Sonnenaufgangstour im Herbst

Herbstliche Sonnenaufgangstour ins Karwendel

Es gibt kaum ein imposanteres Naturerlebnis als einen Sonnenaufgang am Berg  zu erleben. Aber: Im Sommer um kurz vor vier Uhr morgens daheim weg, um rechtzeitig zum Tagesanbruch auf einem Berggipfel zu stehen? Das klingt nur für passionierte Frühaufsteher attraktiv. Allen anderen empfehle ich eine Sonnenaufgangstour im Herbst – denn jetzt kann man beruhigt später losstarten zum Sonnenaufgangs-Abenteuer.

Tolle Sonnenaufgangstour im Karwendel: Auf den Hochmahdkopf

Die Tour auf den Hochmahdkopf dauert etwa zwei Stunden im Aufstieg. Man startet am Parkplatz Absam Halltal (kostenlose Parkplätze).

Nach wenigen Minuten verlässt man die Halltal-Straße und schwenkt links auf einen Waldweg ein. Diesem folgt man, bis die Schotterstraße den Weg quert. Ein kurzes Stück auf dieser entlang und schon geht es weiter zum Aufstieg Richtung Gipfel. Jetzt wird der Weg etwas steiler, Kondition ist gefragt! Nach etwa vierzig Minuten lichtet sich der Wald etwas – und wir merken, dass es am Horizont dämmert.

Weiter geht es hinauf entlang des neu aufgerichteten Wildtierzaunes und den Lawinenverbauungen. Nach ca. 1,5 Stunden erreicht man den Vorberg mit Kreuz und Bank. Der Vorberg liegt auf ca. 1500 Metern Seehöhe. Aber Pause gemacht wird nicht, es wird schon heller!

Es folgen noch die letzten (anspruchsvollen) 200 Höhenmeter – und gelangt dann zum Gipfel auf 1738 Metern Seehöhe. Gemütlich auf den Bankl’n sitzend offenbart sich ein Naturschauspiel: Die Sonne bricht hervor, mit den ersten, sanften Sonnenstrahlen des Tages. Malerisch leuchtet sie hinter den Gipfeln der gegenüberliegenden Tuxer Alpen. Alles um uns wird in strahlendes, weiches Licht getaucht – ein unvergesslicher Moment.

Wir können uns fast nicht sattsehen, verweilen noch eine Weile am Gipfel und machen uns dann den Weg retour den Steig nach St. Magdalena folgend. Der dortige Gasthof kommt einem sehr gelegen – schließlich gibt es nichts Besseres als ein großes Bergfrühstück nach einem Gipfelsieg!

Hinter der Kapelle St. Magdalena geht man den Weg retour über das Eibental. Vom Eibental dann noch den zweiten Teil des Fluchtsteigs und schon gelangt man wieder zum Parkplatz Halltal.

Tipps für Sonnenaufgangstouren:

  • Unbedingt eine Stirnlampe mitnehmen. Gerade zu Beginn der Tour kann es noch sehr dunkel sein und die Gefahr zu stolpern ist größer.
  • Warme Kleidung mitnehmen! In der Früh kann es empfindlich kalt werden.
  • Sich leise bewegen – viele Tiere sind nachtaktiv und werden sonst gestört.
  • Großzügig Aufstiegszeit einplanen. Es wäre doch schade, würde man den Sonnenaufgang verpassen! Eine Übersicht der Sonnenaufgangszeiten für den zentralen Teil Tirols liefert die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik).
  • Ausreichend Getränke und einen kleine Jause mitnehmen. Gerade im Herbst haben viele Almen und Jausenstationen bereits geschlossen.

Die Details zur Wanderung auf den Hochmahdkopf gibt es hier: https://www.hall-wattens.at/de/tours/auf-den-aussichtsreichen-hochmahdkopf.html#dmdtab=oax-tab1

 

Traumtag in Blau-Weiß

Wer kennt es nicht, diese tiefblauen Wintertage mit knietiefen, glitzernden, Pulverschnee. Dazu in der wärmenden Februarsonne vor der Alm sitzen, der Geruch nach Holz, das tropfende Taugeräusch der Eiszapfen….märchenhaft?!

Solch einen Tiroler Traumtag erhofften wir uns (den Pulverschnee hatten wir schon abgeschrieben) und genau diesen haben wir gefunden. Mit Pulverschnee!  Schnell sind an diesem Samstag die Schneeschuh und die Jause ins Auto geladen, denn die Berge rufen ziemlich laut!

Von Volders geht es noch ein gutes Stück mit dem Auto bergauf zum Parkplatz kurz oberhalb der Krepperhütte. Genug gesessen, genug gefahren, unsere Beine wollen gehen, der Wanderhund kann schon längst nicht mehr stillhalten und unser Kopf will hinauf in die Höhe. Bergluft schnuppern und zufrieden hinab schauen!

Ein kurzes Stück geht es entlang der Rodelbahn, bevor diese rechts liegen gelassen wird und man dem Wanderweg folgt. Die Möglichkeit über den Steig, der nach 5m hinter dem Parkplatz abzweigt, erscheint uns zu „glatt getreten“.

Im leichten Bergauf geht es nun eine gute Stunde durch den Wald, bis wir die ersten vielversprechende Ausblicke auf das Inntal erhaschen…weiter…schneller…wir wollen rauf!largoz

Der Wald lichtet sich mehr und mehr und wir erreichen das glitzernde Winterwunderland der Largozalmen. Eine Ansammlung mehrere kleiner Almhäuser, die sich geduckt an den Berg anschmiegen.

An den Largozalmen

Der Schnee hier oben ein TRAUM und kurz ist die warme Sonnenbank schon sehr verlockend, hier die nächsten Stunden einfach nur hocken zubleiben, die Aussicht zu genießen und sich die ersten Sommersprossen des Jahres einzufangen. Aber… der Hund ist noch nicht müde und wir sind hungrig auf Berg! 😉

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Der weitere Aufstieg

Die Schneeschuhe werden angeschnallt und stapfend geht es durch den reichlichen Schnee! Ein Pulvertraum, den wir wirklich nicht erwartet hätten! Stellenweise führt der Weg nun etwas steiler bergan, aber schon bald werden keine Gedanken mehr an die Mühen verschwendet, denn etwas anderes zieht uns an…der Ausblick der hier oben immer prächtiger und beeindruckender wird.

Besonders die Berge im hinteren Voldertal und der Bergrücken vom Glungezer südwärts mit ihren schneebeladenen Mulden, Hänge und Spitzen lassen uns staunen und kurz durchschnaufen.hinteres voler2

Der Ausblick wird immer verlockender

Weiter gehen nicht vergessen… zwischen den letzten Zirben hindurch steuern wir auf den Gipfelhang zu, der nun in einem weiten Linksbogen immer näher rückt. Die etwas steileren Hänge voller Schnee sollen für den Abstieg herhalten..

Nach knapp 3 Stunden heißt es BERG HEIL und es folgt ein glückliches Schweigen und Staunen, selbst der Hund scheint nun glücklich und zufrieden und genießt den Ausblick. 😀lagoz

Dieser Ausblick vom Largoz reicht vom Karwendel mit dem mächtigen Bettelwurf, weit hinauf ins Oberland und weit hinunter ins Unterland – bis zum Wilden Kaiser.

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Nach einer gemütlichen Rast voller Staunen und Schauen, folgt der wohlverdiente Abstieg. Ein Traum mit Schneeschuhen durch diesen Pulverschnee hinab zu rennen und diesen schlussendlich im Gesicht, unter der Kleidung und überall sonst zu haben!pulvertraum

Pulvertraum im Abstieg

Nun wartet die Sonnenbank vor der duftenden Almhütte und natürlich eine selbstmitgebrachte Jause. So lässt es sich leben!jause

Der weitere Abstieg folgt recht zügig der Aufstiegsroute.

Glücklich, müde und zufrieden… das machen halt doch nur die Berge!

Die Alternative zu Weihnachtskeksen liegt auf 1918 Metern über dem Meer

Sonntag, 1. Advent…der Blick aus dem Fenster trüb, der Wetterbericht noch trüber. Was tun? Zum Skifahren liegt zu wenig Schnee, Kekse backen endet im Kekse essen…Rucksack gepackt, Wanderschuhe an und los geht’s!

Direkt von der Haustür Richtung Thaurer Zunterkopf ist das spontane Ziel, vielleicht, denn bei dem Wetter sieht man eh nicht viel…dachte ich!

Direkt von Thaur geht es über das Romedius – Kirchlein in den Haselbergsteig Richtung Thaurer Alm. Immer gerade hinauf führt dieser Steig, genau das Richtige um dem Nebel zu trotzen und die dicke Winterjacke nach 5min auszuziehen! 🙂 Viele waren hier an diesem Tag wohl noch nicht unterwegs, denn unzählige Spinnweben gilt es zu „durchgehen“.die-letzte-meter-im-schlungaufstieg-im-toerl-schlung

Die letzten 10 min bis zur Thaurer Alm folgt man dem Forstweg. Ca. 1 1/2h später immer noch keine Spur von einer Aussicht heute in das Inntal oder in die Tuxer Alpen. Nur eine dicke graue Nebelsuppe, sonst nix – ob ich wirklich raufgehen soll bis zum Zunterkopf?

An der Thaurer Alm angelangt, geht es weiter oberhalb der Thaurer Klamm Richtung Törl. Ein Hauch von Sonne – stehen bleiben, genießen, weitergehen!

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Die Wanderbegleiter heute…

Steil hinauf über die Törlwiesen. Sicht gleich Null, zum Glück ist der Weg gut markiert und ein Versteigen kaum möglich. Links und rechts ein Knacken und Schnaufen – endlich treffe ich heute mal jemanden und dann auch noch ortskundige Gämse. 🙂

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Die letzten Meter im „Schlung“

                                                                                                                      Knapp vorm Törl wird die Sicht besser und ein Blick in das Halltal hinüber und auf die Wildanger– und Lattenspitze wird möglich. Leicht angezuckert blitzen sie immer wieder hervor, die ersten Aus –und Lichtblicke nach ca. zwei Stunden.

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Bettelwurf-Massiv

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Wildanger- und Lattenspitze

Vom Törl geht es rechter Hand in einen sichtbaren und markierten, aber unbeschilderten, Steig hinauf zum Thaurer Zunterkopf. (Achtung!! Hier nicht den unteren Pfad nehmen, der führt „nur“ zur Kaisersäule)

Noch ca. 20 min geht es zuerst steil, dann dem breitem Bergrücken entlang zwischen Latschen hindurch, auf das kleine Gipfelkreuz hinzu. Die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein und kurz bevor ich oben ankomme, wird mir klar, dass ich hier nun zwischen Nebel und Wolken stehe!

Der perfekte Moment – am perfekten Ort – heute!

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 Die Sicht reicht auch heute (manchmal) hinüber zum Glungezer, Lafatscherjoch, Bettelwurf, Haller Zunterkopf, Lattenspitze, Wilde Bande Steig,…. nur nie ins Tal, denn dort liegt die dichte graue Nebeldecke!

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Haller Zunterkopf

Genießen!

Nach einer Jause zwischen den Latschen in der Sonne und noch einmal den unerwarteten Ausblick genießen, geht es wieder hinunter. Heute denselben Weg, wie beim Aufstieg, denn für einen Abstecher zur Kaisersäule oder hinüber zum Haller Zunterkopf bleibt keine Zeit mehr – Weihnachtskekse und eine heiße Schokolade warten und schmecken nach 5 Stunden Frischluft umso besser!

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Bergkäse & Almrosen: Auf Entdeckungstour in der Wattener Lizum

Neulich habe ich eine wunderschöne Wanderung in ein sehr ursprüngliches Gebiet unserer Region gemacht, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will.

Die Wanderung startet beim Parkplatz Lager Walchen. Entlang des Lizumer Zirbenwegs(auch Zirmweg genannt; nicht zu verwechseln mit dem Zirbenweg am Glungezer)geht es taleinwärts über Forstwege und Steige, bis man die Lizumer Hütte erreicht. Entlang des Lizumbachs führt die nicht zu anspruchsvolle Bergtour über wunderschöne Almwiesen und durch einen eindrucksvollen Zirbenwald.

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Beeindruckt von der Natur und einem atemberaubenden Panorama – speziell Zirben und, zur Zeit der Almrosenblüte, auch Almrosen prägen das Landschaftsbild der Wattener Lizum.

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A g’schmackiger Kas von der Alm

Kurz vor der Lizumer Hütte, zwischen Almhütten und Zirben findet man die Almkäserei Lizum, welche in einem Selbstbedienungskühlschrank „Lizumer Almkas“ und „Lizumer Kasermandl“ (Tilsiter) anbietet. Der Käse kann sowohl direkt bei der Käserei als auch im Großhandel erworben werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieser jedoch deutlich besser schmeckt, wenn man den Ursprung des Käses selbst „erwandert“ hat.
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Rund um die Käserei grasen Kühe, welche sichtlich ihre Sommerfrische auf der Alm genießen. Je nach Wetterlage verbringen die Tiere ca. vier Monate im Jahr auf der Alm. Der Gedanke, dass aus der Milch dieser Kühe der gekaufte Käse produziert worden ist, lässt den Käse noch ein Stück besser schmecken als er bereits ist.

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 Von der Almkäserei aus sind es noch wenige Meter bis zum Ziel, der Lizumer Hütte. Nach einer gemütlichen, 2 1/4stündigen Wanderung über den Lizumer Zirbenweg genießt man einen atemberaubenden Ausblick von der Terrasse aus auf die umliegenden Gipfel der Tuxer Alpen.

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Frische Bergluft, saftig grüne Wiesen, rot bis rosa blühende Almrosen und das Geräusch der Kuhglocken lassen die Mühen des Aufstieges schnell vergessen.

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Gestärkt und eholt geht es über den Zirbenweg (gleiche Strecke) wieder zurück zum Parkplatz Lager Walchen. Für Wanderer die nur in eine Richtung wandern möchten, gibt es von Mittwoch bis Sonntag in der Sommersaison einen Hüttenzubringer (Shuttleservice). Ein wunderbares Erlebnis!

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GUT ZU WISSEN:

Bitte beachtet die Schießzeiten am Truppenübungsplatz Lizum/Walchen

Neu: Seit Sommer 2016 kann man die Kristalle der Region Hall-Wattens erwandern, eine Tour führt in die Wattener Lizum

Kostenlose Wanderkarte der Region Hall-Wattens

Weitere Wanderungen in und durch die Wattener Lizum