münzen eines Medienkaisers

Nicht nur in der Johanneskirche gab es für mich einiges zu entdecken. Im Anschluss an die Ausführugen der Stadtführerin sowie des Restaurators der Kirche, ging es für die geladene Gesellschaft weiter in das Museum Münze Hall. Dort findet noch bis Mitte Jänner die Sonderausstellung der numismatischen Gesellschaft zum Thema “Kaiser Maximilian I. – Die Münzen eines Medienkaisers” statt. Mehr sei noch nicht verraten!

Das Kulturprogramm 2019

Gleich 16 Stationen laden dieses Jahr beim Nightseeing dazu ein, Kultur und Geschichte der Stadt Hall bei Nacht zu entdecken. Alle Programmpunkte sind kostenlos, keine Anmeldung notwendig.

Schaut vorbei beim Haller Nightseeing und lasst euch begeistern von Halls Geschichte und Geschichten, Besonderheiten und Kuriositäten!

Der Naturpark Karwendel stellt sich vor

Der größte Naturpark Österreichs

Der Naturpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und ist mit einer Fläche von 727 km² der größte Naturpark Österreichs. Als selbständiger Gebirgsstock wird das Karwendel im Süden durch das Inntal zwischen Zirl und Jenbach begrenzt. Im Westen bildet das Seefelder Plateau, im Norden die Isar und im Osten der Achensee die naturräumliche Begrenzung des Karwendels. Eine große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren findet sich im Karwendel wieder. Aufgrund der klimatischen und topografischen Gegebenheiten verfügt das Karwendel über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen wie Urwäldern sowie Wildflüssen und beherbergt eine sehr hohe Artenvielfalt. 1305 Pflanzenarten und 3300 Tierarten wurden bisher nachgewiesen und jedes Jahr kommen neue hinzu.

AlmenREICH

Neben den schroffen Gebirgsstöcken und Wildflüssen zählen die 101 Almen zu den landschaftsprägenden Elementen im Naturpark Karwendel. Darunter ist auch die Walderalm bei Gnadenwald. Im gesamten Gebiet verbringen rund 7000 Rinder ihren Sommer auf einer Alm im Karwendel. Um die traditionelle Almwirtschaft zu erhalten, unterstützt der Naturpark die Bewirtschafter beim Erhalt von traditionellen und typischen Almgebäuden, beim Rücksichtnehmen auf Moore, Feuchtflächen und spezielle Wiesentypen.

WaldREICH

Ca. 50% des Karwendels sind bewaldet. Trotz der Präsenz des Menschen und seiner Nutzungen konnte sich das Karwendel bis heute eine Fülle von naturkundlich interessanten Waldgesellschaften bewahren. Die Palette reicht von den sehr trockenheitsliebenden Wäldern entlang der Martinswand, über klassische Fichten- Tannen- Buchenwäldern im Halltal, Eibenbestände im Vomperloch bis hin zu Spirkenvorkommen  im Hinterautal. Der Naturpark hat eine reiche Spechtfauna von europäischer Bedeutung. Gemeinsam mit den Waldbesitzern bemüht sich der Naturpark Karwendel, die Ansprüche dieser Vogelarten im Waldbau zu berücksichtigen. Darüber hinaus wurden bisher 11 Naturwaldreservate mit ca. 512 ha eingerichtet, wo auf jegliche forstliche Nutzung verzichtet wird.

WasserREICH

Das Karwendel ist reich an Quellen und Wasser: über 350 Quellen speisen das Wasserreich. Aufgrund des geringen Verkarstungsgrades und der langen Verweildauer im Berg von 8 bis 15 Jahren besitzt das Karwendelwasser eine ausgezeichnete Qualität. 10% der Quellen dienen der Trinkwasserversorgung der Karwendelregion. Der Wasserstollen im Halltal versorgt die umliegenden Gemeinden mit frischen Wasser jeden Tag, Zwischen 250 und 450 Liter bestes Trinkwasser fließen pro Sekunden aus dem Stollen aus. Zuvor ist es rund zehn Jahr durch den Fels gesickert und gereinigt worden.

TIPP: Das WasserREICH hautnah erleben mit einer Wanderung zum Fallbach

Für all’ jene, die nach der Arbeit oder einem anstrengenden Tag der Hektik des Alltags entfliehen wollen, bietet sich die Wanderung zum Wasserfall “Fallbach” in Gnadenwald an. Am Parkplatz zum Eingang des Halltals stellt man das Auto ab. Dem Besinnungsweg nach Gnadenwald wandert man gemütlich entlang, bis man auf Höhe der Bogner Aste sich links halten muss. Zwischen den Bäumen geht es leicht bergauf – die kleine Anstrengung wird mit einem mystischen Platz und dem Wasserfall belohnt.

Das Halltal – ein Tal mit Geschichte

Das Karwendel besitzt zudem eine 130-jährige alpintouristische Geschichte. Jährlich besuchen rund 1,1 Mio. Menschen den Naturpark. Alm- und Forstwirtschaft sowie die Jagd prägen das Gebiet seit Jahrhunderten und sind ein wichtiger Bestandteil des Naturparks Karwendel. Schon Kaiser Maximilian I. kam zur Jagd ins Halltal. Bei thematischen Führungen wird “Die Jagd zur Zeit Maximilian I – Weidmanns Heil” sowie der Solewanderweg Interessierten die Geschichte von damals näher gebracht.

Wandertouren im Halltal

Im Naturpark Karwendel gibt es unzählige Wanderungen und Bergtouren. Egal ob Spaziergänger, Wanderer, Familien, Bergsteiger, Kletterer, Klettersteiggeher oder Gipfelstürmer, der Alpenpark ist ein wahres Paradies. Die Natur und Landschaft spielen zu jeder Jahreszeit alle Facetten. Sei es im Frühling, wenn die Natur Tag für Tag wieder zu Leben erwacht oder im Herbst, wenn sich die Wälder bunteinfärben und sich die Tierwelt auf einen langen Winter einstellt.

Der Tourismusverband der Region Hall-Wattens bietet im Sommer sowie im Winter jeden Freitag eine geführte, naturkundliche Wanderung ins Halltal an.

TIPP: Das Team Karwendel ist immer auf der Suche nach Menschen, die gerne einen aktiven Beitrag zum Naturschutz leisten wollen. Zahlreiche Gelegenheiten werden geboten, um bei den unterschiedlichsten Projekten mitzuarbeiten.

Neugierig geworden? Der Naturpark Karwendel freut sich auf euren Besuch.

Nachts im Museum

Museen in der Region Hall-Wattens

Von Larven über Münzen bis hin zu funkelnden Kristallen. Die Museen von Absam bis Wattens haben so einigen kostbaren Schatz zu bieten. Nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die großen Entdecker sind sie immer wieder einen Besuch wert. Ein Streifzug durch die verschiedensten Museen startet jetzt.

Absamer Matschgerer Museum

Die Matschgerer der sogenannten MARTHA-Dörfer (Mühlau, Arzl, Rum, Thaur und Absam) blicken auf eine jahrhundertlange Tradition zurück. Den Brauchtum rund um die Fasnacht nehmen sich die Absamer streng zu Herzen. Nicht nur während des traditionellen Treibens, sondern auch unter dem Jahr kann man die prächtigen Larven besichtigen. Die Absamer Matschgerer  können auf ihr Museum besonders stolz sein. An die 200 Larven und Gewänder aller Matschgerer Figuren sind dort ausgestellt. Über 200 Jahre alt sind die ältesten Larven des Vereins. Kein Wunder, dass UNESCO den lebendige Brauchtum gewürdigt hat.

TIPP: Beim traditionellen Fasnachtsumzug können die Larven und das bunte Treiben hautnah erlebt werden. Am Sonntag, den 16. Februar 2020 findet in Mils bei Hall in Tirol der nächste Umzug statt!

Bergbaumuseum Hall in Tirol

Das Bergbaumuseum gibt einen Einblick in die Geschichte der Salzgewinnung. Die Nachbildung des 1967 stillgelegten Bergwerks im Halltal, Stollen, Schächte, Werkzeuge, Mineralien, eine Rutschbahn und vieles mehr erwarten Besucher direkt in der Haller Altstadt. Das Museum vermittelt einem das Gefühl, selbst “unter Tag” zu sein. Eine Führung durch das Bergbaumuseum ist ein Erlebnis für Alt und Jung.

Museum Wattens

Spannende Einblicke in die Vergangenheit gewährt das Museum Wattens. Was ist Heimat? Ist Wattens Heimat? Was macht den Ort aus? Das Museum sammelt Geschichten und erzählt die Geschichte der Marktgemeinde im Inntal. Einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Gemeinde hat die Ansiedelung der berühmten Swarovski Werke und der Swarovski Kristallwelten beigetragen.

Burg Hasegg / Münze Hall

Das Museum der Münze Hall ist die Wiege des Talers und des heutigen Dollars. Man spürt einer Vergangenheit nach, in der Reichtum bare Münze bedeutete und Geld noch einen magischen Glanz hatte. Vor der Münze Hall gibt es zudem ein besonderes Highlight: Der historische Wasserradantrieb, der im Inneren der Münze Hall so manches Geheimnis Preis gibt. Im Areal der Burg Hasegg / Münze Hall befindet sich zudem auch die Stadtarchäologie der Stadt Hall in Tirol. In den Räumlichkeiten bekommt man einen Einblick sowie eine Einführung in das mittelalterliche Leben in der Haller Altstadt.

ORF – Lange Nacht der Museum am 05. Oktober 2019

Natürlich war das noch lange nicht alles! Gesamt gibt es in der Region Hall-Wattens zehn Museen, die darauf warten, erkundet zu werden.

Neugiergig geworden? Viel mehr zu sehen und zu entdecken, gibt es im Rahmen der ORF – Langen Nacht der Museen am kommenden Samstag, 05. Oktober 2019! Unter dem Motto MAX GOES HALL können Besucher von 18:00 Uhr bis 01:00 Uhr früh Geschichte in der Region Hall-Wattens hautnah erleben. Ein Erlebnis für die ganze Familie!

Viel Spaß beim Geschichtsunterricht mal anders!

 

 

Kraftort: Marienbasilika in Absam

Das Gnadenbild

Es war der 17. Jänner 1797 als Rosina Bucher die Erscheinung der Mutter Maria an einer der Fensterscheiben in ihrer Stube erblickte. Versuche, das Frauenbildnis zu entfernen, waren vergebens. Es erschien immer wieder. Erst Tage später machte die Muttergotteserscheinung in den umliegenden Dörfern die Runde. Immer mehr Leute kamen nach Absam, um sich selbst ein Bild von diesem Wunder zu machen. Nicht einmal Unterlassungen seitens des Dekans konnten die Pilger daran hindern, sich das Gnadenbild anzusehen. Weder von offizieller, noch von staatlicher Seite wurde die wundersame Erscheinung anerkannt, dennoch entwickelte sich eine Eigendynamik, die bis heute nicht zu bremsen ist.

Die Wallfahrtskirche Absam wird zur Marienbasilika

Die Entstehung der Pfarrkirche St. Michael zur Marienbasilika in Absam geht weit über die Marienerscheinung hinaus. Aufgrund des Salzabbaus im Halltal wurde Absam als eingeständige Pfarre um 1280 ernannt. Als das Gnadenbild 750 Jahre später erschien, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Absamer Kirche im Jahre 2000 einen außerordentlichen Status erhielt. Sie wurde als einzige Tiroler Kirche, die nicht in Verbindung zu einem Kloster oder Stift steht, zur Basilika erhoben. Damit wollte man der Tatsache, dass Absam der bedeutendste Marienwallfahrtsort Tirol ist, Rechnung tragen.

Marienplatz, Marienkapelle und Votivtafel-Kapelle

Die Marienbasilika ist aufgrund der Lage am Ortsende, mit einem schönen Blick auf Thaur und bis nach Innsbruck, ein idyllischer Wallfahrtsort. Der Kirchenvorhof war einst den Kriegsopfern beider Weltkriege gewidmet. 2010 wurde der Vorhof neu gestaltet: Jutta Katharina Kiechl zeichnete dafür 21 zart farbige Bilder, welche den Platz umrahmen. Absam ist und bleibt neben der Wallfahrt auch eine beliebte Hochzeitskirche.

Ein Schmuckstück ist die Votivtafel-Kapelle, welche sich gegenüber der Sakristei im östlichen Teil des Mesnerhauses befindet. Der einfache, saalartige Raum birgt einen barocken Altar mit Kreuzigungsgruppe und ein Fesko in Stuckrahmung. Neben den künstlerischen Malereien, befinden sich über 400 Votivtafeln in der Kapelle. Das sogenannte “Anliegen-Buch” erzählt von den vielfätligen Sorgen und Erhöhrungen der Gläubigen, welche zur Wallfahrt nach Absam kamen.

Jeweils am ersten Sonntag im Monat findet um 14.00 Uhr die Monatswallfahrt statt, beginnend mit dem Rosenkranzgebet und anschließender Krankensegnung.

Das Dorf Absam und seine Geschichte

Volkskultur, Geigenbau und gelebte Glaubenstradition prägen das malerische Tiroler Dorf Absam, welches am Fuße des Karwendels liegt. Die Ortschaft ist nicht nur ein beliebtes Ziel für Pilger und Wallfahrer, sondern auch für Sporgbegeisterte und Naturliebhaber. Das wildromantische Halltal lädt genauso zu ausgedehnten Entdeckungstouren ein, wie das Schutzgebiet „Naturpark Karwendel“, das auf mehr als 920 km² „Natur pur“ bietet. Der berühmte Geigenbauer Jakob Stainer (1617 bis 1683) lebte und arbeitete in Absam. Besonders ausgelassen geht es in der Faschingszeit zu, wenn die Absamer „Matschgerer“ unterwegs sind.

Mehr zur Marienbasilika und den Kraftorten in der Region Hall-Wattens gibt es via www.kraft-ort.at!

Spätsommerlicher Zirbenweg am Glungezer

Zugegeben ist der Zirbenweg am Glungezer von Frühling bis Herbst ein Erlebnis. Vor allem zur Almrosenblüte ist der Zirbenweg ausgesprochen beliebt und viel begangen. Aber ich muss sagen, dass die Natur am Zirbenweg jetzt im Spätsommer auch ihre ganz besonderen Reize zum Vorschein bringt. Die klare, zum Teil schon kühle Bergluft, hat das Inntal und das gegenüberliegende Karwendelmassiv in einem intensiven Licht erstrahlen lassen.

Auffahrt mit der Patscherkofelbahn

Vorweg muss erwähnt werden, dass wir die Wanderung mit dem Zirbenweg-Rundwanderticket gemacht haben. Dieses beinhaltet die beiden Bergbahnen Patscherkofel und Glungezer, sowie den Bus entweder von Tulfes nach Igls oder vice versa. Wir haben unsere Wanderung im Westen begonnen, sprich wir sind mit der Patscherkofelbahn hoch gefahren.

Oben angekommen, wurden wir sofort vom Geläut der Kuhglocken in Empfang genommen. Unterhalb der Patscherkofel-Bergstation befindet sich von der Universität Innsbruck der Alpengarten Patscherkofel und ist in jedem Fall ein Besuch wert! Der beschilderte Rundwanderweg im höchstgelegensten Botanischen Garten Österreichs, erzählt uns mehr über das sensible ökologische Gleichgewicht in den Alpen.

Erstes Drittel – bis zum Almgasthaus Boscheben

Die Landschaft auf dem Zirbenweg ist wirklich sehr unterschiedlich: Mal sind es weitläufige Heideböden, dann wieder Abschnitte durch dichten Wald oder Geröllfelder, welche (leicht) zu überqueren sind. Im ersten Drittel ist es vor allem die Heide mit ihren violet leuchtenden Erika-Pflanzen, die uns zur ersten kurzen Rast einlädt. Auf einer Aussichtsbank genießen die Kinder ihre Jause. Die Landschaft hat irgendwie sehr viel Ähnlichkeit mit der Natur im Norden Europas. Außerdem finden wir hier (und immer wieder im Laufe der Wanderung) unzählige Heidelbeeren. Wir halten kurz inne, und pflücken die wunderbaren Früchte.

Von Boscheben aus eröffnet sich uns ein Blick in Richtung Süden, nämlich ins einsame Viggartal und bis zu den ersten Südtiroler Gipfeln.

Zweites Drittel – bis zur ältesten Zirbe Tirols

Nicht umsonst ist der Zirbenweg am Glungezer einer von zehn Kraftorten in der Region Hall-Wattens, denn die Vielfältigkeit dieses Wanderweges ist einzigartig. Nach Boscheben geht es kurz durch einen Wald. Hier ist etwas Vorsicht geboten, da es rechts immer wieder steil abfällt. Danach kehrt das Nordpanorama wieder in unser Blickfeld zurück. Große Steine zum Drüberklettern und diverse Höhlen, bieten den Kindern immer wieder spannende Abwechslung.

Der Panoramaweg führt durch einen der größten und ältesten Zirbenbestände Europas. Einige Zirben sind zum Teil über 250 Jahre alt, die älteste Zirbe im „Ampasser Kessel“ sogar mehr als 750 Jahre. Ein aus Holz gestaltetes Fernrohr gibt uns Aufschluss über den Standort dieses Methusalem-Baumes.

Letztes Drittel – bis zur Tulfeinalm

Die Kinder werden schon langsam müde. 7 km sind für die kleinen Beine doch ganz schön anstrengend. Wie die Steinböcke klettern sie auf den großen Felsen herum, die zum Teil am und neben dem Weg liegen. Das ist natürlich doppelt anstrengend! Von der ältesten Zirbe Tirols bis zur Tulfeinalm sind es jetzt noch 3,5 km. Schon von weitem kann man die Alm erkennen. Und heute sogar hören, denn die Schlitterer Sänger versorgen die Gäste mit musikalischen Genüssen. Vorher passieren wir noch zwei Trinkbrunnen, die sich unterhalb der Tulfeinkapelle befinden.

Auf der Alm selbst, darf eine Einkehr natürlich nicht fehlen: Das Essen schmeckt herrlich. Wir – allen voran die Kinder – haben uns das redlich verdient.

Hinab ins Tal – die Nostalgiefahrt

Gestärkt wandern wir hoch zum Sessellift der Glungezerbahn. Dieses Nostalgiestück ist wirklich ein Erlebnis. Unser Rucksack wird mittels Haken auf den ersten Sessel gehängt. Die Kinder sitzen auf unserem Schoß und haben großen Spaß an der aussergewöhnlichen Liftfahrt.

Danach heißt es umsteigen, um mit der neuen Glungezer 10er-Gondelbahn ins Tal nach Tulfes zu gelangen.

Mit dem Bus (Zirbenweg-Rundwanderticket) geht es vom Parkplatz der Talstation Glungezer zurück zum Parkplatz nach Igls. Müde, aber glücklich endet unser Familienwandertag am Glungezer Zirbenweg.