Die ersten Frühlingsblumen

Endlich bunt!

13 Frühjahrsblüher, die wir ganz in unserer Nähe finden können, stelle ich dir bei einem kleinen Fotostreifzug vor. 13 – welch’ unbedeutende kleine Anzahl, aber 13 Frühlingsblumen zu kennen ist immer noch besser als keine, oder? 😉

Beim nächsten Spaziergang werdet ihr sicher einige wiedererkennen. Achtet einmal auf die feinen Details, die Vollkommenheit der bunten Blüten und nehmt ein Stückchen positive Energie so mit nach Hause.

Wissenswertes

Frühlingsblumen bereiten sich schon viel länger auf den Frühling vor als wir. Bereits unter dem Laub oder den letzten Schneeresten bündeln sie ihre Kräfte und aktivieren diese nach und nach aus den Knollen und Zwiebeln. So lange die Laubbäume in den Wäldern noch keine Blätter tragen und das Sonnenlicht bis zum Waldboden fällt, ist ihre Zeit!

Nun aber los, hier meine Top 13 Frühlingsblumen

Die Schneerose – Hahnenfußgewächs

Die Schneerose ist immer eine der Ersten! Sie treten teilweise in sehr großer Zahl und vorwiegend in lichten Bergwäldern und an steinigen Abhängen auf. (Tipp: Halltal)

Schneerose

Das Leberblümchen – Hahnenfußgewächs

Tiefblau bis violett, weiß und pink sind diese kleinen Blumen zahlreich im Frühjahr in Buchen-, Eichen- und Nadelmischwäldern zu finden. Die Blätter erscheinen erst nach der Blüte und überwintern. Deshalb sieht man bei den blühenden Leberblümchen in der Regel keine Blätter.

Leberblümchen

Das Buschwindröschen – Hahnenfußgewächs

Der Name Buschwindröschen kommt wahrscheinlich daher, dass die Blütenblätter sehr leicht vom Wind mitgerissen werden. Markant sind vor allem die drei Hochblätter am Stengel mit den „fünf Fingern“.

Buschwindröschen

Der Huflattich – Korbblüter

Der Huflattich zählt zu den Pflanzen, die sich als Erstes auf den unwirtlichsten Untergründen ansiedelt. Auch er ist immer einer der ersten Frühjahrsblüher!

Huflattich

Das Waldveilchen – Veilchengewächs

Im Frühjahr bei viel Licht bildet die Pflanze offene Blüten aus, die von Insekten bestäubt werden. Im Sommer hingegen, im Schatten der Bäume, werden geschlossene Blüten gebildet, die sich selbst bestäuben.

Waldveilchen

Die Aurikel – Primelgewächs

Eine Blume – viele Namen: Die Bayern nennen sie Gemsbluaml, die Schweizer Flühblümchen und die Österreicher Petergstamm. Bei uns ist sie auch auf der Rückseite der 5 Cent Münze zu finden. Auch der Name Platenigl ist hier weit verbreitet.

Aurikel

Die Frühlingsknotenblume – Amaryllisgewächse

Die Frühlingsknotenblume (oder Märzenbecher in Deutschland) hat im Gegensatz zum Schneeglöckchen am Ende seiner Blütenblätter gelb-grüne Tupfen. Die Blüten der Frühlingsknotenblume sind giftig!

Frühlingsknotenblume

Frühlingskrokus – Schwertliliengewächs

Der Frühlingskrokus ist eine wahre Schönheit! Leider ist diese nur von kurzer Dauer, denn die Krokusse verblühen sehr schnell.

Frühlingskrokus

Der Seidelbast – Seidelbastgewächse

Der Seidelbast ist keine „Blume“ sondern ein kleiner Strauch mit einer graubraunen Rinde. Sein Duft erinnert mich immer an gut riechendes Waschmittel. Aber vorsichtig: der Seidelbast ist auch schon bei Berührung giftig!

Seidelbast

Der Wald-Sauerklee – Sauerkleegewächse

Die erste Frühjahrsblume, die es eher schattiger mag. Der Waldsauerklee wächst auch bei einem Minimum von 1/160 des Tageslichtes noch. Bei starker Sonnenbestrahlung verändert die Pflanze sogar die Stellung ihrer Blätter, indem sie die Fiederblätter nach unten zusammenklappt. Hierdurch schützt sich der Waldsauerklee vor Wasserverlust.

Wald-Sauerklee

Die Schneeheide – Heidekrautgewächs

Die Schneeheide ist ein robuster Frühjahrsblüher. Manchmal kann die Schneeheide schon im Dezember blühen. Frost schadet der Pflanze nicht, bis zu minus 30 Grad übersteht sie gut. Wer freut sich nicht schon auf die violetten Polster auf den Bergen?!

Schneeheide

Die Hyazinthe – Spargelgewächs

Sie duftet zauberhaft süßlich, ist unglaublich pflegeleicht und gilt als farbenfroher Vorbote des Frühlings.

Hyazinthe

Die Küchenschelle – Hahnenfußgewächs

Meine absolute Lieblingsblume, wenn sich der Schnee auf den Bergwiesen im Frühjahr zurückgezogen hat. Wenn man sie sieht, weiß man, dass der Frühsommer nicht mehr weit ist… 😉

Küchenschelle

Tipp: Ihr seid nun auf den Geschmack gekommen und wollt mehr über Blumen oder auch Kräuter in Natur wissen? Im Rahmen unserer Kräuterwanderungen geben euch Claudia uns Susi ihr Wissen weiter :)!

Es blüht so grün, wenn…

Galerie

Diese Galerie enthält 12 Fotos.

… wenn der Schnee im Frühling schmilzt! Dann nämlich wagen sich einige wunderschöne Frühlingsblumen heraus -und wir können sie im Gebirge bewundern, besonders gut zum Beispiel im Naturpark Karwendel.

Blumen im Frühling – Die Schlüsselblume

Die Schlüsselblume gehört zur Familie der Primelgewächse. Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Den Namen hat die Blume durch die Ähnlichkeit des Blütenstandes mit einem Schlüsselbund. Nach einer Legende ließ Petrus seine Schlüssel auf die Erde fallen und an dieser Stelle wuchsen Himmelschlüssel! Es gibt für sie aber auch viele andere Namen im Volksmund: Wiesen-Primel, Allelujableaml, Himmelschlüssel….

Schlüsselblumen Tirol (c)hall-wattens.at (1)Die Schlüsselblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe zwischen 8 und 20 cm. Sie wächst meist in kleineren Gruppen. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni.

TIPP: Da die Schlüsselblume entkrampfend und schleimlösend wirkt, ist sie als Hustentee hervorragend geeignet. Für den Hustentee verwendet man einen Teelöffel Schlüsselblumen-Wurzeln oder/und Blüten, übergießt das mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt den Tee zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und ausgekühlt zwei bis drei Tassen pro Tag trinken.

Man kann die Schlüsselblumen–Blüten für eine Frühjahrsteemischung auch sehr gut mit folgenden Kräutern mischen: Birkenblätter, Brennnesselblätter, Löwenzahn, Vogelmiere, Ehrenpreis…

Echte Schlüsseblume (c)hall-wattens.at (2)

Achtung, bitte nicht pflücken: Die Schlüsselblume ist eine geschützte Pflanze!

Wer Lust hat, die Flora und Fauna unserer schönen Region unter fachkundiger Führung zu entdecken, kann dies wieder ab Mai 2015 hier im Rahmen des Wochenprogramms tun.

Blumen im Frühling – Der Huflattich

Zeitig im Frühjahr blühen beim Huflattich zuerst nur die korbförmigen, gelben Blütenstände, die ungefähr 300 weibliche, gelbe Zungenblüten und 30 bis 40 männliche, gelbe Röhrenblüten enthalten. Erst nach dem Verblühen folgen die Blätter. Während der Blütezeit sind die Stängel mit braunen oder rötlichen, behaarten Schuppenblättern versehen. Verblühte Huflattich lassen traurig ihre Köpfe hängen.

Über der Erde schaut der Huflattich recht bescheiden in seiner Größe aus; erreicht er doch nur eine maximale Höhe von 20 Zentimetern; unter der Erde aber hat er einen Wurzelstock mit kriechenden, bis zu zwei Meter langen (!) unterirdischen Wurzelausläufern.

Huflattich

Der Huflattich gehört somit zu den allerersten Frühjahrsblumen und wird hauptsächlich von Bienen und Käfern bestäubt. Selten kommt auch Selbstbestäubung vor. Die Samenverbreitung erfolgt ähnlich wie beim Löwenzahn durch Schirmflieger über den Wind. Die Huflattichblüte wird auch sehr gerne mit dem Löwenzahn verwechselt. Die Blätter des Huflattich hingegen sind sehr ähnlich den Blättern der Weißen Pestwurz.

Man verwendet den Huflattich in der Naturheilkunde zur Bekämpfung von Erkrankungen der Atmungsorgane, vom einfachen Husten bis hin zu Asthma.

Aber auch gegen Hautprobleme kann man den vielseitigen, gelben Frühblüher verwenden – er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und blutstillend.

Wer Lust hat, die Flora und Fauna unserer schönen Region unter fachkundiger Führung zu entdecken, kann dies wieder ab Mai 2015 hier im Rahmen des Wochenprogramms tun.