Hall erzählt Geschichte(n) – Teil I

Hall ist etwas ganz Besonderes. Das wissen alle, die hier wohnen, und wohl auch jeder, der schon einmal eine Fuß innerhalb der historischen Stadtmauern gesetzt haben. Die Stadt ist nicht nur Einkaufsparadies für all jene, die Einkaufszentren trotzen und kleine Geschäfte bevorzugen und fördern – bei weitem nicht! Hall erzählt Geschichte(n). Auf einem Rundgang durch die Stadt kann diesen Geschichten und Anekdoten besonders gut nachgespürt werden.

Unser Stadtrundgang beginnt…

Vom Unteren Stadtplatz zum Münzerturm

Idealer Ausgangspunkt für einen abendlichen Rundgang ist das Tourismusbüro am Unteren Stadtplatz 19. Im Eingangsbereich des gläsernen Kubus liegen Stadtpläne zur allgemeinen Orientierung für Nicht-Ortskundige auf.

Gleich hier geht´s los! Der Münzerturm, Halls Wahrzeichen leuchtet schon von Weitem. Der markante, zwölfeckige, 45 Meter hohe Turm überstrahlt das ehemalige Salinenareal. Hier, beim ehemaligen „Pfannhauseck“ (Burg Hasegg) wurde jahrhundertelang Sole versotten, zuerst in frei stehenden Pfannen, dann in Sud- oder Pfannhäusern, zuletzt im heutigen Medienturm, wo sich bis zur Stilllegung des Bergbaus im nahegelegenen Halltal (1967) eine Thermokompressionsanlage befand.

Das mit Wasser im Halltal gelaugte Salz wurde als gesättigte Sole vom Berg ins Tal geleitet, floss durch eine fast 10km lange Holzrohrleitung nach Hall, um in der Saline verkocht bzw. -sotten zu werden. Unmengen an Holz wurden aus dem Oberinntal nach Hall getriftet, im Holzrechen (seit 1307) aufgefangen und zu den Pfannen bzw. später Pfannhäusern verbracht. Noch heute werden die Stadtteile westlich und östlich des Rechens, dessen Reste gerade jetzt in der Winterzeit im Inn zu sehen sind, Obere und Untere Lend (ursprünglic “Lände”) genannt.

Im 19. Jahrhundert sollte Holz als wichtigster Engergielieferant durch Kohle aus Bad Häring abgelöst werden. Im 20. Jahrhundert wurde die Versiedung dann elektrifiziert (s.o.).

Hall erzählt Geschichten – Unsere erste Geschichte:

Der Sage nach haben Jäger im Halltal vor rund 700 Jahren beobachtet, dass das Rotwild, welches seinen Durst in Lachen rund um den Wildanger löschte, besonders gut gedieh. Als die Waidmänner einmal das Lagerfeuer mit Quellsole aus eben diesen Lachen löschten und die funkelnden Salzkristalle auf den die Feuerstelle umgebenden Steinen sahen, wurden sie neugierig. So wurden schon im 13. Jahrhundert unter der fachmännischer Leitung von Ritter Nikolaus von Rohrbach erste Stollen in den Wildanger vorgetrieben. Und es wurde Salz entdeckt, das man später das “Weiße Gold” nannte. Es sollte der Stadt Hall großen Reichtum bescheren.

Der Münzerturm

In der Münze Hall wureder der erste Taler der Welt geprägt – und zwar im Jahr 1486. Eine Großsilbermünze aus Schwazer Silber, die um die Welt gehen sollte. Auch heutzuage kann man hier tagsüber der Vergangenheit nachspüren und im gleich mehrfach ausgezeichneten Museum Münze Hall eine spannende Zeit verbringen. Ein Erlebnis für Alt und Jung!

Weiter geht es südlich des Münzerturms über das Münzertor in den Innenhof der Burg Hasegg. Sie wurde im 15. Jahrhundert unter den Habsburgern zu einer geschlossenen Befestigungsanlage ausgebaut. Noch heute erinnert der qualitätvolle Wappenstein über dem Münzertor an Sigmund den Münzreichen. Er war im Wesentlichen für den Ausbau der Anlage im Jahre 1489 verantwortlich. Außerdem wurde kein geringerer als der Hofsteinmetz der Habsburger, Niklas Türing, für die Ausführung des aus Sandstein gefertigten Wappensteines beauftragt. Der Blick durch Halls noch einzig erhaltenes Stadttor auf den Turm der Pfarrkirche St. Nikolaus und das Karwendel im Hintergrund ist atemberaubend! Bei Tag sowie bei Nacht.

Hall erzählt Geschichte(n): Unsere zweite Geschichte

Der Heilige Johannes Nepomuk

In einer Wandnische, die sich auf der Nordseite des Innenhofs befindet, treffen wir auf einen Heiligen, der hierzulande omnipräsent ist. Wer kennt ihn nicht, den Heiligen mit Birett, Hermelinschultermantel und Kreuz in der Hand? Weiter hat er meist einen Zeigefinger auf seine Lippen gelegt. Johannes Nepomuk wird spätestens seit seiner Heiligsprechung 1729 als Schutzpatron der Brücken und der Schifffahrt verehrt. Im Alter von nur 43 Jahren musste Johannes Nepomuk sein Leben lassen. Er wurde im Auftrag König Wenzels gefoltert und von der Karlsbrücke in Prag in die Moldau gestürzt, und das nur, weil er das Beichtgeheimins gewahrt hatte, die Beichte der Königin und Gemahlin Wenzels hatte er für sich behalten, deshalb auch der Fingerzeig. Fünf Lichter sollen das Haupt des im Fluss treibenden Leichnams umgeben haben, ein Symbol für das lateinische TACUI (fünf Buchstaben): „Ich habe geschwiegen“.

Der Prager Dichter Rainer Maria Rilke schrieb:

„… Aber diese Nepomuken!
Von des Torgangs Luken gucken
und auf allen Brucken spuken
lauter, lauter Nepomuken!”

Der in Pomuk im heutigen Tschechien geborene Jurist und Generalvikar und damit hohe kirchliche Würdenträger im Prag des 14. Jahrhunderts ist in Hall allgegenwärtig. Wertvolle Fresken Josef Adam Mölks in Johannes- und Pfarrkirche und die Nepomukkapelle in der Unteren Lend am Inn, weiter der einzige steinerne Altar der Haller Pfarrkirche (südliches Seitenschiff) rufen uns die Bedeutung des Heiligen stets in Erinnerung. Außerdem stellen sie einen unmittelbaren Bezug zur Haller Geschichte her. Viele Jahrhunderte hindurch war Hall Schauplatz von Überschwemmungen zur Zeit der Schneeschmelze. Erst die Errichtung eines Dammes am Nordufer des Inn (1950er Jahre) sollte die Stadt vor weiteren Hochwassergefahren und Überschwemmungen bewahren.

Schon bald gibt es weitere Geschichten und Anekdoten: Unser Spaziergang führt uns weiter von der Burg Hasegg zum Stiftsplatz. Dann erfahren wir zum Beispiel mehr über das Schweizer Christkindl und seine magische Ausstrahlung.

Tiroler Apfelbrot – Rezept

Riecht ihr es auch? Es duftet nach Weihnachten: Nach Tannen, frisch gebackenen Keksen und – leckerem Tiroler Apfelbrot!

Egal ob zum Frühstück oder als Jause zwischendurch – eure Familie wird es lieben. Eigentlich ist das Tiroler Apfelbrot eine einfache Variante des “Zelten”, schmeckt aber mindestens genauso gut. Nach einem altüberlieferten Rezept backe ich heute mit euch diese wunderbare und saftige Adventköstlichkeit. Ich bin mir sicher, dass es jedem von euch gut gelingen wird. Also los!

Zutatenliste

1,5 kg Äpfel

30 dag ganze Nüsse

30 dag Feigen

50 dag Zucker (ich mag es etwas weniger süß und nehme nur die Hälfte)

30 dag Rosinen

1/8 l Rum

3 EL Kakao

1 TL Nelkenpulver

1 TL Zimt

½ TL Lebkuchengewürz

1 Prise Salz

50 dag Roggenmehl

50 dag Weizenmehl

2 Pkg. Backpulver

Die Zubereitung

Feigen halbieren und in eine große Schüssel geben.

Rosinen und Nüsse dazugeben.

Geriebene Äpfel dazugeben. Man kann die Äpfel auch mit der Schale verwenden, hab beides ausprobiert – macht keinen Unterschied und man spart sich Arbeit .

Zucker, Kakao, Nelkenpulver, Zimt, Lebkuchengewürz, Salz und Rum dazugeben, gut vermischen und mit einem Tuch bedeckt über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Tag das Roggen- und Weizenmehl sowie das Backpulver unter die Masse mengen.

Wir geben die Brotmasse auf die bemehlte Arbeitsfläche und kneten sie solange, bis man eine schöne Teigkugel geformt hat. Sollte die Masse zu sehr kleben, einfach etwas Mehl hinzufügen.

Entweder zwei große oder vier kleine Laibchen formen, mit Wasser bestreichen und  auf ein, mit Backpapier belegtes Blech geben. Bei 150 Grad ca. 1 Stunde backen.

Das fertig gebackene Apfelbrot kann man ausgekühlt gut einfrieren. Aber vermutlich ist der wunderbare Duft viel zu verlockend und man wird es sofort verkosten wollen. Die Apfelbrotscheiben schmecken am besten mit Tiroler Bauernbutter. Diese findet ihr in den Höfläden und Bauernmärkten der Region Hall-Wattens.

Gutes Gelingen und lasst es euch schmecken!

Mehr Rezepte aus Tirol findet ihr hier

Der Rodelbauer von Absam

Heute gilt im Berufsleben oft: Je ausgefallener, desto besser. Stefan Prantner zieht da nicht mit. Der 25-Jährige hat einen „ausgestorbenen“ Beruf ergriffen: Er ist Rodelbauer. Und er hatte den richtigen Riecher: Handwerk ist heute beliebter als je zuvor.

Rodeln liegt im Trend: Die Winterdisziplin ist schon seit einiger Zeit zum Breitensport für die ganze Familie geworden. Da mutet es fast seltsam an, dass sich die echten Rodelbauer in Tirol beinahe an einer Hand abzählen lassen. Stefan Prantner ist einer von ihnen. Dem Absamer liegt das Rodel-Gen im Blut: Er führt den Familienbetrieb, der 1859 gegründet wurde, in fünfter Generation. „Rodelbauer kann man nicht mehr lernen. Der Beruf hat sich aus der Wagnerei entwickelt, aber den Wagner braucht man heutzutage nicht mehr. Darum habe ich zuerst Tischler gelernt und von meinem Vater dann das Rodelbauen.“

Weiterlesen

Was macht eine Skischule im Sommer?

Ohne unsere Partner könnten wir unseren Gästen kein interessantes Sommer- oder Winterwochenprogramm anbieten. Wer steckt nun aber dahinter? Diese Frage werden wir euch im Laufe der nächsten Zeit immer wieder beantworten. Start macht die SKISCHULE TOTAL in Tulfes.

Felix Plaikner stellt sich vor

Mein Name ist Felix Plaikner. Ich komme aus Innsbruck, bin aber alles andere als ein Stadtkind. Schon früh zog es mich mit Skifahren und Golfen aufs Land und in die Berge. Dadurch bin ich dann auch in Rinn gelandet. Im Sommer arbeitete ich neben der Schule am Golfplatz, im Winter in der Skischule Total im Kinderland Rinn.

2017 übernahm ich von Urs den Skiverleih und bin seither als sein Stellvertreter mit Skischule, Skiverleih, Skiservice und Bootfitting im Winter zu 100% ausgelastet. Mit dem Skiservice und Bootfitting habe ich in den technischen und materiellen Elementen des Skifahrens meine Leidenschaft gefunden. Nicht nur, dass mir das „Basteln“ Spaß macht, es macht mir auch Freude, Menschen, denen der Schuh drückt, zu helfen und ihnen mit individuellen Bottfitting-und Skiservice die Gaudi am Skifahren zu vermitteln.

Skischule im Winter – Bikeverleih und Guides im Sommer

Damit wir aber als Team das ganze Jahr über professionell arbeiten können, mussten wir eine Möglichkeit schaffen, um das Team auch das ganze Jahr über halten können. Mit dem E-Bike Verleih und Bikeservice kann ich einerseits meiner Leidenschaft nachgehen, andererseits aber wird die Professionalität des Teams aufrechterhalten, da jeder genau seine Aufgaben kennt und schon Erfahrungen mitbringt. Auch ist es leider sehr schwierig Menschen, die eine Begeisterung für Skiservice, Bootfitting und Bikeservice und auch schon Erfahrung mitbringen, zu finden. Deshalb stehen bei uns die MitarbeiterInnen immer an erster Stelle und wir versuchen ein angenehmes und freundschaftliches Arbeitsklima aufrechtzuhalten.

Wie es zum E-Bike Verleih kam

Immer wieder beobachtete ich ältere Menschen auf niedergelegenen Almen und war fasziniert, dass diese trotz ihres Alters die Natur weiter oben genießen können. Gleichzeitig beschäftigte es mich, als ich darüber nachdachte, wie viele andere ältere oder unfitte Menschen, ganz egal aus welchen Gründen, die Augenblicke von schönen Sonnenaufgängen beziehungsweise -untergängen und unberührte Naturjuwele nicht erleben können.

Als ich dann zufällig ein E-Bike testete und sofort begeistert war, überall hinzukommen, ohne sich großartig anstrengen zu müssen, kam mir sofort der Gedanke, einen E-Bike Verleih zu eröffnen. Wer mich kennt, weiß, dass ich auch technisch sehr forciert bin und das „Basteln“ liebe. Daher ist das Bikeservice auch eine meiner Leidenschaften und mit dem E-Bikeverleih die perfekte Kombination. Die Skischule Total gibt es ja nun seit 30 Jahren deshalb passt etwas Neues immer gut 🙂 …

Tipps von Felix fürs Biken

Es gibt schon einige Punkte auf die man beim E-Biken achten sollte. Das Bremsen vermehrt mit der Vorderbremse, aufgrund des höheren Gewichts der E-Bikes, ist für viele Neuland. Auch ist das Anfahren im Steilen oder bei Weidegittern beim ersten Mal nicht immer einfach. Auf unserer Homepage findet ihr aber einige Tipps und Tricks rund ums E-Biken!

Immer im Rucksack dabei sein sollte:

  • etwas zu trinken
  • einen Ersatzschlauch
  • Werkzeug
  • Luftkartusche oder Minipumpe
  • Handy für Notrufe
  • Panzertape
  • Kabelbinder
  • ein Erste Hilfe Set

Mit diesen Hilfsmitteln ist es immer möglich zurück ins Tal zu kommen und im Notfall ist man richtig ausgerüstet.

Sein Geheimtipp, seine Kraftorte

Mein Geheimtipp ist immer das Voldertal. Umgeben von wunderschönen Wäldern,  hört man neben den Rauschen des Baches nur seinen eigenen Atem und die Reifen auf der Schotterstraße. Umso weiter man hinauf kommt umso weniger Menschentrubel findet man dort. Kombiniert man das E-Biken mit einer Wanderung kann man die schönsten Orte und Ausblicke abseits vom ganzen Trubel genießen und einfach mal abschalten. Viele Naturjuwele und Gipfel werden euch begeistern.

Meine Kraftorte in der Region sind unberührte Plätze in der Natur am Glungezer. Beim Schwammerlsuchen finde auch ich meinen Chill-Mode, bin ich ja sonst eher der angespannte Typ 🙂 … Am liebsten fahre ich so weit wie möglich mit dem E-Bike und wandere dann ganz entspannt abseits der Menschenmengen in der schönen Bergkulisse der Region. Im Frühjahr gibt es nichts tolleres als ein „Bike-Hike-Ski“ Abenteuer.

Mit dem e-Drahtesel durch die Tiroler Bergwelt

Als Bike-Guides bieten Matze und ich geführte E-Bike Touren an. Für Firmen, die einen Ausflug  mit ihren Mitarbeitern planen, übernehmen wir gerne die Tourenplanung, bringen die E-Bikes an den gewünschten Ort und unterstützen sie mit Tipps und Tricks auf ihrer Tour. Natürlich übernehmen wir auch für private Gäste gerne die Tourenplanung und zeigen ihnen die schönsten Orte in der Tourismusregion Hall-Wattens.

TIPP: Im aktuellen Sommerwochenprogramm der Region Hall-Wattens könnt ihr mit uns jeden Samstag um 15 Uhr durch die Tiroler Bergwelt radlen. Mehr Informationen gibt es beim Tourismusverband der Region Hall-Wattens – um Anmeldung wird gebeten!

Die Grubertaler: Eine Erfolgsband

Schon seit vielen Jahren stehen “Die Grubertaler” Florian, Michael und Reinhard aus dem romantischen Grubertal (Volders) bei ihren Fans ganz hoch im Kurs. Kein Wunder, denn die Jungs haben so einiges zu bieten.

Ihre steile Karriere

Neben ihrem sympathischen Auftreten sind sie nicht nur in der Volksmusik zu Hause, sondern haben sich schon vor Jahren an das Genre der Schlagerpartymusik gewagt. Diese Entscheidung war im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Denn ihre Alben schafften es immer wieder auf die Spitzenplätze der offiziellen Austria Top 40.

Für TV- und CD-Produktionen reisten die Schlagerstars bereits nach Mallorca, Dubai und Kroatien. Fernab ihrer Heimat und vor atemberaubenden Kulissen begeistern “Die Grubertaler” mit ihrer Erfolgsmusik. Die Stimmung auf ihren Events ist aufgrund ihrer lebenslustigen Ausstrahlung und unvergleichlichen Bühnenpräsenz unvergesslich. Beispielsweise auch beim Grubertaler-Jubiläumsfest, das zuletzt 2017 in der Region Hall-Wattens stattfand.

Ihr neuestes Meisterwerk – ein wahrer Coup

Mit ihrem neuesten Album „ECHT SCHLAGER – DIE GROSSE FETE“ brechen die drei erfolgreichen Grubertaler alle bisherigen Erfolge! In den veröffentlichten Verkaufscharts haben es Florian, Michael und Reinhard sowohl in ihrer Heimat Österreich, als auch im benachbarten Deutschland und in der Schweiz in die begehrten Hitparaden geschafft. 

Seit 1. Mai ist ihre neue CD im Handel erhältlich:

Die Grubertaler sind tief mit ihrer Region verwurzelt

Immer wieder sind die unterhaltsamen Jungs in der Region Hall-Wattens anzutreffen. Nicht nur bei Musikveranstaltungen wie bei der nächsten Ramba Zamba Nacht am 13. März 2021 in Tulfes.

In ihrer Freizeit wandern sie gerne in der unvergleichlichen Bergwelt und besuchen immer wieder ihre drei Lieblingsplätze, nämlich den Oberen Stadtplatz in Hall in Tirol, die Swarovski Kristallwelten in Wattens und den Gipfel des Glungezer in Tulfes.

Seit heuer stehen diese drei Plätze in Verbindung mit einer von fünf digitalen Wandernadeln der Region Hall-Wattens, nämlich der digitalen Grubertaler-Fannadel. Werden alle drei dieser wahrlich besonderen Plätze erwandert und besucht, kann man sich über die digitale Grubertaler-Fannadel freuen. Mehr Informationen dazu gibt es unter Digitale Wandernadeln der Region Hall-Wattens sowie via SummitLynx!

Die Region ist stolz, Heimat von einer solch vielversprechenden Musikband zu sein und freut sich immer wieder gemeinsam mit Florian, Michael und Reinhard über deren Erfolge!

Gelebter Tiroler Brauchtum

Es ist Fasnachtszeit

Sagenhafte Gestalten und archaische Wesen geben sich ein jahrhundertealtes Stelldichein. Die fünfte Jahreszeit in der Region Hall-Wattens ist angebrochen. Ein jahrhunderte alter Brauchtum. Spätestens ab Ende November laufen die Vorbereitungen heiß. Federn müssen in üppigen Kopfschmuck gesteckt, Gewänder begutachet und geflickt werden. Ab Mitte Jänner holt man die handgeschnitzen Masken, die teils mehrere Jahrhunderte auf dem Buckl haben, hervor – auf keinen Fall früher. “Weihnachtskrippen und Masken vertragen sich nicht”, wie ein altes Sprichwort besagt. Auch die freiwillige Feuerwehr hilft mit. Sie imprägniert die Kostüme mit speziellen Mitteln, um die Gefahr eines Brandes zu minimieren.

Den Winter austreiben …

… und einen fruchtbaren Frühling erwecken, ist bei dem jahrhunderte alten Brauchtum das oberste Ziel! Seit den 70er Jahren wechseln sich die Dörfer Rum, Thaur, Absam und Mils in der Organisation der Veranstaltung ab. Es ist nicht nur irgendeine Veranstaltung in der Fasnacht, es ist eine jahrhunderte alte und noch gelebte Tradtion in der Region Hall-Wattens. Das Wort “Matschgern” ist die Dialektform von “Maskerade”, sprich das Tragen von Masken auf tirolerisch. So mühelose die Darbietungen der Fasnachtsfiguren auf die Zuschauer wirken, es ist eine Kunst für sich, die Einlagen spontan und nicht einstudiert wirken zu lassen. Bei Proben im Vorfeld übt man die Bewegungsmuster der Figuren. Aber seht selbst!

Die Geschichte der Milser Matschgerer

Am Sonntag, den 16. Februar 2020 begeistert der Matschgererumzug in Mils tausende begeisterte Schaulustige. Die Geschichte der Milser Matschgerer geht über 200 Jahre zurück. Anbei ein Auszug aus ihrer Chronik:

“Der wohl beste Beweis für das rege Fasnachtstreiben in Mils seit jeher ist der Alte Milser Bär. Der Stolz der Milser wird wegen seiner Kopfform auch der Ochsenschädel genannt. Geschnitzt wurde er sicher schon vor mehr als 200 Jahren. Der Kopf wird heute nur mehr bei besonderen Anlässen getragen. Um 1930 hatten die Milser schon eine ansehnliche Truppe, wenn man die bescheidenen Mittel dieser Zeit bedenkt.”

Hier ein Foto vor dem Gasthaus Tiefenthaler im Unterdorf aus den 30er Jahren:

Verein Milser Matschgerer

Leider keine Seltenheit, doch zwischen den Jahren 1960 und 1965 drohte das Brauchtum einzuschlafen. Im Jahre 1971 lebte die Tradition aufgrund Bestrebungen ein paar junger Idealisten wieder auf. Man scheute keine Kosten um mit den Matschgern wieder für großes Aufsehen zu sorgen. Affenlarven mit passendem Gewand, Hexenlarven und noch zwei gut erhaltene Zottler-Kostüme kamen dabei zum Einsatz. Dem Matschgern durch die Milser Gasthäuser stand somit nichts mehr im Wege. Seit 1984 ist der Verein offiziell angemeldet.

Der Verein hat sich der Brauchtumspflege eines der wohl schönsten und einzigartigsten Bräuche des Inntales verschrieben: “Wir wollen alles, so wie wir es von der Generation vor uns übernommen haben, an die nächste Generation weitergeben. Damit dieser wunderschöne Brauch nie mehr einschlafen möge.”

Die Figuren

Hexen, Klötzler, Zottler, Tschaggeler, Weiße, Altboarische und Atlboarische Tuxer, Hiatler, Spiegeltuxer und Bujaz zählen zu den Figuren in der Milser Fasnacht. Jede hat ihren eigenen Part. Die Hexe trauert dem Winter nach und kann es nicht fassen, dass er schon wieder vorbei ist. Der Hiatler verkörpert einen sehr jungen, lebendigen und sehr fröhlichen Menschen. Der Spiegeltuxer steht im Mittelpunkt der Milser Fasnacht. Mehr Details und Fotos zu den unterschiedlichsten Figuren findet ihr auf der Homepage der Milser Matschgerer!

Gelebte Tradition hautnah erleben

Die Figuren der fünften Jahreszeit zeigen mit ihren beeindruckenden Choreografien und prächtigen Kostümen den Kampf des Frühlings gegen den Winter. Natürlich ist das Symbol für Fruchtbarkeit und Glück, der Schlag auf die Schulter mit einem Schnapserl, bei vielen sehr begehrt!

Ihr seid nun neugierig auf das Fasnachtstreiben, den Brauchtum sowie die Figuren geworden? Sichert euch euren Platz beim Regionsumzug in Mils am Sonntag, 16. Februar 2020 – Beginn: 13:30 Uhr! Tickets gibt es vorab im Postamt, Gemeindeamt und der Raika-Filiale in Mils, sowie dem Restaurant Milsano. Man vermeidet die langen Schlangen bei den Eintrittskassen und kann sich gemütlich den besten Platz mit Sicht auf den Umzug sichern. Start ist im Oberdorf, etwas oberhalb vom Sozialen Zentrum St. Josef und geht bis zum Dorfzentrum bei der Kirche.

Ich packe meinen Tourenrucksack

Eine gute Vorbereitung ist das Um und Auf

Man kann noch so gut ausgerüstet und motiviert sein, fehlt es an der entsprechenden Vorbereitung der nächsten Skitour, nützt einem das beste Equipement nichts. Unser erstes Fazit lautet somit: Eine Skitour ist nur so gut, wie die vorherige Tourenplanung. Ob und wie ihr sie schlussendlich plant, ist natürlich jedem selbst überlassen. Auch in Bezug auf die Auswahl der Ausrüstung und wie man den Tourenrucksack packt. Im folgenden Beitrag möchten wir euch unsere Checklisten und Tipps für eine gute Tourenplanung mit auf den Weg geben.

Unsere Checkliste für die Planung der Tour an sich

  • plant die Tour gemäß Wetterbericht, Lawinenwarndienst und eurem Können
  • informiert euch auf der Plattform alpine auskunft, vielleicht ist jemand die ausgesuchte Tour in den letzten Tagen schon gegangen! HINWEIS: Auf diese Plattform kann jeder seine Tour reinstellen, also immer Vorort eine eigene Abschätzung der Lage treffen – auch ein Anruf im ortsansässigen Alpenverein kann bei der Planung nützlich sein
  • plant genügend Zeit für die Tour und Pausen ein – es kann immer etwas unvorhergesehenes Eintreten und wenn es nur die falsche Spurwahl ist
  • Handy aufladen nicht vergessen und auch die Batterien des Lawinenverschüttungsgerätes (LVS) überprüfen
  • unbedingt am Tag selbst erneut die Wetterlage sowie den Lawinenwarndienst checken
  • Tourenrucksack am Vorabend packen (am besten auch die Jause schon vorbereiten)

Die Ausrüstung per se

Jedem ist es schon einmal passiert, dass er die Skitourenfelle zuhause vergessen hat – ärgerlich! Zu einer Skitour gehört eben auch entsprechendes Equipement: Ski, Skitourenschuhe. Teleskop Skistöcke sowie Felle. Am besten noch zu Hause vor Abfahrt die Felle auf die Ski kleben – wobei sich hier die Geister scheiden!

Die Frage der richtigen Kleidung, muss im Enddefekt jeder selbst für sich herausfinden. Häufig ist man bei der ersten Skitour viel zu warm gekleidet, den man kommt ordentlich ins Schwitzen! Der Zweibellook ist sicherlich der beste – oft ist es am Start noch recht „zapfig“, denn kaum kommt der erste Anstieg muss schon die erste Jacke häufig weichen. Wie viele und welche Socken, Unterhemden, atmungsaktive Longsleeve, Weste etc. man benötigt, ist ganz unterschiedlich und hängt von jedem selbst ab.

EIN ERPROBTER TIPP VON UNS: für den Aufstieg ein atmungsaktives Longsleeve und Weste. Für den Windschutz gibt es beim Starten oder bei Wind noch eine Hardshelljacke. Das LVS darf nicht fehlen – das kommt unter die Weste und so nah an den Körper wie möglich. Um Blasen vorzubeugen, schwören manche auf 2 Paar Socken, andere auf Blasenpflaster, wieder andere haben einfach nur Glück 🙂 …

Der Tourenrucksack

Die Packliste für den Rucksack fällt schon etwas länger aus:

  • Lawinenschaufel, Lawinensonde und Lawinenverschüttetengerät – das LVS unter der Weste sprich eng am Körper tragen
  • Sonnenschutz nicht vergessen: Brille, Sonnencreme und besonders im Frühling eventuell an eine Schildkappe denken
  • Mütze, Handschuhe (dünn – Aufstieg/dick – Abfahrt), Halstuch und Helm nicht vergessen – es gibt fürs Skitourengehen schon eigens entwickelte leichtere Helme
  • Wechselkleidung nicht vergessen: Shirt / Unterhemd, warme Daunenjacke und Windshell für den Auf- und Abstieg
  • Tee und Jause am besten schon am Vortag vorbereiten: ausreichend Trinken und vor allem an kalten Tagen ist ein Tee sehr empfehlenswert; am Gipfel oder Ziel angekommen, hat eine gute Jause übrigens noch nie so gut geschmeckt! Schokolade oder ein Energieriegel sollte auch niemals fehlen! TIPP: ein wenig Kleingeld einstecken, schon bei möglichen Parkkosten
  • Kleines Erste-Hilfe-Set mit Wärmedecke (!)
  • Karten, Kompass und eventuell GPS-Gerät dürfen auch nicht fehlen, besonders wenn man neue Touren geht und sich im Gelände nicht gut zurechtfindet: Verlasst euch nicht auf eine Handyapp – zu schnell kann der Akku hier leer werden!
  • Handy mit vollem Akku mitnehmen – aber beachtet, dass man dieses am Besten direkt am Körper trägt, damit die Batterie länger hält

WICHTIG: Das LVS auf keinem Fall im Rucksack lassen, sondern wie erwähnt eng am Körper tragen vor dem Start das Gerät unbedingt einschalten oder je nach Modell auf “Senden” schalten und einen Partner bzw. Gruppencheck machen.

Tourentipp für die ersten Versuche im freien Gelände

Der Largoz von der Krepperhütte bietet sich auf Grund seiner Tourenlänge und der Hangneigung gut für die erste Tour im freien Gelände. Die Orientierung ist recht leicht und skitechnisch weißt diese Tour auch keine besonderen Schwierigkeiten auf! Mehr zur Tour findet ihr unter https://www.hall-wattens.at/de/tours/skitour-auf-den-largoz-zwischen-traumhaften-haengen-waldabfahrten.html

HINWEIS: Es reicht nicht aus, die Ausrüstung einfach nur dabei zu haben, man muss auch wissen wie sie bei einem Notfall „Lawine“ anzuwenden ist. Hierzu gibt es immer wieder auch Kurse vom Alpenverein Sektion Hall in Tirol!

Ein paar Impressionen von der Tour

Lichtfestival in den Swarovski Kristallwelten

Von einem virtuellen Cello und einem funkelnden Karussell

Nach Einbruch der Dunkelheit tauchen Lichtinszenierungen derzeit den Garten der Swarovski Kristallwelten in ein magisches Licht. Man erlebt bei diesem Lichtfestival tatsächlich das funkendste Wintermärchen der Alpen! Gemeinsam mit Familie und Freunden kann man ganz einfach durchspazieren und die mystische Stimmung genießen. Oder aber, man wird dank der vielen interaktiven Elemente selbst Teil des Festivals. Bei der Kristallwolke zum Beispiel lassen sich durch Berührung eines virtuellen Cellos Beleuchtung und Ton verändert und man kann gemeinsam eine ganze Licht-Komposition erschaffen. Oder ihr schickt beim Spielturm eure Wünsche als verschlüsselte Lichtbotschaften direkt in den Himmel.

Eines meiner absoluten Highlights ist Jaime Hayons wundervolles Carousel, das selbstverständlich auch im Winter seine Runden dreht. So kann man bei herrlich nostalgischer Musik die winterliche Kulisse genießen und gerne auch noch eine zweite Runde mitfahren.

Ein Blick in die Wunderkammern

Auch ein Rundgang durch die Wunderkammern lohnt sich. Wer in der Blauen Halle internationale Weihnachtsboten bewundert hat, kann – nach einem Kuss unter dem Mistelzweig – den bekannten Kristalldom mal in einem anderen Licht sehen. Und am Ende des Rundgangs findet sich im großen Store sicherlich das eine oder andere Weihnachtsgeschenk für Familie und Freunde.

Weihnachtskeks und Kiachl

Wer jetzt eine Stärkung braucht, den erwarten Glühwein, Punsch und Kiachl bei den beiden Food Trucks im Garten. Im Restaurant Daniels Kristallwelten ist neben den Weihnachtskeksen aus der hauseigenen Patisserie besonders die Tea Time zu empfehlen. Dabei kann man sich durch Sandwiches und Süßigkeiten kosten und dampfenden Tee genießen. Täglich von 16:00 bis 18:00 Uhr.

Familien aufgepasst!

Bei Adventsonntagen mit offenem Atelier und Kinderworkshops für jedes Alter können Familien und Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Wer lieber zu coolen Weihnachtshits tanzt, der ist bei der Schwarzlichtdisco (jeden Samstag von 17:00 bis 20:00) genau richtig. Kinderschminken inklusive.

Das Lichtfestival in den Swarovski Kristallwelten kann bis 6. Januar 2020 täglich von 8:30 bis 21:00 Uhr besucht werden. Viel Spaß beim funkelndsten Wintermärchen der Alpen!

>> Mehr zum Lichtfestival

Wie das barocke Jesuskind dem modernen 3D-Scanner begegnete

Der Hintergrund zu dieser kreativen Idee

Das Krippenwesen hat in Tirol Tradition. Mit Stolz präsentieren die Gemeinden in den jeweiligen Pfarrkirchen ihre Schätze. Die ersten nachweisbaren Krippen wurden im Jahr 1608 aufgestellt. Zu ihnen gehört auch jene aus der Gemeinde Tulfes in der Region Hall-Wattens. Sie befand sich ursprünglich in der Spitalskirche Innsbruck und wurde 1786 an die Kirche Tulfes verkauft. Die Barockkrippe enthält neben den zum Teil in Samt und Seide bekleideten Figuren ein äußerst wertvolles Jesuskind.

Nicht nur in religiöser Hinsicht steht das Tulfer Christkind heuer im Mittelpunkt, sondern auch aufgrund des Projekts „Tiroler Design-Krippe | Barock trifft High-Tech“. Das Kindlein ist der Fokus der futuristischen Hightech-Krippe, die teilweise aus einem 3D-Drucker gemacht wurde. Die Initiative dazu stammt von der Firma WESTCAM aus Mils bei Hall in Tirol.

WESTCAM vereint Krippenkunst aus dem Frühbarock mit den modernsten Technologien von heute. Und dies alles für einen guten Zweck. Zugunsten der ORF-Aktion „Licht ins Dunkel”, werden 2 Stück dieser Krippen versteigert. Es handelt sich um Unikate im Wert von etwa € 6.000. Hinzu kommt eine Holzkiste, welche passend zur Region in Zirbenholz gehalten ist. Die Krippenfiguren sind in edlen Säckchen aus weinrotem Samt verpackt und auf Natur-Leinen-Kissen gebettet.

Die Firma WESTCAM designt für “Licht ins Dunkel”

Die Firma WESTCAM besteht seit 1990 und versteht sich als das führendes Systemhaus für technische Software. Seit 2015 wird mit dem neuen Unternehmensbereich des 3D-Printings ein noch stärkerer Fokus auf diese zukunftsträchtige Technologie gesetzt.

Ganz bewusst verzichtet WESTCAM dieses Jahr auf Weihnachtsgeschenke für deren Kunden. Stattdessen investiert die Firma ihr Know-How und Geld in die Kreation einer Design-Krippe für einen karitativen Zweck im Rahmen von Licht ins Dunkel:

  • Die Krippe “Barock trifft High-Tech” wird ab der 1. Dezemberwoche im ORF Landesstudio Tirol in Innsbruck als wertvolles Kunst-Exponat ausgestellt sein und kann danach online oder live ersteigert werden.
  • Eine zweite Krippe wird am 22.12.2019 ab 20:15 Uhr in der Live-Auktionsgala ORF III – Kultur und Information vom Wiener Dompfarrer Anton Faber gesegnet und anschließend live versteigert.

Abgerundet wird das soziales Engagement von WESTCAM zugunsten des Licht ins Dunkel Soforthilfe-Fonds beim Ö3 Weihnachtswunder 2019!

Wie eine Krippe aus einem 3D-Drucker entsteht

Irgendwie fast unwirklich, dass eine Krippe aus dem Drucker kommt. Die moderne Krippe im Polygon-Style wird vom Wiener Designer Daniel Zeisner im Auftrag von WESTCAM kreiert. Dazu entwirft er verschiedene Designvorschläge, aus denen die Firma schlussendlich eine Auswahl trifft. Maria, Josef und die Futterkrippe sind moderne, aus Aluminium gefräste Skulpturen. Auch der Boden ist eine Fräsarbeit, wurde jedoch mit Gold überzogen. Der Stern hingegen ist ein 3D-Druck aus Aluminium. Das Jesuskind stellt die Besonderheit und den Gegenpol zur modernen Krippe dar. Das über 400 Jahre alte Kindlein aus Tulfes wurde vor Ort mittels optischer 3D-Messtechnik eingescannt. Die aus dem Scan gewonnenen 3D-Daten bildeten die Basis für die Re-Produktion mit einem industriellen 3D-Drucker. Das dafür verwendete Material ist Bronze.

Der Scan und das Jesuskind

Einige werden sich nun fragen, ob denn ein Scan-Vorgang für das frühbarocke und wertvolle Kindlein unbedenklich ist. Manuel Veider (Leitung Dienstleistungen 3D-Messtechnik bei WESTCAM) beruhigt uns:

“Der 3D-Scan-Vorgang wird von WESTCAM mit einem optischen High-End Messsystem der Firma GOM durchgeführt. In der Industrie werden diese Messsysteme zur hochgenauen Geometrieprüfung von Komponenten verwendet. Die Systeme von GOM sind sehr vielseitig einsetzbar, wie man an diesem Beispiel schön sehen kann. Die Digitalisierung des Christkindes erfolgt berührungslos mittels Streifenlichtprojektion – diese Technologie ist mit der Funktionsweise eines Beamers vergleichbar. Um keinerlei Beschädigungen am frühbarocken Christkind zu verursachen wurde hier bewusst auf Laser-Technologie verzichtet. Die Technologie der Streifenlichtprojektion ist für beliebige Oberflächen verwendbar und hat keinerlei negative Auswirkungen auf das jeweilige Scan-Objekt. Das blaue Licht garantiert uns zusätzlich höchste Datenqualität zur Weiterverarbeitung.”

In der Bildreihe sowie im Video könnt ihr die Entstehung dieser einzigartigen Weihnachtskrippe nachverfolgen!

 

 

Als Tourismusverband freut es uns ausgesprochen, dass sich unsere Firmen in der Region Hall-Wattens auf kreative und besondere Weise für soziale Projekte einsetzen. Ein großes Lob an die Firma WESTCAM aus Mils bei Hall!

Wir wünschen uns, dass die beiden „Design-Krippen | Barock trifft High-Tech“ einen hohen Versteigerungswert erzielen und bedanken uns beim Team der Firma WESTCAM für das tolle Engagement.

Ein Kulturprogramm mit 16 Stationen

Haller Nightseeing

Jährlich findet am Vorabend des Österreichischen Nationalfeiertages das Haller Nightseeing statt. Ein Fixtermin bei vielen Einheimischen und das aus gutem Grund. Man entdeckt bei dem Kulturprogramm der besonderen Art interessante und bis dato unbekannte Schätze, welche einem ansonsten verborgen bleiben. Das heurige Nightseeing am 25. Oktober 2019 findet bereits zum 14. Mal statt. Ein Kulturprogramm mit 16 Stationen, von Kultur bis hin zur Geschichte der größten Altstadt Westösterreichs kann hautnah erleben werden. Neben spannenden Führungen und Inszenierungen, halten auch Geschäfte und gastronomische Betriebe ihre Pforten bis Mitternacht geöffnet.

Preview im Vorfeld

Das Stadtmarketing Hall und der Tourismusverband Region Hall-Wattens laden InhaberInnen und MitarbeiterInnen der Haller Geschäfte jedes Jahr zu einem Preview ein. An diesem Abend bekommt die Kaufmannschaft einen Vorgeschmack auf ausgewählte historische Programmpunkte. Am Tag des Nightseeings selbst, haben sie keine Zeit da sie die Besucher in ihren schmucken Läden empfangen. Heuer wurden zwei ganz besondere Highlights präsentiert. Zum einen die Sonderausstellung der numismatischen Gesellschaft in der Haller Münze zum Thema “Kaiser Maximilian I. – Die Münzen eines Medienkaisers” und zum anderen die Johanneskirche im ehemaligen Salinenareal. Die Kirche ist per se ein barockes Juwel der Stadt, welches seit der kürzlich abgeschlossenen Restaurierung in neuem Glanz erstrahlt.

Johanneskirche Hall – Ein barockes Juwel erstrahlt in neuem Glanz

Vor allem von der Präsentation und Führung in der Kirche war ich überwältigt. Stadtführerin Anita Töchterle-Graber und Restaurator Michael Schretthauser berichteten spannend und im Detail über Baugeschichte und Bildprogramm der qualitätsvollen Fresken von Josef Adam Mölk. Die Ausführungen und bildreichen Erklärung der Arbeiten an Deckenmalerei, Raumschale und Altar erweckten die aufwendige Restaurierung zum Leben.

Wie man ein Fresko restauriert, was dabei zu beachten ist, und was ein Fresko ganz grundsätzlich ist, erklärte Michael Schretthauser anschaulich anhand von seinen Utensilien. Interessant war auch das von ihm selbst nachgestellten Fresko. Anhand der Skizzen und Zeichnungen konnte man nachvollziehen wie viel Arbeit und Zeit der Künstler damals in die heutigen Kunstwerke investiert hatte.

Wer erfahren möchte, weshalb die Johanneskirche früher als “Pfannhauskapelle” bezeichnet wurde und warum Johannes Nepomuk mit seiner abgeschnittenen Zunge in der Hand abgebildet ist, sollte unbedingt an dieser Führung teilnehmen:

Treffpunkt: Johanneskirche, Salinenpark (vis-à-vis Tourismusbüro, Unterer Stadtplatz 19)
Führungen: 17:00 Uhr, 18:00 Uhr und 19:00 Uhr – Dauer: ca. 45 Min.

Interessant ist auch der Umstand, dass die Ausstattung der Kirche mit ihren barocken Fresken eng mit gegenreformatorischen Bestrebungen des Kaiserhauses verbunden war. Für die damalige Zeit und vor allem in der Salzstadt Hall war dies ein entscheidender Punkt. Heute steht die Johanniskirche den Katholiken der evangelischen beziehungsweise der altkatolischen Glaubensgemeinscht zur Verfügung. Von Taufen über Hochzeiten bis hin zu Begräbnissen wurden schon dort zelebriert. Das prunkvolle barocke Juwel soll im komenden Jahr auch teilweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Mehr dazu direkt bei den Führungen!

Die Münzen eines Medienkaisers

Nicht nur in der Johanneskirche gab es für mich einiges zu entdecken. Im Anschluss an die Ausführugen der Stadtführerin sowie des Restaurators der Kirche, ging es für die geladene Gesellschaft weiter in das Museum Münze Hall. Dort findet noch bis Mitte Jänner die Sonderausstellung der numismatischen Gesellschaft zum Thema “Kaiser Maximilian I. – Die Münzen eines Medienkaisers” statt. Mehr sei noch nicht verraten!

Das Kulturprogramm 2019

Gleich 16 Stationen laden dieses Jahr beim Nightseeing dazu ein, Kultur und Geschichte der Stadt Hall bei Nacht zu entdecken. Alle Programmpunkte sind kostenlos, keine Anmeldung notwendig.

Schaut vorbei beim Haller Nightseeing und lasst euch begeistern von Halls Geschichte und Geschichten, Besonderheiten und Kuriositäten!