Die Hagebutte – regionales “Superfood” am Wegesrand

Von Anfang Herbst bis in den Winter hinein begegnet man der Hagebutte als Frucht von Rosengewächsen (Heckenrose, Zaunrose, Weinrose, Wildrose, …) nahezu bei jedem Spaziergang. Die Frucht entsteht im Herbst aus dem fleischigen Blütenboden der Rose. Die Hagebutte ist nicht giftig! Im Gegenteil. Die Wildfrucht ist reich an Vitaminen (Vitamin A, B, C, D, E, K). Am bekanntesten ist die Hagebutte für den hohen Gehalt an Vitamin C (Ascorbinsäure). Aufgrund der Vitaminvielfalt wirkt sich die Frucht positiv auf das Immunsystem aus und wird gerne unterstützend bei Erkältungskrankheiten genutzt.

Gewöhnlich kennt man die Hagebutte als Tee verarbeitet. Dafür einfach die gesammelten Früchte vom Stiel und Blütenansatz trennen und trocknen. Die zerteilten und getrockneten Früchte sind als Tee das ideale Getränk für kalte Wintertage. Die Kerne der Hagebutte kennt man als natürliches “Juckpulver”. Es empfiehlt sich die Kerne bei der Erstellung von Tee durch einen Filterbeutel zu entfernen.

Weitere Verwendungen der Hagebutte:

Die Hagebutte lässt sich hervorragend zu Marmelade, Gelee oder Mus verarbeiten. Anbei findet ihr ein einfaches und schnelles Rezept für ein Hagebuttenmus. Das Mus schmeckt nicht nur gut sondern trägt auch zur Stärkung der Abwehrkräfte bei.

Rezepttipp Hagebuttenmus:

Die gesammelten Früchte von Stiel und Blütenansatz entfernen und waschen. Je nach Menge der Früchte diese leicht bedeckt mit Wasser in einem Topf köcheln lassen. Der Vorteil bei diesem Hagebuttenrezept ist, dass die Früchte nicht entkernt werden müssen. Sobald die ganzen Früchte weich gekocht sind, können diese mit dem Sud durch eine Kartoffelpresse oder durch das Küchengerät “Flotte Lotte” gepresst/zerkleinert werden. Das Ergebnis anschließend zu einer homogenen Masse verrühren und mit etwas frisch gepressten Zitronensaft und Gelierzucker aufkochen. Das Aufkochen zerstört in geringem Maße das Vitamin C. Das Hagebuttenmus ist dennoch eine richtig schmackhafte Vitaminbombe.

Das Mus genießt man als Brotaufstrich, im Müsli oder pur.

Weitere Rezepttipps aus der Region findet ihr hier.

Die Hagebutte verfüttert man gerne auch an Tiere (Pferde, Hunde, Katzen, Kaninchen, …). Diese profitieren genauso wie der Mensch von der Einnahme der vitamin- und mineralstoffreichen Frucht. Wenn man die Früchte nicht selbst sammelt können diese auch in einer sortierten Tierhandlung als Pulver oder ganze Frucht gekauft werden.

Tiroler Spinatknödel – Das Rezept

Der Spinatknödel. Ein Klassiker in der Tiroler Küche. Ein Gericht das einfach und relativ schnell zubereitet ist.

Was brauchen wir dafür? Zutatenliste für Tiroler Spinatknödel:

  • 300 g Knödelbrot
  • 250 ml Milch
  • 800 g Spinat
  • 30 g Butter
  • 2 Eier
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe

Gewürze: Salz, Pfeffer, Muskat
Zum Servieren: Parmesan, Butter
Portionen: 4
Zubereitung: ca. 45 Minuten

Zubereitung Spinatknödel:

Das Knödelbrot stellt neben dem Spinat die Basis für den Knödelteig. Dies kann man beim Bäcker oder im Supermarkt kaufen. Wer hartes Weißbrot zuhause hat kann das Knödelbrot auch einfach selber herstellen.

Je nach Geschmack wird für Spinatknödel frischer oder geforener Spinat verwendet. Passierter oder Blattspinat – ganz egal. Sollte man frischen Spinat verwenden, so wird dieser vor der Verwendung blanchiert.

Für die Herstellung des Teiges übergießt man das Knödelbrot zuerst mit Milch. Zeitgleich dünstet man in Butter die aufgeschnittene Zwiebel und die gehackte Knoblauchzehe. Das Butter-Zwiebel-Knoblauch-Gemisch anschließend mit den Eiern und dem Spinat – dem übergossenem Knödelbrot beimengen. Die Zutaten werden zu einem Teig vermischt und durchknetet. Je nach Konsistenz der Knödelmasse etwas Mehl oder Milch dem Teig hinzufügen. Nach einer kurzen Ruhezeit der Masse, können die Knödel geformt werden.

Spinatknödel können entweder im köchelnden Salzwasser am Herd (15 Minuten) oder im Dampfgarer (bei 100° C für 12 Minuten) gegart werden.

Traditionell serviert man die Knödel mit zerlassener Butter und geriebenem Parmesan. Abhängig von der Jahreszeit passt dazu ein frischer grüner Salat mit Radieschen.

Tipp: Wem die klassischen Spinatknödel zu langweilig schmecken, der kann Gorgonzola (Blauschimmelkäse) würfeln und in die Mitte der einzelnen Knödelmasse einarbeiten.

Wenn Spinatknödel über bleiben, kann man diese ohne Weiteres einfrieren. Mehr Rezepte findet ihr hier.

Gutes Gelingen. Mahlzeit.

TIPP: Tiroler Kiachl selbst gemacht – das Rezept