Vom Holz zum Kunstwerk – ein Bildhauer im Portrait.

Lukas Pittl – ein Meister seines Handwerks.

Seit Kindheitstagen faszinierte Lukas das Schnitzen. Man kann sagen, es wurde ihm von seinem Vater Christian Pittl, seines Zeichens Larvenschnitzer (Maskenschnitzer) , bereits in die Wiege gelegt. Mit der Leidenschaft und dem Hobby des Vaters wuchs Lukas von Schnitzmessern, Holz und Larven umgeben auf. Er als auch sein Vater Christian sind beide begeisterte Fasnachter. So kommt es nicht von ungefähr, dass viele Figuren der Milser Fasnacht eine Maske aus der Hand der Familie Pittl tragen. Nicht nur im Heimatdorf Mils sondern über die Gemeindegrenzen hinaus schmücken Masken der Familie Pittl die Figuren der Tiroler Fasnacht. Mit dem Schnitzen von Masken für das Fasnachtstreiben begann Lukas sein Weg zu einem etablierten Tiroler Bildhauer.

Von der Berufung zum Beruf.

In den späten Zwanzigern beschloss Lukas seiner Berufung zu folgen. Er hing seinen gelernten Beruf an den Nagel und widmete sich ganz der Schnitzerei. Die 3jährige Ausbildung an der Schnitz- und Bildhauerschule „Geisler-Moroder“ in Elbigenalp absolvierte er mit Auszeichnung. Über drei Jahre lang perfektionierte er sein Handwerk an der Schule. Heute hält Lukas dort selbst Kurse und gibt sein Wissen an Interessierte weiter.

Eine Arbeit die glücklich macht.

Wenn die Arbeit ein Vergnügen ist, wird das Leben zur Freude. (Maxim Gorki, 1868 – 1936) Genau nach diesem Grundsatz handelte Lukas, indem er seinen Beruf aufgab, um seiner Leidenschaft nachzugehen. Zufrieden blickt der junge Künstler auf die getroffene Entscheidung zurück. Er bereue nichts. Das Arbeiten als Bildhauer und Künstler sowie der Schaffensprozess der Werke mache ihn glücklich. Manchmal arbeitet Lukas nur kurz an seinen Werken. An anderen Tagen steht er den ganzen Tag im Atelier. Nicht jeden Tag geht ihm die Arbeit gleich leicht von der Hand.

Die Werke – traditionsbewusst bis modern. 

Im Atelier von Lukas wird nicht nur ausschließlich Holz bearbeitet. Es finden sich auch Skulpturen aus Marmor, Stahl und Beton im Repertoire. Am liebsten arbeitet der junge Bildhauer jedoch mit Holz. Es kann auch durchaus vorkommen, dass Lukas bei einer Wanderung eine Wurzel findet, welche ihm ein passendes Grundmaterial für ein Werk liefert. Der Materialvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Das künstlerische Spektrum reicht von klassisch, traditionellen Werken wie einem Kruzifix, einer Fasnachtslarve oder biblischen Skulptur bis hin zu modernen und abstrakten Kunstwerken. Das Ausarbeiten vom Wesentlichen sowie das Arbeiten mit Linien zählen bei allen Werken zu seinen Stärken. Wichtig sei Lukas die Spürbarkeit der Emotion für den Betrachter, welche seine Werke verkörpern. Es soll zum Nachdenken anregen.

Die Zirbe – Ein Holz mit Charakter.

90% der Kunstwerke werden aus Zirbenholz gefertigt. Das Holz riecht gut, ist weich und lässt sich sehr gut bearbeiten. Trotz der verhältnismäßig vielen Äste arbeitet Lukas gerne mit Zirbenholz. Manchmal arbeite das Holz auch mit ihm. So zum Beispiel Äste, welche zufällig an Stellen zum Vorschein kommen an denen sie perfekt platziert wirken. Ein Nachteil von Zirbenholz ist jedoch, dass es gerne und schnell nachdunkelt. Dem kann jedoch durch eine Mischung aus Zirbenöl und Ölfarbe entgegen gewirkt werden. Das Holz für seine Kunstwerke bezieht Lukas aus den heimischen Wäldern.

Es ist mehr als ein Material. Es ist eine bzw. seine Lebenseinstellung.

Die meisten der Werke sind Auftragsarbeiten. Im Atelier in Mils können verschiedenste Arbeiten von Lukas bestaunt und gekauft werden. Öffnungszeiten gibt es keine. Die Türe steht immer offen, meint der Künstler. Er freue sich auf Besuch und Gesellschaft im Atelier.

“Bahn frei” im Kugelwald: Erfolgreiche Premiere

Die Eröffnung unserer neuen Bergerlebniswelt “Kugelwald am Glungezer” war ein voller Erfolg: Bereits über 500 Zirbenkugeln wurden am ersten Wochenende verliehen. Zahlreiche interessierte Besucher ließen mit Begeisterung „die Kugel rollen“, besichtigten das über 7000m² große Areal und testeten die zahlreichen Spielmöglichkeiten.

Silvia Pfeil, die „Ideengeberin“ für die Holzkugelbahn, erklärt das Konzept: „Alle Elemente des Kugelwalds entsprechen genau den Leitsätzen, die wir von Beginn an verfolgt haben: Die Besucher – vor allem die Kinder – sollen eingeladen werden, sich mit der Natur zu befassen, sie dürfen und sollen selber etwas tun können, durch ihre Aktion den Kugelwald mitgestalten“.

Pädagogik & mehr im Hochwald
Ein besonderes Augenmerk liegt im Kugelwald auf Angeboten für Schulklassen und Gruppen. Im „Waldklassenzimmer“, einem Teilbereich der Erlebniswelt, besteht die Möglichkeit, Workshops durchzuführen. Die dicht bewachsenen Hänge am Glungezer bieten hierzu den perfekten Rahmen, umfangreiches, speziell konzipiertes Lehrmaterial mit zahlreichen Utensilien wird gegen eine kleine Leihgebühr zur Verfügung gestellt. Damit die auch die Vorbereitung „rund“ läuft, können Schulklassen und Gruppen das Material schon vor ihrem Besuch anfordern.

Detailinfos zum Kugelwald
Öffnungszeiten: Täglich von 9:00 bis 12:00 und 12:45 – 16:30
An Sa, So & Feiertagen letzte Talfahrt um 17:00 Uhr
15:30 Uhr letzte Bergfahrt bis zur Tulfeinalm
16:30 Uhr letzte Bergfahrt bis zur Mittelstation

Eintritt frei, Berg- und Talfahrt Glungezerbahn: Familienkarte Erw. € 9,50.-, Jugend € 8,50.-, Kind € 7,00.-

Kugeln im Verleih beim Parkeingang gegen Kaution, € 2,00.- Leihgebühr; Einkehrmöglichkeit und Kleinkinder-Spielbereich im Gasthof Halsmarter.

Weitere Infos unter www.kugelwald.at oder www.facebook.com/kugelwald