Saitenspiele: Martin Wesely und sein Gitarren-Zauber

“Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten!”

Dieses Zitat vom österreichischen Komponist Gustav Mahler bringt auf den Punkt, was man bei den Klängen bei “Saitenspiele” aus Martin Weselys Gitarre zu hören, aber vor allem zu spüren bekommt. Es ist also kein Wunder, dass die Veranstaltung Saitenspiele jedes Jahr so großen Anklang findet. Bei den ersten beiden Doppelkonzerten am 22. Oktober und 6. November 2020 spielt Martin gemeinsam mit dem Tiroler Gitarrist Felix Kremsner.

Am 13. und 14. November 2020 wird das Quartett Guitar4mation seine Zuhörer in ihren Bann ziehen. Die Bandmitglieder sind neben Martin die Künstler Martin Schwarz, Michal Nagy und Petr Saidl.

Seit deiner Kindheit spielst du Gitarre und hast mit Musik zu tun? Liegt das in deiner Familie?

Meine Mutter hat in ihrer Jugend, bevor sie nach Österreich gezogen ist, sehr gerne Klavier gespielt. Mein Großvater hat Mandoline gespielt, war Tischler und hat auch Saiteninstrumente gebaut. Er ist allerdings im Krieg gefallen. Ein direktes Musikerumfeld hatte ich keines. Bei uns zuhause wurde aber immer sehr gerne unterschiedlichste Musik gehört und das Musizieren gefördert. Aktiv waren aber nur die Kinder. Mein Wunsch Gitarre zu lernen wurde an meinem 8. Geburtstag erfüllt. Ich bekam mein erstes Instrument.

Kannst du uns mehr zu deiner Person und musikalischen Karriere erzählen?

Geboren und aufgewachsen bin ich in Hall. Anfangs hatte ich 4 Jahre privat Unterricht bei einer sehr netten, jungen Erzieherin. Mit 13 war ich ein Jahr in der Musikschule Absam, aber meine musikalischen Bedürfnisse kollidierten wohl mit dem Lehrplan und so spielte ich dann selbst oder gemeinsam mit Pfadfinderfreunden Bluegrass. Mit 16 hat mir ein Bekannter der Familie empfohlen, mich beim Konservatorium in Innsbruck vorzustellen. Ohne zu wissen, was dort konserviert wird, bekam ich Unterricht bei Peter Heiß. Der machte mir klar, dass man dort nicht nur zupft, sondern auch eine Berufsausbildung absolviert. Das Gymnasium Hall wurde dann eher eine Nebenbeschäftigung. Mit 21 schloss ich das Konservatorium ab und zog nach Wien, um an der Hochschule bei Konrad Ragoßnig zu studieren. Bevor ich das klassische Gitarrestudium beendete, lebte ich noch ein Jahr in Paris, um mich bei Alberto Ponce an der Ecole Normale weiterzubilden. Kurse, Wettbewerbe und eigene Kammermusikprojekte prägten meine Studienzeit. Privat war ich immer gerne auf längeren Reisen.

Was genau fasziniert dich gerade am Instrument Gitarre?

Es ist das Intime, das der Gitarre innewohnt. Die akustische Gitarre entfaltet sich aus der Stille. Von dort aus kann sie sich in alle möglichen Richtungen entfalten.

Du arbeitest bei “Saitenspiele” viel mit anderen Musikern – wie kommt das zustande? Suchst du sie bewusst aus oder ist das rein zufällig?

Eigentlich schon bewusst, da ich die meisten Projekte selber initiiere. Doch der Zufall oder das Bauchgefühl spielen erfreulicherweise immer wieder eine Rolle.

Deine Klänge und die Titel deiner Lieder sind häufig im spanischen Raum angesiedelt. Woher kommt das?

Das resultiert zum größten Teil aus der Herkunft der Gitarre und der jahrhundertelangen kulturellen Verbreitung in Lateinamerika.

Wie kam es zum Projekt Saitenspiele, welches schon seit Jahren erfolgreich in Hall stattfindet?

Die Saitenspiele entstanden 3 – 4 Jahre nach meiner Rückkehr nach Hall. In den 80ern gab es in Tirol ein gutes Angebot an Gitarrekonzerten, vor allem durch die Jeunesse in Innsbruck. Größen wie Julian Bream konnte man live erleben. In den 90ern war ich nicht da. Als ich dann wiederkam, ist die Szene geschrumpft. Das weckte in mir das Bedürfnis etwas zu organisieren. Bei einem Besuch des Münzerturms kam ich mit meinem Volkschulfreund und ehemaligen Nachbarn Andreas Ablinger zum Reden. Daraus ergaben sich ein paar sehr stimmige Versuchskonzerte. Das Team der Münze Hall und die Hall AG haben das wunderbar unterstützt und so konnten sich die Saitenspiele entwickeln.

Du lebst in der Region Hall-Wattens. Gibt es besondere Plätze in der Region, die du gerne besuchst und die dich inspirieren?

Die gibt es zahlreich, wie zB das Voldertal oder die Kaisersäule in Thaur. Die Natur vor der Haustür zu haben ist ein Grund, dass ich nicht in einer Großstadt hängengeblieben bin. Einen ganz besonderen Kraftort verrate ich dir gerne: mein Garten.

Tickets und Kartenvorverkauf

Durch die gesetzlich regulierte Sitzplatzbegrenzung wird es zu einem noch intimeren Konzerterlebnis kommen. Es bedingt allerdings auch eine Reservierung der Karten.

Kartenreservierung:
Burg Hasegg / Münze Hall unter 05223/58 55 520 oder info@muenze-hall.at bzw. im Internet unter www.muenze-hall.at oder www.saitenspiele.com

Saitenspiele 2018: Gitarrenklänge in der Burg Hasegg

Konzerterlebnisse im stilvollen Ambiente der Burg Hasegg

Das Musikfestival “Saitenspiele” feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Es ist klein, fein, und stets auf das Kernthema reduziert: Die “Geheimnisse der Gitarre”.

Diese Geheimnisse sind vielfältig, man erleben akustische Gitarrenmusik in ihrem breiten Spektrum unterschiedlichster Stile und Besetzungen. In den Räumlichkeiten der Burg Hasegg finden sich dafür optimale akustische Verhältnisse sowie ein stilvoller Rahmen. Zwischen September und November finden drei unterschiedlich gestaltete Konzertabende statt. Jeder Abend bietet ein eigenständiges Programm und eine neue Besetzung.

Durch die unterschiedlichen Herkünfte und Traditionen der eingeladenen Künstler ist es gelungen ein sehr abwechslungsreiches Programm zu erstellen, das unerhörte Hörerlebnisse bietet.

Das Programm der Saitenspiele im Überblick

Konzert 1: SFERRAINA
Alte Musik mit modernem Horizont

Freitag, 9.November 2018, 20 Uhr
David Bergmüller – Laute, Barockgitarre, Theorbe
Tobias Steinberger – Rahmentrommeln

​Gegründet 2012, hat sich das Ensemble sferraina ganz dem Ziel verschrieben, alte Musik zeitgenössisch aufzuführen und mit einem modernen Horizont zu kontrastieren. Das Repertoire reicht dabei von den Instrumentalisten Giovanni Girolamo Kapsperger und Alessandro Piccinini bin hin zu den den frühbarocken Singer-Songwritern Benedetto Ferrari, Stefano Landi, Tarquinio Merula &c.

Sferraina

Die beiden Musiker Tobias Steinberger (Percussion) und David Bergmüller (Chitarrone) treten abwechselnd gemeinsam oder im Trio mit der Sängerin Tehila Nini Goldstein auf, die zu der dargebotenen Musik die textliche Ebene einfließen lässt. sferraina eröffnet in seiner Performance einen entrückenden Klangraum zwischen vergangenen Epochen und Gegenwart. Das Spannungsfeld der Darbietung Alter Musik in einem modernen Rahmen wird mit jedem Stück neu aufgespannt, die Frage nach Echtheit immer wieder neu gestellt: Was bedeutet es, Alte Musik zu spielen? Kann diese originalgetreu dargebracht werden, und was heißt das überhaupt? Macht es Sinn, von „richtigen“ und „falschen“ Interpretationen zu sprechen? sferraina stellt sich diesen Fragen, und wird versuchen, sie zu beantworten –  mit außergewöhnlich feinsinniger, irritierender und berauschender Musik.

Konzert 2: STRINGTANGO
argentinische Musik raffiniert gewürzt
Freitag, 16.November 2018, 20 Uhr

Florian Wilscher – Violine
Martin Wesely – Gitarre

Una Zamba in Ottakring, ein Heuriger in Misiones – das andere Argentinien. Unfug? – Travesuras! Gubitsch, Ramirez, Areco – das sind die Hauptzutaten. Eine Prise Jazz, ein Löfferl Kreisler (der Fritz!), ein Hauch Nostalgie und ein Zipferl Gitarrenrock.

Stringtango

In eigenen, raffiniert gewürzten Arrangements kreieren Florian Wilscher (Violine) und Martin Wesely (Gitarre) eine Klangwelt. Diese lassen trotz stilistischer Unterschiede und musikalischer Eigenständigkeit der einzelnen Werke ein homogenes und dennoch vielgestaltiges Ganzes entstehen. Konzerte führen sie um den ganzen Globus, u.a. ins Teatro Colon de Buenos Aires, ins Radiokulturhaus Wien, ins Porgy & Bess, ins Austrian Cultural Forum New York sowie zu diversen Festivals. Außerdem dokumentieren CD-Produktionen und Rundfunkauftritte ihren musikalischen Weg.

Konzert 3:  “SÖNKE MEINEN”

Fingerstyle up to date
Mittwoch, 21.November 2018, 20 Uhr

Sönke Meinen hat sich mit seiner Musik bereits in jungen Jahren in der nationalen und internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Er verbindet virtuosen Fingerstyle mit Einflüssen aus klassischer Konzertmusik, Jazz und Weltmusik.

Sönke Meinen

Seit er auf der Bühne steht, war er Preisträger diverser Wettbewerbe, im Jahre 2016 gleich bei zwei der renommiertesten weltweit: als Gewinner des „Guitar Masters“-Wettbewerbs und Sponsoring-Preisträger des „European Guitar Awards“. Gitarrenlegende Tommy Emmanuel nennt ihn „einen der kreativsten Gitarristen der aktuellen Gitarrenszene“. Sönke Meinen wurde 1991 in Aurich/Ostfriesland geboren. Nachdem er in seiner Jugend Unterricht bei dem Gitarristen Emile Joseph erhielt, studierte er bei den renommierten Musikern Thomas Fellow, Stephan Bormann und Reentko Dirks an der Hochschule für Musik in Dresden. Heute spielt Meinen Konzerte auf der ganzen Welt; weiters führten und führen ihn Tourneen u. a. nach Australien und China.
Neben seinen Solokonzerten steht Meinen regelmäßig mit Jazzgitarrist Philipp Wiechert, dem dänischen Violinenvirtuosen Bjarke Falgren oder Jazzsängerin Anna-Lucia Rupp auf der Bühne.

Mehr Informationen unter www.saitenspiele.com

Mehr Konzerte und Veranstaltungen in der Region gibt es hier

Saitenspiele 2015 – Spanish Séance

SAITENSPIELE 2015

Spanish Séance Konzerterlebnisse im stilvollen Ambiente der Münze Hall

24.Oktober – 6.November 2015

Unter dem Titel „Spanish Séance“ werden bei der 9. Auflage der Saitenspiele zwischen Ende Oktober und Anfang November drei Konzerte veranstaltet. Durch die unterschiedlichen Herkünfte und Traditionen der eingeladenen Künstler ist es gelungen ein sehr abwechslungsreiches Programm zu erstellen, das unerhörte Hörerlebnisse bieten wird.

Spanische Gitarrenmusik der Extraklasse, klassisch wie Flamenco, biete der junge Gitarrist Rainer Maria Zehetbauer im Eröffnungskonzert. Zu Halloween wird sprenger.wesely.schiffer acoustrio in unerhörte Räume eindringen und der Illusionist Philipp Oberlohr außergewöhnliche Erfahrungen und Kontakte herstellen. Abschließend gastieren Alexander Swete und Martin Schwarz als Duett mit mediterranen Kompositionen und barocken Perlen in der Haller Burg Hasegg.

In den Räumlichkeiten der Burg Hasegg finden sich optimale akustische Verhältnisse sowie ein stilvoller Rahmen für die fast schon persönlichen Konzerte.

Konzert 1:   Samstag, 24. Oktober 2015, 20 Uhr

“Castles of Spain” – Rainer Maria ZehetbauRainer Maria Zehetbauerer/Gitarre solo

Wie einst Jimi Hendrix in “Spanish Castle Magic” sang “With just a little bit of Spanish Castle Magic- Just a little bit of daydream here and there”  respräsentiert Rainer Maria Zehetbauer genau dieses Hörerlebnis in seinem Debütalbum “Castles of Spain” !

Im Konzert bei den Saitenspielen wird er neben außerwählten Juwelen der spanischen Gitarreliteratur auch seine Flamencoerfahrungen, die er bei seinem Studienaufenthalt im letzten Jahr in Spanien vertiefen konnte, verbinden.

Der Begriff Gitarrist greift bei Rainer Maria Zehetbauer erheblich zu kurz. Er engagiert sich in der Kammermusik, widmet seine Zeit der Flamenco Szene was regelmäßige Konzerte mit dem Flamenco Gitarristen Carlos Piñana bestätigen aber auch diverse Projekte, wie zum Beispiel die Kooperation von “dance ability” liegen ihm sehr am Herzen. Somit bietet er als Gitarrist ein sehr breites Ouevre, was gerade seine Konzertkollegen und Mentoren wie Fabian Franco Ramirez, Jakub Niedoborek, Martin Kelner oder Carlos Piñana sehr an ihm schätzen.

Interpretationen von Flamencostücken sowie Federico Moreno Torrobas Castles of Spain, Joaquin Rodrigos Tres piezas españolas und Eigenkompositionen.

Konzert 2:   Samstag, 31.Oktober 2015, 20 Uhr

Séance“        

Helmut Sprenger – Klarinetten
Andreas Schiffer – Percussions
Martin Wesely – Gitarren

Philipp Oberlohr – Illusion

Die beiden Tonträger des sprenger.wesely.schiffer acoustictrios wurden durchgehend als zeitgenössische Kammermusik, unverkrampft, spielfreudig und anspruchsvoll beschrieben. Die Grenzen des Mainstream weit hinter sich lassend.

Mit diesem Ansatz nähern sich die drei Tiroler Musiker dem Thema Séance. In ihrer Musikperformance wollen sie dem Dazwischenliegenden nachspüren, Erfahrungen beim Musikhören schaffen, die in unbeschreibbare Räume eindringen.seance 01 - Kopie

Darüberhinaus wird der aus Hall stammende, in ganz Europa wirkende Illusionist und Extheologe Philipp Oberlohr eine “Viktorianische Séance” abhalten und Kontakt zur anderen Seite herstellen.

Konzert 3:   Freitag, 06.November 2015, 20 Uhr

„Duett der Gitarren“            Martin Schwarz / Alexander SwetA.Swete&M.Schwarz[1] - Kopiee

Duo Swete – Schwarz
Seid vielen Jahren spielen der weitgereiste und vielfach ausgezeichnete Alexander Swete und der erfahrene Kammermusiker und Meisterarrangeur Martin Schwarz im Duo. Ihr Repertoire hat einen Schwerpunkt in der spanischen Musik, aber auch Ausflüge in andere Stile liegen ihnen nicht fern. Das verbindende Element ist ihr intuitives Zusammenspiel und ihre gemeinsame Liebe zur Gitarre.

Das Programm umkreist Musik aus dem mediterranen Raum einerseits und den musikalischen Kontrapunkt andererseits. Durch eine achtsaitige Gitarre und die speziell gefertigten Arrangements wird das Repertoire um seltene kammermusikalische Perlen Abseits der klassischen Duowerke für 2 Gitarren bereichert.

Musik von Luigi Boccherini, Georg Friedrich Händel, Franz Burkhardt, Mauro Giuliani, Enrique Granados, Isaac Albéniz und Manuel de Falla.

Alle Konzerte finden in einem der ehemaligen Fürstenräume von Kaiser Maximilian I. in der Burg Hasegg in Hall in Tirol statt. Karten können über die Münze Hall bezogen werden. Sie kosten im Vorverkauf € 13,00 (€ 7,00) oder an der Abendkassa € 15,00 (€ 9,00).

Alle Infos zur Veranstaltung unter http://www.saitenspiele.com

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